Montag, 27. Juni 2011

Premiere

Am Samstag war es endlich so weit, nach dem monatelangen Probenmarathon und allen anderen Vorbereitungen stieg die Premiere unseres diesjährigen Stückes "Ein Gentleman im wilden Westen".
Es war ein Erfolg in allen Bereichen. Ein klasse Publikum, keine groben Textpatzer oder andere Pannen, kein Regen... was will man mehr?
Meine höchstpersönliche Premiere steigt allerdings erst am kommenden Samstag, denn ich hatte meiner Ersatzdarstellerin die Premiere abgegeben. Gehofft hatte ich schon ein wenig, dass jemand krank ist und ich doch noch spielen kann, aber dann waren doch alle gesund. Naja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und der nächste Samstag kommt sicher schneller als gedacht.

Donnerstag, 23. Juni 2011

Kindermund

Lang lang ist´s her seit dem letzten Eintrag. Passiert ist genug, aber irgendwie fehlte die Zeit. Vielleicht wirds ja wieder häufiger, vielleicht auch nicht. Das hier ist ja nur nebenbei...

Töchterchen war gestern mal wieder gut drauf...
Da Kirschenzeit ist, hatten wir zum Abendessen Kirschen. Mama schneidet jede einzelne Kirsche sorgsam auf und schaut nach Maden. (Uroma meinte "Sind dieses Jahr kaum madig." Mama kann das nicht bestätigen, mindestens in jeder zweiten krabbelt was. Aber Uroma sieht auch nicht mehr so gut.)
Sohnemann sperrt fleißig den Mund auf und isst Kirschenhälfte für Kirschenhälfte, natürlich ohne Kern und Made, dafür sorgt die Mama. Töchterchen sieht das und will auch welche. Mama ist aber nicht so schnell und sagt, dass Töchterchen die Kirschen gerne auch mit Maden essen kann, die schaden nix, nur Mama mag sie eben nicht. Darauf Töchterchen: "Da muss ich die Maden aber erstmal kosten, ob mir die schmecken."

Und einige Zeit später gab es ein Gespräch zwischen Papa und Töchterchen:
"Papa, ich fühl mich so, als ob meine Blase aufgeplatzt ist."
"So? Welche denn?"
"Meine Fruchtblase, ich muss dauernd pullern."

Sonntag, 5. Juni 2011

Männer und Frauen

Am Donnerstag war Männertag. Oder Vatertag. Oder Christi Himmelfahrt. Je nachdem, welchen Titel man dem Tag geben mag, bekommt er auch unterschiedliche Wertigkeit.

Vormittags waren wir zum inzwischen schon zur Tradition gewordenen Gottesdienst auf der Freilichtbühne. Hier stand Christi Himmelfahrt im Zentrum.
Später dann war an vielen Orten Männertag, das heißt Bier trinkende, durch die Gegend ziehende und laut auf sich aufmerksam machende Männer gab es mehr als genug. Darunter auch immer wieder Frauen und Kinder. Ich war alleine mit Ehemann, Schwiegervater, Schwiegeronkel 1, Schwiegeronkel 2 und Sohnemann auf dem Rad unterwegs. Nach dem Unwetter zwei Tage zuvor war eine Wegstelle noch recht matschig. Genau an dieser Stelle machte eine Gruppe Männer Pause und kommentierte mein Vorbeifahren "fachmännisch", zumindest nach ihrer Ansicht. Aber damit kommt Frau schon klar am Männertag.
Am Abend bekam mein Ehemann dann sein Vatertagsgeschenk, eine von Töchterchen selbst gebastelte Karte mitsamt "Wertmarke" (der neue Rucksack kam erst am Freitag mit der Post). Im Gegenzug lud er uns spontan zum Essen ein.


Am Morgen hatte ein findiger Moderator im Radio behauptet, der einzige Unterschied zwischen Frauen- und Männertag wäre, dass der Schnaps nicht den Umweg über die Praline nehmen müsse. Aber sind wir mal ehrlich, würden sich die Frauen am Frauentag so benehmen, wie die Männer am Männertag, würden die Männer wohl nur noch mit dem Kopf schütteln und ihre Frauen für unzurechnungsfähig erklären. Frauen dagegen belächeln ihre Männer meist nur, und betten sie früh in die Kissen, dass sie ihren Rausch ausschlafen können.

Übrigens war auch ein Trupp junger Frauen unterwegs. Eine davon stand wohl kurz vor der Ehe. Den Junggesellinnenabschied ausgerechnet an diesem Tag zu feiern ist sicher sehr mutig, oder doch eher eine Probe für den Ernstfall?