Sohnemann übt sich derzeit fleißig im Laufen. Mit Mama an der Hand - oder auch Oma, Opa oder wer sonst gerade anwesend ist, da ist er nicht ganz so wählerisch - geht es auf wackeligen Beinchen bald hierhin, bald dorthin. Hat gerade keiner Zeit, die Zeigefinger zur Verfügung zu stellen, tun es auch Sofas, Tische, Stühle, Wände oder sonstige Gegenstände.
Leider sind nicht alle als Geländer auserkorenen Dinge so standhaft. Der Kinderwagen beispielsweise erdreistete sich doch tatsächlich, einfach davon zu rollen, so dass Sohnemann auf dem Bauch landete. Fraglich, ob er vor Schreck oder Wut brüllte, denn weh getan hatte er sich nicht, war er doch im Zeitlupentempo gefallen.
Auch Katzen haben die Angewohnheit, einfach davon zu laufen, wenn Sohnemann sie streicheln oder als Balancierhilfe benutzen will.
Und heute vormittag ist doch tatsächlich das Tischbein mitten auf Sohnemanns Weg gesprungen. Der Rabatz hinterher war groß, obwohl der Sturz an sich gar nicht so spektakulär war. Immerhin hat der Windelpo das meiste abgefangen.
Im Alter von 15 Monaten mag das Fallen durchaus normal sein. Töchterchen steht Sohnemann allerdings in nichts nach. Gestern beim Kinderfest stolperte sie über ein Kabel, riss dabei ein Deko-Schaf um und schrammte mit dem Knie in die einzige auf der Wiese vorhandene Matschstelle. Vorteil derselbigen: Matsch ist weich - dem Knie hat es nichts getan.
Überhaupt fällt Töchterchen in letzter Zeit wieder häufiger. Möglich, dass Beine und Füße mal wieder einen Wachstumsschub hatten, und sie das Balance halten ebenso neu lernen muss, wie Sohnemann.
Montag, 15. August 2011
Von Prinzessinnen und Eulen
Prinzessinnen sind ja für kleine Mädchen das Größte. Die meisten träumen davon, selbst Prinzessin zu sein, schöne rosa Kleidchen zu tragen, eine Krone auf dem Kopf und viel Schmuck an Hals und Armen zu haben... Nur zu gerne lassen sie sich dann mit solchen fotografieren, sollten sie einer begegnen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
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Montag, 8. August 2011
Maisfeldbegängnis
Alle Jahre wieder gehen wir im Maisfeld spazieren, suchen Stahlträger mit Stempeln oder Aufgaben.
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
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