Heute ist Silvester. Der letzte Tag im Jahr. Es ist der passende Augenblick, um nochmal zurück zu schauen...
... auf die wunderbaren Momente mit der Familie
... auf 119 Blogeinträge
... auf unzählige Blogeinträge von Euch, die mich teilhaben ließen an eurem Leben und euren Gedanken
... auf Schönes und nicht so Schönes
... auf Trauriges
... auf Kreatives
... auf Pläne, Wünsche und Ziele
... auf Erreichtes und nicht Erreichtes
...
Und es ist der richtige Moment, um sich Gedanken zu machen...
... was im Neuen Jahr so bleiben kann und darf
... was anders werden könnte und muss
... was Freude bringen wird
... was uns herausfordern wird
...
Das Jahr 2014 geht zu Ende, das "Buch" ist voll beschrieben, es ist kaum noch Platz. Wir öffnen ein neues Buch mit vielen leeren Seiten. Platz für das Jahr 2015. Ich bin gespannt, was es bringen wird.
Mittwoch, 31. Dezember 2014
Mittwoch, 24. Dezember 2014
Frohes Fest
Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Heilig Abend im Kreis ihrer Lieben. Mögt ihr ruhige besinnliche Stunden verbringen.
Und ich möchte mich noch ganz lieb bei Anke von "Mein Fachwerkhäuschen" bedanken. Von ihr flatterte hier bereits am Samstag ganz wunderbare Weihnachtspost herein. Nur im Trubel der letzten Tage bin ich nicht dazu gekommen, das Bild schon eher einzustellen (und gestern hab ich den halben Tag meine Kamera gesucht... Herr TAC fand sie in meinem Strickzeug *g*)
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Fussel - 24. Dezember
Fussel
sitzt auf seinem Fensterplatz im Wohnzimmer und schaut seiner Familie
hinterher, die auf der Straße eben Mias Familie aus dem Nachbarhaus begrüßt und
dann mit ihnen gemeinsam weggeht.
Fussel
will sich gerade zusammenrollen, als er Mia entdeckt. Sie springt außen auf den
Fensterstock und deutet ihm an, dass er nach draußen kommen soll. Fussel seufzt
und läuft zur Klappe.
Es
gibt ein kurzes Begrüßungsritual und schon läuft Mia los. "Komm mit, wenn
du nicht alles verpassen willst!" "Was denn verpassen?" fragt
Fussel und gibt sich Mühe, hinter Mia her zu kommen. "Das wirst du schon
sehen" antwortet Mia und läuft voraus. Sie klettert auf einen Baum und
springt auf ein Dach. Dann verschwindet sie in einer Öffnung. Fussel klettert,
springt und läuft hinterher.
Dienstag, 23. Dezember 2014
Fussel - 23. Dezember
"Oh
Tannenbaum, Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter..."
Fussel
hebt den Kopf und blinzelt. Die Dosenöffnerkinder singen und tanzen durch das
Wohnzimmer. "Und was ist jetzt schon wieder, kann man hier denn nicht mal
mehr in Ruhe ein Nickerchen halten?" denkt Fussel und setzt sich auf.
Plötzlich
raschelt es und ein Baum kommt zur Tür herein. Blitzschnell ist Fussel hinter
dem Sofa verschwunden, denn ein laufender Baum ist ihm nicht geheuer. "So,
da wären wir. Er steht sicher. Es kann los gehen." hört er jetzt eine
bekannte Stimme. Fussel lugt vorsichtig hinter dem Sofa vor und traut seinen
Augen und Ohren nicht. Der Baum hat ja Beine und er spricht mit der Stimme des
Dosenöffnermannes!
Der
Baum wackelt noch einmal und bleibt dann ruhig stehen. "Das muss ich mir
näher anschauen" überlegt Fussel und kommt in höchster Anspannung und von
Neugier getrieben hinter dem Sofa vor. Er schnuppert. "Hm, das riecht gut
nach Baum und ... nach Dosenöffnermann!"
Montag, 22. Dezember 2014
Kindermund
Der Anrufbeantworter der Großeltern könnte mal eine nette Ansage vertragen.
Herr TAC zu Töchterchen: "Du könntest doch mal was sagen. Vielleicht ´Oma und Opa sind nicht zu Hause. Rufen sie später nochmal an!´"
Dann hält er ihr das Gerät hin.
Töchterchen: "Keiner daaa!"
Herr TAC zu Töchterchen: "Du könntest doch mal was sagen. Vielleicht ´Oma und Opa sind nicht zu Hause. Rufen sie später nochmal an!´"
Dann hält er ihr das Gerät hin.
Töchterchen: "Keiner daaa!"
Fussel - 22. Dezember
Fussel
und Mia sitzen am Gartenzaun und beobachten die Zweibeiner. Alle sind
beschäftigt, hasten eilig hin und her, schleppen Tüten und Kartons...
"Das
geht das nun schon so lange. Was haben die bloß?" fragt Fussel. "Die
sind im Weihnachtsstress." antwortet Mia nüchtern und putzt sich die
Pfote. "Weihnachtsstress? Was ist das denn nun schon wieder?"
überlegt Fussel laut. "Na das siehst du doch!" sagt Mia gelangweilt
und gähnt.
Quiiiiiiieeeeeetsch-BUMM.
Fussel
schreckt aus seinen Gedanken und macht mit alle vier Pfoten gleichzeitig in der
Luft einen Satz rückwärts und Mia vergisst vor Schreck, die Pfote wieder
abzusetzen und die Zunge ins Mäulchen zu nehmen.
Ein
paar Sekunden sitzen sie wie erstarrt und auch die Verursacher rühren sich
nicht. Menschen bleiben stehen und schauen zwei dieser Blechdinger an, die
Fussel nicht leiden kann, weil sie ihn zum Tierarzt bringen.
Sonntag, 21. Dezember 2014
Fussel - 21. Dezember
Heute
ist ein besonderer Tag. Fussel spürt das. Die ganze Dosenöffnerfamilie läuft
aufgeregt und hektisch durchs Haus. Beim Frühstück brannten am Weihnachtskranz
alle vier Kerzen. "Ob heute Weihnachten ist?" überlegt Fussel und
beschließt, nachzuschauen.
Er
geht in Timos Zimmer und setzt sich vor den Adventskalender. "Hm, da sind
noch drei Türchen zu, also ist heute noch nicht Weihnachten." denkt er.
Wenig
später sitzt er im Wohnzimmer auf seiner Decke. Von hier aus hat er alles im
Blick. Die Dosenöffnermama steht am großen Tisch, der heute noch größer ist als
sonst. "Aha, es kommt Besuch" denkt Fussel. "Hoffentlich nicht
wieder die mit dem Hund." überlegt er und schüttelt sich. Das war kein
schöner Nachmittag für ihn gewesen. Die Zweibeiner hatten sich an den großen
Tisch gesetzt, gegessen und getrunken und geredet und gelacht und dabei den
Hund ganz vergessen. Der war die ganze Zeit Fussel hinterher gerannt, obwohl
Fussel schlafen wollte. Schließlich konnte sich Fussel auf das Schuppendach
retten. Der Hund saß dann zwei Stunden unten und bellte.
"Mrrrrrrrrr." entfährt es Fussel, als er daran denkt.
Die
Türklingel reißt ihn aus seinen Gedanken. Er hört Kinderstimmen und lachende
erwachsene Zweibeiner. Fussel fängt an zu schnurren als er die Stimmen erkennt,
springt vom Fensterstock und geht die Zweibeiner begrüßen.
Samstag, 20. Dezember 2014
Fussel - 20. Dezember
Fussel
sitzt wieder einmal auf seinem Platz in der Küche. Timo und Emily sind sehr
beschäftigt mit irgendetwas. Fussel schnuppert und rümpft die Nase, als
ihm ein beißender Geruch hinein steigt.
"Gib
mir jetzt endlich den Leim!" schimpft Emily. "Nein, ich brauch ihn
noch!" antwortet Timo gereizt. "Ihr sollt doch nicht streiten!"
mischt sich die Mutter ein. "Erst recht nicht in der Weihnachtszeit. Das
wisst ihr doch! Während du die Papierkügelchen drauf legst, kann Emily den Leim
verteilen, Timo. Wechselt euch ab!"
Jetzt
steigt Fussel zusätzlich zum Leim noch ein weiterer Duft in die Nase, nach
Braten, denn die Dosenöffnermama hat gerade den Backofen geöffnet und das
Fleisch für morgen gedreht.
Plötzlich
fragt Emily: "Warum gibt es zu Weihnachten eigentlich Geschenke?"
Die
Mutter dreht sich um. "Du weißt doch, dass wir den Geburtstag von Jesus
feiern. Und wenn ihr Geburtstag habt bekommt ihr doch auch Geschenke."
"Ja, das schon." antwortet Emily und legt die Stirn in Falten.
"Und warum bekommen alle Menschen Geschenke? Eigentlich müsste Baby Jesus
die Geschenke bekommen."
Freitag, 19. Dezember 2014
Fussel - 19. Dezember
Die
Dosenöffnerfamilie sitzt beim Abendbrot. Fussel ist natürlich ebenfalls dabei.
"Wie
war die Weihnachtsfeier in der Schule?" fragt der Vater. "Wir waren
alle in der Aula, alle Klassen. Da stand ein großer Weihnachtsbaum, der war
ganz bunt geschmückt mit Kugeln und Lichtern." erzählt Timo mit glänzenden
Augen. "Und da waren lange Tische, mit weißen Tischdecken und
Tannenzweigen und Kerzen. Da haben alle Kinder und alle Lehrer dran
gesessen." ergänzt Emily. "Und auch der Hausmeister und die Frauen, die
sauber machen und die Frauen aus der Küche. Alle waren da."
Der
Vater lacht. "Gab es Tee und Plätzchen?" fragt er. "Ja, und
Stollen und Lebkuchen." antwortet Emily.
"Aber
ihr habt doch nicht den ganzen Vormittag nur gegessen und getrunken. Was habt
ihr noch gemacht?" fragt jetzt die Mutter. "Der Chor hat
Weihnachtslieder gesungen." sagt Emily begeistert. "Ja, und dann
mussten alle mitsingen" meint Timo griesgrämig. "Aber singen macht
doch Spaß!?" wundert sich die Mutter. "Hm..." brummt Timo, kann
aber nicht weiter reden, weil Emily erzählt: "Und dann haben uns die
Kinder von der vierten Klasse etwas vorgespielt, da ging es um einen
Tannenbaum, der traurig ist, weil er nicht gekauft wird. Aber zum Schluss
bringt ihn der Förster wieder in den Wald und schmückt ihn mit Mohrrüben und
Heu für die Tiere."
Donnerstag, 18. Dezember 2014
Feueralarm
Unser Wohnort liegt im Tal und am Hang eines Flusses. Wir wohnen im Tal auf der einen Flussseite, Sohnemanns Kindergarten liegt auf dem Berg auf der anderen. Die Straße dahin führt am häuserumstandenen Marktplatz vorbei, der ebenfalls am Hang liegt und deshalb einen unteren und einen oberen Bereich hat, es geht also bergauf. Und während eine geteerte Straße am unteren Bereich entlang geht, ist der Bereich um den Marktplatz gepflastert (und bei entsprechenden Witterungsverhältnissen recht glatt). Soviel zur Vorrede.
Heute Morgen hab ich Sohnemann also mit dem Auto in den KiGa gebracht. Dieser liegt auf der linken Seite der Straße, auf der man auch parken kann. Deshalb fahre ich zunächst am KiGa vorbei, lenke an der Einfahrt dahinter um und parke dann parallel zur Straße vorm KiGa. In den letzten Jahren ist im KiGa-Gebäude viel gebaut worden, unter anderem gibt es nun ein Alarmsystem und eine Feuertreppe, die wir beim Umlenken sehen können. Bereits da stellte Sohnemann verwundert fest, dass seine Gruppe auf der Feuertreppe stand.
Heute Morgen hab ich Sohnemann also mit dem Auto in den KiGa gebracht. Dieser liegt auf der linken Seite der Straße, auf der man auch parken kann. Deshalb fahre ich zunächst am KiGa vorbei, lenke an der Einfahrt dahinter um und parke dann parallel zur Straße vorm KiGa. In den letzten Jahren ist im KiGa-Gebäude viel gebaut worden, unter anderem gibt es nun ein Alarmsystem und eine Feuertreppe, die wir beim Umlenken sehen können. Bereits da stellte Sohnemann verwundert fest, dass seine Gruppe auf der Feuertreppe stand.
Fussel - 18. Dezember
Fussel
schläft auf dem Bett von Timo als die Mutter herein kommt: "Timo, guten
Morgen, raus aus dem Bett, es hat geschneit" Timo und Fussel gähnen. Kurz
danach steht Timo am Fenster. "Och, das reicht nicht zum Schlitten
fahren" sagt er traurig und öffnet das Türchen am Adventskalender.
Nachdem
die Kinder in der Schule sind widmet sich Fussel ausgiebig der Morgentoilette
und der Morgengymnastik. Danach legt er sich im Wohnzimmer auf den Fensterstock
und schaut raus. Es liegt nur ganz wenig Schnee, überall schauen die Grashalme
noch heraus. Aber es hat wieder angefangen zu schneien.
Nachmittags
kommen die Kinder zusammen mit der Mutter nach hause. "Mami, dürfen wir
Schlitten fahren gehen?" betteln sie.
Fussel
hebt den Kopf und schaut nach draußen. Inzwischen liegt soviel Schnee, dass man
nicht einen einzigen Grashalm mehr sieht und die Latten des Gartenzauns haben
hohe, weiße Mützchen.
"Ja
geht nur, " lacht die Mutter, "aber seid um fünf wenn es dunkel wird
wieder da."
Mittwoch, 17. Dezember 2014
Fussel - 17. Dezember
Die
Dosenöffnerkinder kommen aus der Schule. Eine Tür knallt. Fussel schreckt aus seinem
Traum hoch, der sofort wie eine Seifenblase zerplatzt. Er hebt den Kopf und
blinzelt die Kinder verschlafen an.
"Fussel,
wir wollen mit dir spielen!" ruft Emily und nimmt Fussel unsanft auf den
Arm um ihn nach oben zu tragen.
Fussel
lässt es seufzend mit sich geschehen.
Vor
den Kinderzimmern setzt Emily Fussel wieder ab. Dieser schüttelt sich und
gähnt, um sich danach auf der Stelle wieder hinzulegen. "Fussel, du sollst
nicht schlafen. Spiel mit mir Ball!" bettelt Emily und rollt einen
weißen Tischtennisball vor Fussels Nase hin und her.
Nun
erwacht der Jäger in Fussel und er ist sofort hell wach. Er drückt seinen Kopf
ganz nah an den Boden, fixiert mit weit aufgerissenen Augen den Ball, hebt sein
Hinterteil und wackelt damit hin und her. Alle Muskeln sind angespannt. Und ...
SPRUNG. Fussel erwischt den Ball mit der Pfote, der aber sofort davon rollt.
Jetzt beginnt Fussel eine wilde Verfolgungsjagd hinter dem Ball her. Dieser
hüpft in ungleichmäßigen Bögen die Treppe hinunter. Fussel springt im gleichen
Rhythmus hinterher. Emily kommt lachend zur Treppe gelaufen und setzt sich auf
die oberste Stufe.
Dienstag, 16. Dezember 2014
Fussel - 16. Dezember
Fussel
liegt auf seiner Decke im Wohnzimmer am Fenster. Er hat die Augen geschlossen
und schnurrt leise vor sich hin. Die Dosenöffner glauben, dass er schläft oder
döst, aber das stimmt nicht. Fussel denkt angestrengt nach.
Er
denkt daran, wie die Kinder und der Vater gespielt haben. Es gab einen Stall.
Hirten und Weise sind dorthin gegangen und haben das Baby in der Futterkrippe
angebetet. "Hm, da ist das Baby also dieser Jesus, der die Menschen erlöst
hat. Aber warum kommt ein Mensch in einem Stall auf die Welt?" Plötzlich
fällt Fussel der Traum wieder ein, den er hatte. Im Traum hatte er
gesehen, wie Hirten und Weise zum Stall kamen. In dem Stall war es ganz hell
gewesen und Fussel hatte nachschauen wollen, was so besonders in dem Stall war.
Das Besondere ist dieser Jesus, wie er jetzt heraus gefunden hat. Aber
eine Antwort auf seine Frage weiß Fussel immer noch nicht.
Montag, 15. Dezember 2014
Fussel - 15. Dezember
Fussel
sitzt auf dem Fensterstock von Mias Haus. "Hoffentlich ist sie bald
hier!" denkt er.
Endlich
kommt sie ganz langsam gelaufen. Fussel springt herunter und hüpft ihr
entgegen. Flink leckt er ihr zur Begrüßung zweimal über die Stirn. Als sie ihn
genauso begrüßt sprudelt er schon los: "Ich weiß jetzt, warum es vier
Kerzen am Adventskranz gibt!"
"Langsam,
Fussel. Wir haben doch den ganzen Nachmittag Zeit. Du musst nicht alles in zwei
Minuten erzählt haben!" lacht Mia. "Komm, wir gehen ein Stück
spazieren. Da kannst du mir alles erzählen." Mia läuft langsam in Richtung
Feld los. Fussel hüpft aufgeregt neben ihr her.
"Jeden
Sonntag wird am Adventskranz eine Kerze mehr angezündet. Die vier Kerzen stehen
für die Adventssonntage. Denn die Sonntage sind wichtig, weil Gott sich da
ausgeruht hat. Die grünen Zweige bedeuten Leben, weil die Dosenöffner auf den
Geburtstag von Jesus warten. Und ein Kranz ist es, weil die Sportler damit
geehrt werden... Aber das hab ich nicht verstanden. Was haben Sportler mit
Weihnachten zu tun?"
Mia
denkt kurz nach und antwortet dann: "Weihnachten ist der Geburtstag von
Jesus. Jesus ist ganz wichtig. Mit dem Kranz soll er geehrt werden."
Sonntag, 14. Dezember 2014
Fussel - 14. Dezember
"Frühstück
ist fertig!" ruft die Mutter aus der Küche.
Wie
der Blitz saust Fussel im Zimmer von Timo los, wo er die Öffnung des
Adventskalenders überwacht hat. Natürlich ist er der erste, der in der Küche an
seinem Platz sitzt.
Einige
Zeit später sind alle am Tisch. Der Vater holt die Streichhölzer aus der
Tasche. "Emily, wie viele Kerzen darf ich anzünden?" Emily schaut
kurz in die Luft und antwortet "Zwei". "Nein, drei!" platzt
es aus Timo heraus. "Heute ist der dritte Advent, also dürfen drei Kerzen
angezündet werden." Der Vater lacht. "Ja, Timo, du hast recht."
sagt er und hält das Streichholz an die Kerzen.
Emily
denkt nach, man kann es sehen, weil sie dabei immer ihre Stirn in Falten legt.
"Papi, warum machen wir nicht immer alle vier Kerzen an? Das sieht doch
viel schöner aus." sagt sie dann und schaut ihren Vater erwartungsvoll an.
Jetzt
muss auch der Vater überlegen.
"Weil
wir an jedem Adventssonntag eine Kerze mehr anzünden. Das ist so wie mit dem
Adventskalender, wenn alle vier Kerzen brennen ist Weihnachten." ruft Timo
ganz überzeugt.
Samstag, 13. Dezember 2014
Fussel - 13. Dezember
Fussel
sitzt mal wieder mit Mia auf dem Schuppendach. Sie beobachten die vielen
Menschen, die am Haus vorbei kommen. Fast alle gehen in die gleiche Richtung.
Ihre eigenen Familien haben sich auch dicke Sachen angezogen und sind
mitgegangen.
Fussel
denkt laut: "Wo die nur alle hingehen?" "Gehen wir doch einfach
nachschauen!" antwortet Mia und springt vom Dach.
Fussel
läuft ihr hinterher. Sie gehen in die gleiche Richtung wie die Menschen, nur
laufen sie durch die Vorgärten statt zwischen den vielen Beinen durch auf dem
Fußweg entlang.
Das
Gedränge um sie herum wird immer größer, der Lärm immer stärker und der Geruch
immer süßer. Plötzlich stehen sie auf einem großen Platz vor einer riesigen
Lichtertanne. "Ohhh" entfährt es Fussel, als er nach oben blickt. Mia
schweigt.
Nach
ein paar Sekunden schauen sich die beiden um. Überall sind Menschen. Es riecht
nach Bratwurst, Plätzchen und Zimt. Es gibt viele kleine Häuschen mit offenen
Fenstern und die Menschen drängen sich davor. Laute Musik kommt aus
Lautsprechern, die überall verteilt sind. "Sti-hi-lle Naaacht, hei-li-ge
Naacht. Aaa-lles schläääääft, ein-sam waacht,..." singt es gerade. Mia und
Fussel sitzen unter der Tanne und beobachten das Geschehen.
"Weihnachtsmarkt" flüstert Mia. Fussel versteht nicht, was sie meint.
"Hä?" fragt er. "Das ist der Weihnachtsmarkt von dem meine
Dosenöffner gesprochen haben. Sie gehen da jedes Jahr hin. Ich wusste nur
nicht, was Weihnachtsmarkt bedeutet. Aber der freudigen Erregung nach in ihren
Stimmen musste es etwas schönes sein..." Fussel schweigt.
Freitag, 12. Dezember 2014
12 von 12 im Dezember
Heute ist schon wieder der 12. des Monats, Zeit also für 12 Bilder vom Tag, die die liebe Caro sammelt.
1. Es ist 8 Uhr und unser Tag schon 1,5 Stunden alt. Wie immer hab ich aber zu spät ans Fotografieren gedacht, so dass ich extra die Kerzen am Adventskranz nochmal anzünde, um euch die Stimmung zu zeigen: Wir essen derzeit im Schein von Lichterbogen und Kerzen.
2. Nur ein paar Minuten später überlege, ich, was ich noch einkaufen muss und klappe derweil eine Seite an meinem Adventskalender weiter. Ich brauche dringend einfache Langarm-Shirts zum Drunterziehen, leider sind die Coupons gestern abgelaufen.
1. Es ist 8 Uhr und unser Tag schon 1,5 Stunden alt. Wie immer hab ich aber zu spät ans Fotografieren gedacht, so dass ich extra die Kerzen am Adventskranz nochmal anzünde, um euch die Stimmung zu zeigen: Wir essen derzeit im Schein von Lichterbogen und Kerzen.
2. Nur ein paar Minuten später überlege, ich, was ich noch einkaufen muss und klappe derweil eine Seite an meinem Adventskalender weiter. Ich brauche dringend einfache Langarm-Shirts zum Drunterziehen, leider sind die Coupons gestern abgelaufen.
Fussel - 12. Dezember
Fussel
träumt.
Er geht spazieren. Plötzlich kommt er an einem Stall vorbei.
In dem Stall schreit ein kleines Menschenbaby. Es liegt in der Futterkrippe und
seine Eltern sitzen daneben. In dem Stall ist es sehr hell, obwohl nur eine
einzige Kerze brennt.
Fussel bleibt stehen und betrachtet das Bild.
Da kommen plötzlich Hirten gelaufen, sie haben ein paar Schafe
dabei. Sie rufen "Schaut, dort vorn ist der Stall von dem uns die Engel
erzählt haben!" Als sie im Stall sind, knien sie vor der Krippe nieder und
beten.
Kurz danach kommen drei Männer in bunten Kleidern zum Stall.
Sie unterhalten sich und deuten auf einen sehr hellen Stern, der direkt über
dem Stall zu stehen scheint. Auch sie gehen in den Stall hinein, knien vor der
Krippe nieder und beten.
Fussel will sich das näher ansehen und geht in den Stall. Er
muss durch Stroh klettern, die Halme kitzeln ihn an der Nase...
Donnerstag, 11. Dezember 2014
Fussel - 11. Dezember
Fussel
liegt auf dem Bett von Timo und schaut ihm beim Spielen zu. Timo hat aus
Bausteinen einen Stall gebaut. In dem Stall stehen Futterkrippe, Ochse, Esel
und Menschen.
Jetzt
kommt Emily in das Zimmer. "Was spielst du da?" fragt sie ihren
Bruder. "Ich spiele die Weihnachtsgeschichte nach." antwortet er.
Bei
dem Wort Weihnachtsgeschichte wird Fussel aufmerksam. "Welche Geschichte
meint er?" denkt Fussel. Er überlegt, aber ihm fällt keine Geschichte aus
dem großen Märchenbuch ein, aus dem die Dosenöffnermama manchmal abends
vorliest.
"Darf
ich mitspielen?" fragt Emily. "Na gut", antwortet Timo und gibt
ihr drei Figuren. "Du kannst die Weisen aus dem Morgenland spielen!"
"Ich will aber lieber die Hirten mit ihrer Schafherde spielen!"
beschwert sich Emily mit weinerlicher Stimme. "Dann spielst du eben gar
nicht mit!" antwortet Timo und nimmt ihr die Figuren wieder weg.
Emily
läuft aus dem Zimmer. Fussel hört, wie sie weint und sagt "Der Timo lässt
mich nicht mitspielen!"
Mittwoch, 10. Dezember 2014
Fussel - 10. Dezember
Es
ist später Nachmittag. Fussel sitzt auf dem Schuppendach und wartet auf Mia. er
hat sie schon ein paar Tage nicht mehr gesehen, dabei muss er ihr unbedingt so
viel erzählen.
Endlich
kommt sie mit einem Satz aufs Schuppendach gesprungen, läuft zu Fussel,
beschnuppert kurz seine Nase und leckt ihm dann zweimal über die Stirn. Fussel
erwidert die Begrüßung.
"Hallo
Mia, ich muss dir so viel erzählen." Mia lacht. "Na dann schieß mal
los. Ich bin gespannt."
"Ich
hab mit meiner Familie mit der Eisenbahn gespielt. Die ist immer so lustig im
Kreis gefahren und wenn ich sie angestupst habe ist sie einfach umgefallen. Und
dann haben wir aus duftenden Tannenzweigen Gestecke gemacht. Die haben dabei
gewackelt und wenn ich zu nahe heran gegangen bin zum Schnuppern haben mich die
Zweige in die Nase gepiekt."
Mia
hat ihm aufmerksam zugehört. "Ja, so was machen die Menschen in der
Weihnachtszeit. Das ist es, was diese Zeit auch für uns Katzen so interessant
macht. Wir dürfen überall dabei sein und die Dosenöffner nehmen sich ganz viel
Zeit, füreinander und für uns."
Nun
wird Fussel aufgeregt. "Und da war noch was. Timo hat einen Kalender
aufgemacht und ein Auto raus geholt. Ich hab dann mal bei Emily geschaut, die
hat Schuhe für ihre Puppe aus genau so einem Kalender geholt. Dabei sind
Kalender doch eigentlich flach, und die Dosenöffnermama schreibt was drauf oder
reißt Zettelchen ab."
Dienstag, 9. Dezember 2014
Fussel - 9. Dezember
Fussel
liegt im Wohnzimmer und döst. Da raschelt es in der Küche. Er springt vom
Fensterstock und geht nachschauen.
"Mau"
entfährt es ihm und er bleibt stehen. In der Küche liegen ganz viele Tannenzweige
und bunte Bänder. Das muss sich Fussel genauer ansehen. Vorsichtig steigt er
über die einzelnen Äste und unterzieht sie alle einer tiefgründigen
Geruchsbestimmung. "Hmmmm" macht Fussel und reibt sein Kinn an einem
Ast, der ganz intensiv nach Harz riecht.
"Na
Fussel, das gefällt dir, wohl?" sagt lachend die Dosenöffnermama, die eben
zur Tür hereingekommen ist. "Timo, Emily, kommt, wir können
anfangen!" ruft sie dann hinter sich. Die Kinder kommen angesaust.
"Wo ist Papa?" fragt Emily. "Der kommt auch gleich"
antwortet die Mutter. "Setzt euch hin, und sucht euch ein Schälchen
aus!" sagt die Mutter und packt die Steckmasse aus. Emily nimmt ein
flaches braunes Schälchen, Timo ein viereckiges. Die Mutter nimmt das
Porzellankörbchen und zeigt den Kindern, wie man die Steckmasse passend
schneidet.
Fussel
ist inzwischen auf seinen Platz auf der Eckbank gesprungen und beobachtet jede
Handbewegung seiner Menschen genau. Jetzt kommt auch der Vater dazu. "Und
unser Fussel ist natürlich auch dabei!" meint er lachend und tätschelt ihm
den Kopf.
Montag, 8. Dezember 2014
Fussel - 8. Dezember
Fussel
schläft im Kinderzimmer. Er hat gestern sehr lange mit der Eisenbahn gespielt.
Immer im Kreis ist die Eisenbahn gefahren. Und immer im Kreis ist Fussel
hinterher gesprungen. Zwischendurch hat er der Eisenbahn immer mal einen Schubs
mit der Pfote gegeben und die Bahn ist umgefallen. Die Kinder haben gelacht und
sie wieder auf die Schienen gestellt.
Jetzt
kommt die Mutter herein. "Guten Morgen Timo, aufstehen, du musst in die
Schule!" sagt sie und macht das Licht an. Fussel blinzelt verschlafen.
Timo murmelt "Nur noch fünf Minuten!" und zieht sich die Decke über
den Kopf.
Die
Mutter lacht. "Entweder du bleibst noch fünf Minuten im Bett, oder du hast
noch Zeit, ein Türchen am Kalender zu öffnen." Dann geht sie zu Emily ins
Zimmer.
Plötzlich
ist Timo hellwach. Innerhalb weniger Sekunden steht er schon vor dem
Adventskalender. Er öffnet das Türchen mit der Nummer 8 und nimmt ein kleines
Auto heraus. "Oh, das wollte ich schon immer" ruft er begeistert und
steckt es in die Schultasche. Dann geht er ins Bad.
Sonntag, 7. Dezember 2014
Fussel - 7. Dezember
Die
ganze Familie sitzt am Frühstückstisch. Fussel sitzt an seinem Platz auf der
Eckbank und beobachtet alles genau.
Der
Tisch ist festlich geschmückt mit einem weißen Tischtuch und dem Adventskranz,
an dem heute schon zwei Kerzen brennen. Es gibt duftende, warme Brötchen,
Schinken, Marmelade, Honig, Weihnachtsplätzchen, Nougatcreme und gekochte Eier.
Alle
unterhalten sich und lachen. Fussel geniest das Frühstück. Ab und zu wandert
ein Bröckchen Schinken in sein Mäulchen. Fussel schmeckt der Schinken so gut,
dass er nach jedem Bissen noch sehr viele Male mit der Zunge über sein Mäulchen
leckt, um auch ja jedes Krümelchen zu erwischen.
Nach
dem Frühstück gehen die Kinder mit dem Vater aus der Küche und die Mutter räumt
auf. Fussel putzt sich. Zuerst wischt er mit jeder Pfote mehrfach über Gesicht
und Ohren, um sie zwischendurch immer wieder ganz sauber zu lecken. Danach
wäscht er sich ausgiebig Rücken, Bauch, Schwanz und Hinterpfoten. Als er damit
fertig ist kommen die Dehnübungen dran. Er streckt die Vorderpfoten nach vorn
und biegt den Rücken durch. Anschließend kommt der Katzenbuckel. Das wiederholt
er noch ein zweites Mal und schon ist Fussel fit für den Tag.
Samstag, 6. Dezember 2014
Fussel - 6. Dezember
Fussel
hatte sich gestern Abend neben die Schuhe gesetzt. Er hatte den Nikolaus sehen
wollen. Jetzt schreckte er hoch, denn die beiden Kinder kamen - noch im
Schlafanzug - angesaust. "Der Nikolaus war daaa. Oh, schau nur, meine
Schuhe..." rufen sie ganz begeistert. Wieder einmal ist Fussel von einer
Sekunde auf die nächste hellwach. "Mist, ich bin eingeschlafen!"
denkt er, setzt sich hin und beobachtet, was die Kinder alles aus ihren Schuhen
holen.
Nachmittags
geht er zu Mia, die mal wieder auf dem Schuppendach sitzt.
"Hallo
Mia." begrüßt er sie und leckt ihr zweimal flüchtig über die Stirn.
"Hallo Fussel." sagt sie und lächelt ihn an. "Was gibt es Neues
bei dir oder in deiner Familie?" Jetzt wird Fussel aufgeregt. "Heute
ist Nikolaus. Weißt du was das bedeutet?" "Na klar weiß ich das
antwortete Mia. Es gibt Geschenke." antwortet Mia ruhig und beginnt, ihre
rechte Vorderpfote zu putzen. "Ja, das stimmt, aber weißt du auch, warum
das so ist?" jetzt ist Fussel so aufgeregt, dass er hin und her hüpft.
"Weil die Kinder lieb sind?" fragt Mia und putzt sich die linke
Pfote. "Du weißt es nicht, du weißt es nicht... Soll ich es dir
erzählen?" fragt er und beginnt, die Geschichte zu erzählen, die er
gestern beim Abendessen gehört hatte. Mia hört aufmerksam zu und vergisst dabei
sogar das Putzen. Ihre linke Vorderpfote schwebt die ganze Zeit in der Luft.
Als Fussel fertig ist sagt sie nur "Oh." und stellt ihre Pfote ab.
Freitag, 5. Dezember 2014
Fussel - 5. Dezember
Draußen
ist es schon finster. Der Schnee vom Montag ist verschwunden und hat überall
hässliche Pfützen hinterlassen. Fussel war morgens mal kurz draußen gewesen,
aber es hatte ihm nicht gefallen. Er hatte Mia besucht und ihr von den
Plätzchen erzählt. Aber sie hatte nur wieder gelächelt und wiederholt, dass die
Weihnachtszeit schön wäre. Er hatte sie gefragt, ob das Plätzchen backen Weinachten
wäre und sie hatte nein gesagt und war gegangen. Daraufhin hatte er ein
Schläfchen gehalten und gewartet, dass die Dosenöffnerkinder aus der Schule
kommen. Sie hatten erst zusammen Mäuschen jagen und verstecken gespielt, aber
dann waren die Kinder auf einmal davon gelaufen. Fussel war ihnen hinterher
gegangen.
Jetzt
sitzt Fussel auf dem Schuhschrank und beobachtet die wackelnden Schnürsenkel.
"Eins - zwei - drei - los!" zählt Fussel und hascht nach dem
Schnürsenkel. "Nein, Fussel, lass das!" schimpft Timo. Fussel duckt
sich. "Fussel, das darfst du nicht. Wir müssen die Schuhe doch sauber
machen, diese Nacht kommt der Nikolaus." sagt jetzt Emily. Fussel setzt
sich hin. "Was ist das denn nun schon wieder, der Nikolaus? Ob das
Weihnachten ist?" überlegt Fussel. "Und warum putzen die beiden ihre
Schuhe? Das machen sie doch sonst nicht selbst. Entweder die Mama steckt die
Schuhe in dieses Ding, das sich dreht, oder der Dosenöffnerpapa macht sie
sauber."
Donnerstag, 4. Dezember 2014
Fussel - 4. Dezember
Fussel
liegt auf seinem Schlafplatz in der Küche und träumt.
Fussel hüpft von Wolke zu Wolke. Alle sind weich, weiß
glitzernd, kalt und etwas nass. Auf jeder Wolke gibt es etwas Neues zu
entdeckten. Hier hängen viele buntglänzende Kugeln. Die stupst Fussel an, bis
sie herunter fallen und über den Boden kullern. Er springt zur nächsten Wolke.
Da rollen Schneebälle einen kleinen Berg hinunter. Fussel saust hinterher,
verheddert sich in seinen eigenen Beinchen, purzelt den Berg hinunter und
plumpst auf die nächste Wolke. Auf der liegen viele Tannenzweige verstreut und
mittendrin steht ein Adventskranz mit einer brennenden Kerze. Diese Düfte!
Fussel schnuppert ganz entzückt. Es riecht wie im Sommer unter der großen
Tanne. Plötzlich steigt ihm ein neuer Duft in die Nase. Diesen kennt Fussel
noch nicht, aber er ist sehr angenehm. Fussel schnuppert genau, wo der Duft
herkommt und dreht sich um...
Plötzlich
ist er hellwach. Er steht leicht erschrocken auf der Sitzfläche der Eckbank,
dabei hatte er doch auf seinem Kissen in der Ecke der Eckbank geschlafen. Dort
sitzt man hoch genug um alles überblicken zu können und niemand von den
Zweibeinern nimmt ihm den Platz weg. Außerdem ist man nahe genug am Tisch, um
ab und zu einen Leckerbissen zugesteckt zu bekommen und doch weit genug davon
entfernt, so dass niemand schimpft.
Mittwoch, 3. Dezember 2014
Fussel - 3. Dezember
Fussel
sitzt mit Mia am Gartenzaun. Sie beobachten die Zweibeiner, die geschäftig hin
und her laufen. Alle tragen kleine und große Tüten, Tannenzweige, riesige
Kartons oder andere Taschen. Da ist sogar ein Mann, der einen Handwagen mit
einem riesigen Pappkarton darauf hinter sich her zieht.
Jetzt
wundert sich Fussel. Die Menschen haben es zwar sonst auch eilig, aber sie
tragen nicht so viele Taschen und erst recht keine Tannenzweige oder gar ganze
Bäume mit sich herum. "Du, Mia?" fragt er, "Was ist denn bloß in
die Menschen gefahren? Die sind doch sonst nicht so wie heute. Zu hause sind
auch schon alle ganz komisch und anders." "Das ist, weil bald
Weihnachten ist." sagt sie und beobachtet ein kleines Kind, das an der
Hand seiner Mutter ganz aufgeregt vor einem Schaufenster herum hüpft.
"Weihnachten? Das kenne ich nicht. Was ist Weihnachten?" fragt Fussel.
Mia sieht ihn an, lächelt und meint: "Das wirst du schon noch
herausfinden. Es ist etwas Schönes." "Och bitte, erklär mir, was
Weihnachten ist!" bettelt Fussel. "Nein, ich hab jetzt keine Zeit.
Meine Dosenöffnermama bäckt heute Plätzchen, da muss ich dabei sein." Mit
diesen Worten steht Mia auf, streckt sich kurz und geht davon.
Fussel - 2. Dezember
Fussel
döst vor sich hin. Er liegt wieder an seinem Lieblingsplatz auf dem
Fensterstock. Hier ist es schön kuschelig, denn unter dem Fenster ist die
Heizung und auf dem Fensterstock liegt eine flauschige Decke. Er hatte heute Morgen
ausgiebige Dehnübungen gemacht, dann gefrühstückt, sich anschließend komplett
gewaschen und danach ein wenig Plüschmäuschen jagen gespielt.
Ihm
gehen die letzten Tage durch den Kopf. Die waren irgendwie seltsam. Erst hat
seine Dosenöffnerfamilie komische Sachen angeschleppt und in der ganzen Wohnung
verteilt. Dann haben sie überall Kerzen und elektrische Lichter aufgestellt. Am
anderen Fenster hier im Wohnzimmer steht ein Lichterbogen, der einem kleinen
Kater die Sicht nach draußen nimmt. Über ihm hängen rote und silberne,
wunderschön glitzernde Kugeln, aber er durfte sie nicht anfassen. Dabei sahen
die so verlockend aus. Die Dosenöffnermama hatte laut "Nein, Fussel. Lass
das!" gerufen und ihm eine Dusche aus der Blumenspritze verpasst.
Fussel - 1. Dezember
"Hatschiiiiii"
Blitzschnell ist Fussel hellwach. Ein Sonnenstrahl hatte ihn an der Nase
gekitzelt. Er blinzelt nach draußen. Im Sommer sieht er da den Vorgarten mit
den Blumen, die rauschenden Bäume, auf denen man so gut klettern kann und das
grüne Gras. In den letzten Tagen war nichts mehr grün. Vor einigen Wochen waren
die Blätter von den Bäumen gefallen, die Dosenöffner hatten die Blumen
abgeschnitten und das Gras gemäht. Es hatte ganz schön trostlos ausgesehen in
den letzten Tagen. Und es war kalt geworden.
Aber
heute sieht alles schon wieder ganz anders aus. Alles ist weiß und glitzert.
Das muss genauer erforscht werden.
Flink
springt Fussel von seinem Fensterplatz herunter um sich - heute nur ganz kurz -
der Morgengymnastik zu widmen. Schnell der Dosenöffnermama um die Beine
geschlichen, sie liebevoll angesehen und kläglich
"MIIIIAAAAAAAAAUUUUUU" geschrien und schon ist das Frühstück im Napf.
Und mindestens ebenso schnell ist es wieder verschwunden. An normalen Tagen ist
jetzt die Morgentoilette dran. Aber weil heute kein normaler Tag ist, wischt
sich Fussel nur schnell zweimal mit der rechten Pfote über das Gesichtchen,
leckt sie flüchtig ab, wiederholt das gleiche mit der linken Pfote und saust
auch schon davon.
Vögel im Schnee
Letzte Nacht hat es geschneit, sehr zur Freude der Kinder. Zum Schlittenfahren reicht es allerdings noch nicht. Aber der eisige Wind der letzten beiden Tage ist weg - sehr angenehm.
Der Wetterbericht hatte den Schnee letzte Woche schon angekündigt, also hatte ich mit Sohnemann das Futterhäuschen aufgestellt. Und ein paar Körnchen rein gelegt - zum Anfüttern, dass die Piepser wissen, wo sie was finden, wenn es nötig wird. Natürlich war es schnell weg. Und natürlich hat Herr TAC zusammen mit den Kindern am Wochenende nachgefüllt.
Heute Morgen hab ich nachgefüllt, denn wenn Schnee liegt, macht das ja Sinn. Und ganz versehentlich sind mir jede Menge Körnchen herunter gefallen ;) Dementsprechend viele Vögel sitzen auf dem Boden.
Ich habe durch die Gardine fotografiert, wollte den Schwarm ja nicht aufscheuchen.
Es sind hauptsächlich Spatzen, aber auch dieser Geselle saß aufgeplustert im Schnee:
Sein Gefieder ist rötlich-braun, vielleicht ein Rotkehlchen? Ich kenn mich da leider nicht aus.
Im übrigen finden nicht nur wir Menschen die Vögel hinterm Haus interessant. Unsere Mieze liegt stundenlang in geduckter Stellung vor der Katzenklappe und beobachtet das Treiben, wohl wissend, dass sie nur schauen kann, denn sobald die Klappe sich bewegt, sind alle Vögel weg.
Vogelbeobachtende Grüße von TAC
Der Wetterbericht hatte den Schnee letzte Woche schon angekündigt, also hatte ich mit Sohnemann das Futterhäuschen aufgestellt. Und ein paar Körnchen rein gelegt - zum Anfüttern, dass die Piepser wissen, wo sie was finden, wenn es nötig wird. Natürlich war es schnell weg. Und natürlich hat Herr TAC zusammen mit den Kindern am Wochenende nachgefüllt.
Heute Morgen hab ich nachgefüllt, denn wenn Schnee liegt, macht das ja Sinn. Und ganz versehentlich sind mir jede Menge Körnchen herunter gefallen ;) Dementsprechend viele Vögel sitzen auf dem Boden.
Ich habe durch die Gardine fotografiert, wollte den Schwarm ja nicht aufscheuchen.
Es sind hauptsächlich Spatzen, aber auch dieser Geselle saß aufgeplustert im Schnee:
Sein Gefieder ist rötlich-braun, vielleicht ein Rotkehlchen? Ich kenn mich da leider nicht aus.
Im übrigen finden nicht nur wir Menschen die Vögel hinterm Haus interessant. Unsere Mieze liegt stundenlang in geduckter Stellung vor der Katzenklappe und beobachtet das Treiben, wohl wissend, dass sie nur schauen kann, denn sobald die Klappe sich bewegt, sind alle Vögel weg.
Vogelbeobachtende Grüße von TAC
Dienstag, 2. Dezember 2014
Adventskalenderfreuden
Adventskalender gehören für uns jedes Jahr dazu. Ursprünglich wollte ich wirklich nur einen pro Kind. Deshalb hatte ich den Omas erlaubt, diesen einen mit zu füllen (also jede Oma ein paar Tage). Das führte dazu, dass wahnsinnig viel darin war. Außerdem bekommt Töchterchen immer mal wieder zum Geburtstag einen Adventskalender, z.B. von ihrem Patenonkel oder in diesem Jahr von einer Freundin. Ist schon Mist, wenn man so dicht vor der Adventszeit Geburtstag hat. Niemand käme auf die Idee, Sohnemann im Mai einen Adventskalender zu schenken. Dabei hab ich von Anfang an immer darauf aufmerksam gemacht, dass Töchterchen VOR der Adventszeit Geburtstag hat. Beispielsweise schmücken wir auch grundsätzlich erst nach ihrem Geburtstag.
Auch von der Kirchgemeinde bekommen die Kinder am Ersten Advent im Gottesdienst einen Adventskalender. Und die vielen Buchkalender, die es inzwischen gibt... Irgendwie kommt hier in jedem Jahr mindestens einer dazu.
Ich hab es aufgegeben, darum zu kämpfen, dass die Kinder nur einen Kalender haben. Wir leben nunmal in einer Überflussgesellschaft, also müssen wir uns damit arrangieren.
| Sohnemanns Beutel hängen in einer Reihe |
Ich hab es aufgegeben, darum zu kämpfen, dass die Kinder nur einen Kalender haben. Wir leben nunmal in einer Überflussgesellschaft, also müssen wir uns damit arrangieren.
Montag, 1. Dezember 2014
Sonntagsfreuden - Weihnachtsmarkt
In unserem Ort ist am ersten Adventswochenende schon seit vielen Jahren Weihnachtsmarkt. Bereits seit vier Wochen habe ich zusammen mit den Kindern den Aufbau der Buden und das Schmücken beobachtet, in der letzten Woche wurden dann endlich der Tannenbaum und - von Sohnemann heiß ersehnt - die Pyramide aufgestellt. Es ist immer ein recht stressiges Wochenende, da Töchterchen in der Woche zuvor Geburtstag hat und ich im Kirchenchor singe (tatsächlich fiel er in diesem Jahr auf Dienstag, wo die Engelprobe und die Kirchenchorprobe liegen, und ein Kindergeburtstag mit den Freundinnen muss ja auch noch geplant und durchgeführt werden *g*). Traditionell wird der Weihnachtsmarkt am Samstag mit einem Gottesdienst in der Schlosskapelle eröffnet und am Sonntag beendet mit einem Konzert in der Kirche. Dazwischen war noch der Gottesdienst zum ersten Advent in unserer Kirche, wo die Engel-Kinder - naja, nur Töchterchen, Sohnemann wollte nicht - ein Lied gesungen haben. Außerdem gibt es Auftritte des Theatervereins (in diesem Jahr haben wir es uns aber nur angeschaut, nicht mit gemacht) und andere Aktivitäten (Backen und Märchenrätsel), an denen die Kinder unbedingt teilnehmen wollen. Zum Glück waren wir wieder am Samstag über die Mittagszeit auf dem Weihnachtsmarkt. Es waren zwar Besucher da, aber es war angenehm. Die Wartezeiten an den Buden hielten sich in Grenzen. Gestern dagegen war kaum ein Durchkommen auf den Straßen, da überall Autos parkten (wozu sollte man auch die offiziellen Parkplätze nutzen?). Auf dem Weihnachtsmarktgelände müssen Massen an Menschen gewesen sein...
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