Mittwoch, 31. Dezember 2014

Guten Rutsch!

Heute ist Silvester. Der letzte Tag im Jahr. Es ist der passende Augenblick, um nochmal zurück zu schauen...
... auf die wunderbaren Momente mit der Familie
... auf 119 Blogeinträge
... auf unzählige Blogeinträge von Euch, die mich teilhaben ließen an eurem Leben und euren Gedanken
... auf Schönes und nicht so Schönes
... auf Trauriges
... auf Kreatives
... auf Pläne, Wünsche und Ziele
... auf Erreichtes und nicht Erreichtes
...

Und es ist der richtige Moment, um sich Gedanken zu machen...
... was im Neuen Jahr so bleiben kann und darf
... was anders werden könnte und muss
... was Freude bringen wird
... was uns herausfordern wird
...

Das Jahr 2014 geht zu Ende, das "Buch" ist voll beschrieben, es ist kaum noch Platz. Wir öffnen ein neues Buch mit vielen leeren Seiten. Platz für das Jahr 2015. Ich bin gespannt, was es bringen wird.

Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohes Fest

Ich wünsche meinen Lesern einen schönen Heilig Abend im Kreis ihrer Lieben. Mögt ihr ruhige besinnliche Stunden verbringen.


Und ich möchte mich noch ganz lieb bei Anke von "Mein Fachwerkhäuschen" bedanken. Von ihr flatterte hier bereits am Samstag ganz wunderbare Weihnachtspost herein. Nur im Trubel der letzten Tage bin ich nicht dazu gekommen, das Bild schon eher einzustellen (und gestern hab ich den halben Tag meine Kamera gesucht... Herr TAC fand sie in meinem Strickzeug *g*)

Fussel - 24. Dezember



Fussel sitzt auf seinem Fensterplatz im Wohnzimmer und schaut seiner Familie hinterher, die auf der Straße eben Mias Familie aus dem Nachbarhaus begrüßt und dann mit ihnen gemeinsam weggeht.
Fussel will sich gerade zusammenrollen, als er Mia entdeckt. Sie springt außen auf den Fensterstock und deutet ihm an, dass er nach draußen kommen soll. Fussel seufzt und läuft zur Klappe.
Es gibt ein kurzes Begrüßungsritual und schon läuft Mia los. "Komm mit, wenn du nicht alles verpassen willst!" "Was denn verpassen?" fragt Fussel und gibt sich Mühe, hinter Mia her zu kommen. "Das wirst du schon sehen" antwortet Mia und läuft voraus. Sie klettert auf einen Baum und springt auf ein Dach. Dann verschwindet sie in einer Öffnung. Fussel klettert, springt und läuft hinterher.

Dienstag, 23. Dezember 2014

Fussel - 23. Dezember



"Oh Tannenbaum, Oh Tannenbaum, wie grün sind deine Blätter..."
Fussel hebt den Kopf und blinzelt. Die Dosenöffnerkinder singen und tanzen durch das Wohnzimmer. "Und was ist jetzt schon wieder, kann man hier denn nicht mal mehr in Ruhe ein Nickerchen halten?" denkt Fussel und setzt sich auf.
Plötzlich raschelt es und ein Baum kommt zur Tür herein. Blitzschnell ist Fussel hinter dem Sofa verschwunden, denn ein laufender Baum ist ihm nicht geheuer. "So, da wären wir. Er steht sicher. Es kann los gehen." hört er jetzt eine bekannte Stimme. Fussel lugt vorsichtig hinter dem Sofa vor und traut seinen Augen und Ohren nicht. Der Baum hat ja Beine und er spricht mit der Stimme des Dosenöffnermannes!
Der Baum wackelt noch einmal und bleibt dann ruhig stehen. "Das muss ich mir näher anschauen" überlegt Fussel und kommt in höchster Anspannung und von Neugier getrieben hinter dem Sofa vor. Er schnuppert. "Hm, das riecht gut nach Baum und ... nach Dosenöffnermann!"

Montag, 22. Dezember 2014

Kindermund

Der Anrufbeantworter der Großeltern könnte mal eine nette Ansage vertragen.
Herr TAC zu Töchterchen: "Du könntest doch mal was sagen. Vielleicht ´Oma und Opa sind nicht zu Hause. Rufen sie später nochmal an!´"
Dann hält er ihr das Gerät hin.
Töchterchen: "Keiner daaa!"

Fussel - 22. Dezember



Fussel und Mia sitzen am Gartenzaun und beobachten die Zweibeiner. Alle sind beschäftigt, hasten eilig hin und her, schleppen Tüten und Kartons...
"Das geht das nun schon so lange. Was haben die bloß?" fragt Fussel. "Die sind im Weihnachtsstress." antwortet Mia nüchtern und putzt sich die Pfote. "Weihnachtsstress? Was ist das denn nun schon wieder?" überlegt Fussel laut. "Na das siehst du doch!" sagt Mia gelangweilt und gähnt.
Quiiiiiiieeeeeetsch-BUMM.
Fussel schreckt aus seinen Gedanken und macht mit alle vier Pfoten gleichzeitig in der Luft einen Satz rückwärts  und Mia vergisst vor Schreck, die Pfote wieder abzusetzen und die Zunge ins Mäulchen zu nehmen.
Ein paar Sekunden sitzen sie wie erstarrt und auch die Verursacher rühren sich nicht. Menschen bleiben stehen und schauen zwei dieser Blechdinger an, die Fussel nicht leiden kann, weil sie ihn zum Tierarzt bringen.

Sonntag, 21. Dezember 2014

Fussel - 21. Dezember



Heute ist ein besonderer Tag. Fussel spürt das. Die ganze Dosenöffnerfamilie läuft aufgeregt und hektisch durchs Haus. Beim Frühstück brannten am Weihnachtskranz alle vier Kerzen. "Ob heute Weihnachten ist?" überlegt Fussel und beschließt, nachzuschauen.
Er geht in Timos Zimmer und setzt sich vor den Adventskalender. "Hm, da sind noch drei Türchen zu, also ist heute noch nicht Weihnachten." denkt er.
Wenig später sitzt er im Wohnzimmer auf seiner Decke. Von hier aus hat er alles im Blick. Die Dosenöffnermama steht am großen Tisch, der heute noch größer ist als sonst. "Aha, es kommt Besuch" denkt Fussel. "Hoffentlich nicht wieder die mit dem Hund." überlegt er und schüttelt sich. Das war kein schöner Nachmittag für ihn gewesen. Die Zweibeiner hatten sich an den großen Tisch gesetzt, gegessen und getrunken und geredet und gelacht und dabei den Hund ganz vergessen. Der war die ganze Zeit Fussel hinterher gerannt, obwohl Fussel schlafen wollte. Schließlich konnte sich Fussel auf das Schuppendach retten. Der Hund saß dann zwei Stunden unten und bellte. "Mrrrrrrrrr." entfährt es Fussel, als er daran denkt.
Die Türklingel reißt ihn aus seinen Gedanken. Er hört Kinderstimmen und lachende erwachsene Zweibeiner. Fussel fängt an zu schnurren als er die Stimmen erkennt, springt vom Fensterstock und geht die Zweibeiner begrüßen.

Samstag, 20. Dezember 2014

Fussel - 20. Dezember



Fussel sitzt wieder einmal auf seinem Platz in der Küche. Timo und Emily sind sehr beschäftigt mit irgendetwas.  Fussel schnuppert und rümpft die Nase, als ihm ein beißender Geruch hinein steigt.
"Gib mir jetzt endlich den Leim!" schimpft Emily. "Nein, ich brauch ihn noch!" antwortet Timo gereizt. "Ihr sollt doch nicht streiten!" mischt sich die Mutter ein. "Erst recht nicht in der Weihnachtszeit. Das wisst ihr doch! Während du die Papierkügelchen drauf legst, kann Emily den Leim verteilen, Timo. Wechselt euch ab!"
Jetzt steigt Fussel zusätzlich zum Leim noch ein weiterer Duft in die Nase, nach Braten, denn die Dosenöffnermama hat gerade den Backofen geöffnet und das Fleisch für morgen gedreht.
Plötzlich fragt Emily: "Warum gibt es zu Weihnachten eigentlich Geschenke?"
Die Mutter dreht sich um. "Du weißt doch, dass wir den Geburtstag von Jesus feiern. Und wenn ihr Geburtstag habt bekommt ihr doch auch Geschenke." "Ja, das schon." antwortet Emily und legt die Stirn in Falten. "Und warum bekommen alle Menschen Geschenke? Eigentlich müsste Baby Jesus die Geschenke bekommen."

Freitag, 19. Dezember 2014

Fussel - 19. Dezember



Die Dosenöffnerfamilie sitzt beim Abendbrot. Fussel ist natürlich ebenfalls dabei.
"Wie war die Weihnachtsfeier in der Schule?" fragt der Vater. "Wir waren alle in der Aula, alle Klassen. Da stand ein großer Weihnachtsbaum, der war ganz bunt geschmückt mit Kugeln und Lichtern." erzählt Timo mit glänzenden Augen. "Und da waren lange Tische, mit weißen Tischdecken und Tannenzweigen und Kerzen. Da haben alle Kinder und alle Lehrer dran gesessen." ergänzt Emily. "Und auch der Hausmeister und die Frauen, die sauber machen und die Frauen aus der Küche. Alle waren da."
Der Vater lacht. "Gab es Tee und Plätzchen?" fragt er. "Ja, und Stollen und Lebkuchen." antwortet Emily.
"Aber ihr habt doch nicht den ganzen Vormittag nur gegessen und getrunken. Was habt ihr noch gemacht?" fragt jetzt die Mutter. "Der Chor hat Weihnachtslieder gesungen." sagt Emily begeistert. "Ja, und dann mussten alle mitsingen" meint Timo griesgrämig. "Aber singen macht doch Spaß!?" wundert sich die Mutter. "Hm..." brummt Timo, kann aber nicht weiter reden, weil Emily erzählt: "Und dann haben uns die Kinder von der vierten Klasse etwas vorgespielt, da ging es um einen Tannenbaum, der traurig ist, weil er nicht gekauft wird. Aber zum Schluss bringt ihn der Förster wieder in den Wald und schmückt ihn mit Mohrrüben und Heu für die Tiere."

Donnerstag, 18. Dezember 2014

Feueralarm

Unser Wohnort liegt im Tal und am Hang eines Flusses. Wir wohnen im Tal auf der einen Flussseite, Sohnemanns Kindergarten liegt auf dem Berg auf der anderen. Die Straße dahin führt am häuserumstandenen Marktplatz vorbei, der ebenfalls am Hang liegt und deshalb einen unteren und einen oberen Bereich hat, es geht also bergauf. Und während eine geteerte Straße am unteren Bereich entlang geht, ist der Bereich um den Marktplatz gepflastert (und bei entsprechenden Witterungsverhältnissen recht glatt). Soviel zur Vorrede.

Heute Morgen hab ich Sohnemann also mit dem Auto in den KiGa gebracht. Dieser liegt auf der linken Seite der Straße, auf der man auch parken kann. Deshalb fahre ich zunächst am KiGa vorbei, lenke an der Einfahrt dahinter um und parke dann parallel zur Straße vorm KiGa. In den letzten Jahren ist im KiGa-Gebäude viel gebaut worden, unter anderem gibt es nun ein Alarmsystem und eine Feuertreppe, die wir beim Umlenken sehen können. Bereits da stellte Sohnemann verwundert fest, dass seine Gruppe auf der Feuertreppe stand.

Fussel - 18. Dezember



Fussel schläft auf dem Bett von Timo als die Mutter herein kommt: "Timo, guten Morgen, raus aus dem Bett, es hat geschneit" Timo und Fussel gähnen. Kurz danach steht Timo am Fenster. "Och, das reicht nicht zum Schlitten fahren" sagt er traurig und öffnet das Türchen am Adventskalender.
Nachdem die Kinder in der Schule sind widmet sich Fussel ausgiebig der Morgentoilette und der Morgengymnastik. Danach legt er sich im Wohnzimmer auf den Fensterstock und schaut raus. Es liegt nur ganz wenig Schnee, überall schauen die Grashalme noch heraus. Aber es hat wieder angefangen zu schneien.
Nachmittags kommen die Kinder zusammen mit der Mutter nach hause. "Mami, dürfen wir Schlitten fahren gehen?" betteln sie.
Fussel hebt den Kopf und schaut nach draußen. Inzwischen liegt soviel Schnee, dass man nicht einen einzigen Grashalm mehr sieht und die Latten des Gartenzauns haben hohe, weiße Mützchen.
"Ja geht nur, " lacht die Mutter, "aber seid um fünf wenn es dunkel wird wieder da."

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Fussel - 17. Dezember



Die Dosenöffnerkinder kommen aus der Schule. Eine Tür knallt. Fussel schreckt aus seinem Traum hoch, der sofort wie eine Seifenblase zerplatzt. Er hebt den Kopf und blinzelt die Kinder verschlafen an.
"Fussel, wir wollen mit dir spielen!" ruft Emily und nimmt Fussel unsanft auf den Arm um ihn nach oben zu tragen.
Fussel lässt es seufzend mit sich geschehen.
Vor den Kinderzimmern setzt Emily Fussel wieder ab. Dieser schüttelt sich und gähnt, um sich danach auf der Stelle wieder hinzulegen. "Fussel, du sollst nicht schlafen. Spiel mit mir Ball!" bettelt Emily und  rollt einen weißen Tischtennisball vor Fussels Nase hin und her.
Nun erwacht der Jäger in Fussel und er ist sofort hell wach. Er drückt seinen Kopf ganz nah an den Boden, fixiert mit weit aufgerissenen Augen den Ball, hebt sein Hinterteil und wackelt damit hin und her. Alle Muskeln sind angespannt. Und ... SPRUNG. Fussel erwischt den Ball mit der Pfote, der aber sofort davon rollt. Jetzt beginnt Fussel eine wilde Verfolgungsjagd hinter dem Ball her. Dieser hüpft in ungleichmäßigen Bögen die Treppe hinunter. Fussel springt im gleichen Rhythmus hinterher. Emily kommt lachend zur Treppe gelaufen und setzt sich auf die oberste Stufe.

Dienstag, 16. Dezember 2014

Fussel - 16. Dezember



Fussel liegt auf seiner Decke im Wohnzimmer am Fenster. Er hat die Augen geschlossen und schnurrt leise vor sich hin. Die Dosenöffner glauben, dass er schläft oder döst, aber das stimmt nicht. Fussel denkt angestrengt nach.
Er denkt daran, wie die Kinder und der Vater gespielt haben. Es gab einen Stall. Hirten und Weise sind dorthin gegangen und haben das Baby in der Futterkrippe angebetet. "Hm, da ist das Baby also dieser Jesus, der die Menschen erlöst hat. Aber warum kommt ein Mensch in einem Stall auf die Welt?" Plötzlich fällt Fussel der Traum wieder ein, den er hatte.  Im Traum hatte er gesehen, wie Hirten und Weise zum Stall kamen. In dem Stall war es ganz hell gewesen und Fussel hatte nachschauen wollen, was so besonders in dem Stall war. Das Besondere ist dieser Jesus, wie er jetzt heraus gefunden hat.  Aber eine Antwort auf seine Frage weiß Fussel immer noch nicht.

Montag, 15. Dezember 2014

Fussel - 15. Dezember



Fussel sitzt auf dem Fensterstock von Mias Haus. "Hoffentlich ist sie bald hier!" denkt er.
Endlich kommt sie ganz langsam gelaufen. Fussel springt herunter und hüpft ihr entgegen. Flink leckt er ihr zur Begrüßung zweimal über die Stirn. Als sie ihn genauso begrüßt sprudelt er schon los: "Ich weiß jetzt, warum es vier Kerzen am Adventskranz gibt!"
"Langsam, Fussel. Wir haben doch den ganzen Nachmittag Zeit. Du musst nicht alles in zwei Minuten erzählt haben!" lacht Mia. "Komm, wir gehen ein Stück spazieren. Da kannst du mir alles erzählen." Mia läuft langsam in Richtung Feld los. Fussel hüpft aufgeregt neben ihr her.
"Jeden Sonntag wird am Adventskranz eine Kerze mehr angezündet. Die vier Kerzen stehen für die Adventssonntage. Denn die Sonntage sind wichtig, weil Gott sich da ausgeruht hat. Die grünen Zweige bedeuten Leben, weil die Dosenöffner auf den Geburtstag von Jesus warten. Und ein Kranz ist es, weil die Sportler damit geehrt werden... Aber das hab ich nicht verstanden. Was haben Sportler mit Weihnachten zu tun?"
Mia denkt kurz nach und antwortet dann: "Weihnachten ist der Geburtstag von Jesus. Jesus ist ganz wichtig. Mit dem Kranz soll er geehrt werden."

Sonntag, 14. Dezember 2014

Fussel - 14. Dezember



"Frühstück ist fertig!" ruft die Mutter aus der Küche.
Wie der Blitz saust Fussel im Zimmer von Timo los, wo er die Öffnung des Adventskalenders überwacht hat. Natürlich ist er der erste, der in der Küche an seinem Platz sitzt.
Einige Zeit später sind alle am Tisch. Der Vater holt die Streichhölzer aus der Tasche. "Emily, wie viele Kerzen darf ich anzünden?" Emily schaut kurz in die Luft und antwortet "Zwei". "Nein, drei!" platzt es aus Timo heraus. "Heute ist der dritte Advent, also dürfen drei Kerzen angezündet werden." Der Vater lacht. "Ja, Timo, du hast recht." sagt er und hält das Streichholz an die Kerzen.
Emily denkt nach, man kann es sehen, weil sie dabei immer ihre Stirn in Falten legt. "Papi, warum machen wir nicht immer alle vier Kerzen an? Das sieht doch viel schöner aus." sagt sie dann und schaut ihren Vater erwartungsvoll an.
Jetzt muss auch der Vater überlegen.
"Weil wir an jedem Adventssonntag eine Kerze mehr anzünden. Das ist so wie mit dem Adventskalender, wenn alle vier Kerzen brennen ist Weihnachten." ruft Timo ganz überzeugt.

Samstag, 13. Dezember 2014

Fussel - 13. Dezember



Fussel sitzt mal wieder mit Mia auf dem Schuppendach. Sie beobachten die vielen Menschen, die am Haus vorbei kommen. Fast alle gehen in die gleiche Richtung. Ihre eigenen Familien haben sich auch dicke Sachen angezogen und sind mitgegangen.
Fussel denkt laut: "Wo die nur alle hingehen?" "Gehen wir doch einfach nachschauen!" antwortet Mia und springt vom Dach.
Fussel läuft ihr hinterher. Sie gehen in die gleiche Richtung wie die Menschen, nur laufen sie durch die Vorgärten statt zwischen den vielen Beinen durch auf dem Fußweg entlang.
Das Gedränge um sie herum wird immer größer, der Lärm immer stärker und der Geruch immer süßer. Plötzlich stehen sie auf einem großen Platz vor einer riesigen Lichtertanne. "Ohhh" entfährt es Fussel, als er nach oben blickt. Mia schweigt.
Nach ein paar Sekunden schauen sich die beiden um. Überall sind Menschen. Es riecht nach Bratwurst, Plätzchen und Zimt. Es gibt viele kleine Häuschen mit offenen Fenstern und die Menschen drängen sich davor. Laute Musik kommt aus Lautsprechern, die überall verteilt sind. "Sti-hi-lle Naaacht, hei-li-ge Naacht. Aaa-lles schläääääft, ein-sam waacht,..." singt es gerade. Mia und Fussel sitzen unter der Tanne und beobachten das Geschehen. "Weihnachtsmarkt" flüstert Mia. Fussel versteht nicht, was sie meint. "Hä?" fragt er. "Das ist der Weihnachtsmarkt von dem meine Dosenöffner gesprochen haben. Sie gehen da jedes Jahr hin. Ich wusste nur nicht, was Weihnachtsmarkt bedeutet. Aber der freudigen Erregung nach in ihren Stimmen musste es etwas schönes sein..." Fussel schweigt.

Freitag, 12. Dezember 2014

12 von 12 im Dezember

Heute ist schon wieder der 12. des Monats, Zeit also für 12 Bilder vom Tag, die die liebe Caro sammelt.


1. Es ist 8 Uhr und unser Tag schon 1,5 Stunden alt. Wie immer hab ich aber zu spät ans Fotografieren gedacht, so dass ich extra die Kerzen am Adventskranz nochmal anzünde, um euch die Stimmung zu zeigen: Wir essen derzeit im Schein von Lichterbogen und Kerzen.
2. Nur ein paar Minuten später überlege, ich, was ich noch einkaufen muss und klappe derweil eine Seite an meinem Adventskalender weiter. Ich brauche dringend einfache Langarm-Shirts zum Drunterziehen, leider sind die Coupons gestern abgelaufen.

Fussel - 12. Dezember



Fussel träumt.
Er geht spazieren. Plötzlich kommt er an einem Stall vorbei. In dem Stall schreit ein kleines Menschenbaby. Es liegt in der Futterkrippe und seine Eltern sitzen daneben. In dem Stall ist es sehr hell, obwohl nur eine einzige Kerze brennt.
Fussel bleibt stehen und betrachtet das Bild.
Da kommen plötzlich Hirten gelaufen, sie haben ein paar Schafe dabei. Sie rufen "Schaut, dort vorn ist der Stall von dem uns die Engel erzählt haben!" Als sie im Stall sind, knien sie vor der Krippe nieder und beten.
Kurz danach kommen drei Männer in bunten Kleidern zum Stall. Sie unterhalten sich und deuten auf einen sehr hellen Stern, der direkt über dem Stall zu stehen scheint. Auch sie gehen in den Stall hinein, knien vor der Krippe nieder und beten.
Fussel will sich das näher ansehen und geht in den Stall. Er muss durch Stroh klettern, die Halme kitzeln ihn an der Nase...

Donnerstag, 11. Dezember 2014

Fussel - 11. Dezember



Fussel liegt auf dem Bett von Timo und schaut ihm beim Spielen zu. Timo hat aus Bausteinen einen Stall gebaut. In dem Stall stehen Futterkrippe, Ochse, Esel und Menschen.
Jetzt kommt Emily in das Zimmer. "Was spielst du da?" fragt sie ihren Bruder. "Ich spiele die Weihnachtsgeschichte nach." antwortet er.
Bei dem Wort Weihnachtsgeschichte wird Fussel aufmerksam. "Welche Geschichte meint er?" denkt Fussel. Er überlegt, aber ihm fällt keine Geschichte aus dem großen Märchenbuch ein, aus dem die Dosenöffnermama manchmal abends vorliest.
"Darf ich mitspielen?" fragt Emily. "Na gut", antwortet Timo und gibt ihr drei Figuren. "Du kannst die Weisen aus dem Morgenland spielen!" "Ich will aber lieber die Hirten mit ihrer Schafherde spielen!" beschwert sich Emily mit weinerlicher Stimme. "Dann spielst du eben gar nicht mit!" antwortet Timo und nimmt ihr die Figuren wieder weg.
Emily läuft aus dem Zimmer. Fussel hört, wie sie weint und sagt "Der Timo lässt mich nicht mitspielen!"

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Fussel - 10. Dezember



Es ist später Nachmittag. Fussel sitzt auf dem Schuppendach und wartet auf Mia. er hat sie schon ein paar Tage nicht mehr gesehen, dabei muss er ihr unbedingt so viel erzählen.
Endlich kommt sie mit einem Satz aufs Schuppendach gesprungen, läuft zu Fussel, beschnuppert kurz seine Nase und leckt ihm dann zweimal über die Stirn. Fussel erwidert die Begrüßung.
"Hallo Mia, ich muss dir so viel erzählen." Mia lacht. "Na dann schieß mal los. Ich bin gespannt."
"Ich hab mit meiner Familie mit der Eisenbahn gespielt. Die ist immer so lustig im Kreis gefahren und wenn ich sie angestupst habe ist sie einfach umgefallen. Und dann haben wir aus duftenden Tannenzweigen Gestecke gemacht. Die haben dabei gewackelt und wenn ich zu nahe heran gegangen bin zum Schnuppern haben mich die Zweige in die Nase gepiekt."
Mia hat ihm aufmerksam zugehört. "Ja, so was machen die Menschen in der Weihnachtszeit. Das ist es, was diese Zeit auch für uns Katzen so interessant macht. Wir dürfen überall dabei sein und die Dosenöffner nehmen sich ganz viel Zeit, füreinander und für uns."
Nun wird Fussel aufgeregt. "Und da war noch was. Timo hat einen Kalender aufgemacht und ein Auto raus geholt. Ich hab dann mal bei Emily geschaut, die hat Schuhe für ihre Puppe aus genau so einem Kalender geholt. Dabei sind Kalender doch eigentlich flach, und die Dosenöffnermama schreibt was drauf oder reißt Zettelchen ab."

Dienstag, 9. Dezember 2014

Fussel - 9. Dezember



Fussel liegt im Wohnzimmer und döst. Da raschelt es in der Küche. Er springt vom Fensterstock und geht nachschauen.
"Mau" entfährt es ihm und er bleibt stehen. In der Küche liegen ganz viele Tannenzweige und bunte Bänder. Das muss sich Fussel genauer ansehen. Vorsichtig steigt er über die einzelnen Äste und unterzieht sie alle einer tiefgründigen Geruchsbestimmung. "Hmmmm" macht Fussel und reibt sein Kinn an einem Ast, der ganz intensiv nach Harz riecht.
"Na Fussel, das gefällt dir, wohl?" sagt lachend die Dosenöffnermama, die eben zur Tür hereingekommen ist. "Timo, Emily, kommt, wir können anfangen!" ruft sie dann hinter sich. Die Kinder kommen angesaust. "Wo ist Papa?" fragt Emily. "Der kommt auch gleich" antwortet die Mutter. "Setzt euch hin, und sucht euch ein Schälchen aus!" sagt die Mutter und packt die Steckmasse aus. Emily nimmt ein flaches braunes Schälchen, Timo ein viereckiges. Die Mutter nimmt das Porzellankörbchen und zeigt den Kindern, wie man die Steckmasse passend schneidet.
Fussel ist inzwischen auf seinen Platz auf der Eckbank gesprungen und beobachtet jede Handbewegung seiner Menschen genau. Jetzt kommt auch der Vater dazu. "Und unser Fussel ist natürlich auch dabei!" meint er lachend und tätschelt ihm den Kopf.

Montag, 8. Dezember 2014

Fussel - 8. Dezember



Fussel schläft im Kinderzimmer. Er hat gestern sehr lange mit der Eisenbahn gespielt. Immer im Kreis ist die Eisenbahn gefahren. Und immer im Kreis ist Fussel hinterher gesprungen. Zwischendurch hat er der Eisenbahn immer mal einen Schubs mit der Pfote gegeben und die Bahn ist umgefallen. Die Kinder haben gelacht und sie wieder auf die Schienen gestellt.
Jetzt kommt die Mutter herein. "Guten Morgen Timo, aufstehen, du musst in die Schule!" sagt sie und macht das Licht an. Fussel blinzelt verschlafen. Timo murmelt "Nur noch fünf Minuten!" und zieht sich die Decke über den Kopf.
Die Mutter lacht. "Entweder du bleibst noch fünf Minuten im Bett, oder du hast noch Zeit, ein Türchen am Kalender zu öffnen." Dann geht sie zu Emily ins Zimmer.
Plötzlich ist Timo hellwach. Innerhalb weniger Sekunden steht er schon vor dem Adventskalender. Er öffnet das Türchen mit der Nummer 8 und nimmt ein kleines Auto heraus. "Oh, das wollte ich schon immer" ruft er begeistert und steckt es in die Schultasche. Dann geht er ins Bad.

Sonntag, 7. Dezember 2014

Fussel - 7. Dezember



Die ganze Familie sitzt am Frühstückstisch. Fussel sitzt an seinem Platz auf der Eckbank und beobachtet alles genau.
Der Tisch ist festlich geschmückt mit einem weißen Tischtuch und dem Adventskranz, an dem heute schon zwei Kerzen brennen. Es gibt duftende, warme Brötchen, Schinken, Marmelade, Honig, Weihnachtsplätzchen, Nougatcreme und gekochte Eier.
Alle unterhalten sich und lachen. Fussel geniest das Frühstück. Ab und zu wandert ein Bröckchen Schinken in sein Mäulchen. Fussel schmeckt der Schinken so gut, dass er nach jedem Bissen noch sehr viele Male mit der Zunge über sein Mäulchen leckt, um auch ja jedes Krümelchen zu erwischen.
Nach dem Frühstück gehen die Kinder mit dem Vater aus der Küche und die Mutter räumt auf. Fussel putzt sich. Zuerst wischt er mit jeder Pfote mehrfach über Gesicht und Ohren, um sie zwischendurch immer wieder ganz sauber zu lecken. Danach wäscht er sich ausgiebig Rücken, Bauch, Schwanz und Hinterpfoten. Als er damit fertig ist kommen die Dehnübungen dran. Er streckt die Vorderpfoten nach vorn und biegt den Rücken durch. Anschließend kommt der Katzenbuckel. Das wiederholt er noch ein zweites Mal und schon ist Fussel fit für den Tag.

Samstag, 6. Dezember 2014

Fussel - 6. Dezember



Fussel hatte sich gestern Abend neben die Schuhe gesetzt. Er hatte den Nikolaus sehen wollen. Jetzt schreckte er hoch, denn die beiden Kinder kamen - noch im Schlafanzug - angesaust. "Der Nikolaus war daaa. Oh, schau nur, meine Schuhe..." rufen sie ganz begeistert. Wieder einmal ist Fussel von einer Sekunde auf die nächste hellwach. "Mist, ich bin eingeschlafen!" denkt er, setzt sich hin und beobachtet, was die Kinder alles aus ihren Schuhen holen.
Nachmittags geht er zu Mia, die mal wieder auf dem Schuppendach sitzt.
"Hallo Mia." begrüßt er sie und leckt ihr zweimal flüchtig über die Stirn. "Hallo Fussel." sagt sie und lächelt ihn an. "Was gibt es Neues bei dir oder in deiner Familie?" Jetzt wird Fussel aufgeregt. "Heute ist Nikolaus. Weißt du was das bedeutet?" "Na klar weiß ich das antwortete Mia. Es gibt Geschenke." antwortet Mia ruhig und beginnt, ihre rechte Vorderpfote zu putzen. "Ja, das stimmt, aber weißt du auch, warum das so ist?" jetzt ist Fussel so aufgeregt, dass er hin und her hüpft. "Weil die Kinder lieb sind?" fragt Mia und putzt sich die linke Pfote. "Du weißt es nicht, du weißt es nicht... Soll ich es dir erzählen?" fragt er und beginnt, die Geschichte zu erzählen, die er gestern beim Abendessen gehört hatte. Mia hört aufmerksam zu und vergisst dabei sogar das Putzen. Ihre linke Vorderpfote schwebt die ganze Zeit in der Luft. Als Fussel fertig ist sagt sie nur "Oh." und stellt ihre Pfote ab.

Freitag, 5. Dezember 2014

Fussel - 5. Dezember



Draußen ist es schon finster. Der Schnee vom Montag ist verschwunden und hat überall hässliche Pfützen hinterlassen. Fussel war morgens mal kurz draußen gewesen, aber es hatte ihm nicht gefallen. Er hatte Mia besucht und ihr von den Plätzchen erzählt. Aber sie hatte nur wieder gelächelt und wiederholt, dass die Weihnachtszeit schön wäre. Er hatte sie gefragt, ob das Plätzchen backen Weinachten wäre und sie hatte nein gesagt und war gegangen. Daraufhin hatte er ein Schläfchen gehalten und gewartet, dass die Dosenöffnerkinder aus der Schule kommen. Sie hatten erst zusammen Mäuschen jagen und verstecken gespielt, aber dann waren die Kinder auf einmal davon gelaufen. Fussel war ihnen hinterher gegangen.
Jetzt sitzt Fussel auf dem Schuhschrank und beobachtet die wackelnden Schnürsenkel. "Eins - zwei - drei - los!" zählt Fussel und hascht nach dem Schnürsenkel. "Nein, Fussel, lass das!" schimpft Timo. Fussel duckt sich. "Fussel, das darfst du nicht. Wir müssen die Schuhe doch sauber machen, diese Nacht kommt der Nikolaus." sagt jetzt Emily. Fussel setzt sich hin. "Was ist das denn nun schon wieder, der Nikolaus? Ob das Weihnachten ist?" überlegt Fussel. "Und warum putzen die beiden ihre Schuhe? Das machen sie doch sonst nicht selbst. Entweder die Mama steckt die Schuhe in dieses Ding, das sich dreht, oder der Dosenöffnerpapa macht sie sauber."

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Fussel - 4. Dezember



Fussel liegt auf seinem Schlafplatz in der Küche und träumt.
Fussel hüpft von Wolke zu Wolke. Alle sind weich, weiß glitzernd, kalt und etwas nass. Auf jeder Wolke gibt es etwas Neues zu entdeckten. Hier hängen viele buntglänzende Kugeln. Die stupst Fussel an, bis sie herunter fallen und über den Boden kullern. Er springt zur nächsten Wolke. Da rollen Schneebälle einen kleinen Berg hinunter. Fussel saust hinterher, verheddert sich in seinen eigenen Beinchen, purzelt den Berg hinunter und plumpst auf die nächste Wolke. Auf der liegen viele Tannenzweige verstreut und mittendrin steht ein Adventskranz mit einer brennenden Kerze. Diese Düfte! Fussel schnuppert ganz entzückt. Es riecht wie im Sommer unter der großen Tanne. Plötzlich steigt ihm ein neuer Duft in die Nase. Diesen kennt Fussel noch nicht, aber er ist sehr angenehm. Fussel schnuppert genau, wo der Duft herkommt und dreht sich um...
Plötzlich ist er hellwach. Er steht leicht erschrocken auf der Sitzfläche der Eckbank, dabei hatte er doch auf seinem Kissen in der Ecke der Eckbank geschlafen. Dort sitzt man hoch genug um alles überblicken zu können und niemand von den Zweibeinern nimmt ihm den Platz weg. Außerdem ist man nahe genug am Tisch, um ab und zu einen Leckerbissen zugesteckt zu bekommen und doch weit genug davon entfernt, so dass niemand schimpft.

Mittwoch, 3. Dezember 2014

Fussel - 3. Dezember


Fussel sitzt mit Mia am Gartenzaun. Sie beobachten die Zweibeiner, die geschäftig hin und her laufen. Alle tragen kleine und große Tüten, Tannenzweige, riesige Kartons oder andere Taschen. Da ist sogar ein Mann, der einen Handwagen mit einem riesigen Pappkarton darauf hinter sich her zieht.
Jetzt wundert sich Fussel. Die Menschen haben es zwar sonst auch eilig, aber sie tragen nicht so viele Taschen und erst recht keine Tannenzweige oder gar ganze Bäume mit sich herum. "Du, Mia?" fragt er, "Was ist denn bloß in die Menschen gefahren? Die sind doch sonst nicht so wie heute. Zu hause sind auch schon alle ganz komisch und anders." "Das ist, weil bald Weihnachten ist." sagt sie und beobachtet ein kleines Kind, das an der Hand seiner Mutter ganz aufgeregt vor einem Schaufenster herum hüpft. "Weihnachten? Das kenne ich nicht. Was ist Weihnachten?" fragt Fussel. Mia sieht ihn an, lächelt und meint: "Das wirst du schon noch herausfinden. Es ist etwas Schönes." "Och bitte, erklär mir, was Weihnachten ist!" bettelt Fussel. "Nein, ich hab jetzt keine Zeit. Meine Dosenöffnermama bäckt heute Plätzchen, da muss ich dabei sein." Mit diesen Worten steht Mia auf, streckt sich kurz und geht davon.

Fussel - 2. Dezember

Fussel döst vor sich hin. Er liegt wieder an seinem Lieblingsplatz auf dem Fensterstock. Hier ist es schön kuschelig, denn unter dem Fenster ist die Heizung und auf dem Fensterstock liegt eine flauschige Decke. Er hatte heute Morgen ausgiebige Dehnübungen gemacht, dann gefrühstückt, sich anschließend komplett gewaschen und danach ein wenig Plüschmäuschen jagen gespielt.
Ihm gehen die letzten Tage durch den Kopf. Die waren irgendwie seltsam. Erst hat seine Dosenöffnerfamilie komische Sachen angeschleppt und in der ganzen Wohnung verteilt. Dann haben sie überall Kerzen und elektrische Lichter aufgestellt. Am anderen Fenster hier im Wohnzimmer steht ein Lichterbogen, der einem kleinen Kater die Sicht nach draußen nimmt. Über ihm hängen rote und silberne, wunderschön glitzernde Kugeln, aber er durfte sie nicht anfassen. Dabei sahen die so verlockend aus. Die Dosenöffnermama hatte laut "Nein, Fussel. Lass das!" gerufen und ihm eine Dusche aus der Blumenspritze verpasst.

Fussel - 1. Dezember

"Hatschiiiiii" Blitzschnell ist Fussel hellwach. Ein Sonnenstrahl hatte ihn an der Nase gekitzelt. Er blinzelt nach draußen. Im Sommer sieht er da den Vorgarten mit den Blumen, die rauschenden Bäume, auf denen man so gut klettern kann und das grüne Gras. In den letzten Tagen war nichts mehr grün. Vor einigen Wochen waren die Blätter von den Bäumen gefallen, die Dosenöffner hatten die Blumen abgeschnitten und das Gras gemäht. Es hatte ganz schön trostlos ausgesehen in den letzten Tagen. Und es war kalt geworden.
Aber heute sieht alles schon wieder ganz anders aus. Alles ist weiß und glitzert. Das muss genauer erforscht werden.
Flink springt Fussel von seinem Fensterplatz herunter um sich - heute nur ganz kurz - der Morgengymnastik zu widmen. Schnell der Dosenöffnermama um die Beine geschlichen, sie liebevoll angesehen und kläglich "MIIIIAAAAAAAAAUUUUUU" geschrien und schon ist das Frühstück im Napf. Und mindestens ebenso schnell ist es wieder verschwunden. An normalen Tagen ist jetzt die Morgentoilette dran. Aber weil heute kein normaler Tag ist, wischt sich Fussel nur schnell zweimal mit der rechten Pfote über das Gesichtchen, leckt sie flüchtig ab, wiederholt das gleiche mit der linken Pfote und saust auch schon davon.

Vögel im Schnee

Letzte Nacht hat es geschneit, sehr zur Freude der Kinder. Zum Schlittenfahren reicht es allerdings noch nicht. Aber der eisige Wind der letzten beiden Tage ist weg - sehr angenehm.
Der Wetterbericht hatte den Schnee letzte Woche schon angekündigt, also hatte ich mit Sohnemann das Futterhäuschen aufgestellt. Und ein paar Körnchen rein gelegt - zum Anfüttern, dass die Piepser wissen, wo sie was finden, wenn es nötig wird. Natürlich war es schnell weg. Und natürlich hat Herr TAC zusammen mit den Kindern am Wochenende nachgefüllt.
Heute Morgen hab ich nachgefüllt, denn wenn Schnee liegt, macht das ja Sinn. Und ganz versehentlich sind mir jede Menge Körnchen herunter gefallen ;) Dementsprechend viele Vögel sitzen auf dem Boden.
Ich habe durch die Gardine fotografiert, wollte den Schwarm ja nicht aufscheuchen.
Es sind hauptsächlich Spatzen, aber auch dieser Geselle saß aufgeplustert im Schnee:
Sein Gefieder ist rötlich-braun, vielleicht ein Rotkehlchen? Ich kenn mich da leider nicht aus.

Im übrigen finden nicht nur wir Menschen die Vögel hinterm Haus interessant. Unsere Mieze liegt stundenlang in geduckter Stellung vor der Katzenklappe und beobachtet das Treiben, wohl wissend, dass sie nur schauen kann, denn sobald die Klappe sich bewegt, sind alle Vögel weg.

Vogelbeobachtende Grüße von TAC

Dienstag, 2. Dezember 2014

Adventskalenderfreuden

Adventskalender gehören für uns jedes Jahr dazu. Ursprünglich wollte ich wirklich nur einen pro Kind. Deshalb hatte ich den Omas erlaubt, diesen einen mit zu füllen (also jede Oma ein paar Tage). Das führte dazu, dass wahnsinnig viel darin war. Außerdem bekommt Töchterchen immer mal wieder zum Geburtstag einen Adventskalender, z.B. von ihrem Patenonkel oder in diesem Jahr von einer Freundin. Ist schon Mist, wenn man so dicht vor der Adventszeit Geburtstag hat. Niemand käme auf die Idee, Sohnemann im Mai einen Adventskalender zu schenken. Dabei hab ich von Anfang an immer darauf aufmerksam gemacht, dass Töchterchen VOR der Adventszeit Geburtstag hat. Beispielsweise schmücken wir auch grundsätzlich erst nach ihrem Geburtstag.
Sohnemanns Beutel hängen in einer Reihe
Auch von der Kirchgemeinde bekommen die Kinder am Ersten Advent im Gottesdienst einen Adventskalender. Und die vielen Buchkalender, die es inzwischen gibt... Irgendwie kommt hier in jedem Jahr mindestens einer dazu.
Ich hab es aufgegeben, darum zu kämpfen, dass die Kinder nur einen Kalender haben. Wir leben nunmal in einer Überflussgesellschaft, also müssen wir uns damit arrangieren.

Montag, 1. Dezember 2014

Sonntagsfreuden - Weihnachtsmarkt

In unserem Ort ist am ersten Adventswochenende schon seit vielen Jahren Weihnachtsmarkt. Bereits seit vier Wochen habe ich zusammen mit den Kindern den Aufbau der Buden und das Schmücken beobachtet, in der letzten Woche wurden dann endlich der Tannenbaum und - von Sohnemann heiß ersehnt - die Pyramide aufgestellt. Es ist immer ein recht stressiges Wochenende, da Töchterchen in der Woche zuvor Geburtstag hat und ich im Kirchenchor singe (tatsächlich fiel er in diesem Jahr auf Dienstag, wo die Engelprobe und die Kirchenchorprobe liegen, und ein Kindergeburtstag mit den Freundinnen muss ja auch noch geplant und durchgeführt werden *g*). Traditionell wird der Weihnachtsmarkt am Samstag mit einem Gottesdienst in der Schlosskapelle eröffnet und am Sonntag beendet mit einem Konzert in der Kirche. Dazwischen war noch der Gottesdienst zum ersten Advent in unserer Kirche, wo die Engel-Kinder - naja, nur Töchterchen, Sohnemann wollte nicht - ein Lied gesungen haben. Außerdem gibt es Auftritte des Theatervereins (in diesem Jahr haben wir es uns aber nur angeschaut, nicht mit gemacht) und andere Aktivitäten (Backen und Märchenrätsel), an denen die Kinder unbedingt teilnehmen wollen. Zum Glück waren wir wieder am Samstag über die Mittagszeit auf dem Weihnachtsmarkt. Es waren zwar Besucher da, aber es war angenehm. Die Wartezeiten an den Buden hielten sich in Grenzen. Gestern dagegen war kaum ein Durchkommen auf den Straßen, da überall Autos parkten (wozu sollte man auch die offiziellen Parkplätze nutzen?). Auf dem Weihnachtsmarktgelände müssen Massen an Menschen gewesen sein...