Wir hatten ein Wochenende, das uns wohl lange in Erinnerung bleiben wird. Deshalb ist es auch viel Text geworden.
Seit Montag gelten viele Lockerungen, unter anderem braucht man zum Einkaufen nicht mehr Termin und Maske. Ich setze meinen lange herbei gesehnten Einkaufstag auf den Donnerstag. Und ich genieße es. Viel gucken, aber auch einiges kaufen, was nötig ist: ein paar T-Shirts für mich, ein festliches Kleid für die Jüngste, T-Shirts und Sommerschlafanzüge für Sohnemann, auch ein kurzärmeliges Oberhemd für ihn, Bastelzeug, Blöcke mit Zeilen und Kästchen für die Schulkinder, Aufkleberhefte und paar Kleinigkeiten für diesjährige Schulanfänger und meinen "Fundus" (schnell benötigte Geschenke für Kindergeburtstag beispielsweise)... Eigentlich alles Dinge, die wir brauchten, außer einem Nähbuch für mich. Um das schleich ich schon länger rum. Nun brauch ich nur noch Jersey und Zeit...
Freitag:
Am Vormittag sind alle außer Haus, so kann ich bischen klar Schiff machen.
Mittags hole ich die Jüngste aus dem Kindergarten. Sie hat anscheinend Kopfschmerzen, ist sonst aber wie immer. Ich geb ihr noch was zu Trinken, dann schläft sie, wie immer mittags. Als sie wieder wach wird, hat sie sich in ein Glühwürmchen verwandelt. Es geht ihr gar nicht gut, hat aber außer Fieber keine weiteren Symptome. Im Kindergarten hängt seit Montag ein Zettel: Ringelröteln sind aufgetreten. Ich weiß noch, dass die Große die damals im Kindergarten auch eingesammelt hatte: Fieber ohne weitere Symptome und erst 2 Wochen später hatte sie schwach sichtbare "Ringel" auf den Armen. Könnte bei der Jüngsten also tatsächlich genau das sein.
Die Jüngste verlangt nach Kühlpad auf der Stirn und verbringt den Nachmittag auf dem Sofa.
Abends geben wir ihr Fiebersaft.
Es wird eine sehr bescheidene Nacht. Sie jammert im Stundentakt, das Fieber sinkt auch mit Fiebersaft nicht. Die Füße sind kalt, Wadenwickel fallen also aus. Wir überlegen über Bereitschaftsarzt oder Krankenhaus. Da verlangt sie erneut das Kühlpad und will zwischen uns schlafen. Das Fieber sinkt etwas. So vergeht die Nacht, sehr unruhig, denn auch die hochschwangere Katze geht um.