Im Jahr 2016 haben wir das Nachbarhaus abgerissen. Bevor es soweit war, habe ich im Haus noch einmal Fotos gemacht und hier im Blog einen
virtuellen Rundgang veröffentlicht. Das möchte ich auch diesmal wieder tun.
Zur
Geschichte des Hauses können wir nicht so viel sagen.
Wir vermuten, dass es um 1850 herum errichtet und einfach mit Hilfe von zwei "Säulen" ans Nachbarhaus angebaut wurde. Es hat zum Nachbarhaus hin keine eigene Wand, was man gut an einem zugemauerten Fenster auf dem Dachboden erkennen kann. Das zeige ich im nächsten Teil des Rundganges.
Als meine Mutter ein Kind war, haben in dem Haus zwei Familien gewohnt, später nur noch eine, Familie G. Als diese sich ein neues Haus gebaut hatten, fragten sie meine Eltern, die zu diesem Zeitpunkt mehrere Jahre zusammen waren, ob sie das Haus kaufen wollen. Natürlich sagten diese Ja, in zweierlei Hinsicht, denn zu DDR-Zeiten musste man verheiratet sein, um ein Haus kaufen zu können. 1977 heirateten meine Eltern und mein Vater baute etwa 4 Jahre lang das Haus aus nach dem "neuesten Stand der Sanierungsmöglichkeiten", die aber in der DDR recht begrenzt waren.
Als ich etwa 3 war, also 1981, zogen wir ein.
Kurz nach der Wende zogen meine Eltern in den Nachbarort ins Haus meiner Großeltern väterlicherseits und mein Opa mütterlicherseits zog aus dem Nachbarhaus in dieses. Ich bekam ein neues Zimmer und wohnte in der Woche hier, denn die Busanbindung zum Gymnasium war von hier aus besser.
2000 zog mein Opa endgültig ins Erdgeschoss und wir bauten eine Miniwohnung oben aus, also Küche, Wohnzimmer und Mini-Schlafraum.
2005 starb mein Opa.
2006 heirateten wir und bauten die unteren Räume aus zu Schlaf- und Kinderzimmern.