Sofern es irgendwie möglich ist, versuchen wir unseren Tag alle gemeinsam ruhig zu beginnen, d.h. kuscheln im Elternbett, etwas lesen und zusammen beten.
Heute morgen wollte Sohnemann stillen. Töchterchen kuschelte sich an den Rücken der Mama und sagte: "Mama, ich hab dich lieb."
Daraufhin unterbrach Sohnemann das Trinken, schaute Mama an und erklärte: "Mama, iiieb."
Hach ja, schöner kann ein Tag nicht beginnen...
Mittwoch, 26. Oktober 2011
Sonntag, 23. Oktober 2011
Wichtige Wörter - unwichtige Wörter
Sohnemann lernt fleißig neue Wörter. Interessant dabei ist, dass er nicht etwa die am Häufigsten gehörten Wörter spricht, sondern die, die ihm anscheinend das Meiste einbringen.
Seit Montag sagt er "Keks". Das ist für ihn zweifelsfrei ein sehr wichtiges Wort. Zum richtigen Zeitpunkt ausgesprochen, bringt es ihm sofort und ohne Umschweife selbigen ein, den er dann mehr oder weniger schnell verzehrt. Allerdings erhält er auch ohne einen zu bekommen viel Aufmerksamkeit, da das Wort sehr hübsch klingt. Mehr wie "Kexss".
Seinen Namen dagegen, den er sehr sehr oft hört, spricht er fast gar nicht. Kann auch daran liegen, dass er mit vier Silben doch recht lang ist.
"Nein" zeigt er recht deutlich mit Kopfschütteln an, dagegen scheint "ja" in seinem Wort- und Gestenreportoir komplett zu fehlen. Entweder er freut sich überschwenglich, wenn man das Richtige erkannt hat, oder er schaut einfach nur erwartungsvoll, auf dass die Mama fleißig weiter rät.
Und dann gibt es da noch die Universalwörter. Sein Liebstes ist "Ga". Es steht für "Katze", "da" und alles andere, was er noch nicht genau bezeichnen kann, meist in Verbindung mit dem Zeigefinger. Und "a" ist auch wunderbar vielseitig, es steht für "auf" und "an" und "aus", verdoppelt für das große Geschäft und je nach Situation für diverse andere Aussagen.
Wörter, für die wir Gesten benutzen (Zwergensprache), scheint er dabei schneller zu lernen. Und immer wieder überrascht er uns mit Gesten, die wir ihm zwar schon oft gezeigt, die ihn aber scheinbar kaum interessiert haben. Vor kurzem erst zeigte er plötzlich die Geste für "Musik" und deutete mit einem "Da" auf Opas Radio.
Am interessantesten in diesem Zusammenhang ist allerdings die Interpretation für alle diese Wörter und Gesten von denen, die eben nicht immer mit ihm zusammen sind und daher Sohnemanns Bedeutungen nicht kennen...
Seit Montag sagt er "Keks". Das ist für ihn zweifelsfrei ein sehr wichtiges Wort. Zum richtigen Zeitpunkt ausgesprochen, bringt es ihm sofort und ohne Umschweife selbigen ein, den er dann mehr oder weniger schnell verzehrt. Allerdings erhält er auch ohne einen zu bekommen viel Aufmerksamkeit, da das Wort sehr hübsch klingt. Mehr wie "Kexss".
Seinen Namen dagegen, den er sehr sehr oft hört, spricht er fast gar nicht. Kann auch daran liegen, dass er mit vier Silben doch recht lang ist.
"Nein" zeigt er recht deutlich mit Kopfschütteln an, dagegen scheint "ja" in seinem Wort- und Gestenreportoir komplett zu fehlen. Entweder er freut sich überschwenglich, wenn man das Richtige erkannt hat, oder er schaut einfach nur erwartungsvoll, auf dass die Mama fleißig weiter rät.
Und dann gibt es da noch die Universalwörter. Sein Liebstes ist "Ga". Es steht für "Katze", "da" und alles andere, was er noch nicht genau bezeichnen kann, meist in Verbindung mit dem Zeigefinger. Und "a" ist auch wunderbar vielseitig, es steht für "auf" und "an" und "aus", verdoppelt für das große Geschäft und je nach Situation für diverse andere Aussagen.
Wörter, für die wir Gesten benutzen (Zwergensprache), scheint er dabei schneller zu lernen. Und immer wieder überrascht er uns mit Gesten, die wir ihm zwar schon oft gezeigt, die ihn aber scheinbar kaum interessiert haben. Vor kurzem erst zeigte er plötzlich die Geste für "Musik" und deutete mit einem "Da" auf Opas Radio.
Am interessantesten in diesem Zusammenhang ist allerdings die Interpretation für alle diese Wörter und Gesten von denen, die eben nicht immer mit ihm zusammen sind und daher Sohnemanns Bedeutungen nicht kennen...
Dienstag, 4. Oktober 2011
Malereien
Also lieber Leser, schau Dir das Bild an: Mama Mond, Papa Sonne, Töchterchen Stern mit Schweif und Sohnemann kleines Sternchen.
Hallo Schweinehund,
nicht schön, dass es Dich gibt. Du hälst mich viel zu oft von Dingen ab, die getan werden müssen oder die ich gerne tun möchte. Du sorgst für ein schlechtes Gewissen, ohne selbst eins zu bekommen. Du bist so groß, dass es einige Mühe kostet, Dich zu überwinden.
Warum gibt es Dich überhaupt? Das Leben wäre ohne Dich viel einfacher. Notwendigkeiten wüden ohne Wenn und Aber schnell erledigt und man hätte ohne schlechtes Gewissen Zeit für die schönen Dinge im Leben.
Es wäre ja schon nett, wenn Du Dich wenigstens ab und zu mal so klein machen könntest, dass ich Dich (fast) nicht bemerke. Dann würden hier an dieser Stelle vermutlich viel mehr Einträge stehen...
Warum gibt es Dich überhaupt? Das Leben wäre ohne Dich viel einfacher. Notwendigkeiten wüden ohne Wenn und Aber schnell erledigt und man hätte ohne schlechtes Gewissen Zeit für die schönen Dinge im Leben.
Es wäre ja schon nett, wenn Du Dich wenigstens ab und zu mal so klein machen könntest, dass ich Dich (fast) nicht bemerke. Dann würden hier an dieser Stelle vermutlich viel mehr Einträge stehen...
Montag, 15. August 2011
Von laufenden Stürzen
Sohnemann übt sich derzeit fleißig im Laufen. Mit Mama an der Hand - oder auch Oma, Opa oder wer sonst gerade anwesend ist, da ist er nicht ganz so wählerisch - geht es auf wackeligen Beinchen bald hierhin, bald dorthin. Hat gerade keiner Zeit, die Zeigefinger zur Verfügung zu stellen, tun es auch Sofas, Tische, Stühle, Wände oder sonstige Gegenstände.
Leider sind nicht alle als Geländer auserkorenen Dinge so standhaft. Der Kinderwagen beispielsweise erdreistete sich doch tatsächlich, einfach davon zu rollen, so dass Sohnemann auf dem Bauch landete. Fraglich, ob er vor Schreck oder Wut brüllte, denn weh getan hatte er sich nicht, war er doch im Zeitlupentempo gefallen.
Auch Katzen haben die Angewohnheit, einfach davon zu laufen, wenn Sohnemann sie streicheln oder als Balancierhilfe benutzen will.
Und heute vormittag ist doch tatsächlich das Tischbein mitten auf Sohnemanns Weg gesprungen. Der Rabatz hinterher war groß, obwohl der Sturz an sich gar nicht so spektakulär war. Immerhin hat der Windelpo das meiste abgefangen.
Im Alter von 15 Monaten mag das Fallen durchaus normal sein. Töchterchen steht Sohnemann allerdings in nichts nach. Gestern beim Kinderfest stolperte sie über ein Kabel, riss dabei ein Deko-Schaf um und schrammte mit dem Knie in die einzige auf der Wiese vorhandene Matschstelle. Vorteil derselbigen: Matsch ist weich - dem Knie hat es nichts getan.
Überhaupt fällt Töchterchen in letzter Zeit wieder häufiger. Möglich, dass Beine und Füße mal wieder einen Wachstumsschub hatten, und sie das Balance halten ebenso neu lernen muss, wie Sohnemann.
Leider sind nicht alle als Geländer auserkorenen Dinge so standhaft. Der Kinderwagen beispielsweise erdreistete sich doch tatsächlich, einfach davon zu rollen, so dass Sohnemann auf dem Bauch landete. Fraglich, ob er vor Schreck oder Wut brüllte, denn weh getan hatte er sich nicht, war er doch im Zeitlupentempo gefallen.
Auch Katzen haben die Angewohnheit, einfach davon zu laufen, wenn Sohnemann sie streicheln oder als Balancierhilfe benutzen will.
Und heute vormittag ist doch tatsächlich das Tischbein mitten auf Sohnemanns Weg gesprungen. Der Rabatz hinterher war groß, obwohl der Sturz an sich gar nicht so spektakulär war. Immerhin hat der Windelpo das meiste abgefangen.
Im Alter von 15 Monaten mag das Fallen durchaus normal sein. Töchterchen steht Sohnemann allerdings in nichts nach. Gestern beim Kinderfest stolperte sie über ein Kabel, riss dabei ein Deko-Schaf um und schrammte mit dem Knie in die einzige auf der Wiese vorhandene Matschstelle. Vorteil derselbigen: Matsch ist weich - dem Knie hat es nichts getan.
Überhaupt fällt Töchterchen in letzter Zeit wieder häufiger. Möglich, dass Beine und Füße mal wieder einen Wachstumsschub hatten, und sie das Balance halten ebenso neu lernen muss, wie Sohnemann.
Von Prinzessinnen und Eulen
Prinzessinnen sind ja für kleine Mädchen das Größte. Die meisten träumen davon, selbst Prinzessin zu sein, schöne rosa Kleidchen zu tragen, eine Krone auf dem Kopf und viel Schmuck an Hals und Armen zu haben... Nur zu gerne lassen sie sich dann mit solchen fotografieren, sollten sie einer begegnen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
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Montag, 8. August 2011
Maisfeldbegängnis
Alle Jahre wieder gehen wir im Maisfeld spazieren, suchen Stahlträger mit Stempeln oder Aufgaben.
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
Freitag, 15. Juli 2011
Normalität der Norm
Hierzulande ist es üblich, dass alles irgendwie geregelt ist. Egal ob Frühstücksei, Konservendose oder Schreibpapier, alles entspricht irgendwelchen Normgrößen, die natürlich auch nachgelesen werden können.
Logisch nur, dass es auch für Menschen Normen gibt. Und damit meine ich nicht in erster Linie, wieviele Teile ein Bandarbeiter in der Stunde zu schaffen hat, sondern die Normen am Menschen selbst.
Da wäre zuallererst mal der BMI. Der gibt an, ob Größe und Gewicht des Menschen zusammen passen. Weicht man ab, ist man über- oder untergewichtig - und ggf. entsprechend zu therapieren. Natürlich ist das durchaus sinnvoll, da zu große Normabweichungen gewisse Krankheiten begünstigen, und wir wollen ja schließlich gesund bleiben.
Allerdings gibts das auch schon für Babys. Da heißen die Normen "Perzentillinien". Akribisch müssen die Sprechstundenhilfen die ermessenen Werte in die Kurven eintragen und wehe, das Kind liegt nicht innerhalb der Linien...
Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach, gestern auf dem Spielplatz traf ich eine frühere Klassenkameradin und Freundin wieder. Sie hat inzwischen auch zwei Kinder, der Kleine ist fünf Monate und wird mit Säuglingsnahrung ernährt. Irgendwann war es "Zeit für sein Fläschchen", obwohl ich keinerlei Anzeichen für "Hunger" bei ihm erkennen konnte. Also kam er zur Oma auf den Schoß, die ihm die Flasche in den Mund steckte. Kurze Zeit später schaute die Mutter zu ihrem Sohn und meinte: "Er muss austrinken." Etwas verwundert fragte ich nach, wieso er denn austrinken müsse. "Er hat sonst zu schnell wieder Hunger." Nach einer kurzen Pause, in der sie wohl meine Verwunderung bemerkte, fügte sie hinzu: "Er ist zu schwer, deshalb bekommt er nur noch 4mal am Tag."
Hm, das war für mich sehr schwer nachzuvollziehen. Der Kleine sah für mich aus, wie ein ganz normales Baby. Nach Angaben der Mutter war er für sein Alter schon recht groß, aber zu schwer für die Größe sah er wirklich nicht aus. Bei den ganzen Normen kommt es nicht auf die Einzelwerte an, sondern auf die richtigen Relationen. Mich würde interessieren, ob die Kinderärztin, die festgestellt hatte, dass der Kleine "zu schwer" ist, noch nichts davon gehört hat, dass man das Gewicht eben nicht zum Alter, sondern zur Größe in Relation sehen muss.
Mir ließ das ganze keine Ruhe, also fragte ich nach, was der Kleine denn bekommt. "Milchnahrung 1 und bald die 2" war die Antwort. Da ist Stärke drin, dass es länger sättigt, und leider kann eben diese Stärke auch Übergewicht verursachen, wenn das Kind zu viel bekommt. Aber auch dazu hatte sie sich alles passend gemacht: "Na ich mach manchmal weniger Milchpulver rein, als auf der Packung angegeben ist."
Die einfachste Variante wäre vermutlich, wieder auf "Pre" zu gehen und dem Baby zu überlassen, wann es wieviel essen möchte. Reguliert man das von außen nach der Uhrzeit, gewöhnt man dem Kind nur das angeborene Sättigungsgefühl ab, was wiederrum der beste Ausgangspunkt für späteres Übergewicht ist.
Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht versuchen konnte, ihr noch paar hilfreiche Tipps und Hinweise, natürlich auf sehr behutsame Art mitzugeben. Ich glaube nämlich, sie ist sehr bemüht, absolut nix falsch zu machen und alle Ratschläge der Kinderärztin umzusetzen, dass sie die Hinweise ihres Babys übersieht.
In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas ein:
Eine Mutter erzählte mal, der Kinderarzt habe gesagt, ihr Kind wäre für sein Alter zu groß. Ihre Antwort dazu: "Und was soll ich da machen? Meinem Kind jeden Tag einen Ziegelstein auf den Kopf hauen?"
Logisch nur, dass es auch für Menschen Normen gibt. Und damit meine ich nicht in erster Linie, wieviele Teile ein Bandarbeiter in der Stunde zu schaffen hat, sondern die Normen am Menschen selbst.
Da wäre zuallererst mal der BMI. Der gibt an, ob Größe und Gewicht des Menschen zusammen passen. Weicht man ab, ist man über- oder untergewichtig - und ggf. entsprechend zu therapieren. Natürlich ist das durchaus sinnvoll, da zu große Normabweichungen gewisse Krankheiten begünstigen, und wir wollen ja schließlich gesund bleiben.
Allerdings gibts das auch schon für Babys. Da heißen die Normen "Perzentillinien". Akribisch müssen die Sprechstundenhilfen die ermessenen Werte in die Kurven eintragen und wehe, das Kind liegt nicht innerhalb der Linien...
Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach, gestern auf dem Spielplatz traf ich eine frühere Klassenkameradin und Freundin wieder. Sie hat inzwischen auch zwei Kinder, der Kleine ist fünf Monate und wird mit Säuglingsnahrung ernährt. Irgendwann war es "Zeit für sein Fläschchen", obwohl ich keinerlei Anzeichen für "Hunger" bei ihm erkennen konnte. Also kam er zur Oma auf den Schoß, die ihm die Flasche in den Mund steckte. Kurze Zeit später schaute die Mutter zu ihrem Sohn und meinte: "Er muss austrinken." Etwas verwundert fragte ich nach, wieso er denn austrinken müsse. "Er hat sonst zu schnell wieder Hunger." Nach einer kurzen Pause, in der sie wohl meine Verwunderung bemerkte, fügte sie hinzu: "Er ist zu schwer, deshalb bekommt er nur noch 4mal am Tag."
Hm, das war für mich sehr schwer nachzuvollziehen. Der Kleine sah für mich aus, wie ein ganz normales Baby. Nach Angaben der Mutter war er für sein Alter schon recht groß, aber zu schwer für die Größe sah er wirklich nicht aus. Bei den ganzen Normen kommt es nicht auf die Einzelwerte an, sondern auf die richtigen Relationen. Mich würde interessieren, ob die Kinderärztin, die festgestellt hatte, dass der Kleine "zu schwer" ist, noch nichts davon gehört hat, dass man das Gewicht eben nicht zum Alter, sondern zur Größe in Relation sehen muss.
Mir ließ das ganze keine Ruhe, also fragte ich nach, was der Kleine denn bekommt. "Milchnahrung 1 und bald die 2" war die Antwort. Da ist Stärke drin, dass es länger sättigt, und leider kann eben diese Stärke auch Übergewicht verursachen, wenn das Kind zu viel bekommt. Aber auch dazu hatte sie sich alles passend gemacht: "Na ich mach manchmal weniger Milchpulver rein, als auf der Packung angegeben ist."
Die einfachste Variante wäre vermutlich, wieder auf "Pre" zu gehen und dem Baby zu überlassen, wann es wieviel essen möchte. Reguliert man das von außen nach der Uhrzeit, gewöhnt man dem Kind nur das angeborene Sättigungsgefühl ab, was wiederrum der beste Ausgangspunkt für späteres Übergewicht ist.
Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht versuchen konnte, ihr noch paar hilfreiche Tipps und Hinweise, natürlich auf sehr behutsame Art mitzugeben. Ich glaube nämlich, sie ist sehr bemüht, absolut nix falsch zu machen und alle Ratschläge der Kinderärztin umzusetzen, dass sie die Hinweise ihres Babys übersieht.
In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas ein:
Eine Mutter erzählte mal, der Kinderarzt habe gesagt, ihr Kind wäre für sein Alter zu groß. Ihre Antwort dazu: "Und was soll ich da machen? Meinem Kind jeden Tag einen Ziegelstein auf den Kopf hauen?"
Mittwoch, 13. Juli 2011
Vergesslichkeit
Tja, was soll ich dazu schon groß sagen... mehr oder weniger hat wohl jeder damit zu tun.
Sicher kennt das jeder: Man geht irgendwohin, weil man was bestimmtes (tun) will. Kaum am Zielort angekommen, stutzt man und fragt sich, was man denn eigentlich hier wollte.
Jeder Schüler vergisst ab und an mal was, mal den Turnbeutel, mal die Hausaufgaben... Dann kommt es auf den Lehrer an, ob man trotzdem mitmachen darf oder Ärger bekommt.
Ist man erwachsen, wird es auch nicht unbedingt besser. Ist man dazu noch schwanger oder stillt man, vergisst man nachweislich noch mehr.
Gestern war ich beim Bäcker. Es gab keine normalen Brötchen mehr, also kaufte ich zwei "Handgemachte" fürs Abendbrot und ein Rosinenbrot fürs Frühstück. Gestern Abend sagte ich meinem Mann, dass er zum Frühstück das halbe Brötchen von gestern haben kann, die Kinder und ich essen Müsli.
Nein, er hats nicht vergessen, genau so war das Frühstück heute.
Nur, als ich später frische Brötchen in den Schrank legen wollte, fand ich plötzlich... ja, genau, das Rosinenbrot.
Liebe Vergesslichkeit, wie wäre es denn, wenn ich dich einfach mal vergessen könnte? So gerne würde ich mal an alles denken... ähm, was wollte ich eigentlich noch schreiben?
Sicher kennt das jeder: Man geht irgendwohin, weil man was bestimmtes (tun) will. Kaum am Zielort angekommen, stutzt man und fragt sich, was man denn eigentlich hier wollte.
Jeder Schüler vergisst ab und an mal was, mal den Turnbeutel, mal die Hausaufgaben... Dann kommt es auf den Lehrer an, ob man trotzdem mitmachen darf oder Ärger bekommt.
Ist man erwachsen, wird es auch nicht unbedingt besser. Ist man dazu noch schwanger oder stillt man, vergisst man nachweislich noch mehr.
Gestern war ich beim Bäcker. Es gab keine normalen Brötchen mehr, also kaufte ich zwei "Handgemachte" fürs Abendbrot und ein Rosinenbrot fürs Frühstück. Gestern Abend sagte ich meinem Mann, dass er zum Frühstück das halbe Brötchen von gestern haben kann, die Kinder und ich essen Müsli.
Nein, er hats nicht vergessen, genau so war das Frühstück heute.
Nur, als ich später frische Brötchen in den Schrank legen wollte, fand ich plötzlich... ja, genau, das Rosinenbrot.
Liebe Vergesslichkeit, wie wäre es denn, wenn ich dich einfach mal vergessen könnte? So gerne würde ich mal an alles denken... ähm, was wollte ich eigentlich noch schreiben?
Samstag, 9. Juli 2011
Premiere die zweite
Ach übrigens, meine Premiere vorigen Samstag lief fast glatt.
Bei meinem ersten Auftritt muss ich stolpern, gegen einen Pfosten schlagen und mich dann weg fangen (wurde kurzfristig nochmal geändert, schade, das Fallen lag mir mehr).
Soweit die Theorie.
In der Praxis hats auch irgendwie geklappt, nur dass nicht nur showkampfmäßig mein Kopf, sondern auch mein Fuß ganz unprofessionell frontal gegen den auserkohrenen Pfosten geprallt ist. Den Rest der Vorstellung bin ich möglichst unauffällig gehumpelt, schließlich ist eine andere "die mit dem Holzbein".
Am Sonntag haben wir einen Kurzbesuch im Krankenhaus gemacht. Vorsorglich. Aber ist zum Glück nix gebrochen, nur geprellt. Pünktlich vor Vorstellungsbeginn waren wir wie fast alle anderen Darsteller an der Bühne. Wegen Dauerregen kam diesmal (das erste Mal seitdem der Verein die Bühne bespielt, also seit 2004) nicht ein Zuschauer, so dass wir nass und durchgefrohren schnell wieder heim konnten.
Bei meinem ersten Auftritt muss ich stolpern, gegen einen Pfosten schlagen und mich dann weg fangen (wurde kurzfristig nochmal geändert, schade, das Fallen lag mir mehr).
Soweit die Theorie.
In der Praxis hats auch irgendwie geklappt, nur dass nicht nur showkampfmäßig mein Kopf, sondern auch mein Fuß ganz unprofessionell frontal gegen den auserkohrenen Pfosten geprallt ist. Den Rest der Vorstellung bin ich möglichst unauffällig gehumpelt, schließlich ist eine andere "die mit dem Holzbein".
Am Sonntag haben wir einen Kurzbesuch im Krankenhaus gemacht. Vorsorglich. Aber ist zum Glück nix gebrochen, nur geprellt. Pünktlich vor Vorstellungsbeginn waren wir wie fast alle anderen Darsteller an der Bühne. Wegen Dauerregen kam diesmal (das erste Mal seitdem der Verein die Bühne bespielt, also seit 2004) nicht ein Zuschauer, so dass wir nass und durchgefrohren schnell wieder heim konnten.
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Otto und Ulf...
... sind zwei unangenehme Gesellen. Gerne treten sie im Doppelpack auf, und dann ganz bestimmt zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt. Und sie lieben es, bald dem einen, bald dem anderen zu folgen. Zum Glück halten sie sich nur ein paar Stunden bei der gleichen Person auf, allerdings ist diese hinterher sehr matt. Die beiden haben echt durchschlagende Argumente... blöd ist nur, dass man sie vorher nicht sieht, sondern erst, wenn sie einem hinterher laufen. Also kann man ihnen nicht unbedingt aus dem Weg gehen.
Töchterchen hatte sie diese Woche zuerst gesehen. Mama musste nachts dreimal das Bett frisch beziehen, während Papa Töchterchen gewaschen hat. Der Arzt am Mittwoch morgen meinte, dass die beiden Gestalten im Augenblick im Ort unterwegs wären.
Mama kam dann 24 Stunden später dran, wodurch dieses Jahr die Schulvorstellung im Theaterverein ohne sie statt fand.
Papa hatte nur Besuch von Otto, der aber recht schnell weiter gezogen ist.
Bei Sohnemann waren beide nur auf einen kurzen Abstecher, zum Glück. Mit 14 Monaten ist man den beiden recht hilflos ausgeliefert.
Bleibt nun zu hoffen, dass wir die beiden so schnell nicht wieder sehen.
Töchterchen hatte sie diese Woche zuerst gesehen. Mama musste nachts dreimal das Bett frisch beziehen, während Papa Töchterchen gewaschen hat. Der Arzt am Mittwoch morgen meinte, dass die beiden Gestalten im Augenblick im Ort unterwegs wären.
Mama kam dann 24 Stunden später dran, wodurch dieses Jahr die Schulvorstellung im Theaterverein ohne sie statt fand.
Papa hatte nur Besuch von Otto, der aber recht schnell weiter gezogen ist.
Bei Sohnemann waren beide nur auf einen kurzen Abstecher, zum Glück. Mit 14 Monaten ist man den beiden recht hilflos ausgeliefert.
Bleibt nun zu hoffen, dass wir die beiden so schnell nicht wieder sehen.
Montag, 27. Juni 2011
Premiere
Am Samstag war es endlich so weit, nach dem monatelangen Probenmarathon und allen anderen Vorbereitungen stieg die Premiere unseres diesjährigen Stückes "Ein Gentleman im wilden Westen".
Es war ein Erfolg in allen Bereichen. Ein klasse Publikum, keine groben Textpatzer oder andere Pannen, kein Regen... was will man mehr?
Meine höchstpersönliche Premiere steigt allerdings erst am kommenden Samstag, denn ich hatte meiner Ersatzdarstellerin die Premiere abgegeben. Gehofft hatte ich schon ein wenig, dass jemand krank ist und ich doch noch spielen kann, aber dann waren doch alle gesund. Naja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und der nächste Samstag kommt sicher schneller als gedacht.
Es war ein Erfolg in allen Bereichen. Ein klasse Publikum, keine groben Textpatzer oder andere Pannen, kein Regen... was will man mehr?
Meine höchstpersönliche Premiere steigt allerdings erst am kommenden Samstag, denn ich hatte meiner Ersatzdarstellerin die Premiere abgegeben. Gehofft hatte ich schon ein wenig, dass jemand krank ist und ich doch noch spielen kann, aber dann waren doch alle gesund. Naja, aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben und der nächste Samstag kommt sicher schneller als gedacht.
Donnerstag, 23. Juni 2011
Kindermund
Lang lang ist´s her seit dem letzten Eintrag. Passiert ist genug, aber irgendwie fehlte die Zeit. Vielleicht wirds ja wieder häufiger, vielleicht auch nicht. Das hier ist ja nur nebenbei...
Töchterchen war gestern mal wieder gut drauf...
Da Kirschenzeit ist, hatten wir zum Abendessen Kirschen. Mama schneidet jede einzelne Kirsche sorgsam auf und schaut nach Maden. (Uroma meinte "Sind dieses Jahr kaum madig." Mama kann das nicht bestätigen, mindestens in jeder zweiten krabbelt was. Aber Uroma sieht auch nicht mehr so gut.)
Sohnemann sperrt fleißig den Mund auf und isst Kirschenhälfte für Kirschenhälfte, natürlich ohne Kern und Made, dafür sorgt die Mama. Töchterchen sieht das und will auch welche. Mama ist aber nicht so schnell und sagt, dass Töchterchen die Kirschen gerne auch mit Maden essen kann, die schaden nix, nur Mama mag sie eben nicht. Darauf Töchterchen: "Da muss ich die Maden aber erstmal kosten, ob mir die schmecken."
Und einige Zeit später gab es ein Gespräch zwischen Papa und Töchterchen:
"Papa, ich fühl mich so, als ob meine Blase aufgeplatzt ist."
"So? Welche denn?"
"Meine Fruchtblase, ich muss dauernd pullern."
Töchterchen war gestern mal wieder gut drauf...
Da Kirschenzeit ist, hatten wir zum Abendessen Kirschen. Mama schneidet jede einzelne Kirsche sorgsam auf und schaut nach Maden. (Uroma meinte "Sind dieses Jahr kaum madig." Mama kann das nicht bestätigen, mindestens in jeder zweiten krabbelt was. Aber Uroma sieht auch nicht mehr so gut.)
Sohnemann sperrt fleißig den Mund auf und isst Kirschenhälfte für Kirschenhälfte, natürlich ohne Kern und Made, dafür sorgt die Mama. Töchterchen sieht das und will auch welche. Mama ist aber nicht so schnell und sagt, dass Töchterchen die Kirschen gerne auch mit Maden essen kann, die schaden nix, nur Mama mag sie eben nicht. Darauf Töchterchen: "Da muss ich die Maden aber erstmal kosten, ob mir die schmecken."
Und einige Zeit später gab es ein Gespräch zwischen Papa und Töchterchen:
"Papa, ich fühl mich so, als ob meine Blase aufgeplatzt ist."
"So? Welche denn?"
"Meine Fruchtblase, ich muss dauernd pullern."
Sonntag, 5. Juni 2011
Männer und Frauen
Am Donnerstag war Männertag. Oder Vatertag. Oder Christi Himmelfahrt. Je nachdem, welchen Titel man dem Tag geben mag, bekommt er auch unterschiedliche Wertigkeit.
Vormittags waren wir zum inzwischen schon zur Tradition gewordenen Gottesdienst auf der Freilichtbühne. Hier stand Christi Himmelfahrt im Zentrum.
Später dann war an vielen Orten Männertag, das heißt Bier trinkende, durch die Gegend ziehende und laut auf sich aufmerksam machende Männer gab es mehr als genug. Darunter auch immer wieder Frauen und Kinder. Ich war alleine mit Ehemann, Schwiegervater, Schwiegeronkel 1, Schwiegeronkel 2 und Sohnemann auf dem Rad unterwegs. Nach dem Unwetter zwei Tage zuvor war eine Wegstelle noch recht matschig. Genau an dieser Stelle machte eine Gruppe Männer Pause und kommentierte mein Vorbeifahren "fachmännisch", zumindest nach ihrer Ansicht. Aber damit kommt Frau schon klar am Männertag.
Am Abend bekam mein Ehemann dann sein Vatertagsgeschenk, eine von Töchterchen selbst gebastelte Karte mitsamt "Wertmarke" (der neue Rucksack kam erst am Freitag mit der Post). Im Gegenzug lud er uns spontan zum Essen ein.
Am Morgen hatte ein findiger Moderator im Radio behauptet, der einzige Unterschied zwischen Frauen- und Männertag wäre, dass der Schnaps nicht den Umweg über die Praline nehmen müsse. Aber sind wir mal ehrlich, würden sich die Frauen am Frauentag so benehmen, wie die Männer am Männertag, würden die Männer wohl nur noch mit dem Kopf schütteln und ihre Frauen für unzurechnungsfähig erklären. Frauen dagegen belächeln ihre Männer meist nur, und betten sie früh in die Kissen, dass sie ihren Rausch ausschlafen können.
Übrigens war auch ein Trupp junger Frauen unterwegs. Eine davon stand wohl kurz vor der Ehe. Den Junggesellinnenabschied ausgerechnet an diesem Tag zu feiern ist sicher sehr mutig, oder doch eher eine Probe für den Ernstfall?
Vormittags waren wir zum inzwischen schon zur Tradition gewordenen Gottesdienst auf der Freilichtbühne. Hier stand Christi Himmelfahrt im Zentrum.
Später dann war an vielen Orten Männertag, das heißt Bier trinkende, durch die Gegend ziehende und laut auf sich aufmerksam machende Männer gab es mehr als genug. Darunter auch immer wieder Frauen und Kinder. Ich war alleine mit Ehemann, Schwiegervater, Schwiegeronkel 1, Schwiegeronkel 2 und Sohnemann auf dem Rad unterwegs. Nach dem Unwetter zwei Tage zuvor war eine Wegstelle noch recht matschig. Genau an dieser Stelle machte eine Gruppe Männer Pause und kommentierte mein Vorbeifahren "fachmännisch", zumindest nach ihrer Ansicht. Aber damit kommt Frau schon klar am Männertag.
Am Abend bekam mein Ehemann dann sein Vatertagsgeschenk, eine von Töchterchen selbst gebastelte Karte mitsamt "Wertmarke" (der neue Rucksack kam erst am Freitag mit der Post). Im Gegenzug lud er uns spontan zum Essen ein.
Am Morgen hatte ein findiger Moderator im Radio behauptet, der einzige Unterschied zwischen Frauen- und Männertag wäre, dass der Schnaps nicht den Umweg über die Praline nehmen müsse. Aber sind wir mal ehrlich, würden sich die Frauen am Frauentag so benehmen, wie die Männer am Männertag, würden die Männer wohl nur noch mit dem Kopf schütteln und ihre Frauen für unzurechnungsfähig erklären. Frauen dagegen belächeln ihre Männer meist nur, und betten sie früh in die Kissen, dass sie ihren Rausch ausschlafen können.
Übrigens war auch ein Trupp junger Frauen unterwegs. Eine davon stand wohl kurz vor der Ehe. Den Junggesellinnenabschied ausgerechnet an diesem Tag zu feiern ist sicher sehr mutig, oder doch eher eine Probe für den Ernstfall?
Dienstag, 31. Mai 2011
Ganzkörpermuskelkater
Meine Theaterfigur in diesem Jahr wird aus dem Saloon geworfen und muss deshalb fallen. Dringend notwendig also, dass ich meine wagen Kenntnisse aus der mehrere Jahre zurück liegenden Fallschule dringend auffrischen muss. Dementsprechend war ich am Samstag beim Training. Eigentlich findet das ja seit Jahren an fast jedem Samstag statt, aber bedingt durch die Kinder war ich da seit Jahren nicht mehr. Hat Spaß gemacht. Und ganz so eingerostet bin ich anscheinend auch noch nicht. Zumindest dachte ich das noch am Samstag...
Es ist schon erstaunlich, wo man überall Muskeln hat. Man merkt es meist nur dann, wenn man sie über das normale Maß gebraucht hat. Dafür revanchieren sie sich mit Bewegungsunfähigkeit, leider länger als einem lieb ist... Schmerzen sind ja eigentlich dazu da, den Mensch zu bremsen, zu sagen: "Hey, mach langsam, ich - dein Körper - kann grade nicht so schnell!" Aber gilt das auch für die Muskeln? Klar bremsen sie mich jetzt erstmal, oder versuchen es zumindest. Laufen, Kind tragen und Hausarbeit müssen ja trotzdem sein. Irgendwann hat man es aber vergessen und dann werd ich wieder gerne zum Training gehen und Spaß haben. Und vielleicht sind ja die Muskelkaterschmerzen danach nicht wieder ganz so schlimm.
Es ist schon erstaunlich, wo man überall Muskeln hat. Man merkt es meist nur dann, wenn man sie über das normale Maß gebraucht hat. Dafür revanchieren sie sich mit Bewegungsunfähigkeit, leider länger als einem lieb ist... Schmerzen sind ja eigentlich dazu da, den Mensch zu bremsen, zu sagen: "Hey, mach langsam, ich - dein Körper - kann grade nicht so schnell!" Aber gilt das auch für die Muskeln? Klar bremsen sie mich jetzt erstmal, oder versuchen es zumindest. Laufen, Kind tragen und Hausarbeit müssen ja trotzdem sein. Irgendwann hat man es aber vergessen und dann werd ich wieder gerne zum Training gehen und Spaß haben. Und vielleicht sind ja die Muskelkaterschmerzen danach nicht wieder ganz so schlimm.
Freitag, 27. Mai 2011
Gurken im Sonderangebot?
Alljährlich haben Presse und andere Medien ein großes Problem: Wie füllen wir das Sommerloch? Nett, dass es da einen Bauern gab, der fleißig mit Gülle gedüngt hatte: Seit einigen Tagen häuften sich Meldungen über lebensbedrohliche Durchfallerkrankungen in Norddeutschland. Ausgelöst wurden sie durch EHEC, einen Keim, der normalerweise im Darm von Wiederkäuern vorkommt. Gestern abend endlich die hocherwartete Nachricht: Spanische Gurken sind schuld!
Bloß gut, dass es kein deutsches Gemüse war! In den letzten Tagen kochten schon die Emotionen hoch, ob Gülledüngung überhaupt noch zeitgemäß wäre oder man in einem Industrieland wie dem Unseren lieber auf chemische Keulen setzen sollte, obwohl doch "Bio" als das Nonplusultra gelobt wird. Zu "bio" ist aber anscheinend auch nicht gut, wie man gesehen hat. Zumindest nicht ausreichend kontrolliertes "Bio".
Auch bei uns liegt in der Küche eine Gurke. Soll ja vorkommen, ist schließlich lecker, und gesund. Zumindest meistens. Leider verrät uns die Gurke nicht mehr, wo sie her kam. Ihre jüngste Vergangenheit fristete sie auf unserem Kühlschrank, davor im Penny. Und ihre Zukunft erlebt sie vermutlich in unserem Komposter.
Der freut sich immer über Frischgemüse, das keiner (mehr) haben will, und Durchfall bekommt er davon auch nicht.
Ach ja, die Presse wird noch einige Zeit von dieser Nachricht zehren, hat sie doch vermutlich den Rückgang des Gurkenverkaufs zu beklagen und diverse Aufklärungskampagnen über Pro und Kontra des Gurkenverzehrs zu starten.
Bloß gut, dass es kein deutsches Gemüse war! In den letzten Tagen kochten schon die Emotionen hoch, ob Gülledüngung überhaupt noch zeitgemäß wäre oder man in einem Industrieland wie dem Unseren lieber auf chemische Keulen setzen sollte, obwohl doch "Bio" als das Nonplusultra gelobt wird. Zu "bio" ist aber anscheinend auch nicht gut, wie man gesehen hat. Zumindest nicht ausreichend kontrolliertes "Bio".
Auch bei uns liegt in der Küche eine Gurke. Soll ja vorkommen, ist schließlich lecker, und gesund. Zumindest meistens. Leider verrät uns die Gurke nicht mehr, wo sie her kam. Ihre jüngste Vergangenheit fristete sie auf unserem Kühlschrank, davor im Penny. Und ihre Zukunft erlebt sie vermutlich in unserem Komposter.
Der freut sich immer über Frischgemüse, das keiner (mehr) haben will, und Durchfall bekommt er davon auch nicht.
Ach ja, die Presse wird noch einige Zeit von dieser Nachricht zehren, hat sie doch vermutlich den Rückgang des Gurkenverkaufs zu beklagen und diverse Aufklärungskampagnen über Pro und Kontra des Gurkenverzehrs zu starten.
Donnerstag, 26. Mai 2011
Wer läuft kann was erleben
Töchterchen geht in den Kindergarten in der Oberstadt. Es sind zwar nur 1,7km bis dahin, aber die führen fast nur bergauf. Trotzdem hab ich sie in letzter Zeit immer mal wieder zu Fuß abgeholt, vor allem dann, wenn der Softeiswagen auf dem Markt stand. Das ist immer eine willkommene Abwechslung auf dem Rückweg, der zwar fast nur bergab geht, jedoch mindestens doppelt so lange dauert, wie der Hinweg. Den schaffe ich inzwischen in 20min. Aber Töchterchen muss ja hier gucken und da schauen.
Auch gestern bin ich zu Fuß los, Sohnemann im Kinderwagen.
Plötzlich hupte es neben uns. Automatisch schaut man ja, was los ist. Direkt neben uns hielten zwei Baufahrzeuge, der vordere mit einem kleinen Anhänger. Gehupt hatte der Fahrer des zweiten Fahrzeugs, um dann wild zu gestikulieren. Auf dem Anhänger lagen noch die Arbeitshandschuhe. Ich musste lachen, die Männer in den Fahrzeugen auch, geht es doch den Menschen wie den Leuten, was Vergesslichkeit betrifft. Soll ja schon öfter vorgekommen sein, dass irgendwelche Sachen auf Autodächern, Motorhauben oder ähnlichem abgestellt, dann vergessen und zuletzt sehnsüchtig vermisst wurden.
Ein Stück weiter saßen drei junge, hochsommerlich gekleidete Mädchen auf den Stufen der Bäckerei im Schatten. Es war kühl im Wind, eine davon versuchte vergeblich, die nackten Beine mit ihrer Jacke zu wärmen. Als wir vorbei gingen, wärmte Sohnemanns gewinnendes Lächeln die drei zumindest mal kurz von innen: "Oh ist der süüüüüüüß..." hörte ich noch.
Ja, süß ist Sohnemann wirklich, mit seinem hübschen Gesicht, der fast dauerhaften Fröhlichkeit und der Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen, die Töchterchen in dem Alter damals auch hatte.
Auch gestern bin ich zu Fuß los, Sohnemann im Kinderwagen.
Plötzlich hupte es neben uns. Automatisch schaut man ja, was los ist. Direkt neben uns hielten zwei Baufahrzeuge, der vordere mit einem kleinen Anhänger. Gehupt hatte der Fahrer des zweiten Fahrzeugs, um dann wild zu gestikulieren. Auf dem Anhänger lagen noch die Arbeitshandschuhe. Ich musste lachen, die Männer in den Fahrzeugen auch, geht es doch den Menschen wie den Leuten, was Vergesslichkeit betrifft. Soll ja schon öfter vorgekommen sein, dass irgendwelche Sachen auf Autodächern, Motorhauben oder ähnlichem abgestellt, dann vergessen und zuletzt sehnsüchtig vermisst wurden.
Ein Stück weiter saßen drei junge, hochsommerlich gekleidete Mädchen auf den Stufen der Bäckerei im Schatten. Es war kühl im Wind, eine davon versuchte vergeblich, die nackten Beine mit ihrer Jacke zu wärmen. Als wir vorbei gingen, wärmte Sohnemanns gewinnendes Lächeln die drei zumindest mal kurz von innen: "Oh ist der süüüüüüüß..." hörte ich noch.
Ja, süß ist Sohnemann wirklich, mit seinem hübschen Gesicht, der fast dauerhaften Fröhlichkeit und der Zahnlücke zwischen den Schneidezähnen, die Töchterchen in dem Alter damals auch hatte.
Mittwoch, 25. Mai 2011
Nachtrag: Der Chinese als Bolognese
Papa hat heraus bekommen, was Töchterchen vorige Woche gemeint hat: "Mama als Chinese."
Ob ich nun lieber eine Bolognese oder ein Chinese bin? Keine Ahnung.
Ich nehme es einfach als Zeichen ihrer Liebe, dass sie mich mit den Magnetsteinchen zusammen gepuzzelt hat. Und zumindest in Töchterchens Fantasie hat die Magnetwandfigur Ähnlichkeit mit der Mama.
Ob ich nun lieber eine Bolognese oder ein Chinese bin? Keine Ahnung.
Ich nehme es einfach als Zeichen ihrer Liebe, dass sie mich mit den Magnetsteinchen zusammen gepuzzelt hat. Und zumindest in Töchterchens Fantasie hat die Magnetwandfigur Ähnlichkeit mit der Mama.
Doppelleben...
Hier im Ort gibt es einen netten älteren Herrn, den man nie ohne Hut und Hund sieht. Wann immer ich ihn treffe, hat er irgendetwas auf Lager, mal einen Witz, mal eine Lebensweisheit, mal irgend einen anderen freundlichen Kommentar. Ich freue mich immer, ihn zu treffen und wir winken ihm zu, wenn wir mit dem Auto an ihm vorbei fahren.
Gestern waren wir zu Fuß unterwegs. Steil bergab. Ich war recht beschäftigt damit, den Kinderwagen mit Sohnemann zu halten, der möglichst schnell hinunter wollte. Töchterchen lief ein paar Schritte vorraus.
Zuerst sah ich den Hund und musste schon lächeln. Dann kam das behutete verschmitzte Gesicht um die Ecke. Noch ehe ich grüßen konnte, begann er schon: "Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Ich dachte immer, dass Sie eine ehrbare Ehefrau wären... Nun musste ich doch aus der Zeitung erfahren, dass es anders ist... Ein Freudenmädchen..."
Nein, es war keine Beleidigung für mich. Aber ich musste lachen. Es war eine schöne Abwechslung, das obligatorische - zugegeben in letzter Zeit sehr häufige - "Ich hab euch in der Zeitung gesehen!" mal etwas orgineller verpackt zuhören .
Und für alle, die jetzt einen Schreck bekommen haben: Freudenmädchen bin ich dieses Jahr mal in meinem zweiten Leben auf der Freilichtbühne. Es ist sehr reizvoll, eine Person zu spielen, die im Grunde vollkommen gegensätzlich zu mir ist.
Im wahren Leben hab ich den Einen gefunden, mit dem ich alt werden möchte. Und ich hoffe sehr, dass das Publikum nicht von der verkörperten Rolle auf uns (wir sind insgesamt vier Freudenmädchen im Stück) als Person hinter der Figur schließt.
Gestern waren wir zu Fuß unterwegs. Steil bergab. Ich war recht beschäftigt damit, den Kinderwagen mit Sohnemann zu halten, der möglichst schnell hinunter wollte. Töchterchen lief ein paar Schritte vorraus.
Zuerst sah ich den Hund und musste schon lächeln. Dann kam das behutete verschmitzte Gesicht um die Ecke. Noch ehe ich grüßen konnte, begann er schon: "Ich bin sehr enttäuscht von Ihnen. Ich dachte immer, dass Sie eine ehrbare Ehefrau wären... Nun musste ich doch aus der Zeitung erfahren, dass es anders ist... Ein Freudenmädchen..."
Nein, es war keine Beleidigung für mich. Aber ich musste lachen. Es war eine schöne Abwechslung, das obligatorische - zugegeben in letzter Zeit sehr häufige - "Ich hab euch in der Zeitung gesehen!" mal etwas orgineller verpackt zuhören .
Und für alle, die jetzt einen Schreck bekommen haben: Freudenmädchen bin ich dieses Jahr mal in meinem zweiten Leben auf der Freilichtbühne. Es ist sehr reizvoll, eine Person zu spielen, die im Grunde vollkommen gegensätzlich zu mir ist.
Im wahren Leben hab ich den Einen gefunden, mit dem ich alt werden möchte. Und ich hoffe sehr, dass das Publikum nicht von der verkörperten Rolle auf uns (wir sind insgesamt vier Freudenmädchen im Stück) als Person hinter der Figur schließt.
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Freitag, 20. Mai 2011
Ein Schirmchen für den kleinen Jungen
Vorige Woche hatte es im Nachbarort in einem Kindergarten einen tragischen Unfall gegeben: Ein dreijähriger Junge ist auf einen Zaun geklettert, abgerutscht und hat sich schwer verletzt. Heute erfuhr ich von meiner Mutter, dass dieser Junge gestorben ist. Es geht mir nah, wo ich doch ebenfalls ein Kind im Kindergarten habe. Und dann ist es diesmal nicht irgendwo, sondern der Nachbarort, ein Dorf, in dem sich die Menschen untereinander noch kennen. Der Großvater des Jungen war zum Zeitpunkt des Unfalls bei meinen Eltern zu Besuch.
Solche Ereignisse zeigen, wie eng Leben und Tod beieinander liegen. Umso wichtiger ist es, die Zeit, die man hat, intensiv zu nutzen.
Ein Schirmchen lasse ich fliegen für den kleinen Jungen, der so tragisch starb und für seine Familie, die jetzt eine sehr schwere Zeit erlebt.
Solche Ereignisse zeigen, wie eng Leben und Tod beieinander liegen. Umso wichtiger ist es, die Zeit, die man hat, intensiv zu nutzen.
Ein Schirmchen lasse ich fliegen für den kleinen Jungen, der so tragisch starb und für seine Familie, die jetzt eine sehr schwere Zeit erlebt.
Bolognese und Becheranwendungen
Am frühen Morgen saß ich wie so oft im Kinderzimmer und wartete darauf, dass Töchterchen sich anzieht. Plötzlich deutete sie auf ihre Magnetwand und erklärte: "Mama, das bist du... als Bolognese."Was sie damit meinte, ist mir allerdings ein Rätsel.
Und dann waren da noch die netten Ventil-Trinkbecher meines Sohnes. Unsere Kinder bekamen sie jeweils als Prämie von der Krankenkasse für die Teilnahme an irgendeiner U. Einen haben wir schon lange in Benutzung, Der Zweite war noch neu, also mit Gebrauchsanweisung. Beim Überfliegen las ich doch den folgenden Satz: "Es ist zu empfehlen, vor der ersten Anwendung und nach jedem Gebrauch den Trinkbecher zu reinigen."
Stellt sich mir die Frage, wie soll so eine Anwendung denn aussehen? Ich habe Becher bisher immer benutzt, war das etwa falsch? Und wem soll ich das überhaupt empfehlen? Gibt es etwa jemanden, der die Reinigung für mich übernimmt?
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Donnerstag, 19. Mai 2011
Wie kommt die Maus auf den Zaun?
Nach dem Aufschließen der Tür kam mir ein seltsam wirkender Kater entgegen. Seine ganze Haltung schien zu sagen: "Bitte nicht schimpfen!"
Noch dachte ich mir nichts dabei, schließlich wollten erstmal die Einkäufe ins Haus und der im Kindersitz schlafende Sohnemann ins Bett. Aber dann sah ich aus dem Fenster etwas seltsames. Irgendwas war am Zaun, am oberen Querbalken. Etwas das sehr verdächtig aussah... Die genauere Überprüfung bestätigte den anfänglichen Verdacht, zumal sich noch weitere Reste vermischt mit halbverdautem Trockenfutter in unmittelbarer Nähe im Gras fanden... Unsereiner kann nichtmal auf den schmalen Zaunslatten stehen, geschweige denn, sich da gewisse Dinge nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Könnte unser Kater sprechen, würde er auf die ursprüngliche Frage wohl antworten: "Eine kopflose Maus verträgt nunmal keine Höhenluft."
Noch dachte ich mir nichts dabei, schließlich wollten erstmal die Einkäufe ins Haus und der im Kindersitz schlafende Sohnemann ins Bett. Aber dann sah ich aus dem Fenster etwas seltsames. Irgendwas war am Zaun, am oberen Querbalken. Etwas das sehr verdächtig aussah... Die genauere Überprüfung bestätigte den anfänglichen Verdacht, zumal sich noch weitere Reste vermischt mit halbverdautem Trockenfutter in unmittelbarer Nähe im Gras fanden... Unsereiner kann nichtmal auf den schmalen Zaunslatten stehen, geschweige denn, sich da gewisse Dinge nochmal durch den Kopf gehen lassen.
Könnte unser Kater sprechen, würde er auf die ursprüngliche Frage wohl antworten: "Eine kopflose Maus verträgt nunmal keine Höhenluft."
Mittwoch, 18. Mai 2011
Mäuschen hat verschlafen
Eigentlich darf man, besser Frau mit Kind ab viertel 10 bei der Mäuschenstunde eintreffen. Gegen dreiviertel 10 gehts dann los für die Kleinen. Soviel zur Theorie.
Praktisch saßen wir heute auch dreiviertel 10 noch alleine da. Das Thema nur für meine zwei halten wollte ich nicht, also nur zwei Lieder für jedes Kind, dass wir wenigstens nicht ganz umsonst da waren. Kurz vor 10 entschieden wir, aufzuräumen. Als alle Kekse wieder in ihren Tüten und die Entchen getrocknet waren, hörten wir plötzlich Stimmen aus dem Treppenhaus. Verdutzt hielten wir inne, lauschten und schauten schließlich nach. Tatsächlich ließen sich zwei Minimäuschen von ihren Mamas tragen, ein größeres Mäuschen im Schlepptau.
Freudig packten wir also die Kekse wieder aus und die Entchen an ihren Platz, so dass es etwas verspätet doch noch los gehen konnte.
Glücklich saßen wir später zusammen am Tisch, knabberten Kekse und Obst und erfuhren den Grund für die Verspätung: Mäuschen 1 hatte verschlafen und Mäuschen 2 musste sich erst noch einen Pieks beim Kinderarzt abholen.
Praktisch saßen wir heute auch dreiviertel 10 noch alleine da. Das Thema nur für meine zwei halten wollte ich nicht, also nur zwei Lieder für jedes Kind, dass wir wenigstens nicht ganz umsonst da waren. Kurz vor 10 entschieden wir, aufzuräumen. Als alle Kekse wieder in ihren Tüten und die Entchen getrocknet waren, hörten wir plötzlich Stimmen aus dem Treppenhaus. Verdutzt hielten wir inne, lauschten und schauten schließlich nach. Tatsächlich ließen sich zwei Minimäuschen von ihren Mamas tragen, ein größeres Mäuschen im Schlepptau.
Freudig packten wir also die Kekse wieder aus und die Entchen an ihren Platz, so dass es etwas verspätet doch noch los gehen konnte.
Glücklich saßen wir später zusammen am Tisch, knabberten Kekse und Obst und erfuhren den Grund für die Verspätung: Mäuschen 1 hatte verschlafen und Mäuschen 2 musste sich erst noch einen Pieks beim Kinderarzt abholen.
Dienstag, 17. Mai 2011
Vom Flaschentragen und Nachtgesängen
Als gestern das Abendessen auf dem Tisch stand, rief ich durchs Treppenhaus, dass noch Getränke fehlen. Unser viereinhalbjähriges Töchterchen war zwar die Treppe schon halb oben, kehrte aber sofort um. Einige Minuten später kam sie schnaufend in die Küche und stellte die Flasche ab. Auf meine Frage, was denn wäre antwortete sie: "Durch die schwere Flasche bin ich ganz k.o.-tisch geworden."
Sohnemann war trotz drei Stunden Mittagsschlaf gestern abend sehr müde und dementsprechend früh im Bett. Er schlief wunderbar bis zur Schlafenszeit der Eltern. Mama nickte ein, Sohnemann meckert los. Nuckel rein- Sohnemann ist wieder ruhig. Mama nickt ein, Sohnemann meckert los... Das wiederholte sich aller paar Minuten, etwa eine Stunde lang.Und noch weitere zweimal in dieser Nacht. Nachdem Sohnemann in den frühen Morgenstunden schließlich zu Mama unter die Decke darf, kann diese aus Platzmangel kaum noch schlafen, Sohnemann dagegen träumt zufrieden vor sich hin. Vielleicht sollte in Zukunft die Mama im Gitterbettchen schlafen?
Sohnemann war trotz drei Stunden Mittagsschlaf gestern abend sehr müde und dementsprechend früh im Bett. Er schlief wunderbar bis zur Schlafenszeit der Eltern. Mama nickte ein, Sohnemann meckert los. Nuckel rein- Sohnemann ist wieder ruhig. Mama nickt ein, Sohnemann meckert los... Das wiederholte sich aller paar Minuten, etwa eine Stunde lang.Und noch weitere zweimal in dieser Nacht. Nachdem Sohnemann in den frühen Morgenstunden schließlich zu Mama unter die Decke darf, kann diese aus Platzmangel kaum noch schlafen, Sohnemann dagegen träumt zufrieden vor sich hin. Vielleicht sollte in Zukunft die Mama im Gitterbettchen schlafen?
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Montag, 16. Mai 2011
Soll ich es wagen?
Seit einiger Zeit verfolgen wir das USA-Blog unserer Freunde. Nie hab ich vor gehabt, selbst ein Blog zu erstellen, aber irgendwie hatte ich gerade Lust drauf. Ich hab keine Ahnung, was hierdraus wird, ob überhaupt noch Einträge dazu kommen oder in welche Richtung es geht. Lassen wir uns überraschen, der Anfang ist jedenfalls gemacht.
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