Donnerstag, 28. März 2013

Filmstadt die Zweite und "Finster war´s..."

In der letzten Woche war der MDR in unserem Schloss zu Gast.
Zwei Wochen vorher war in einer regionalen Zeitung ein Aufruf zum Statistencasting, dem 300 Menschen aus der Region gefolgt sind. So auch einige Leute aus dem Theaterverein, darunter Töchterchen und ich, mein Cousin und mein Onkel. Mein Cousin hat als Einziger einen Anruf bekommen, um dabei zu sein. Insgesamt brauchten sie nur etwa 60 Leute, darunter 40 Männer.

Entstehen sollten drei Filme für die Reihe "Geschichte Mitteldeutschlands".
In der Drehwoche bin ich jeden Tag am Schloss vorbei gefahren und hab geschaut, was sich da tut:
Es waren ein paar Autos da, aber viel weniger, als bei der Hollywoodproduktion.
Es waren Menschen da, aber auch viel weniger, als bei der Hollywoodproduktion.
Einmal war auf dem großen Balkon über dem Eingang eine riesige weiße Stoffplane zu sehen und Menschen mit Technik drumrum.
Das wars.
Und dann gab es da noch einen Zeitungsbericht, der davon erzählte, dass am Samstag die Aufräumarbeiten nach Drehschluss mit der Taschenlampe stattfinden mussten. Stell ich mir witzig vor...
Einen mini-Vergleich hatte ich ja, aber mal der Reihe nach.

Am Samstag etwas nach 20 Uhr waren Sohnemann, der Papa und ich oben im Wohnzimmer und Töchterchen war nach unten gegangen, um ihr Zimmer aufzuräumen. Plötzlich war alles dunkel. Und still. Sohnemann stand still, irgendwo im Wohnzimmer, kein Radio dudelte mehr vor sich hin.
Ich griff als erstes zu meiner Mini-Taschenlampe, die glücklicherweise so hoch hängt, dass die Kinder sie nicht erreichen. Sonst wäre sie vermutlich nie an ihrem Platz, ebenso wie die gefühlten 20 anderen Taschenlampen, die wir zwar besitzen, aber die man nie findet, wenn man sie braucht.
Der Papa suchte sofort nach Kerzen, aber ich schickte ihn erstmal zu Töchterchen. Das war sehr richtig, denn sie war vollkommen aufgelöst, dachte sie doch, sie hätte mit Betätigung des Lichtschalters die Finsternis ausgelöst.
Als alle heil im Wohnzimmer angekommen waren, trat irgendwer auf ein Spielzeug. Also beschlossen wir, erstmal den Wohnzimmerfußboden begehbar zu machen. Papa stattete den Raum mit einigen Kerzen aus und eine inzwischen gefundene Taschenlampe wurde an die Lampe gehängt. Das Aufräumen wurde so zu einer witzigen Familienaktion.
Inzwischen hatten wir heraus gefunden, dass auch sämtliche Häuser um uns herum, das nachts angestrahlte Schloss, die Kirche und alle Straßenlampen aus waren. Nur in der Oberstadt war noch Licht. Beruhigt, dass es nicht unsere Hauptsicherung war, kuschelten wir uns mit den Kindern aufs Sofa und lasen ihnen im Taschenlampenlicht einige Kinderbücher vor.
Bei zweistelligen Minusgraden draußen wurde es schon merklich kälter im Haus, denn ohne Strom funktioniert unsere Heizung nicht.
Gegen 21 Uhr waren die Kinder im Bett und ich stellte erstmal fest, dass ich auch mit Tablet bei Stromausfall nicht ins Internet kann, da ja der Router keinen Strom hat. Mein Mann dagegen stand mit Hilfe des I-Phones in Schriftwechsel mit seiner Schwester, die ebenfalls keinen Strom hatte. Und telefonisch hatten wir auch heraus gefunden, dass die Schwiegereltern im Dunkel saßen, wobei wir das eigentlich schon vorher wussten.
Gegen 21.30 ging das Licht wieder an und mein Mann machte einen Rundgang durchs Haus: diverse Lichter ausschalten, Radiowecker einstellen, nach den Kindern schauen, die beide seelig schliefen.

Als der Strom wieder da war, lasen wir im Videotext vom Earth Day, der an sämtlichen öffentlichen Gebäuden für eine Stunde das Licht ausschaltet. Unser erster Gedanke war "Da hat wohl jemand den falschen Schalter erwischt", weil unsere Dunkelzeit in etwa mit der geplanten Dunkelzeit übereinstimmte.
Am Montag meinte die Zeitung allerdings einfach nur "Störung im Umspannwerk".
 
Wie auch immer, in neun Monaten wird sich zeigen, ob es nicht vielleicht doch ein Versuch war, mehr Babys in der Gegend zu bekommen ;)

Montag, 11. März 2013

11 Fragen

Am Casa sind immer mehr Frauen, die Blog schreiben und die Adresse dazu in ihrer Sig haben. Immer mal wieder klick ich mich in die anderen Blogs rein und lese. Manchmal stolpere ich da über Dinge, die ich ganz interessant oder witzig finde. Diesmal war es der 11-Fragen-Eintrag von Muschelmaus. Sie hat die Fragen von Sapri beantwortet und dann selbst welche gestellt.
Ich finde die Fragen toll und hab Lust, sie zu beantworten.

Zunächst die von Sapri:

1. Guckst du lieber Filme oder Serien?
Eigentlich mag ich beides, möchte mich da nicht festlegen.

2. Wie bist du auf den Namen für dein Blog gekommen?
Mein Mann und ich hatten wenige Tage zuvor eine Fotoreihe auf einer Pusteblumenwiese mit Sohnemann gemacht. Ich liebe es, die Schirmchen fliegen zu lassen. Irgendwie kam mir das da in den Sinn, ich musste gar nicht drüber nachdenken. Und ich finde den Titel bis heute sehr passend.

 3. Mit welcher berühmten Person würdest du dich gerne mal unterhalten?
 Mit der echten Laura Ingalls Wilder. Sie hat die Bücher "Unsere kleine Farm" geschrieben.

4. Was kochst du gerne?
Alles was schnell geht, die Küche nicht zu sehr verwüstet und trotzdem gut schmeckt *g*

5. Großstadt oder Land?
Eindeutig Land...

6. Wer oder was inspiriert dich?
In letzter Zeit verstärkt die verschiedenen Blogs.


7. Ohne was gehst du nie aus dem Haus (neben deinem Schlüssel natürlich)?
Hm, meine (übergroße) Handtasche ist oft dabei, mit allem Kram (Notfallwindel, Gummibärchentütchen, Taschentücher, Geldbörse, Handy, Strickzeug...)

8. Magst du deinen Namen?
Ja.

9. Hast du eine Lieblingsfarbe?
Ja, Lila in allen möglichen Varianten.

10. Duschen oder Baden?
Duschen, wir haben keine Badewanne.

11. Was ist dein größtes Ziel oder Vorhaben in 2013?
Hm... Frag mich am Ende des Jahres nochmal *g*



Und jetzt die Fragen von Muschelmaus:

1. Magst du im Urlaub lieber Meer oder Berge?
Meer im Sommer, Berge im Winter ;)

2. Kaffee oder Tee?
Beides.

3. Bist du Familienmensch oder Single aus Überzeugung?
 Eindeutig Familienmensch.

4. Isst du lieber süß oder salzig?
Mal so mal so.

5. Liest du lieber auf Papier oder auf dem Reader?
Eigentlich auf dem Papier, aber so ein Reader ist auch sehr praktisch.

6. Lebst du gern da, wo du gerade lebst?
Ja, ich möchte hier auch nicht weg. Und so wie es aussieht, brauch ich das auch nie.

7. Hast du ein Haustier, wenn ja, welches?
2 Katzen

8. Welche Musik magst du?
Balladen

9. Gibt es einen Film, den du immer schauen könntest?
"Dirty Dancing" und "Mamma mia!"

10. Was machst du, wenn du alles tun könntest und du wüsstest, es würde nicht schief gehen?
Hm... vielleicht heimwerken, also aus Holz Möbel selbst entwerfen und herstellen, dass sie optimal passen.

11. Gibt es etwas, das du gern fotografieren würdest?
Da fällt mir gerade nix ein.



Jetzt könnte ich noch eigene Fragen stellen, aber das lass ich. Vielleicht fallen mir irgendwann ja welche ein, da kann ich das nachholen.





Freitag, 8. März 2013

Es war einmal...

...eine Vase.
Sie war schon alt und über mindestens zwei Generationen vererbt worden. Hier und da hatte sie schon einen Sprung und ganz sauber bekam man sie auch nicht mehr, aber sie erfüllte noch ihren Zweck und sah dabei wunderschön aus.
Eines Tages stand sie im Weg. Sie hatte ihren letzten verblühten Blumenstraus bereits am Vortag hergeben müssen und sollte gewaschen werden. Also kam sie aus dem Weg, eine Etage höher, nahe an den Abgrund zur Treppe, gemeinsam mit einer anderen Vase.
Da kam ein kleiner Zweibeiner und spielte - verbotenerweise - neben der Vase. In einem unachtsamen Moment stieß er versehentlich dagegen und...
... mit einem lauten Klirren zersprang die Vase in viele kleine Stücke.

Und die Moral von der Geschicht: 
Stell keine Vasen an den Abgrund nicht. 


Sonntag, 3. März 2013

Von Dackelblick und Kulleraugen

Am Casa haben wir im Marktstand zwei Autos für die Rennbahn entdeckt. Bei der Verkäuferin hatte ich schonmal was privat gekauft und wusste daher, dass sie zuverlässig ist. Also haben wir die Autos gekauft. Und da wir ja sowieso Porto bezahlt haben, gleich noch ein paar Kindersachen. Da die Anbieterin auch kostenlose Mützen, Schals und Kuscheltiere angeboten hat, hab ich für "Kinder helfen Kindern" auch die kostenlosen Sachen dazu legen lassen. Und weil sie die Aktion gut fand, verirrten sich noch einige weitere Kuscheltiere, Mützen und Schals in unser Paket.
Soweit die Vorgeschichte.

Das Paket kam an und die Freude war groß. Die Sachen auf dem Foto sind alle für die Weihnachtspäckchenaktion.
Natürlich wusste Töchterchen, dass die zusätzlichen Sachen für arme Kinder sind. Aber da man sich ja bekanntlich nicht aussuchen kann, wohin die Liebe fällt, verliebte sie sich unsterblich in einen Plüschhund.
Alle Argumente die mir einfielen waren nix gegen ihre: traurige, tränengefüllte Augen und ein an sich gepresster Hund...
Schließlich machte ich ihr einen Vorschlag: Wenn die Spenderin der Sachen einverstanden ist, darf sie den Hund behalten, muss dafür aber mindestens ein eigenes Kuscheltier für die Kinder abgeben.
Alle Beteiligten waren einverstanden.
Und da Sohnemann ja am liebsten der großen Schwester alles nachmacht, hat er jetzt auch einen Hund. Um sie auseinander zu halten, haben sie gestern Schals gestrickt bekommen. Der blaue hat 5g Wolle verbraucht, der lilane 4g und der bunte, der für einen unserer kleinen Plüschhunde ist und vor dem Fototermin unauffindbar war, 2g. Die Wolle hatte ich da.
Vermutlich verschwinden die beiden Hunde in ein paar Wochen zwischen den zahlreichen anderen Kuscheltieren, aber zumindest im Augenblick sind sie überall dabei und die Kinder glücklich. Was will man mehr...

Freitag, 1. März 2013

Freitags-Füller # 205

1.  Die ersten Schokoladen-Ostereier gibts schon seit Wochen in den Läden.
2.  Vieles müsste man mal verändern.
3. Manchmal ist weniger Fernsehen besser.
4.  Es gibt keine Lieder auf meiner Playlist.
5.  Gestern um 20 Uhr bin ich vom Kuscheln in Sohnemanns Bett zum Kuscheln in Töchterchens Bett gewechselt.
6.   Mit den ersten Schneeglöckchen fängt für mich der Frühling an.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf das Weltgebetstreffen der Frauen, morgen habe ich Soljanka für den Verein geplant und Sonntag möchte ich zum Kirchweihfest in die Kirche und im Chor mitsingen!

Das ist wie immer von hier