Dienstag, 21. Februar 2012

Aufräumaktionen

Am Samstag hatte ich einen Großeinsatz im Treppenhaus. Garderobe, Schuhschrank und salzverkrusteten Böden gings an den Kragen...
Vom Innenleben der Schränke haben wir keine Fotos gemacht. Aber neben zu kleiner Winterkleidung sind es immerhin 20 Paar Schuhe weniger. Davon gingen elf Paar direkt in den Müll, die anderen sind Gummistiefel, die ich für Sohnemann aufhebe und noch tragbare Schuhe, die ich bei der Kinderkleiderbörse abgeben werde. Und drei Paar neuwertige Badelatschen, die wir mal als Werbung bekommen haben  und die keinem von uns passen, werd ich mal zur Kleiderkammer bringen.
Da nun wieder Platz in den Schränken ist, müssen sie wieder gefüllt werden. Die Kinder haben nämlich jetzt nur noch je ein Paar Winterschuhe und  Hausschuhe. Wenns wärmer wird, müssen sie barfuß laufen. Töchterchen hätte da sicher nix dagegen ;)

Sonntag, 19. Februar 2012

Kindermund...

Während ich mich gerade eben hier mit meinen Fotos beschäftigt habe, war Papa mit beiden Kindern unten im Hobbyraum. Eben ging die Küchentür auf, Sohnemann ganz erwartungsvoll "Essen..." und mit einer kurzen Pause folgt "Ohhh neeee!"

Hausfrauenarbeiten...

Seit über einem Jahr bin ich (mal wieder) am "Casa Blitzblanca", das ist ein Forum, das ein Putzsystem anbietet. Damit hab ich gute Erfahrungen gemacht.
Häufig ist es so, dass man sauber macht, ewig beschäftigt ist und man hinterher nix mehr davon sieht, endweder, weil alles, was man sehen könnte, verstaut ist (Wäsche beispielsweise), oder weil mal wieder zwei kleine Wirbelwinde durch gefegt sind, und die schöne Ordnung mal wieder zu ihrer eigenen gemacht haben. Deshalb hab ich es mir schon lange angewöhnt, mitzuschreiben, was ich so erledigt habe.
In dem Forum arbeiten einige mit Vorher-Nachher-Fotos und ich find das sehr interessant. Also hab ich beschlossen, das ebenfalls zu machen - zumindest ab und zu.
Hier gibts also die ersten Fotos, diesmal vom Schreibtisch.

Montag, 13. Februar 2012

Einfach nur clever...

Mama und Töchterchen sind erkältet und nehmen Hustensaft. Sohnemann sieht das und will auch welchen.
Mama: "Das ist Medizin, die darf man nur nehmen, wenn man krank ist. Und du bist nicht krank."
Darauf Sohnemann: "Hatsi!"

Sonntag, 12. Februar 2012

Dankbarkeit

Vor einigen Wochen war ich im hiesigen Einkaufsmarkt in der Nähe der Kasse. Es war nicht viel los zu dieser Zeit. An der Kasse war gerade ein Jugendlicher, der sein gesamtes Geld ausschüttete mit dem Ergebnis, dass 8  Cent fehlten. Er war sehr unentschlossen, was er da lassen sollte. Inzwischen war ich ebenfalls an der Kasse und da ich seine Mutter kenne, sagte ich, ich würde die 8 Cent bezahlen. "Sag deiner Mutter einen lieben Gruß von mir!" gab ich ihm mit auf den Weg.
Als ich beim nächsten Frauenfrühstück seine Mutter traf, sprachen wir darüber und ich versicherte ihr, dass ich es gern getan habe und sie mir die 8 Cent nicht geben braucht.
Vorige Woche war wieder Frauenfrühstück und die Mutter nicht da. Aber meine Freundin gab mir einen Briefumschlag von ihr. Darin war eine kleine Karte, auf der Rückseite meine 8 Cent...

Freitag, 10. Februar 2012

Tage, die keiner braucht...

Tja, leider gibts die immer mal wieder. Gestern war mal wieder so einer, wenn auch nicht für uns.

Momentan herrschen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt. Und endlich gabs gestern vormittag auch genug Schnee zum Schlittenfahren. Also packte Mama Sohnemann und sich selbst gut ein, um Töchterchen aus dem Kindergarten zu holen. Im Anschluss daran wollten wir alle zusammen Schlitten fahren, bzw. Töchterchen wollte den Poporutscher benutzen und Mama hätte zugeschaut, mit dem sich vor Schnee fürchtenden Sohnemann auf dem Arm. Wenns draußen schneit kommentiert er zwar "Snee. Sön aussieht.", aber sobald man ihn in selbigen stellt, will er wieder hoch auf den Arm.
In der Garderobe des Kindergartens war grad viel los bei entsprechend hohem Lärmpegel. Bei den vielen Schichten dauert es ja immer einige Zeit, bis man sie alle auf dem Leib hat, so dass genug Zeit bleibt, das ein oder andere zu besprechen. Mädel A, knapp älter als Töchterchen, erklärte plötzlich: "Ich freue mich schon auf die Schneehöhle." "Ach, ihr habt eine Schneehöhle im Garten?" fragte ich nach. "Nein, zum Glück nicht." antwortete ihre Mutter A. "Im Sommerbad ist eine."
Unser örtliches Sommerbad wurde schon in den letzten Tagen kräftig beschneit, wie ich gehört hatte. Und eine Schneehöhle nebst Aussicht darauf, mir nicht alleine die Füße abzufrieren, sondern etwas Gesellschaft einer befreundeten Mutter zu haben, gefiel mir. Also schlug ich vor, ebenfalls zum Bad zu fahren, woraufhin Töchterchen hellauf begeistert war, zumal ihre Freundin, Mädel B (jüngere Schwester von Mädel A) ebenfalls da sein würde.
Im Auto kam die Bemerkung von Töchterchen, dass wir ja noch Badesachen brauchen, wenn wir ins Bad wollen, aber zum Glück sah sie schnell ein, dass man im Winter nur drinnen baden kann.
Nach einer kleinen Ehrenrunde ums Bad (ich wusste ja nicht, welcher der drei Eingänge offen ist) parkten wir unser Auto neben Mutter A, die grade Mädel C (7 Monate alt, die jüngste der drei Töchter von Mutter A) in den Kinderwagen packte. Die anderen beiden waren schon vorraus gelaufen.
Als ich ausstieg, meinte sie, "Ich lass Mädel C mal schnell hier stehen, Mädel B schreit ganz fürchterlich. Passt du bitte auf?" Also holte ich meine beiden Kinder aus dem Auto und packte Mädel C fertig ein, die mich mit großen Augen ansah. Da ich nicht wusste, wie lange Mutter A weg sein würde, schickte ich Töchterchen vorraus. Natürlich zeigte ich ihr mit dem Arm den Eingang.
Dann widmete ich mich wieder den beiden Kleinen, Sohnemann war nicht besonders begeistert davon, dass ich mich um ein anderes Baby kümmerte, zumal er ja daneben im Schnee stehen musste.
Wenige Minuten später kam Mutter A mit Mädel B im Schlepptau zurück. "Sie hat eingepullert, ich muss zurück zum Kindergarten und sie umziehen." Wir einigten uns darauf, dass sie den Kinderwagen noch selbst zum Rodelhang schieben würde, da ich Sohnemann ja tragen musste, und dass ich dann auf ihre beiden Mädels achten würde, bis sie zurück wäre. Dann fragte sie, wo denn Töchterchen sei. Ich meinte, ich hab sie vorraus geschickt. Aber sie hatte sie nicht gesehen. Auf mein Rufen reagierte niemand. Also entschied ich, erstmal am Rodelhang zu schauen und Sohnemann da zu parken.
Töchterchen war nicht da. Dafür aber Mutter B, die meinen Sohn auf den Arm und den Kinderwagen mit Mädel C in Obhut nahm.
Mutter A und ich liefen zurück zum Eingang. Bei unserer Fahrt ums gesamte Gelände hatten wir noch einen anderen offenen Eingang gesehen, da wollte ich hin. Mutter A nahm den direkten Weg zum Parkplatz, wo wir uns treffen wollten. Mir kamen zwei Männer entgegen, die im Sommerbad arbeiteten und ich fragte sie nach einen kleinen Mädchen. Ja, sie hatten sie gesehen, und sie hätte ihnen selbstbewusst erklärt, dass die Mama gleich nach kommt. Und dann wäre sie aber zurück  gelaufen, mir entgegen.
Also ging ich wieder zurück, den direkten Weg zum Parkplatz. Mama A rief mir schon zu, dass Töchterchen da sei... weinend kam sie mir entgegen. Als ich ihr den Weg zum Eingang zeigte, hatte sie anscheinend mal wieder verträumt woanders hin geschaut und war dann schnurstracks am mehrere Meter breiten, offen stehenden Tor vorbei in Richtung des anderen Eingangs gelaufen, den wir ja bei der Fahrt ums Bad gesehen hatten. Als ich nicht kam, war sie zurück zum Auto gegangen, wo sie feststellen musste, dass ich nicht mehr da war. Aber getröstet war sie dann schnell in Aussicht auf das Rodelvergnügen.
Am Hang angekommen wechselte Sohnemann wieder auf meinen Arm. Zwischendurch schauten wir mal in die Schneehöhle. Mädel A und ein fremder Junge warfen Scheeklumpen gegen die Wände. Töchterchen wollte wieder raus, Sohnemann gar nicht erst rein und der Vater des Jungen wechselte mit mir ein paar Worte ein paar Meter von der Höhle entfernt, so dass wir nicht sehen konnten, was drinnen passierte.
Nur kurze Zeit später tauchte Mädel A auf, weinend. Und kurz darauf tropfte Blut aus ihrer Nase. Ich war noch recht nah, also auch die erste bei Mädel A. Zum Glück hatte eine andere Mutter genug Taschentücher mit um sie unter die Nase zu halten. Auf einen Schlitten setzte ich zunächst Mädel A, daneben Sohnemann, der auch irgendwie verdattert ruhig sitzen blieb. Etwa zeitgleich begann Mädel C im Kinderwagen zu schreien und ließ sich nicht mehr beruhigen.
Alle Anwesenden außer Mutter B, die sich um Mädel C kümmerte bildeten bald einen Kreis um mich und den Schlitten. Eine Mutter meinte, man müsse das Kind doch auf den Rücken legen und die Beine hoch... Helfen wollte niemand, wahrscheinlich waren alle froh, dass sie nicht an meiner Stelle waren.
Nach Kinderaussagen hatte Mädel A einen großen Schneeklumpen an die Nase bekommen, den der Junge "versehentlich" geworfen hatte. Niemand schimpfte, nur der Vater verlangte, dass er sich entschuldigte. Wir wussten ja auch nicht, wie es wirklich passiert war, keiner von den Erwachsenen hatte es gesehen.
Als nach einigen Minuten das Nasenbluten aufhörte, entschied ich, alle Kinder von mir und Mutter A einzusammeln und zum Parkplatz zu bringen. Oben auf dem Hang angekommen, sahen wir auch Mutter A wieder kommen. Sie schaute in den Kinderwagen und meinte nur "Oh je, sie bricht..." Ich glaub, sie war in dem Moment etwas überfordert, da sie gar nichts tat. Erst auf mein "Nimm sie raus!" kam Bewegung in sie. Mädel C spuckte aus, hustete nochmal, ließ sich von ihrer Mutter abwischen und schien dann wieder ganz zufrieden mit ihrer Situation. Mutter A war meiner Meinung und so liefen wir bepackt mit diversen Schneerutschutensilien, unseren Kindern und der kinderwagenschiebenden Mutter B zurück zum Parkplatz.

Heute trafen wir uns wieder im Kindergarten. Sie meinte, es war ihr gestern dann zu viel und zum Glück kam ihr Mann auch gerade nach Hause. Ihren Kindern geht es wieder gut. Alle strahlten mich heute an.
Wahrscheinlich lacht Mutter A in ein paar Monaten über den gestrigen Tag, an dem alles schief ging... aber gestern war sie ganz sicher der Meinung, es wäre besser gewesen, an diesem Tag im Bett zu bleiben.