Alle Jahre wieder gehen wir im Maisfeld spazieren, suchen Stahlträger mit Stempeln oder Aufgaben.
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
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