Freitag, 15. Februar 2019

Alltagsschnipsel - Von großen Schwestern, Briefen und fehlender Kindheit

Frühlingshaftes Wetter lockte uns gestern nach draußen. Während Sohnemann mit einer Hacke die Schneehaufen im Hof bearbeitete, ging ich mit den Mädchen ein Stück spazieren.
Große Schwestern sind definitiv zum Quatsch machen da.

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Das Bloggerland lebt unter anderem von Aktionen, die auf normalem Postweg stattfinden. Ich hab selbst schon bei sowas teil genommen und sehr viel Freude daran gehabt. Da gibt es Briefe mit Teebeuteln drinnen oder Lesezeichen oder kleine Häkeleien... Kurz: Es sind oft Kleinigkeiten enthalten, die Freude machen und ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Blöd nur, dass das mit der neuen Portoregelung der Post wohl nun nicht mehr möglich ist, weil Waren in Briefen generell verboten sind, zumindest fürs Ausland. Darüber gestolpert bin ich bei niwibo, die zu papierelle verweist, die das etwas ausführlicher erklärt und auch eine Petition verlinkt hat.

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Wir sind in der glücklichen Lage, unsere Kinder in den ersten 3 Jahren zu Hause zu betreuen.
In meinem Umfeld geben viele die Kinder sehr früh in Fremdbetreuung. Die Politik bringt "Kinderfreundlichkeit" grundsätzlich mit "Kitaplätzen für alle" und "bessere Vereinbarkeit von Arbeit und Familie" in Verbindung und nimmt den Frauen die freie Wahl, ob und wann sie wieder arbeiten möchten, indem es nur ganz am Anfang finanzielle Unterstützung gibt. In meiner Krabbelgruppe erlebe ich sehr häufig das Dilemma der jungen Mütter zwischen "ich muss wieder arbeiten, des Geldes wegen/ des Arbeitsplatzes wegen" und "eigentlich möchte ich mein Kind noch nicht abgeben").
Und generell hab ich schon länger den Eindruck, dass die Kinder heutzutage gar nicht mehr so recht vor sich hin spielen können, sei es, weil zu viel geplante Angebote auf sie warten oder weil sie keine Spielpartner finden (weil sie z. B. noch in der Betreuung sind). An meinen Kindern habe ich beobachtet, dass sie gar nicht mehr das Bedürfnis haben, alleine raus zu gehen, sich Spielpartner zu suchen und unbeobachtet von Erwachsenen einfach nur Kind zu sein.
Ich hatte das selbst als Kind und möchte das so gerne für meine Kinder.
Wie schlimm diese Gesamtsituation wirklich ist und welche Folgen sie hat, hab ich gestern in einem Artikel gelesen. Wir schaffen die Kindheit ab und auf lange Sicht den Menschen gleich mit. Erschreckend.

Nachdenkliche Grüße von TAC


Hinweis: Links zu anderen Seiten habe ich nach eigenem Ermessen gesetzt, ich wurde weder bezahlt, noch dazu aufgefordert.

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