Seit über einem Jahr wohnen wir nun schon im neuen Haus. Zeit, mal zurück zu schauen.
Heute stelle ich Fragen zur Zeit davor und danach an mich selbst.
Wie hast du die (letzten) Jahre im alten Haus empfunden?
Wir zogen in das Haus, als ich etwa 3 war. Es war mein Zuhause und ich liebte es. Nie konnte ich mir vorstellen, jemals woanders zu wohnen. Als meine Eltern in den Nachbarort zogen (ins Elternhaus meines Vaters) wusste ich, dass ich als Erwachsene dieses Haus haben wollte. Damals hat mein Vater das nicht geglaubt. Und auch später wollte er es uns manchmal ausreden.
Das Haus war alt, oft umgebaut und hatte viele Macken. Als Kind hab ich die nicht gesehen, später schon. In den letzten Jahren vor dem Abriss wurden die Macken immer schlimmer und ich hatte zunehmend das Bedürfnis, mich für das Haus zu entschuldigen. Als dann der Abriss kam, fiel mir der Abschied erstaunlich leicht und ich erkannte, dass ich nicht an dem Haus an sich hing, sondern an dem Ort.
Ich verbinde das alte Haus mit meiner glücklichen Kindheit.
Wir haben darin unsere ersten Ehejahre verbracht und die ersten Wochen, Monate und Jahre mit unseren Kindern. Auch wenn das Haus an sich zum Ende hin nicht mehr gut war, so war es doch die Zeit darin.
Wie war die Übergangszeit vom alten zum neuen Haus?
Aufregend, anstrengend, interessant, nervig, voller Vorfreude...
Wir sind im August 2019 aus dem alten Haus aus- und zu meinen Eltern gezogen. Dort hatten wir einige Räume für uns, mussten uns aber beispielsweise das Bad teilen. Auch mein Bruder hat da seine Wohnung und einen Pool im Garten, was wiederum die Kinder toll fanden.
8 Personen unter einem Dach, das ist nicht immer harmonisch... Trotzdem überwogen die positiven Dinge. Ein großer Vorteil war, dass immer jemand da war. Es war bei den vielen Terminen (rund um die Baustelle) und Kinderfahrdiensten beispielsweise ungemein hilfreich, die Jüngste einfach da lassen zu können.
Und der Putzaufwand war geringer *g*
Trotzdem waren letztes Jahr im April alle Beteiligten froh, als wir umziehen konnten.
Wie war die Zeit kurz vor dem Umzug und danach?
Letztes Jahr im März brach Corona über uns herein. Plötzlich waren Läden geschlossen, einkaufen nicht mehr so ohne weiteres möglich. Wir haben schnell noch paar Dinge besorgt, eh die Baumärkte schlossen, so konnten wir wenigstens wie geplant einziehen.
Die letzten Tage vor dem Umzug waren sehr stressig. Viel Fahrerei und Logistik, dazu Homeschooling und Herr TAC musste ins Homeoffice. In der Übergangswohnung war das nahezu unmöglich. So nahm er paar Tage Urlaub und wir richteten seinen Hobbyraum schnell als Büro her. Auch die Große bekam ihren Schreibtisch vorzeitig ins neue Zimmer.
Ansonsten werkelten wir im neuen Haus recht ungestört vor uns hin, denn Termine des alltäglichen Lebens fielen aus. Und Kontakte hatten wir auch kaum, außer zur Familie, die wir ja ohnehin täglich trafen.
Die ersten Tage nach dem Umzug fühlte ich mich wie im Urlaub. Verstärkt wurde das Gefühl dadurch, dass alle zu Hause waren, die Kinder Osterferien hatten und sich zumindest am Anfang fast nicht stritten.
Was gefällt dir besonders gut im neuen Haus?
Ich liebe den Platz, den wir haben - kein Vergleich zu vorher.
3 Kinderzimmer für 3 Kinder sind wunderbar.
Alles ist hell und freundlich. Wir haben an vielen Stellen neue Möbel, die zu unseren Bedürfnissen passen. An anderen Stellen werden noch Möbel kommen, die passend sind.
Ich habe eine Küche, die diese Bezeichnung auch verdient hat. MIT Geschirrspüler *g*
Wir haben 3 Klos ;) Und 2 Bäder. Kein Stau mehr vor diesen wichtigen Örtlichkeiten *lach*
Und der Garten nimmt auch immer mehr Gestalt an.
Was würdest du jetzt anders planen, wenn du nochmal bauen würdest?
Wir werden definitiv nicht nochmal bauen, das ist klar.
Im Wesentlichen ist dieses Haus nah am Traumhaus. Natürlich gibts Kleinigkeiten, die ich jetzt anders machen würde:
- ein Raum nur für mich
- kleine Fenster auf dem Spitzboden an den Giebelseiten, um auch da oben mal durchlüften zu können
- das Bad auf der Wohnetage bischen kleiner, dafür eine Abstellkammer auch auf dieser Etage
- paar kleine Dinge in der Küche
Gibts abschließend noch etwas zu sagen?
Ich liebe dieses Haus und würde diesen Schritt sofort wieder gehen. Paar Jahre früher wär nicht schlecht gewesen.
Jetzt hoffe ich sehr, dass wir dieses blöde Corona endlich hinter uns kriegen, dass wir beispielsweise endlich richtig Einzug feiern können (geplant ist eine Gartenparty, Termin wird wohl erst nächstes Jahr im Sommer...) oder generell Freunde und Familie einladen können nach Herzenslust. Schließlich haben wir extra einen großen Esstisch gekauft. Mit Verlängerung durch den Couchtisch bekommen wir sicher locker 20 Personen ins Wohnzimmer.
Und wir wollen dieses Haus gaaaaanz viele Jahre gemeinsam genießen.
Grüße von TAC
Teil 1 mit Einleitung, Außenfotos vom alten und neuen Haus und Einzug von Tiffany
Teil 2 mit Fragen an die Jüngste
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