Mittwoch, 19. Februar 2014

Ich hab Hunger

... denn wir waren ja vorhin beim Abendessen. Es gab wässrige Gulaschsuppe, Kartoffelbrei mit salzigem, fettigen Hühnerbein und Industriepfannkuchen.
Herr TAC meinte grade: "Mir ist so bääähhhhhh". Abgesehen von dem widerlichen Fett des Hühnerbeines war wieder alles sehr trocken. Unsere Kinder lieben Hühnchen in allen Varianten, aber heute meinte auch Töchterchen, sie könne das nicht essen. Auch den Pfannkuchen hat sie lediglich gekostet, obwohl sie die unheimlich gerne mag. Sie holt sich ihre Energie am Abend aus süßen Getränken.
Es gab wieder Salate am Buffet, es waren - Überraschung - Dosensellerieschnitzel (von gestern?), Dosenmöhrenschnitzel und grüne Blätter.
Den Vermietern scheint es vollkommen egal zu sein, ob es den Gästen schmeckt, sie bekommen ihr Geld ja sowieso. Gefragt, ob es geschmeckt hat bzw. warum nicht wurden wir noch nie.

Morgen hat Herr TAC Geburtstag. Wir haben das Abendessen abbestellt und werden irgendwohin essen gehen, wo man sich um die Gäste sorgt.

Wir waren das nicht!

Mangels Stühlen saßen wir vor paar Minuten alle vier am Fußende des Doppelbettes. Sohnemann und ich auf meiner Seite, Töchterchen und Papa auf der anderen. Wir haben nur geredet, auch die Kinder saßen still. Plötzlich ein *RUMS* und das Lattenrost war kaputt. Also, vermutlich war es das schon vorher...

Übrigens, wer ganz genau hinschaut, kann die Staubmäuse darunter sehen...
Und wo wir schon dabei sind: "Handtuch auf dem Fußboden" bedeutet in Hotelsprache "Bitte austauschen". Wir haben heute eines auf den Boden gelegt im Bad, das liegt immer noch, inzwischen ganz in die Ecke geschoben. Der Zimmerservice war aber da, Betten sind gemacht...

Webcams...

... gibts hier auch: www.dietauplitz.com

Heute soll das Wetter eher bescheiden werden. Nebel, Regen und weiter oben Schnee.
Je nachdem, wie es oben ist, fahre ich später vielleicht mit Sohnemann mit dem Sessellift hoch.

Töchterchen hat gestern zweimal die Gruppe in der Skischule gewechselt. Zuerst hatte sie alles vom letzten Jahr vergessen, aber es kam wohl schnell wieder. Nun sind sie weniger Kinder und sie fühlt sich wohl. Wenn es regnet, wird sie nass, der Übungshang liegt nicht sehr hoch.

Dienstag, 18. Februar 2014

Unsere Unterkunft...

...ist das Geld nicht wert.
Gebucht haben wir ein Familienzimmer mit zwei Schlafräumen, Dusche und WC und Halbpension für mehr als 50 Euro pro Nacht pro Erwachsener (was die Kinder kosten, weiß ich nicht). Normalerweise buchen wir nur Übernachtung mit Frühstück,  aber da war nix mehr, da wir uns diesmal erst spät entschieden haben, doch in den Winterurlaub zu fahren.

Als wir gestern ankamen, dachte ich, es wäre wenigstens sauber. Aber nur auf den ersten Blick.
Bereits beim Auspacken fanden sich diverse Krümel in sämtlichen Schubladen. Inzwischen haben wir noch sehr viel mehr Mängel und Dinge gefunden, die nicht durchdacht sind oder einfach nicht schön:
- wir haben für vier Personen nur zwei Stühle
- es gibt keinen Tisch
- der Fernseher hängt im Kinderzimmer
- im Zimmer gibts ein halb zerfallenes Trockengesteck, das entsorgt werden müsste
- die Klobrille passt nicht auf die Schüssel
- unser Zimmerschlüssel ist verbogen
- unterm Doppelbett ist der Dreck fast zentimeterhoch
- die weißen Handtücher haben Flecken
- der Schlauch am Duschkopf ist kaputt, mit Knick
- das Wasser kommt etwa zur Hälfte hinten raus
- die Türen der Dusche lassen sich schlecht schließen (da kam was kleines weißes rundes gefallen, wovon schon eines im Bad liegt)
- das Wasser in der Dusche läuft nur ganz langsam ab
- an einem Lichtschalter hier im Zimmer ist eine Ecke abgebrochen
- der Regler an der Heizung hat keine Beschriftung
- eine Lampe im Zimmer funktioniert nicht
- in Opas Bad ist eine riesige Spinnwebe
- die Lüftung im Bad ist bäää
- in einer Schublade liegen zerknüllte Handtücher (vom Vormieter vermutlich)
Würde ich weiter nachdenken, würden mir bestimmt noch mehr Punkte einfallen.

Gestern dachten wir noch, vielleicht ist das Essen besser. Erwartungsvoll kamen wir in den Speisesaal. Da gings gleich mal weiter mit der Liste:
- die Sitzkissen auf den Stühlen waren voller Flecken
- ebenso die Tischdecke
Dann gab es zuerst eine Gemüsesuppe vorneweg. Die war richtig gut, meiner Meinung nach frisch gekocht. Leider war das das einzig Gute. Das Hauptgericht gestern waren kalte Spirelli mit Rindsgulasch. Und zum Nachtisch gabs in Dreiecke geschnittenen Industriemarmorkuchen, der eigentlich nur süß war.
Heute bestand unser Menü aus gezuckerter Tomatensuppe mit restlichen Spirelli von gestern, Pommes, Reis und Schnitzel (alles sehr trocken) und Industrie-Biscuittrolle.
Es gibt auch Salate: Dosen-Raspelmöhren, Dosen-Raspelsellerie und etwas grünen Salat. Natürlich wurden wir gestern nicht auf die Salate hingewiesen, auch heute nicht. Der Opa hat sich einfach mal welchen geholt, um dem Steckenbleiben des Trockenfleisches im Hals entgegen zu wirken.
Getränke sind nicht im  Preis inbegriffen, was sie kosten wissen wir nicht. Es gibt keine Preisliste.
Das Frühstuck ist okay, es gibt ein Buffet, an dem wir uns bedienen können. Andererseits kann man beim Frühstück auch nicht viel falsch machen. Obst fehlt. Das beste am Frühstück waren noch warme knusprige Brötchen.

Mein Fazit: Wir sind geduldet, aber nicht willkommen. Und wie Könige werden wir auch nicht behandelt.

Wunderbares Wetter in Tauplitz

Seit gestern sind wir in Tauplitz, Österreich, zum Winterurlaub. "Wir" sind diesmal Herr TAC und ich, unsere Kinder und der Opa. Die Oma, die sonst immer die Kinderbetreuung übernommen hat, während alle anderen auf der Piste waren, musste diesmal wegen Krankheit zu Hause bleiben.
Heute vormittag hat der Opa auf Sohnemann aufgepasst. Nachdem wir Töchterchen in die Skischule gebracht hatten, waren wir auf dem Berg, um die Pisten zu probieren. Es gibt hier mehr Schlepplifte als in Kaprun und dementsprechend weniger Sessellifte. Ich hab den Eindruck, die Wartezeiten an den Liften sind länger - andererseits sind die Pisten leerer.
Heute war wunderbares Wetter. Im Tal hingen die Wolken und wir waren darüber im schönsten Sonnenschein. Der Ausblick auf die umliegenden Berge war malerisch und dort oben ist auch der Schnee gut zum Skifahren. Wir haben ja ein recht schneearmes Jahr mit zu hohen Temperaturen für Februar. Laut Wetterbericht sind es heute 0-4 Grad. Trotzdem kann man bis in den Ort fahren dank Beschneiung in der Nacht, auch wenn der Schnee sehr viel schlechter wird, je tiefer man kommt. Abseits der Pisten gibts im Ort nur Schnee(reste) auf den Wiesen, die Straßen sind alle komplett frei.
Nach der Mittagspause haben Opa und ich getauscht, also er ist auf die Piste und ich bin bei Sohnemann geblieben.

Soweit erstmal, Sohnemann und ich werden jetzt aufbrechen, um Töchterchen in der Skischule abzuholen. Danach wollen wir ein Eis essen und auf Papa und Opa warten. Die Lifte sind nur bis 16 Uhr in Betrieb.

Montag, 17. Februar 2014

Eine neue Tasche

Vor etwa zwei Wochen fiel mir spontan ein, dass es schön wäre, eine mittelgroße Tasche zu haben. Sie sollte Platz für einen DinA5-Block und etwas Kram bieten. Dazu kam der Gedanke an die Filzwolle im Vorrat. Vier Knäuel sollten reichen, dachte ich. Taten sie nicht, wie ich schon beim ersten Knäuel feststellte. Also hab ich nachgekauft, in etwas anderem Farbton. Und dann hab ich gestrickt und gestrickt und gestrickt und genäht und gehäkelt und war am letzten Donnerstag fertig.
Nur noch waschen und schon kann ich sie benutzen, dachte ich, hatte aber nicht beachtet, wie lange das Trocknen dauert, obwohl sie über Nacht auf der Heizung lag. Zur Rüstzeit konnte sie also nicht mit, aber sie ist mit hier in Tauplitz.
Und ich finde, sie kann sich sehen lassen. Sie hat innen zwei Fächer und in meiner Knopfkiste fand sich ein passender Knopf.
Sie wiegt etwa 500g und von ursprünglich 200g Filzwolle im Vorrat (die für 12in14 reserviert war) sind noch etwa 100g übrig, daraus will ich versuchen, Blümchen zu häkeln, vielleicht mach ich auch noch eine Mini-Tasche, Töchterchen hat schon Bedarf angemeldet.

Donnerstag, 6. Februar 2014

Not macht erfinderisch...

... oder so ähnlich.
Dank unseres Maulwurfs im Garten und dem fehlenden Schnee endet jedes Gartenabenteuer der Kinder momentan im Matsch. Dementsprechend sehen täglich Stiefel, Kleidung und Fußböden aus. Höchste Zeit also, mal wieder zu waschen - nur wo trocknen, wenns draußen trübe ist und nach Regen aussieht? Wenn die Sachen aus der Maschine kommen, tropfen die noch lange vor sich hin...
Tja, frau nutzte einfach mal Dusche und Besenstiel in Kombination und  - voila...