Samstag, 10. Mai 2014

Strickereien

 In diesem Jahr mache ich bei "12 in 14" mit, was nix weiter heißt als ein projekt pro Monat. Schon länger hab ich nichts mehr fotografiert und als heute die Sonne so schön schien, hab ich das kurzerhand mal nachgeholt.


Für die April wurde die 7 gezogen, das war meine Übungswolle. Daraus sind inzwischen Socken für Töchterchen in Größe 23/33 entstanden. Sie sind noch recht groß, aber da wächst sie rein. Und weil noch so viel Wolle übrig ist, hab ich gestern ein weiteres Sockenpaar angestrickt, diesmal Größe 30/31. Mal schauen, wie ihr die passen werden.


Für den Mai wurde die Nummer 4 gezogen. 4 und 5 waren meine "Toe up und 2 gleichzeitig"-Lernsocken. Es war also je eine Kleinkindsocke fertig. im Mai sollte die bunte zweite Socke enstehen, und da das so schnell gingt und so schön flutschte, ist gleich die grün-blaue auch noch fertig geworden. Mal schauen, an wessen Füße die Socken wandern werden. Babynachwuchs hat sich mal wieder bei einigen im Umfeld angekündigt.


Außerdem hatte ich ja bereits im Januar ein Filzwollprojekt dazwischen geschoben. Entstanden ist für mich eine Tasche. Nummer 8 ist die Filzwolle, deren Reste ich nun noch für eine weitere Tasche verwendet habe. Ein Foto nach dem Stricken gibt es schon, das zeig ich euch, wenn ich die Tasche auch gewaschen habe.


Aktuell siehts mit meinem "12 in 14"-Projekt also so aus:
Januar: Nummer 3 gezogen - Adventskalenderschal - nicht fertig - stattdessen Filzwollprojekt (Nr. 8 dazwischen geschobenund beendet)
Februar: Nummer 2 gezogen - Socken für mich - fertig
März: Nummer 11 gezogen - Nadelgebundenes Beutelchen - fertig
April: Nummer 7 gezogen - Socken für Töchterchen - fertig - weiteres Sockenpaar aus der Wolle begonnen
Mai: Nummer 4 gezogen - Buntes Babysöckchen - fertig - Nummer 5 gleich mit fertig gemacht

Wenn Nummer 5 und 8 gezogen werden, hab ich keine Projekte mehr dafür, da werde ich am Adventskalenderschal weiter stricken.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Eine gute Idee

Derzeit haben wir sehr durchwachsenes Wetter: Sonnenschein, dicke Regenwolken, Regen und Wind wechseln sich ab. Trotzdem hatte ich gestern Wäsche draußen hängen. Als wieder eine Wolke kam, sagte ich beiläufig: "Hoffentlich regnet es nicht, ich hab die Wäsche draußen.", worauf Töchterchen ebenso beiläufig meinte, ich solle einen Regenschirm drüber spannen.
In dem Augenblick belächelte ich ihren Vorschlag.
Später begann es zu regnen und ich war nicht schnell genug mit Wäsche abnehmen. Also dachte ich an Töchterchens Vorschlag und probierte es aus. Es funktionierte bestens. Ich stand unter den Schirmen und hängte die Wäsche um, die nicht unter den Schirmen war.
Da sieht man mal wieder, dass die einfachen Lösungen manchmal die besten sind ;)
(Nur zu viel Wind sollte es nicht geben, dann fliegen die Schirme davon. Aber vermutlich findet sich auch dafür eine Lösung.)

Mittwoch, 7. Mai 2014

Sohnemann hat Geburtstag

Vor vier Jahren um diese Zeit waren wir im Geburtshaus und hielten staunend ein kleines Bündel im Arm. 8.49 Uhr ist Sohnemann aus mir heraus gepurzelt.

Obwohl ich heute noch genug zu tun habe, nehme ich mir ein paar Minuten Zeit, um zu überlegen, wo die letzten vier Jahre geblieben sind? Es war doch erst gestern, dass der Schwangerschaftstest positiv war?

Die Schwangerschaft an sich brachte sämtliche Beschwerden mit, die es so gibt, von Übelkeit rund um die Uhr über Dauersodbrennen bis hin zu Ischias auf beiden Seiten war alles dabei.
Töchterchens Geburt vor siebeneinhalb Jahren im Krankenhaus war nicht so berauschend, also stand für mich fest, dass ich diesmal ins Geburtshaus gehen würde. Unsere Wahl fiel auf Chemnitz, da es nur 20 Minuten Fahrzeit sind.
Zu Beginn der Schwangerschaft betreute mich mein Gyn. Aber nachdem ich da schon in der 20. Woche erstmals am CTG hing (mit dem ich keine guten Erfahrungen in der ersten Schwangerschaft gemacht hatte), wechselte ich zu Hebammenbetreuung. Das war ganz anders: Keine langen Wartezimmerzeiten, viel Wert auf Wohlfühlen (bequemer Stuhl, Beine hoch legen, Tässchen Tee), Plauderei über mein Befinden mit wertvollen Tipps (beim Gyn war dafür gar keine Zeit), nebenher Abtasten und Ausmessen von Bauch und Baby samt Erklärungen und CTG erst am errechneten Geburtstermin (6.5.).
Da die Kassen zu weite Fahrzeiten zur Nachbetreuung nicht zahlen, hatte ich "meine" Hebamme im Vorbereitungskurs und zur Nachsorge. Hebammenbetreuung war im Geburtshaus, rotierend durch die dortigen drei Hebammen, die ich so auch gleich kennen lernte.
Am Abend des 6.5. besuchte ich noch die letzte Veranstaltung meines Vorbereitungskurses, wir aßen Pizza und plauderten. Und nebenher war ich mit Atmen beschäftigt, was meine Nachsorgehebamme nebenher beobachtete, wie sie später erzählte. Wieder zu Hause wollte ich nur noch ins Bett, aber da fand ich keinen Schlaf, denn aller zehn Minuten war da was seltsam. Herr TAC arbeitete damals noch in Dresden, also 100 km entfernt, eine Stunde Fahrzeit. Wir hatten telefoniert und er entschied sich, in der Nacht noch heim zu kommen. Dann schlief er neben mir, während ich die Uhr beobachtete. Gegen drei standen wir auf, riefen die Hebamme an und verabredeten uns für vier Uhr im Geburtshaus. Ich schmierte Schnitten und packte die letzten Sachen in die Taschen bis die Oma da war.
Die Fahrt war okay, im Geburtshaus wurden wir bereits erwartet. Kerzen brannten, alles war gemütlich. Während Herr TAC im Korbsessel schlief, wanderte ich im Zimmer umher, wippte auf dem Ball, sah aus dem Fenster, hörte den erwachenden Vögeln zu und war erstaunlich gelassen. Die Hebamme sah regelmäßig nach uns, gab mir Tipps zum Atmen und ließ mich ansonsten machen. Irgendwann nahm ich ein Bad.
Inzwischen war die zweite Hebamme da und wir hatten noch eine Azubi-Hebamme im dritten Lehrjahr dabei. Mit der Hilfe und Zusprache von zwei Hebammen brachte ich schließlich Sohnemann auf die Welt, ein sehr bewegender Augenblick. Wir wussten vor der Geburt nicht, ob ich Junge oder Mädchen trage. Bei Töchterchen hatte es damals das Gefühl gegeben "es ist ein Mädchen", bei Sohnemann haben wir einen Jungen vermutet. Ein Gefühl hatte ich bei ihm nicht.
Fünf Stunden nach der Geburt waren wir zu Hause. Etwa zwei Stunden später besuchte mich meine Nachsorgehebamme, sie hatte schon telefonisch alles Wichtige von den Geburtshaushebammen erfahren. An dem Nachmittag kamen auch die Großeltern zu Besuch und die große Schwester bewunderte ihr Brüderchen. Es war ein sehr schöner Tag.

Ich würde jederzeit wieder ins Geburtshaus gehen und schon in der Schwangerschaft Hebammenbetreuung in Anspruch nehmen. Umso schlimmer finde ich, dass immer mehr freiberufliche Hebammen aufhören müssen. Eine Geburt nur mit Arzt und im Krankenhaus will ich niemals erleben, denn es waren für mich die Hebammen, sie sich Zeit nahmen, die unendlich viel Geduld hatten und mir das Gefühl von Geborgenheit und "Alles ist gut!" vermittelten.

Sonntag, 4. Mai 2014

Alles Gute, Schwalbenschwanz!

Über Nacht hing der Schmetterling an seinem Ast. Da es sehr kalt werden sollte, durfte er nochmal im Haus schlafen. Heute morgen flatterte er aufgeregt direkt an der Gaze. Also war klar, dass er fliegen darf. Er war so nett und hat sich nochmal von allen Seiten fotografieren lassen, ehe er los flatterte. Für den ersten Moment schien er überrascht über das, was da passierte, denn er flatterte nur wenige Zentimeter über seinem Ast. Doch dann flog er selbstsicher der Sonne entgegen. Wir schauten ihm nach, vermutlich ist er im Apfelbaum des Nachbarn gelandet.
Leb wohl, kleiner Schwalbenschwanz, es war schön, dich kennen zu lernen!

Samstag, 3. Mai 2014

Heute Mittag...

... ist unser Schmetterling geschlüpft. Vor dem Essen haben sowohl mein Mann also auch ich nochmal geschaut, da war alles so wie gestern. Nach dem Essen hab ich einen Blick in den Topf geworfen und mich über die seltsame blasse Farbe der Puppe gewundert. Aber im nächsten Moment hab ich was wackeln sehen, ganz oben am Stock, direkt am Netz, das wir drüber haben.
Natürlich mussten wir alle erstmal schauen.
Er hing ganz oben und wir wussten nicht so recht, wie es jetzt weiter geht. Fürs Foto war er auf der Hand meines Mannes (noch waren die Flügel nicht ganz entfaltet). Und dank des Internets fand ich heraus, dass er frei hängen können muss, um seine Flügel trocknen zu lassen. Also boten wir ihm wieder den Stock an und tatsächlich hing er sich dann frei hin. Laut Internet dauert das Trocknen etwa zwei Stunden, aber vorhin hing er immer noch so. Wir werden ihn über Nacht vermutlich wieder rein stellen und morgen auf sonniges Wetter hoffen. Dann darf er in die Freiheit fliegen.

Freitag, 2. Mai 2014

Zum Welttag des Buches...

... am 23. April 2014 konnte man Bücher verschenken. Das wusste ich noch nicht, hab es durch Muschelmaus erfahren, die ein paar Bücher zum Verschenken ergattert hatte und auf ihrem Blog kurzerhand ein Mini-Gewinnspiel durchführte.
Am Ende hat sie allen Teilnehmern ein Buch geschenkt.
Bereits am Mittwoch klingelte die Post und überreichte mir das Päckchen. Darin befand sich das Buch, auf das ich schon sehr gespannt bin, eine Karte und als Extra-Überraschung ein kleiner Lesezeichenwurm. Diese kleine Zugabe hat mich ganz besonders überrascht, weil sie sich erst in der Verpackung versteckt hatte und ich sie erst etwas später fand.
Buch, Karte und Wurm haben mich raus in den Sonnenschein begleitet, wo sie fotografiert wurden.
Liebe Muschelmaus, vielen Dank, du hast mir mit dieser Aktion eine Riesen-Freude gemacht.

Unsere Schmetterlingspuppe...

... hat sich verfärbt.
Im letzten Jahr haben wir eine grüne Raupe im Möhrenkraut gefunden, abgesammelt und gefüttert. Anfang September hat sie sich verpuppt. Seit dem beobachten wir, was mit ihr geschieht.
Irgendwann haben wir versehendlich gepustet, daraufhin hat sie leicht gezuckt. Ab dem Moment war das meine Variante zu testen, ob es ihr noch gut geht.
In der Woche vor Ostern reagierte sie nicht mehr und ich befürchtete Schlimmes.
Paar Tage später probierte ich wieder, sie zuckte und ich freute mich riesig.
Heute vormittag hab ich wieder nachgeschaut und traute meinen Augen nicht. Sie hat sich verfärbt. Ganz deutlich sieht man nun die Zeichnung des werdenden Schmetterlings durchschimmern. Im Internet stand, das passiert erst kurz vorm Schlüpfen des Schmetterlings.
Nun hoffe ich, unser kleiner Wintergast sucht sich einen sonnigen Tag aus, dass wir ihn nach dem Schlüpfen und Trocknen möglichst schnell in die Freiheit entlassen können.