Freitag, 30. August 2013

Eine Raupe im Möhrenkraut

Als ich noch ein Kind war, haben Nachbarn meiner Verwandten mir mal einen Schmetterling gezeigt, der frisch geschlüpft war und kurz davor, aus seinem Glas heraus zu kommen. Außerdem sagten sie damals noch, dass die Raupen dazu an den Möhren waren.

Genau in der Mitte des Bildes ist die Raupe am Kraut
Irgendwann später (gleiches Jahr oder ein darauffolgendes) entdeckte ich zusammen mit meiner besten Freundin am Möhrenkraut ihrer Oma Raupen. Damals haben wir sie eingesammelt und "gefüttert" mit allem möglichen. Glück für die Raupen damals war, dass sie sich nur kurz später verpuppt haben. Und es sind tatsächlich Schmetterlinge geschlüpft, wenn auch nicht aus allen Puppen.

In ihrem Zuhause auf Zeit kurz nach dem Einzug
Riesig gefreut hab ich mich, als ich vorige Woche zufällig am Möhrenkraut eine Raupe entdeckt habe. Gleich waren die Kindheitserinnerungen zurück. Um die Raupe vor etwaigen Fraßfeinden (und der Neugier der Kinder) zu schützen, durfte sie umziehen in einen ausrangierten Messbecher, bei Vollpension und Zimmerservice. Wir haben ihr täglich frisches Möhrenkraut gegeben und alle Reste samt Kot entfernt.
Gestern dachte ich mal, sie wäre tot, weil sie auf dem Rücken am Boden lag. Aber bei genauerer Betrachtung genoss sie nur ihr Schlaraffenleben, indem ihr das Möhrenkraut direkt in den Mund fiel. Sie brauchte wirklich nur noch zu fressen.

Inzwischen ist sie sehr dick und groß geworden und wird sich bald verpuppen, vielleicht schon diese Nacht.
Wir sind gespannt, ob der Schmetterling noch schlüpft, oder ob die Puppe überwintert.

Übrigens ist der zugehörige Schmetterling ein Schwalbenschwanz und leider bei uns nur noch sehr selten. Deshalb war er auch "Schmetterling des Jahres 2006".

Donnerstag, 29. August 2013

Kindermund

Die Zeit rennt und die Ereignisse überschlagen sich. Ich muss unbedingt mal wieder was schreiben, aber vorerst gibts nur Kindermund:

Töchterchen hatte Schulanfang und bekommt viele Geschenke. Unter anderem kam eine Nachbarin vorbei, die Töchterchen anscheinend unbekannt war. Der Papa erklärte, wer das ist, darauf Töchterchen:
"Wenn die mich besuchen, sehen die anders aus, als wenn ich die sonst seh!"

Sohnemann hat Eingewöhnung im Kindergarten und die ersten beiden Tage war ich dabei. Ein anderes Kind aus der Gruppe kam von der Physiotherapie ins Zimmer und erklärte mir: "Ich war bei der Füßetherapie."

Und Sohnemann wollte vorhin Mineralwasser in sein Glas, trank etwas davon, kicherte und erklärte mir: "Immer wenn ich Krabbelwasser trinke, krabbelt meine Backenzahnzunge."

Sonntag, 11. August 2013

Stress und Entspannung...

... liegen dicht beieinander. Zumindest für uns in den nächsten Tagen.
Herr TAC hat vorhin ganz kurzfristig - also drüber nachgedacht hatten wir schon länger - Urlaub gebucht. Wir fahren am Dienstag nach Oberhof im Thüringer Wald und kommen Freitag wieder. Ich freu mich so. Allerdings steht davor das Packen, was gerne sehr stressig ist. Außerdem ist Herr TAC für morgen abend zum Chef eingeladen, ohne Kinder, mit Ehefrau. Bis dahin muss also alles erledigt sein. Aber das wird schon.
Die Kinder werden morgen im Laufe des Tages an die Großeltern verteilt, so dass ich dann in Ruhe packen kann.
Heute abend wollen wir zum Feuerwerk. Töchetrchen hat mittags geschlafen, Sohnemann nicht. Ich bin gespanmnt, ob er durchhält.

Freitag, 9. August 2013

Erntezeit im Garten

Im letzten Jahr hatten wir unseren Garten vergrößert und ich hab  noch im Herbst die Beete angelegt. Im Frühjahr hab ich gesät und gepflanzt, dann gehegt und gepflegt. Seit einigen Wochen ernten wir nun schon die verschiedenen Leckereien. Zuerst Erdbeeren, dann mehrere Wochen lang bis vor paar Tagen Erbsen, Himbeeren, Johannisbeeren und ein paar wenige Kirschen. Seit paar Tagen gibts auch Möhren. Die sind echt sehenswert. Jede ist ein Unikat, nicht so langweilig wie die im Supermarkt... *kicher*
Heute haben wir nochmal eine kurze Reihe Erbsen gesät. Mal schauen, ob die noch was werden. Unser Mais hat die ersten Kolben angesetzt und ist bereits so groß wie ich.
Es ist toll, einen Garten zu haben und im Beet werkeln zu dürfen, nicht zu müssen wie damals als Kind im Schulgarten.

Dienstag, 6. August 2013

Hagel

Das ist ein Blick auf unser Flachdach vor ein paar Minuten. Die weißen Punkte sind Hagelkörner,  bis 2cm Durchmesser. Auf mein Auto hab ich schnell noch zwei Decken gelegt, könnte aber auch schon zu spät gewesen sein.
Als das Unwetter nachgelassen hat, hab ich Hagelkörner fotografiert. Zum Größenvergleich liegt ein 2-Euro-Stück dabei.

Sonntag, 21. Juli 2013

Mal wieder Fotos meiner letzten Werke...

Tja, wie der Titel schon sagt gibts diesmal Fotos. Sind einige Sachen fertig geworden und gestern hab ich sie fotografiert.

Zunächst mal Knubbelchen Nummer 4. Es ist aus der gleichen Wolle wie Knubbelinchen.


Dann hab ich einen Schal fertig gestrickt. Er ist knapp über einen Meter lang, aus geschenkter Wolle und für "Kinder helfen Kindern" gedacht. Allerdings hat Sohnemann schon Ansprüche darauf angemeldet. Mal schauen, momentan brauchen wir ja grade keinen Schal, bei 35°C.
Und farblich passend hab ich Fäustlinge begonnen. Die Theorie hab ich mir im Netz angelesen, praktisch probiere ich einfach aus, ohne irgendeine detailierte Anleitung.


Vor etwa einem Jahr bin ich zum ersten Mal und eher zufällig über eine alte Handarbeitstechnik gestolpert, das Nadelbinden.
Es gibt Funde, die diese Technik schon für die Wikingerzeit bestätigen und bis weit ins Mittelalter hinein wurde nadelgebunden. Stricken kam erst später auf. Seit einigen Wochen trage ich mich mit dem Gedanken, das mal zu probieren und Freitag vor einer Woche war es schließlich so weit. Einde Stunde hab ich gebraucht, um die Grundtechnik mit Videos und bebilderten Anleitungen im Internet zu lernen. Mein erstes Werk sind Handstulpen. Man kann erkennen, wie die Stiche immer gleichmäßiger und feiner werden. Gebraucht hab ich dafür übrigens nur zwei Tage.
Inzwischen hab ich einen kleinen Beutel begonnen, ebenfalls im Oslo-Stich, aber etwas fester gezogen. Das Foto ist von gestern, inzwischen bin ich ein ganzes Stück weiter.
Sehr schön an dieser Technik ist, dass man einfach los arbeitet und wenig Material braucht. Dadurch lassen sich diese Arbeiten gut mitnehmen. Man kann auch im stehen oder laufen nadelbinden, wodurch es sich auch eignet, um mit auf die Bühne genommen zu werden.
Es gibt noch viele andere Stiche, die dann auch noch dickere Sachen erzeugen. da stehe ich aber erst am Anfang. Normalerweise nimmt man zum Nadelbinden "echte" Wolle, weil man nur mit langen Fäden arbeitet (statt wie beim Stricken mit Endlosfaden) und die neuen Fäden anfilzt. Ich hatte aber nur 100% Polyacryl da. Die Stulpen sind deshalb angeknotet, was bei der eher lockeren Struktur aber nicht auffällt. Inzwischen habich zwei andere Arten gefunden, wie man die Fäden ansetzen kann. Beim Beutel hab ich die Enden verflochten, das funktioniert sehr gut.


Sonntag, 7. Juli 2013

Strickereien

Lange bin ich um ravelry herum geschlichen. Letzte Woche habe ich mich dann doch angemeldet. Beim Stöbern bin ich über die Comfort Doll gestolpert und musste die natürlich unbedingt stricken. Nun ist die erste fertig und zum Fototermin in den Blümenkübel gehüpft. Unmittelbar danach wurde sie von Töchterchen adoptiert und Rita getauft, auch wenn ich finde, dass sie eher wie ein Junge aussieht.
Außerdem war die Plüschkatze Blümchen ganz schwer krank und brauchte dringend einen Schal, den ich am Freitag gestrickt habe.
Wolle für beide Sachen hatte ich da. Der Schal wiegt 11g, wieviel Wolle ich für die Puppe verbraucht habe, weiß ich nicht, da ich sie vorm Füllen nicht gewogen habe.
So eine Puppe werd ich sicher mal wieder stricken.