Freitag, 22. Mai 2015
Tiere in unserem Garten - Teil 2: Eine Hornisse
Unsere beiden Katzen sind gerne im Garten, vor allem, wenn wir uns auch da aufhalten. Aber es gibt noch viel mehr Tiere, manche davon auffälliger, manche ganz unscheinbar. Da das ein spannendes Thema ist - nicht nur für die Kinder - dachte ich, ich schreibe mal ein bischen was darüber und mache eine kleine Serie daraus.
Teil 1 - Schnecken findet ihr hier
Am Montag - vielleicht auch schon am Sonntag nach Aussagen der Kinder - beschloss ein besonders großes Insekt, im neuen Spielhaus ein eigenes Haus zu bauen. Eine Hornissenkönigin.
Wir fanden, dass das eindeutig der falsche Platz für ein Bauwerk dieser Art ist. Aber Hornissen stehen unter Naturschutz, man darf sie nicht einfach töten und nur in besonderen Fällen ihr Nest versetzen. Also befragte ich das Internet und bekam interessante Antworten. Hornissen haben eine ähnliche Menge Gift wie Wespen oder Bienen, aber es ist schwächer konzentriert. Der größere Schmerz bei einem Stich kommt durch den dickeren und längeren Stachel. Generell sind Hornissen nicht angriffslustig und als reine Insektenfresser haben sie kein Interesse an unserem Essen, wie es Wespen haben. Überhaupt halten Hornissen den Garten wespenfrei, da sie diese einfach auffressen. Rund um ihr Nest brauchen sie einen Raum von etwa 6m, in dem sie nicht gestört werden wollen und diesen Raum verteidigen sie. Leider ist dieser 6m-Raum in unserem Garten nahezu identisch mit dem Spielbereich der Kinder. Und die toben und spielen nunmal, ohne sich dabei ruhig und langsam zu bewegen. Daraus folgt, dass ein Spielhaus einfach nicht passend als Wohnort für Hornissen ist.
Als die Hornisse unterwegs war, um neues Holz zu holen, entfernten wir erstmal den kleinen "Zapfen", den sie bis dahin angeklebt hatte. Ausgiebig wurde dieser von den Kindern bestaunt. Er war zweifarbig, vermutlich waren es unterschiedliche Holzsorten.
Dann kam die Hornisse zurück und begann einfach von Neuem. Diesmal nahm Herr TAC einen Wasserstrahl zu Hilfe. Im Internet stand, dass man so Hornissen vertreiben kann. Direkt danach bürstete er die Stelle gründlich ab und entfernte dadurch alle Nest-Ansätze. Zunächst schwirrte die Hornisse noch umher, aber sie scheint nicht nochmal neu begonnen zu haben.
Ein bischen traurig bin ich schon, denn es wäre sicher spannend gewesen, zu beobachten, wie die Hornissen jagen und was sie alles an ihre Brut verfüttern (Raupen beispielsweise, und davon hatten wir im letzten Jahr mehr als genug). Aber vielleicht findet sie ja einen Nistplatz in der Nähe - wir hätten da noch einen unbewohnten Meisenkasten im Angebot.
Zumindest hab ich die Scheu vor Hornissen verloren, nachdem ich mich ein wenig mit ihnen auseinander gesetzt habe. (Im Gegensatz dazu kann ich Wespen nämlich gar nicht leiden.)
Hornissenbegeisterte Grüße von TAC
Nachtrag um 13.19 Uhr:
Vor paar Minuten meldete Töchterchen Neues von der Hornisse: Sie ist jetzt ins Innere des Häuschens gezogen und hat einen Neubau begonnen. Hach ja...
Nachtrag 2 am Samstag:
Sie hatte wieder einen Zapfen gebaut und diesmal hab ich ihn fotografiert:
Sehr faszinierend.
Diesmal haben wir es mit Rauch und Duft (nach Zitrone) versucht. Für den Moment hilft es.
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