Mittwoch, 11. Januar 2017

Ein Hut und andere Handarbeitereien

So viele Ideen für Blogeinträge auch in meinem Kopf schwirren, so unlustig bin ich, sie zu schreiben. Aber zumindest ab und zu sollte ein kleines Posting drin sein... Deshalb heute mal ein ganz einfaches Thema: Meine Handarbeiten der letzten Zeit.
Es war nicht übermäßig viel, denn auch dazu hatte ich nicht so viel Lust. In den letzten Tagen komm ich aber zur Abwechslung mal wieder ganz gut voran, deshalb zeig ich euch, was so auf meinen Nadeln oder auch schon fertig ist.

Zunächst wäre da ein Hut. Ursprünglich hatte ich Kreise gehäkelt aus relativ dicker Mischwolle (Baumwolle, Polyacryl). Das war aus einer Laune heraus und ich dachte, es könnte mal eine Decke draus werden. Aber dann stellte ich fest, dass die Kreise unterschiedlich groß wurden, ich hatte wohl zwischendurch die Häkelnadel verwechselt.
Und was tut frau nun? Genau, sie legt das Projekt erstmal auf Eis.
Dann stellte ich fest, dass Sohnemann dringend mal eine neue Mütze brauchen könnte und holte eben diese Wolle hervor. Ich begann... und ribbelte... begann nochmal... und ribbelte wieder. Und dann erinnerte ich mich an die Kreise. Die bekamen nun einen Rand und wurden so zu Quadraten.
Fünf Quadrate aneinander gehäkelt ergaben ein breites Band.
Dann hier ein paar Reihen dazu gehäkelt und da auch... Einige Abnahmen dazu und bald passte genau ein Kreis ins verbleibende "Loch". Das sah schon ganz passabel aus und die Anprobe auf Sohnemanns Kopf ergab: Passt. Sieht aber so nach Mädchen aus.
Also machte ich einen Hut daraus, kleine Krempe am Rand und fertig.
Ich find das Ergebnis super, die Kinder ebenfalls. Sohnemann würde den Hut am liebsten wirklich draußen tragen, hat es auch schon einmal auf dem Weg zur Oma gemacht. Aber um zu vermeiden, dass er verspottet wird (Kinder können da sehr einfallsreich sein...) wird ein neuer Kopf für diesen Hut gesucht. Ich hab da auch schon eine Idee... Mehrere...

Blöd nur, dass Sohnemann immer noch keine neue Mütze hat. Zufällig stolperte ich über eine Packung blaue Wolle mit reflektierendem Faden und nahm sie kurzerhand mit. Drei Knäuel würden locker reichen, dachte ich.
Allerdings hatte ich übersehen, dass nur ein Knäuel in der Packung mit reflektierendem Faden ausgestattet war, die anderen beiden waren einfach nur blau. Kein Problem, hab ich also ein Knäuel für die Mütze und zwei für einen Schal.
Zusammen mit Sohnemann durchsuchte ich das Netz nach einer Mützenanleitung. Die sollte es werden. Aber schon nach wenigen Reihen merkte ich, dass die Wolle nie und nimmer reichen würde. Und als sich mein Knäul dem Ende neigte, rechnete ich hoch: Ich würde mit dieser Wollstärke mindestens 4 Knäuel brauchen... Fällt aus, weil es ja Packungen sind. Also ribbeln.
Am Samstag stellten wir fest, dass Sohnemann keinen Schal besitzt (nur Schalmütze und Halssocke, war beides weniger geeignet zum Skifahren). Also strickte ich erstmal mit der einfarbigen Wolle weiter. Als beide Knäuel zu Ende waren konnte ich abschätzen, dass eine zweite Packung reichen würde, um einen Schal zu bekommen, der genau die richtige Länge für Sohnemann haben würde. Gestern kaufte ich also eine weitere Packung dieser Wolle. Der Schal ist nun 3 Knäuel lang, eins fehlt noch.
Für die Mütze stehen mir nun zwei Knäiuel zur Verfügung. Damit sollte sich eine Mütze stricken lassen, vor allem, wenn ich eine Anleitung finde, die nicht ganz so verschwenderisch mit der Wolle ist.

Und zum Schluss noch ein Herzensprojekt, dass ich seit einiger Zeit verfolge: Ich möchte fürs Küken eine Babydecke häkeln. Zu den Anfängen hatte ich hier schonmal geschrieben.
Während ich also so Granny für Granny vor mich hin häkelte, stolperte ich über diese Decke. Und verliebte mich augenblicklich. Kurzerhand beschloss ich, meine Grannys in so einer Decke unter zu bringen.
Die Anleitung zu dieser Mix-Babydecke findet sich auf dieser Seite. Alle Anleitungen sind englisch und meine Englischkenntnisse nicht gut genug fürs wortwörtliche. Aber anhand der Bilder und den Zahlenangaben in den Beschreibungstexten sind schöne Grannys entstanden.
Derzeit gibt es drei Streifen Grannys, die aber noch nicht lang genug sind.
Für die Häkelreihen, die die Grannyreihen miteiander verbinden, möchte ich mir einige Ideen von dieser Babydecke mopsen. Als die damals in der Onlinewelt entstand, hab ich begeistert mitgelesen, nur waren damals meine Häkelkenntnisse noch nicht ausreichend für ein solches Projekt. Nun hab ich die Gelegenheit, etwas ganz individuelles zu schaffen.

Handarbeitsbegeisterte Grüße von TAC

2 Kommentare:

  1. So, jetzt bin ich aber inspiriert. Und zwar von der Decke. Ich suche nämlich gerade für ein Resteverwertungsprojekt Ideen für Grannys. Klar, es gibt so viele, aber da ich nicht abschätzen kann wie weit die Wolle reicht und auch noch nicht recht weiss, welche von meinen Resten ich effektiv verwenden will, ist diese Decke einfach PERFEKT. Ich denke, ich weiss jetzt, was ich machen werde. ;-)
    Danke für diese Idee und einen schönen Nachmittag.
    Alles Liebe,
    Nadia

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  2. Zur Resteverwertung ist diese Decke sicher ideal.
    Ich wünsch dir ganz viel Freude beim Herstellen dieser Decke, vielleicht zeigst du sie mir, wenn du fertig bist?

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