Heute ist der 5. März, Zeit zum Tagebuchbloggen. Frau Brüllen fragt an jedem Monatsfünften: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" und viele Blogger(innen) antworten ihr.
Gestern sind wir spät ins Bett, weil wir zu einer Geburtstagsfeier waren. Deshalb ist heute ausschlafen angesagt, aber halb 8 muss ich dringend aufs Klo, weil das Baby Richtung Blase boxt. Alles ist noch ruhig, so schleiche ich mich durch den Flur. Im Treppenhaus begrüßt mich unsere Katze, ich öffne ihr die Klappe nach draußen, aber sie will schmusen und mit in die Schlafräume. Darf sie nicht. Ich schleiche zurück in mein Bett und kuschle mich ein. Plötzlich springt schnatternd unser Kater aufs Bett. Wie ist der nur herein gekommen? Die Katze ist auch da. Vielleicht haben wir vergessen, die Katzenklappe zu den Schlafräumen zu schließen, denn als die Kinder gegen halb 9 in unser Bett krabbeln und ich frage, ob jemand die Katzen rein gelassen hat, waren es beide nicht. Na wer weiß.
Einige Minuten später stehen wir auf. Sohnemann soll nach dem Frühstück unter die Dusche, er schlüpft in seinen Bademantel und spielt ein wenig in seinem Zimmer. Alle anderen ziehen sich an, Töchterchen hat wieder Pfadfinder.
Während ich noch die Wäsche von gestern in die Schränke räume und die Betten mache, kümmert sich Herr TAC schonmal ums Frühstück. Die Kinder sind pünktlich am Tisch und wir nehmen uns Zeit.
Danach wasche ich ab, Herr TAC räumt den Tisch ab, Töchterchen sucht die Pfadimail, wo drinnen steht, was sie alles mitbringen muss und sammelt entsprechende Dinge zusammen. Herr TAC duscht Sohnemann. Inzwischen bin ich mit dem Abwasch fertig. Ich binde im Bad Töchterchens Haare zum Zopf, dann überlegen wir, welche Jacke sinnvoll ist. Töchterchen braucht demnächst neue Jacken, sie ist mal wieder gewachsen. Töchterchen möchte mit dem Rad zu den Pfadis und nimmt das Angebot gerne an, dass der Papa sie begleitet. Wenn er dabei ist, übt sie das Fahren auf den Straßen, da ist sie noch sehr unsicher.
Als die beiden weg sind, schaue ich nach Sohnemann, der noch mit Abtrocknen beschäftigt ist und setze mich an den Rechner, Blogeintrag für heute beginnen.
Dann lese ich mich durch einige Blogs und spiele online ein paar Minispiele. Herr TAC und Sohnemann gehen raus, denn das Wetter ist schön.
Das Telefon klingelt, die SchwieMu ist dran. Sie war heute morgen im Gottesdienst und hat furchtbare Nachrichten erfahren: Gestern abend hatte ich am Horizont einen hellen Lichtschein gesehen, mit Nebel oder Rauch. Es sah für mich aus wie ein riesiges Feuer. Ich hatte extra versucht, bei der Geburtstagsfeier aus dem Fenster zu sehen, aber der Neubaublock hat kein Fenster in die entsprechende Richtung. Und keiner sonst hatte diesen Schein gesehen. Nun sagt mir meine SchwieMu, dass es ein Feuer auf einem Vierseithof war, eine Familie unserer Kirchgemeinde. Ich bin ehrlich betroffen, aber leider kann ich nichts tun.
Mittags fahren wir zur Schwiegermutter, die gekocht hat. Sie macht das sehr gerne und liebt es, wenn sich alle ihre Lieben um ihren Tisch versammeln und ich genieße, dass ich eben nicht kochen brauche. Es gibt Kartoffeln, Rosenkohl, Weißkohl, Krustenbraten und Lende, alles sehr lecker. Nach dem Essen bleiben wir nicht lange. Herr TAC hat sich mit einem Kumpel zum Modellauto-fahren verabredet, Sohnemann, der Schwiegervater und die Schwägerin begleiten ihn. Ich fahre auch mit, aber nur bis zu uns nach Hause, wo ich mir eine ausgiebige Mittagspause gönne.
Dann ist bereits nach 15 Uhr, die Zeit, wo Töchterchen bei den Pfadis fertig ist, aber auch sie hat direkt im Anschluss noch eine Verabredung mit 4 Klassenkameraden. Sie müssen für den Sportunterricht eine Erwärmung vorbereiten. Ich beschließe, zum Treffpunkt zu gehen und ziehe mich an. Es ist zwar in der Sonne angenehm warm, aber sie versteckt sich zu oft hinter den Wolken, dann weht ein recht kühler Wind. Unterwegs kommt mir Herr TAC mit dem Auto entgegen, er war bereits am Töchterchen-Treffpunkt, hat aber niemanden gesehen. Die Nachricht über den Ort war auch nicht ganz eindeutig: "Auf der Muldenwiese am Parkplatz hinter dem Pfarrhaus". Da wo der Parkplatz ist, ist kein Pfarrhaus. Ich ändere meinen Weg und schaue auf der Wiese hinterm Pfarrhaus nach, aber da treffe ich nur ein Pärchen aus unserer Gemeinde. Wir reden miteinander, auch über den Brand. Sie hat die betroffene Familie am Vormittag besucht, um ihre Hilfe anzubieten und war entsetzt über die Massen an Menschen, die mit Kameras bewaffnet am liebsten bis in die niedergebrannten Gebäude geklettert sind... Sensationstourismus...
Ich steige hinterm Pfarrhaus über den Damm und bin im Park, sehe viele Menschen, die Spazieren gehen, aber Töchterchen ist nicht dabei. Also mache ich mich auf den Rückweg nach Hause - so weit kann ich mit dem dicken Bauch nicht mehr laufen, da bin ich außer Puste - und komme auf die Idee, mal die Pokemon-App zu starten. Tatsächlich tauchen direkt vor mir gleich zwei Pokemons auf, die ich noch nicht habe und während ich sie mit Pokebällen beschieße, ruft es plötzlich: "Hallo Mama!" Die Kinder waren unter der Brücke zum Üben, so wurden sie nicht gesehen. Da sie gerade fertig sind, machen wir uns auf den Heimweg. Töchterchen ist mit dem Rad viel schneller als ich zu Fuß, so sammle ich noch ein weiteres Pokemon ein und als ich im Garten ankomme, fahren bereits beide Kinder mit den Modellautos durch den Garten.
Es ist inzwischen fast halb 5, ich gehe Kaffee kochen.
Nach dem Kaffee kruscheln alle irgendwo irgendwie vor sich hin. Töchterchen liest sich in den Freundebüchern fest (ihr eigenes und das einer Freundin, das sie gerade zum Ausfüllen da hat), Sohnemann und Herr TAC sind noch draußen und ich hole meine Häkeldecke hervor.
In einer ruhigen Minute nehme ich Töchterchen zur Seite und berichte ihr von dem Brand. Töchterchen ist sehr sensibel, so ist es mir lieber, ich erzähle ihr einfühlsam davon, denn es wird mit Sicherheit in den nächsten Tagen noch öfter Thema sein. Sicher auch in der Schule, denn die Frau, die auf dem Hof lebt ist die Katechetin unserer Gemeinde. Unsere Kinder sind bei ihr zur Christenlehre.
Gegen halb 7 essen wir Abendbrot und danach machen sich die Kinder bettfertig. Es dauert mal wieder sehr lange, so dass Sohnemann nach dem Flöte üben direkt ins Bett geht und auch Töchterchen taucht nicht nochmal im Wohnzimmer auf.
Ich häkle vor mich hin. Herr TAC legt sich aufs Sofa und schaltet den Tatort ein, um ihn dann anzuschlafen. Als der Film vorbei ist - ich fand ihn mäßig - gehen wir ins Bett. Während Herr TAC neben mir schnarcht, dreht sich das Gedankenkarusell und ich kann ewig nicht einschlafen.
Tagebuchgrüße von TAC
Sonntag, 5. März 2017
2 Kommentare:
Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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Klingt nach einem bunten Tag. Tatort wird irgendwie immer mässiger....
AntwortenLöschenHallo ganz normaler Tag kann man da nur sagen, oder? Ich hab' keinen Tatort geschaut, ich mag sie zur Zeit überhaupt nicht. Und nun hört auch noch der Kopper vom Team Ludwigshafen auf. Seufz!
AntwortenLöschenLG zu Dir
Manu