Wir haben Mai. Genaugenommen, den 5. Mai. Frau Brüllen fragt also wieder: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Wie ganz viele Blogger möchte ich darauf antworten.
Unsere Nacht ist unruhig, Kleintöchterchen hat seit gestern Fieber. 6.40 Uhr geht der Wecker los. Mist, der war wohl irgendwie falsch gestellt. Die Kleine ist wach und ich merke, dass sie einen nassen Rücken hat. Ist schon lange nicht mehr passiert, dass die Windel nicht gehalten hat. Ich stehe auf, geh aufs Klo, hole eine Windel und trockene Sachen und geh wieder ins Bett. Der Papa hat sie inzwischen schon ausgezogen, so legen wir sie trocken und kuscheln. Tatsächlich schläft sie noch einmal ein. Als wir gegen halb 9 entgültig aufstehen, fühle ich mich wie erschlagen.
Während ich zum Bäcker gehe, nimmt der Herr TAC die Kleine mit hoch und macht Frühstück. Zwischen 9 und halb 10 ist immer viel los beim Bäcker, ich warte lange. Wieder zu Hause rufe ich in die Kinderzimmer, dass ich wieder da bin und es jetzt Frühstück gibt. Von Töchterchen kommt ein genervtes "Aha..."
Sohnemann kommt kurz nach mir in die Küche, so beginnen wir zu viert mit dem Frühstück. Einige Zeit später taucht Töchterchen auf, mit Stinkelaune. Die Pupertät lässt grüßen...
Wir überlegen, was wir heute machen. Sohnemann bringt Vorschläge wie "Belantis" und "Legoland". Geht beides nicht, zumindest nicht heute. Belantis merken wir uns für einen Tagesausflug in irgendwelchen Ferien.
Wir beschließen einen ruhigen Tag zu Hause. Da ist genug zu tun.
Nach dem Frühstück verschwindet Töchterchen wieder in ihr Zimmer.
Sohnemann soll die Spiele in seinem Zimmer sortieren. Ich werfe die Waschmaschine an und setze mich aufs Sofa, um Wäsche zu legen. Das Kleintöchterchen quengelt und jammert, ich nehme sie zu mir. Sie ist heiß, hat aber "nur" 38,0°C und ist durchaus spielfreudig, also kein Grund, Fieber zu senken. Nur die Wäsche muss erstmal warten, weil wir kuscheln.
Herr TAC schaut nach den Kindern, Töchterchen liegt mit Handy im Bett, Sohnemann spielt. Sein Vater ruft an, er will mit Sohnemann zum Sachsenring, da ist heute "Russentreffen". Das bewegt Sohnemann dazu, doch aufzuräumen. Ist noch nicht viel, da geht es doch schnell. Als er los ist, übernimmt der Papa die Kleine, die unbedingt raus in ihren Sandkasten will. Ich lege Wäsche.
Töchterchen taucht auf, ihr Handy hat keinen Strom mehr. Sie steckt es an und verschwindet wieder. Sie ist auch gesundheitlich angeschlagen, wir sagen nix und lassen sie einfach machen.
Als die Wäsche fertig ist, setze ich mich an den Rechner. Ich hab gestern Babykleidung in 62/68 sortiert und 4 sinnvolle Pakete draus gemacht. Fotos sind fertig, einstellen konnte ich gestern nur ein Paket. Ich nehme mir das nächste vor, lade Bilder hoch und tippe den Beschreibungstext.
Dann ist schon Zeit zum Mittagessen kochen. Ich schaue, was die Vorräte so her geben, bespreche das kurz mit dem Lieblingsehemann. Wir einigen uns auf Nudeln mit Tomatensoße und Hähnchennuggets, die noch im Tiefkühler sind. Neben dem Kochen, beginne ich mit dem Abwasch.
Als das Essen fast fertig ist, taucht Töchterchen in der Küche auf. "Nudeln mit Nuggets und Tomatensoße?" fragt sie skeptisch. Beim Essen kommentiert sie den Geschmack mit "Naja."
Ich finds eigentlich ganz okay, das Kleintöchterchen scheinbar auch, sie verlangt zweimal Nachschlag. Dann ist sie müde und ich bringe sie schnell ins Bett. Sie schläft schnell ein.
Meine Wäsche ist fertig, so hänge ich raus.
Als ich wieder ins Haus gehe, verschwindet Töchterchen gerade wieder in ihrem Zimmer. Der Herr TAC sitzt vorm Fernseher, irgendwelcher Motorsport... Zumindest ist der Tisch abgeräumt und die Mittagessenreste im Kühlschrank verstaut. Also Abwasch...
Mein Rechner ist noch an. So setze ich mich hin, lade Fotos hoch und beschrifte die restlichen zwei Pakete. Ich bekomme eine Nachricht, ich wurde bewertet. Mit 5 Sternen. Super. Ist das erste verkaufte Paket also heute angekommen. Ich freue mich und hoffe nun, dass ich die anderen Pakete auch recht schnell verkaufen kann. Die stören im Wohnzimmer.
Dann fällt mir ein, dass heute der 5. ist und tippe den Text bis hierher.
Das Telefon klingelt, eine Freundin von Töchterchen ist dran. Ich bringe das Telefon ins Kinderzimmer.
Ich bin müde. Ein Blick zur Uhr sagt, halb 4. Egal, ich lege mich aufs Sofa. Kaum angekommen, meldet sich Kleintöchterchen durchs Babyfon. Nix mit Schlafen. Seufzend stehe ich wieder auf und hole sie aus dem Bett. Mit ihr auf dem Arm gehe ich zu Töchterchen. Sie hat sich mit der Freundin verabredet und verabschiedet sich in den Park.
Wieder im Wohnzimmer kuschle ich mich mit der Kleinen aufs Sofa. Sie fühlt sich warm an und ist knietschig. Draußen höre ich Opas Auto, Sohnemann ist wieder da.
Herr TAC kommt ins Wohnzimmer, wir beschließen, Kaffee zu trinken. Während der Kaffee durch läuft, lege ich das Kleintöchterchen an, sie schläft fast wieder ein, jammert aber. Ich kann schlecht einschätzen, ob sie irgendwelche Schmerzen hat, sie wischt sich immer wieder durchs Gesicht, über die Haare und Ohren. Das macht sie allerdings auch, wenn es ihr gut geht und sie einfach nur müde ist. Wir beschließen, ihr doch Fiebersaft zu geben.
Am Kaffeetisch futtert sie einige Weintrauben und kostet unseren Kuchen. Und Durst hat sie ganz viel. Es gibt wie immer Wasser aus dem Glas für sie.
Der Fiebersaft wirkt, es geht ihr besser. So gehen wir raus in den Garten, um das schöne Wetter zu genießen. Sohnemann ist mit dem Fahrrad und seinen Freunden unterwegs. Die Kleine will spielen, sitzt einige Zeit im Sandkasten, dann auf der Schaukel und im Trampolin.
Herr TAC bastelt am Auto und ich suche das ganze Haus nach Samen ab, die ich gekauft habe. Ich komme zu dem Schluss, dass ich für mein geplantes Milpa-Beet Holzasche brauche und teile das dem Lieblingsehemann mit. Er meint, dass wir dann eben heute den Ofen im Garten an machen. "Wir können ja Kartoffeln rein legen." meint er noch.
Wir halten einen kurzen Schwatz mit der Nachbarin. Dann packe ich die Kleine in den Kinderwagen und wir laufen zu zweit eine kleine Runde durch den Park. Ich sehe Töchterchen von weitem. Wir schauen uns die Vögel in der Voliere an und die Enten auf dem Teich. Auf dem Rückweg kaufen wir ein, Kartoffeln, Quark, Katzenfutter...
Zu Hause hat der Papa den Ofen bereits an. Ich lasse die Kleine im Sandkasten und bereite vor: Salat, Quarkdips, ...
Es ist fast 8, als wir essen können. Kleintöchterchen sitzt auf meinem Schoß und futtert Kartoffel- und Melonenstückchen. Die Nachbarskinder sind mit da, sie wollen eine Kartoffel kosten. Dann eine zweite, eine dritte... Außerdem futtern sie die Melone fast alleine auf. Ich hab nix dagegen, dass sie kosten wollen, aber langsam werde ich sauer, denn ich habe auch Hunger und noch gar nix gegessen. Der Herr TAC reagiert und reserviert die nächste Kartoffel für mich.
Der Papa der beiden kommt auf ein Bierchen vorbei.
Die Kinder sind irgendwann tatsächlich satt und spielen im Garten. Die gekauften 2,5kg Kartoffeln sind eh alle.
Töchterchen ist verschwunden, ich finde sie später traurig in ihrem Zimmer. Sie ist für die kleineren Kinder zu alt und für Erwachsenengespräche noch zu jung und fühlt sich alleine. Ich beschließe, dass sie in Zukunft häufiger eine Freundin einladen darf.
Nach 9 mache ich das putzmuntere Kleintöchterchen bettfertig und lege sie hin. Sie schläft schnell ein. Als ich wieder in den Garten komme, gehen die Nachbarn gerade heim. Wir schicken Sohnemann ausziehen und räumen den Garten auf. Ein wenig bewachen wir noch das Feuer, als nur noch etwas Glut übrig ist, gehen wir ebenfalls ins Haus.
Ich darf etwa 5 Minuten auf dem Sofa sein, dann schreit die Kleine los. Ich beeile mich, zu ihr ins Bett zu kommen. Sie brüllt was das Zeug hält und kann sich nicht beruhigen. Weder durch Stillen, noch Streicheln oder Licht einschalten, hoch nehmen, singen... Schließlich stehe ich mit ihr auf und gehe zurück ins Wohnzimmer. Da endlich beruhigt sie sich. Etwa eine halbe Stunde später gehen wir wieder ins Bett. Sie schläft schnell ein und wir auch.
Samstagsgrüße von TAC
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