Freitag, 20. Juli 2018

Eine Woche - Donnerstag

Herr TAC steht wieder halb 7 auf, ich bin erstmal wach und überlege, ob ich ebenfalls aufstehen soll, entscheide mich dagegen und schlafe nochmal ein. Gegen 8 krabbelt die Kleine an mich ran und legt ihren Kopf auf meinen Bauch. Wir genießen das wohl beide, sie liegt ganz still.
Gegen halb 9 stehen wir auf. Sohnemann schläft noch. Ich setze die Kleine bei der großen Schwester ab und gehe aufs Klo. Eigentlich würde ich gerne direkt noch duschen, aber das will die Kleine nicht. So gehen wir hoch, machen die Kleine tagfein und frühstücken. Als wir fertig sind, taucht Sohnemann auf. Er ist angezogen, wie schön! Er nimmt sich das gleiche Frühstück wie gestern, hach ja.
Ich gehe mit der Kleinen runter und gebe sie zu Töchterchen ins Zimmer, die inzwischen im Schlafzeug auf dem Boden sitzt und tatsächlich spielt, mit ihren Pferden. Die Kleine findet das spannend, so kann ich duschen.
Der Opa ruft an, er will mit Sohnemann baden gehen. Die Große kann auch mitkommen, wenn sie will. Will sie. Ich lege fest, dass sie nur mit Frühstück im Bauch mit darf. So zieht sie sich an, frühstückt, packt ihre Tasche und wird geradeso fertig, bis kurz nach 10 der Opa kommt.
Als die drei los gefahren sind, gehen wir zurück ins Wohnzimmer. Ich lege die Wäsche von gestern zusammen, die Kleine kruschelt mal alleine, mal braucht sie mich. Trotzdem kann ich den Eintrag für gestern schreiben.
Inzwischen ist Mittag und ich gerate etwas in Stress, weil ich kurz nach 12 los muss und die Kleine da möglichst schlafen sollte. Eigentlich wollte ich neue Nudeln zum Rest von gestern machen, dafür ist es zu spät. Ich schaue in den Kühlschrank, da steht noch ein angefangenes Gläschen von vorgestern. Das mache ich für die Kleine warm. Meist isst sie ja Familienkost mit, aber für den Notfall, d.h. wenn es für sie oder insgesamt schnell gehen muss, hab ich noch einige wenige Gläschen da. Sie futtert begeistert den Rest auf und ist bereit zu schlafen. Ich bringe sie ins Bett, wir kuscheln und stillen, dann dreht sie sich um, nimmt das Nuckel und ich kann aus dem Zimmer raus. Ich bin sehr froh, wie leicht das mit dem Einschlafen meistens geht.
Die Oma ist bereits da. Ich übergebe ihr die Aufsicht übers Babyfon, sammle meine Sachen zusammen, schmiere mir eine "Bemme", die ich unterwegs im Auto esse und fahre zu meinem Mann ins Büro. Von dort aus gehts zusammen direkt weiter zur Bank. Wir haben heute - mal wieder - einen Termin wegen des Kredits für das Haus. Unser Finanzberater selbst ist im Urlaub, aber sein Kollege erwartet uns bereits. Dann warten wir zu dritt, der Berater telefoniert. Dann kommt tatsächlich die richtige Frau, um uns zu holen. Eine dreiviertel Stunde und gefühlte 100 Unterschriften später haben wir tatsächlich den Kredit. Der Weg dahin war sehr verworren, erst ja, dann nein, dann ja, dann Verträge noch nicht fertig, einmal umsonst bei der Bank gewesen und schließlich eine Diskrepanz zwischen unserer Baufirma und der Bank. Nunja, was lange währt... heißt es ja immer. Hoffen wir das Beste.
Als nächstes fahren wir uns Büro des Beraters, um weitere Formalitäten zu klären und nochmal 100 Unterschriften zu leisten. Bloß gut, dass andere den Durchblick behalten, ich bin irgendwo zwischendrin ausgestiegen. Die Details sind mir zu... detailreich. Mir reicht es, das Grobe zu kennen. Für den Kleinkram sind die Berater zuständig, die ja immerhin eine saftige Provision erhalten (steht in den Kreditunterlagen sogar drinnen...).
Danach fahren wir zurück ins Büro, unterhalten uns auf der Fahrt dahin und wissen gerade nicht so recht, ob wir uns nun wirklich freuen können, weil wir diese Hürde geschafft haben. Auf dem Parkplatz trennen wir uns schnell. Herr TAC geht weiter arbeiten und ich fahre schnell nach Hause. Die Mittagsschlafzeit der Kleinen ist um. Seit dem Winterurlaub brüllt sie die Oma meistens an, selbst wenn ich mit im Zimmer bin.
Etwas skeptisch öffne ich die Tür und höre... Kinderlachen? 
Oh wie schön. Die Kleine hat tatsächlich nicht gebrüllt, sondern sich über die Oma gefreut.
Wir reden noch einige Zeit miteinander, dann fährt die Oma wieder nach Hause. Zeit für einen Spaziergang. Wir laufen eine kleine Runde durch den Park, besuchen die Vögel in der Voliere und beobachten die Enten am Teich. Auf dem Rückweg kaufen wir Brot, Brötchen und Pizzateig.
Gegen viertel 5 sind wir zu Hause, dann beginnt das Warten auf den Papa, der eigentlich gegen halb 5 da sein wollte. Tatsächlich ist er das aber erst nach halb 6, der Chef hat ihn aufgehalten.
Wir trinken Kaffee und unterhalten uns, dann bleibe ich auf der Schaukel im Garten sitzen, der Herr TAC erledigt hier und da kleine Handgriffe. Zu viel mag man bei der Wärme nicht tun. Die Kleine ist mal hier mal da und blöderweise sitzt sie gerade auf dem Fußboden, als etwas aus einem Schrank fällt. Herr TAc meinte, es wäre neben ihr gelandet. Aber da sie so sehr brüllt, untersuchen wir sie und entdekcne eine rote Stelle auf der Schulter. Es könnte sie also doch getroffen haben. Sie kuschelt mit mir und beruhigt sich schließlich.
Ich kümmere mich ums Gießen. Wir halten einen Schwatz mit den Nachbarn und irgendwann  meint der Herr TAC, es wäre langsam Zeit, was zu essen. So belege ich schnell den Pizzateig, ein Drittel mit Salami und Paprika, die restlichen zwei Drittel mit Schinken und Champignons. Als die Pizza fertig ist, bringt der Opa die Großen Kinder nach Hause. Sie hatten einen langen Tag am Stausee.
Wir essen die Pizza gemütlich im Garten, knabbern dazu Gemüse und Melone. Danach ist Schlafenszeit für die Kleine und auch die Großen verschwinden. Den Abend verbringe ich ruhig auf dem Sofa.

Sommerheiße Sonnengrüße von TAC

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