Beide Kinder müssen in die Schule, so geht unser Wecker halb 6. Das Morgenprogramm folgt wie immer. Die Große grummelt vor sich hin und recht machen können wir ihr auch nix. Sie verlässt als erste das Haus. Kurz danach klingelt sie, weil sie ihr Tuch vergessen hat, das sie aber zum Bedecken von Mund und Nase braucht. Bei der Gelegenheit schnauzt sie mich gleich nochmal ordentlich an, als ob ich an ihrer Vergesslichkeit schuld bin.
Kurz danach wird Sohnemann abgeholt und wenige Minuten später hören wir Geplapper aus dem Babyfon. So früh? Wir lassen sie ein paar Minuten, dann ist es wieder still.
Herr TAC und ich machen noch ein bischen Pause auf dem Sofa. Er nickt nochmal ein, ich schreibe den Dienstagseintrag.
Herr TAC hat heute einen Termin, vorher nochwas anfangen lohnt nicht. So geht er gemütlich ins Bad, macht sich tagfein und verabschiedet sich zur Arbeit.
Inzwischen ist Zeit, die Jüngste aus dem Bett zu holen. Sie ist tatsächlich nochmal ganz fest eingeschlafen und nun noch sehr verschlafen. Morgenprogramm mit ihr, dann Frühstück.
Anruf von Sohnemanns Schule: Er verweigert total, ob ich ihn abholen könne? Äh... nö? Erstens ist mein Tag anderweitig verplant (wäre er krank, würde ich ihn natürlich holen), zweitens ist genau das Verweigern der Grund, warum er auf dieser Schule ist (wir wurden damals dazu gedrängt, ihn dahin zu geben) und drittens wäre das für Sohnemann das falsche Signal ("man muss nur ordentlich verweigern, dann darf man nach Hause...")
Das sieht die Lehrerin auch ein, es ist eine Vertretungslehrerin. Seine eigentliche hatte das ganz gut im Griff, verweigern hat sie nicht zugelassen. Da musste er nacharbeiten. Aber sie hatte eine geplante OP in den Winterferien, hat dabei Krankenhauskeime in die Wunde bekommen und musste Anfang Mai ein zweites Mal operiert werden. Ich denke, sie kommt erst im neuen Schuljahr zurück.
Zusammen mit der Zwangs-Schulpause wegen Covid19 war das eher ungünstig für Sohnemann.
Die Lehrerin und ich einigen uns auf ein Telefonat am Abend um das weitere Vorgehen zu besprechen.
Inzwischen ist es viertel 10. Wir sammeln zusammen und ich bringe die Kleine zu den SchwiegerGroßeltern. Dann fahre ich meine Mutter abholen. Wir wollen heute endlich Gardinen kaufen für das neue Haus. Es ist Markttag in der nächsten Stadt. Ein Gardinenhändler wird heute da sein, meine Mutter hat extra angerufen. Der Markt ist gut besucht. Am Gardinenstand sind wir zwischenzeitlich die Einzigen. Der Händler ist freundlich, zuvorkommend. Er hört sich an, was ich mir vorstelle, zeigt das Angebot, das er ausgelegt hat und zu meinen Vorstellungen passt. Das können wir uns in Ruhe anschauen, immer wieder ausmessen, hin und her überlegen... Zwischendurch holt er neue Ballen aus dem Auto. Mit kürzeren oder längeren Gardinen. Wenn andere Kunden kommen, bedeute ich ihm mehrfach, dass er ruhig die anderen bedienen kann. Ich merke, dass die meisten Kundinnen schon mehrfach da waren. Wer zufrieden ist, kommt gerne wieder.
Am Ende haben wir für alle Fenster Gardinen, ob sie genau passen, wird sich beim Aufhängen zeigen. Der Berg Gardinen hat weniger gekostet, als wir gedacht hätten und zwei Päckchen mit kleinen Häkchen schenkt er uns dazu. Passt.
Wir schauen noch kurz an den anderen Ständen und kaufen ein T-Shirt für die Große und eine neue Geldbörse für den Lieblingsehemann. Seine ist schon länger kaputt.
Gegen Mittag sind wir zurück bei meinen Eltern. Mein Vater wendet gerade Heu im Garten. Meine Mutter und ich schwatzen noch einige Zeit miteinander.
Dann fahre ich zu den anderen Großeltern. Sohnemann ist inzwischen auch da und beide Kinder haben Mittag gegessen. Ich will sie abholen, doch die Kleine will lieber bei der Oma im Bett schlafen. Na gut.
Aber Sohnemann muss mit. Seine Lehrerin hat den Herrn TAC nochmal angerufen. Sie hatte eine Idee. Dafür muss Sohnemann zu Hause sein. Er protestiert, aber er muss trotzdem mit.
Zu Hause brate ich mir Rührei und esse Vollkornbrot mit Butter dazu. Sohnemann ist direkt in sein Zimmer verschwunden. Ich weiß, dass er da seine Handyzeit nutzt, das soll er aber erst, wenn die Pflicht erledigt ist. So schreibe ich ihm eine Nachricht. "Handy ins Wohnzimmer! Sperre bis morgen ist nur einen Fingertipp entfernt." Es dauert 5 Minuten, dann bringt er das Handy. Leider tut er trotzdem nicht, was die Lehrerin ihm aufgetragen hat. Aber wir Eltern sollen uns erstmal zurück halten. Das fällt mir nicht schwer, ich bin eh müde.
Es klingelt. Die Große kommt gutgelaunt aus der Schule. Sie hat Hunger und darf sich eine Pizza machen. Als sie isst, frage ich sie, was am Morgen los war. Sie hatte einfach schlechte Laune und weil wir grade da waren, haben wir es abbekommen.
Ahja, damit kann ich leben.
Ich bin müde und mache ein kurzes Nickerchen. Nun ist schon Nachmittag. Ich frage den Herrn TAC, wann er heim kommt: Gegen 4.
Okay, das ist nicht mehr so lange, da können wir dann Kaffee machen. Das Telefon klingelt, die Jüngste ist dran: "Der Papa soll mis abholen. Is esse noch Puffreis auf, dann soll der Papa mis abholen!" Okay, das lässt sich einrichten. Von der Oma erfahre ich noch, dass die Kleine nicht geschlafen hat, dafür die Oma ;)
Bis halb 5 ist niemand da. Draußen wirds immer dunkler. Ich beschließe, schnell Kirchennachrichten auszuteilen. Die erste Hälfte geht schnell, nach nichtmal 10 Minuten bin ich wieder da, Herr TAC noch immer nicht. Ich rufe ihn an, er ist grad erst los gefahren, dauert also noch. Na gut, da kann ich die restlichen Nachrichten noch weg bringen.
Unterwegs macht es neben mir "platsch". Es fallen große Tropfen, aber im Abstand von mehreren Metern. Dann ein kalter Wind. Ich hätte wohl doch eine Jacke mitnehmen sollen. Auf dem Rückweg sehe ich über der Oberstadt einen Blitz und höre aus der Ferne Donnergrollen.
Als ich zu hause bin, ziehen die dunklen Wolken ab. Ahja, das wars dann wohl.
Herr TAC kommt mit der Jüngsten. Es ist viertel 6. Schnell einen Kaffee. Wir überlegen, wie der Tag weiter gehen soll. Ich beschließe, doch noch schnell in einen Billigpreisladen zu fahren Um die Gardinen aufhängen zu können, brauche ich noch Stangen und Haken. Die Große begleitet mich. Wir sausen schnell noch durch den Supermarkt. Spät sind wir wieder zu Hause.
Herr TAC hat derweil sein Auto ausgeräumt (morgen bekommt er einen neuen Dienstwagen), die Kleine bespaßt, Sohnemann zu seinen Aufgaben überredet und den Tisch gedeckt.
Wir essen spät, die Jüngste ist sehr müde.
Ich hänge probehalber die Gardinen in Kleintöchterchens Zimmer. Die passen perfekt und ihr gefallen sie sehr.
Dann gehts für die Kinder direkt ins Bett.
Ich probiere mich noch an den Gardinen im Schlafzimmer.
Hm, das muss ich noch etwas ändern. Ich telefoniere mit meiner Mutter. Sie kommt morgen vormittag vielleicht mal vorbei.
Endlich Sofazeit. Es war ein langer Tag.
Mittwochsgrüße von TAC
Das war mal wieder eine komplette Woche etwas ausführlicher gebloggt. Alle Einträge dieser Art gibts oben unter dem Reiter.

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