Ich bin heute die Einzige, die früh raus muss. Die Gruppe der Großen hat erst morgen Schule. Sohnemanns Schule hat beweglichen Ferientag. Herr TAC hat Homeoffice. Da ich eine Freundin und Arbeitskollegin mitnehme, die erst um 8 anfängt, haben wir uns auf halb 8 los fahren geeinigt.
So stehe ich dreiviertel 7 auf und esse gemütlich Müsli auf dem Sofa. Dann hab ich sogar noch Zeit, schnell den Montagseintrag fertig zu schreiben.
Freundin abholen, sie läuft mir schon entgegen. Eigentlich war geplant, dass sie ihren Jüngsten noch in den Kindergarten bringt, aber sein "Zeitfenster" war eher, so hat der Papa ihn gebracht.
Im Auto tauschen wir die neuesten Neuigkeiten aus.
Dann Arbeit. Mal im gleichen Raum, mal in Verschiedenen. Wir merken, dass das Hamstern vorbei ist und wir wieder mehr zum ursprünglichen hin kommen. Aber insgesamt ist es mehr als vor einem halben Jahr.
Der Chef kocht für uns, es gibt Nudelsuppe mit Hühnchenfleisch und Erdbeeren mit Sahne. Sehr lecker.
Der ursprünglich angedachte Feierabend rückt näher. Wir erledigen noch schnell dies und jenes und am Ende tausche ich gleich noch alle Stundenzettel gegen neue aus und meine Freundin rechnet die Stunden zusammen für den Mai. So ist es dann doch schon um 3 als wir los fahren.
Ich bringe sie zum Kindergarten. Sie lässt ein paar Sachen im Auto, die sie später holen will, wenn sie mit ihrem Sohn heim läuft.
Ich fahre mit schlechtem Gewissen heim, weil es so spät ist und Herr TAC los muss. Er holt gerade die Jüngste aus dem Bett. Allerdings muss er doch nicht los, erst morgen. Auch gut.
Er geht noch ein Stündchen ins Homeoffice, ich mit der Jüngsten ins Wohnzimmer. Ich bin müde. Die Kleine meint, ich soll schlafen. So leg ich mich hin, da sagt sie immer wieder: "Mama, Augen auf machen!"
Wir machen Spaß miteinander. Dann nicke ich doch kurz ein und werde etwa 20 Minuten später von der Klingel geweckt. Die Kleine sitzt im Kindersessel und schaut ein Buch an.
Ich vermute, es ist meine Freundin, die ihre Sachen holen will. Aber es ist Sohnemann, der Radfahren war.
Es ist kurz nach 4. Ich frage den Lieblingsehemann nach Kaffee und schalte die Maschine an. Es klingelt wieder. Draußen steht eine Bekannte aus der Kirchgemeinde, bringt Kirchennachrichten, die ich verteilen soll und ein Glas Honig aus eigener Imkerei als Einzugsgeschenk. Ich bitte sie rein und zeige ihr im Schnelldurchlauf das Haus. Kaffee will sie keinen, sie muss noch mehr Kirchennachrichten zum Weiterverteilen austeilen.
Endlich Kaffee! Und Kekse. Die Mädchen leisten uns Gesellschaft, Sohnemann ist in seinem Zimmer und liest.
Zeit zum Raus gehen.
Am Vormittag hat mein Bruder mit dem Bagger noch einige Restarbeiten gemacht. Dann wurde der Bagger geholt.
Herr TAC will noch ein bischen weiter machen, ab sofort alles händisch, mit Schaufel und Rechen. Aber erstmal hängen sie das neue Schaukelbrett auf und die Kleine schaukelt.
Ich fahre nochmal los. Erst will ich Päckchen weg bringen, doch die Annahmestelle hat bereits geschlossen. Herr TAC hatte es mittags schon versucht, aber da war grad Mittagspause.
Als nächstes bringe ich meiner Freundin ihre Sachen. Sie hat grad Besuch. Wir unterhalten uns ein paar Minuten.
Schließlich halte ich noch am Discounter. Beim Bäcker gibts noch erstaunlich viel für die späte Uhrzeit. Es ist eine sehr nette Verkäuferin da, die ich bestimmt schon seit über 20 Jahren kenne. Auch hier wechseln wir einige Worte. Erst über die neue Einrichtung, die diese Filiale letzte Woche bekommen hat, dann über die Maskenpflicht. Ein Mann kommt dazu und schon gehts generell um Maßnahmen, Für und Wider und darum, dass im Grunde gerade keiner mehr weiß, was man wo darf oder auch nicht. Ich verabschiede mich, die Diskussion drinnen geht weiter.
Zurück zu Hause treffe ich an der Hintertür ein in Tränen aufgelöstes kleines Kind. Ich stelle meine Sachen ab und frage sie, was passiert ist. "Is hab aus Versehen das Katzenspielzeug kaputt gemacht." Wir hatten eine Kratzstange gekauft. Im Boden sind Löcher zum Fummeln und oben dran ist ein Ball an einer Schnur befestigt, aber eher schlecht als Recht. Das wussten wir schon beim Kaufen und es war uns klar, dass das nicht lange halten wird. Diesen Ball hat sie abgerissen. Ich tröste sie und erkläre ihr, dass das schon ganz locker war und es nicht schlimm ist. Wir können das reparieren. Sie beruhigt sich und ich nehme sie auf dem Arm mit raus zum Papa. Der hat gerade Besuch von seinem Arbeitskollegen und Kumpel, vor dem die Jüngste irgendwie eh Angst hat. Als er kam, ist sie rein, hat das Spielzeug kaputt gemacht und sich wegen des "Fremden" nicht zum Papa getraut.
Wir unterhalten uns noch kurz, dann fährt der andere. Wir überlegen mal wieder die nächsten Schritte im Garten.
Inzwischen ist es nach 7, wir müssen essen.
Die Kleine kommt mir hinterher und hinterlässt schwarze Spuren auf der Treppe. Das passiert derzeit täglich. Es macht ja auch Spaß, draußen im Deck zu spielen. Ich wasche ihr in der Badewanne schnell Hände, Füße und Gesicht.
Endlich können wir essen. Dann ist Schlafenszeit für die beiden Jüngeren Kinder und Sofazeit für uns.
Dienstagsgrüße von TAC


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