Freitag, 22. November 2013

Wackelzahnmonster

Wenn Töchterchen lächelt sieht es heute aus, als gehört da etwas nicht hin, ein Ungetüm, das viel zu groß zu sein scheint für den Ort, an dem es sich befindet. Es ist ihr zweiter Wackelzahn, ein oberer Schneidezahn. Das Zahnfleisch ringsrum ist zurück gegangen und der neue Zahn darunter hat ihn schon weit raus geschoben, dadurch wirkt er riesig. Vermutlich sollte ich mich an den Anblick gewöhnen, scheinen die bleibenden Zähne am Anfang doch ebenfalls viel zu groß für den Kindermund.

Normalerweise haben Schulanfänger auf ihren Schulanfangsfotos irgendwo sichtbare Zahnlücken. Töchterchen nicht. Sie war zwar der Meinung, da wackelt was, aber eigentlich waren im August alle Zähne noch fest. Sehnsüchtig hat Töchterchen gewartet, dass sich im Mund endlich etwas tut.
Und dann kam ein Donnerstag im Oktober.
Am Mittwoch davor waren wir im Park, sind auf dem Rückweg durch den Pfarrgarten gelaufen und die Kinder haben sich jeder einen Apfel aufgelesen. Töchterchen hatte ihren dann an der Garderobe abgelegt, um sich auszuziehen und natürlich vergessen.
Am Donnerstag beim Anziehen fand sie ihn wieder und wollte ihn essen. Dazu hatte sie ihn mit raus genommen. Nur ein paar Minuten später kam sie weinend wieder: "Mama, ich hab in den Apfel gebissen und da tat es ganz doll weh und jetzt wackelt der Zahn ganz sehr..." "Na freu dich doch," antwortete ich, "du wolltest doch einen Wackelzahn, jetzt hast du einen!" "Juchuuuuu, ich hab einen Wackelzahn..." war ihre Reaktion und hüpfte davon, um allen Nachbarn davon zu erzählen.

Nur zwei Tage später war er draußen, wurde im Kinderzimmer abgelegt und verschwand auf Nimmerwiedersehen.

Lange wirds nicht mehr dauern, bis der zweite Zahn raus fällt. Dann kann Töchterchen singen "Ich wünsche mir vom Christkind neue Forderzähn`"

Samstag, 19. Oktober 2013

Ein Igelhaus im Garten

Bild 1
Bild 2
Momentan sind die Bäume fleißig dabei, ihr Laub abzuwerfen. Bereits im letzten Jahr hatte ich einen Laubhaufen im Garten liegen lassen, für eventuelle Überwinterungsgäste, aber der nackte Haufen wurde nicht angenommen. Ich weiß aber, dass es Igel in der Gegend gibt. Also kam mir heute der Gedanke, ein Haus zu bauen.
Tante Goo hat mir ganz schnell geholfen und einen Bauplan geliefert. Zum Glück haben wir momentan mehr als genug Baumaterial im Garten herum liegen.

Bild 3
Bild 4
1. Zuerst werden Ziegel so aufgeschichtet, dass der Innenraum etwa 30x30 cm groß ist. Der Eingang sollte etwa 10x10 cm groß sein, da können Igel durch, Katzen aber nicht. Die Wände sollten etwa 25cm hoch sein. (Bild 1)

2. Danach wird der Innenraum mit trockenem Material gefüllt. Ich hab abwechselnd altes Stroh und Laub eingefüllt. (Bild 2)

3. Ein Dach muss drauf. Ich habe einen alten Klapptisch auseinander genommen, darauf gelegt und mit einer Betonplatte beschwert. (Bild 3)
Bild 5

Bild 6
5. Dass es drinnen schön warm bleibt, sollte man das Haus einpacken. Ich hab zunächst Erde angefüllt und mit Grassoden befestigt. Zum Schluss kamen alle zusammen gefegten Blätter aus dem Garten darüber. (Bild 4)

Vom Garten aus sieht man nur einen großen Laubhaufen. (Bild 5) Der Eingang liegt hinten am Zaun und ist nur erkennbar, wenn man danach sucht. (Bild 6)
Nun hoffe ich natürlich, dass ein Igel einzieht. Das werde ich aber vermutlich erst im Mai erfahren, denn das ist der richtige Zeitpunkt, um das Haus zu reinigen. Vielleicht wird es ja sogar irgendwann ein Haus für Igelkinder?

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Ein neues Kleid...

Morgen ist unsere Saisonabschlussfeier vom Theaterverein. Es war unsere zehnte Saison, deshalb gibt es dieses Jahr eine besondere Feier: Wir fahren zum Mittelaltergelage auf eine Burg.
Dafür muss Frau natürlich standesgemäß gekleidet sein, also musste ein neues Kleid her.
Geplant war es schon lange und viele Ideen dafür gab es auch, aber die Umsetzung ließ auf sich warten. Deshalb wurde es einfach Zeit... fürs Kleid *g*
Eben durfte ich es abholen. Meine Cousine, unsere Theaterfundustante und Kostümschneiderin hat es nach meinen Wünschen und Vorstellungen genäht und es übertrifft meine Erwartungen gewaltig. Hach ja, es ist so schön. *schwärm*
Leider kommt die Farbe auf dem Foto nicht so recht raus. Heute ist es trübe, also hab ich kein Tageslicht. Das Unterkleid ist ein recht dunkles, leicht gelbliches Sandgrau, das Oberkleid ist eher ein rötliches Violett-Purpur, ist schwer zu beschreiben. Dazu silberne Borten. Das gesamte Kleid wiegt fast 2,5 kg.
Es ist noch Stoff übrig, mal schauen, was daraus wird. Vielleicht ein passender Beutel, oder eine Kopfbedeckung... Aber das hat Zeit.

Samstag, 5. Oktober 2013

Buddeln im Garten


Im letzten Jahr hatten wir das Nachbargrundstück samt Haus gekauft und bereits im Garten erste Umgestaltungen vorgenommen. Beispielsweise hatten wir ein Beet angelegt, der Sitzecke eine neue Position zugeteilt und unter dem Unterstand eine Kinderspielecke eingerichtet.
Das Zweithaus hat einen Anbau, dahinter gab es eine abflusslose "Grube", direkt daneben einen Schuppen und etwas undefinierbares, das unter Umständen mal ein Außenbackofen gewesen sein könnte. Da einiges davon einsturzgefährdet war, hatte Herr TAC im August einiges davon abgerissen und die Grube zum Teil verfüllt.
Der letzte Winter hatte den Unterstand zerstört und das Unwetter vor einigen Wochen schließlich auch den Pavillion, den Herr TAC an gleicher Stelle errichtet hatte.
Deshalb haben wir uns überlegt, wie es in Zukunft werden soll: Der Rindenmulch vom Kinderspielbereich kommt an die Koniferen, die Rasenkante muss raus und rings um den Sandkasten wird umgegraben und Gras angesät. Die freigewordene Kante darf ein neues Beet begrenzen, das direkt neben der Sitzecke im nächsten Jahr hauptsächlich mit Blumen bepflanzt werden soll.
Ein paar kleinere Arbeiten haben wir bereits in der vergangenen Woche erledigt.
Und gestern habenwir schließlich das neue Beet in Angriff genommen. Eigentlich denkt man, "Umgraben - Kante setzen - fertig".
Die Schichten: Gras, Steine, Schutt
Aber nein, so einfach ist das nicht. An der Stelle stand mal ein Schuppen, der - entgegen dem Anschein - sogar ein Fundament und einen Fußboden hatte. Also von daher gibts schonmal viele Ziegelsteine, von denen die meisten beim Ausgraben zerbröseln. Außerdem haben wir bergeweise Betonplatten ausgegraben. Herr TAC sagt, vermutlich waren das Reste, die beim Bauen übrig waren und einfach da hin gekippt wurden. Bloß gut, dass diese dank "Bello" (dem großen Abrisshammer) in handlichere Stücke zerbrechen. Und weil das noch nicht reicht, gibts noch massig Steingutscherben, da wir ja in einer Töpferstadt leben.
Ich hab eine Vase ausgegraben, leider in zwei Teilen. Die Bruchstelle war noch frisch, also vermutlich gerade erst passiert. Dadrüber hab ich mich geärgert, aber dann hab ich noch so eine ausgegraben. Bis auf eine kleine Splitterstelle am Rand ist sie heil. 
Leider war kein Topf mit Gold dabei, aber wir suchen weiter ;)
Tja, und dann ist das, was wir da ausgraben sehr lehmhaltig, also nicht so ganz als Gartenerde zu gebrauchen, zumal so viele Steine drin sind. Damit füllen wir die ehemalige "Grube" weiter auf. Obendrauf kommen die Grassoden, die wir vor dem Graben vorsichtig abgehoben haben.
Unsere Komposterde wird nicht reichen, also werden wir wohl einen Container Mutterboden bestellen und den leeren Container dann gleich mit Ziegelschutt und Mauerresten befüllen.
Also, noch viel Arbeit, aber die muss auf einen anderen Tag warten.

Sonntag, 8. September 2013

Tag der Sachsen

Irgendwie ist an diesem Wochenende überall was los. Zumindest hier in unserer Gegend. Man muss sich also entscheiden.

Gestern taten wir das zugunsten des "Tag der Sachsen". Diese Veranstaltung findet jährlich in einer anderen sächsischen Stadt statt, diesmal war es Schwarzenberg. Das ist von hier etwa eine Stunde mit dem Auto entfernt.
Es waren ganz viele Stände aufgebaut, Infostände, Verkaufsstände, Mitmachstände, Essen in allen Varianten... Und es gab viele verschiedene Bühnen, auf denen ein abwechslungsreiches Programm geboten wurde. Die Kinder (und die Oma auch) waren besonders davon angetan, dass es überall Geschenke gab, Luftballons und Kugelschreiber beispielsweise. Und Süßigkeiten - als ob wir davon nicht schon genug hätten...
Ganz viele Menschen waren da, wie man auf dem Bild sehen kann.
Und es war warm, mehr als 25°C, bei strahlendem Sonnenschein und blauem Himmel.
Sohnemann hat sich die meiste Zeit tragen lassen, von Opa oder Mama. Er mag große Menschenansammlungen generell nicht besonders und ohne Mittagsruhe war er auch müde.
Trotzdem hat es uns gefallen und vielleicht fahren wir nächstes oder übernächstes Jahr wieder hin.

In unserem Ort ist an diesem Wochenende "Kunst im Park". Da trifft man ganz viele Bekannte und Unbekannte. Es kommen viele Menschen von außerhalb und obwohl es einen großen offiziellen Parkplatz gibt, parken viele da, wo gerade Platz genug ist - Ausnahmezustand also.
Von unserem haus bis zum Veranstaltungsgelände sind es etwa 100m. Logisch, dass wir da auch mal vorbei geschaut haben.

Herr TAC ist heute am Sachsenring, da ist IDM.
Und dann gibts da noch diverse andere kleinere Veranstaltungen.
Also, wem langweilig ist, der kann ruhig zu uns nach Westsachsen kommen ;)

Freitag, 6. September 2013

Ich könnte mich so aufregen... *grrrr*

Normalerweise haben wir hier eine ganz nette Postbotin. Sie kennt sich gut aus und weiß, wen sie hier in der Straße normalerweise antrifft. Kommt ein Päckchen und niemand ist da, wird einfach bei den Nachbarn geklingelt, Zettel in den Briefkasten und fertig. Das klappt wunderbar.

Diese Woche hab ich beobachtet, dass jeden Tag jemand anders im Postauto war, also hat "Unsere" wohl grad Urlaub. Heute wars ein junger Mann, den hab ich noch nie gesehen.
Ich hab Sohnemann aus dem KiGa geholt und sah das Auto schon um die Ecke fahren. Da muss ich aber, da es hier Einbahnstraße ist, noch um einen Häuserblock. Um bei mir einzuparken, hielt ich direkt hinter dem Postauto, er MUSS mich also gesehen haben.
Da er nicht reagierte, sondern einsteig und los fuhr dachte ich, entweder er hatte doch nix für mich oder das Päckchen liegt bei den Nachbarn.
Also hab ich im Briefkasten nachgeschaut - tatsächlich ein Zettel - 1 Päckchen.
Und wo liegts? In der Postfiliale... ab dem nächsten Werktag (also theoretisch ab Montag) 10 Uhr. 
So ein Idiot. der hatte das Päckchen im Auto und gibts mir nich... ich könnte..........*grrrrrr*

Mittwoch, 4. September 2013

... eine grüne Puppe

Unsere Raupe hat sich verpuppt. Es ist eine grüne Puppe, manchmal sind sie auch braun, wie ich im Netz gelesen hab. Nun bin ich gespannt, ob der Schmetterling noch dieses Jahr schlüpft oder bei uns überwintert.
Schlüpft er noch dieses jahr, dauert es 2-4 Wochen laut Internet.