Samstag, 1. Juni 2013

Wasser, Wasser und noch mehr Wasser


Einen verregneten Mai hatten wir dieses Jahr. Und kein Ende in Sicht. Naja, nicht ganz, für Montag ist besseres Wetter angekündigt, aber gefühlt dauert das noch ewig.
Gestern waren wir auf dem Kirchturm, haben die Wasserlage von oben betrachtet und Fotos gemacht. Ganz so schlimm wie 2002 ist es zum Glück nicht, aber der Pegelstand der Zwickauer Mulde wollte beobachtet werden. Es war gestern und auch heute ein regelrechter Tourismus an unserer Brücke zu beobachten. Viele Leute gingen in den Park und tauchten kurz danach wieder auf. Im Park stand das Wasser schätzungsweise knietief, der Weg war gesperrt.
Auf dem ersten Bild ist die Fernverkehrsstraße zu sehen, die dann nach rechts auf die Brücke abknickt. Genau im Knick geht es nach links in den Park.
Übrigens, unter dem Wasser am linken Bildrand ist normalerweise Wiese, die für unterschiedliche Dinge genutzt wird. An diesem Wochenende wollte da eigentlich laut Schildern ein Zirkus gastieren. Seit absehbar wurde, dass es Dauerregen geben wird, verschwanden alle Aufsteller. Das war eine sehr weise Entscheidung, denn der gesamte Zirkus wäre in der Nacht von Donnerstag zu Freitag in Wasser und Schlamm versunken.
Auf dem zweiten Bild sieht man den Park und dahinter die Richtung, aus der die Zwickauer Mulde kommt.
Am kommenden Wochenende ist Töpfermarkt in unserem Ort. Die Wiese vom ersten Bild dient da immer als großer und extrem voller Parkplatz. Ich glaube kaum, dass die Wiese so weit abgetrocknet sein wird, dass sie von unzähligen Autos befahren werden kann. Am Töpfermarktwochenende herrscht hier sowieso Ausnahmezustand, was wild parkende Fahrzeuge, ortsunkundige motorisierte Menschen und Fußgängermassen betrifft. Wenn dann noch der größte Parkplatz, der in zumutbarer Laufentfernung vom Töpfermarkt liegt, nicht genutzt werden kann, wird das Chaos nur noch größer. Früher bin ich an dem Wochenende oft ausgewandert. Das geht diesmal nur bedingt, wir haben Probe an der Bühne...
Womit wir schon beim nächsten Wasserthema wären: Nur etwa 50m neben der Freilichtbühne verläuft ein kleines, munter vor sich hin plätscherndes Bächlein, das in diesem Jahr eine Behelfsbrücke für uns Darsteller bekommen hat. Dieses Bächlein ist zum Fluss geworden, hat unsere Brücke verrückt. Außerdem steht im Orchestergraben knietief das Wasser. Die Elektrik wurde von der Stadt komplett abgestellt, da sie im Orchestergraben unter einem Vorsprung liegt. Der einzige Zufahrtsweg darf derzeit nicht genutzt werden. Also sind wir an diesem Wochenende kurzerhand in die Turnhalle ausgewichen für die Durchlaufproben. Leider passen die Pferde da nicht mit rein, so dass wir sie immer noch nicht ins Theaterstück einbauen konnten. So langsam drängt die Zeit, in drei Wochen ist schon Premiere.
Auf dem dritten Bild sieht man die Richtung, in die die Mulde fließt. Das Flussbett verläuft links neben den Bäumen, die am linken Bildrand erkennbar sind. Auf dem Bild ist auch unser Haus mit drauf, aber ich verrate nicht, welches es ist ;)
Würde der Damm brechen, stünde unser Haus unter Wasser. Sicher versteht jetzt jeder Leser des Blogs, wieso wir und so viele andere den Pegelstand sehr genau im Auge behalten...

Sonntag, 26. Mai 2013

Und fertig...

... ist das Strickset für "Kinder helfen Kindern".
Töchterchen hat es fürs Foto mal angezogen. Ihr gefällts.
Ihr Kommentar: "Da fühle ich mich wie ein Modekinn."






Und hier ist der Zwischenstand an meiner Decke im Shakerstil:

Freitag, 24. Mai 2013

Noch ein Knubbelchen...

... ist fertig.Diesmal ist es ein Mädchen 
Das Wetter ist trübe, deshalb sind die Farben auf dem Foto nicht ganz so schön wie im Original. Röckchen anstricken war etwas nervig, aber das Ergebnis ist toll.




Und dann war noch das Schnellstrickgarn, aus dem warme Sachen für "Kinder helfen Kindern" werden sollen. Die Mütze ist fertig. Mit umgeschlagenem Rand passt sie Töchterchen, mit aufgeklapptem Rand kann sogar ich sie aufsetzen, also ist sie gut mitwachsend.
Den ersten Schalversuch hab ich aufgetrennt und schmaler nochmal angefangen. Gefällt mir sehr viel besser, ich werd ihn etwa doppelt so lang machen, wie er jetzt ist. Da kann er mehrmals um den Hals gewickelt werden. Und Fransen sollen noch ran.
Wolle ist noch genug da, vielleicht werden sogar noch Armstulpen draus. Für Handschuhe ist die Wolle zu dick.


Mittwoch, 22. Mai 2013

Blessuren...

Kinder sind ja bekanntlich nicht vernünftig, haben einen großen Beweungsdrang und verstehen nicht, dass die Eltern sie mit manchen Verboten nur vor größerem Schaden bewahren wollen. Irgendwie scheinen sie immer das Gefühl zu haben, Mama will ihnen nur den Spaß nehmen und machen es dann grade. Häufig geht alles gut, aber manchmal eben auch nicht. Der Satz "Ich habs dir doch gleich gesagt" oder "Siehste, das passiert, wenn du nicht hörst" kommt einem dann viel zu schnell über die Lippen, dabei bringt das dem Kind in dem Falle eigentlich nix.
Außerdem denkt man ja eigentlich, "aus Schaden wird man klug" oder so ähnlich. Zumindest würden wir Erwachsenen wahrscheinlich den Hund nicht ein zweites Mal am Schwanz ziehen, wenn er uns beim ersten Mal schon gebissen hat. Also, niemand ist von einem Hund gebissen worden, aber als Beispiel fiel mir das eben gerade ein.
Auf unsere Kinder übertragen heißt das, sie ärgern die Katze immer wieder, selbst wenn sie anfängt zu fauchen und zu drohen. Ich hab ihnen - vor allem Töchterchen - die Zeichen erklärt, mit denen eine Katze zeigt, dass sie etwas nicht will. Töchterchen macht es immer wieder und wird immer wieder gekratzt. So lange die Tränen noch laufen, geht sie der Katze aus dem Weg, aber schon wenige Minuten später startet sie den nächsten Versuch, die Katze gegen deren Willen zu streicheln oder gar festzuhalten. Unsere Katze ist eine kleine Kratzbürste, die einem sofort einen Klaps mit ausgefahrenen Krallen gibt, wenn ihr etwas nicht passt. Der Kater dagegen ist eher gemächlich. Er brummt erst vor sich hin und beißt dann warnend mit wenig Kraft. Das tut nicht weh und ist für Töchterchen gleich vergessen.

Gestern waren wir Schuhe kaufen. Also, Sandalen. Beide Kinder waren dabei. Töchterchen wollte die neuen Sandalen gleich anbehalten. Also hat der Verkäufer die Etiketten abgeschnitten und ich wollte an der Kasse bezahlen. Anscheinend hatte er gerade einen schwatzhaften Tag, jedenfalls nannte er mir keinen Preis, stattdessen begann er ein Gespräch. Wenn Erwachsene quatschen, langweilen sich Kinder. - So ging es mir selbst schon als Kind, und eigentlich hab ich mir damals vorgenommen, das meinen eigenen Kindern nie anzutun... - Also wurden die Kinder erfinderisch und rückten einen recht großen, rot gepolsterten Hocker in den Gang zwischen zwei Schuhregalen. "Lasst das bitte!" von mir hielt sie nicht davon ab. Da ich bezahlen wollte, wendete ich mich wieder dem Verkäufer zu. Im nächsten Moment gab es ein seltsames Geräusch und Töchterchen weinte los. Tja, mein erster Impuls war Schimpfen. Dann rief ich sie zu mir und fragte, wo es weh tut. Sie zeigte auf die Stirn. Ich schob die Haare zur Seite, da war bereits eine tiefblaue Beule zu erkennen. Der Verkäufer holte ein Messer zum kühlen, ich bezahlte endlich die Sandalen und wir gingen nach nebenan in die Apotheke, wo ich nach etwas zum Kühlen fragte. Die waren total überfordert, wuselten eine Runde ziellos umher und brachten mir schließlich ein wassertriefendes Tuch, in das sie einen Kühlakku gewickelt hatten. Das kühlte zwar gut, machte Töchterchen aber auch nass. Also gab ich das Paket dankend zurück und verließ mit den Kindern das Einkaufscenter.
Zu Hause wollte ich, dass Töchterchen weiter kühlt, steckte das Kühlgelpäckchen in einen Waschhandschuh und gab ihn Töchterchen, die ihn dann vorsorglich auf dem Klettergerüst deponierte, wo sie ihrem Bewegungsdrang nachging.
Übrigens hatte sie erst wieder Schmerzen, als sie im Bett schlafen sollte...
Und heute war sie der Meinung, sie müsse wegen der Beule nicht in den Kindergarten. Dort trafen wir übrigens an der Tür auf ein Mädchen aus ihrer Gruppe, die gestern zu Hause die Treppe runter gefallen ist...

Und wo wir schonmal dabei sind: Sohnemann macht seiner Schwester gerne alles nach. Also brauchte er dringend eine Beule... Eine Runde Kippeln im Wohnzimmer auf seinem Kinderstuhl, rücklings gegen das Bücherregal fallen und ... fertig.

Hach ja... Das Kühlpad lag übrigens noch nicht wieder im Kühlschrank. Kann ja keiner wissen, dass wir es gleich zweimal nacheinander brauchen würden, nachdem es monatelang nur Platz weggenommen hatte. Also griff ich zurück auf das wassertriefende Tuch...

Mittwoch, 15. Mai 2013

Fotosession für Stricksachen

Ich bin noch Fotos schuldig vom Adventskalenderschal. Das Wetter ist schön, die Wiesen sind grün, da hab ich heute vormittag mal Fotos gemacht.

Ich liebe den Schal, hab ich schon getragen, denn als er Mitte März fertig wurde, war in diesem Jahr noch Winter.
  
Nachdem ich auch an meiner Decke große Fortschritte gemacht habe, wollte ich nebenher mal bisschen Wolle abbauen. Also hab ich erstmal einen Schal angeschlagen. Grundsätzlich gefällt mir der Schal schon, aber er ist recht breit. Er soll ja vor Weihnachten zusammen mit einer Mütze aus der gleichen Wolle in ein Weihnachtspäckchen für arme Kinder. Bin am Überlegen, ob ich den wieder auftrenne und schmaler nochmal anfange. Ich hab 4 Knäuel von der Wolle, eines ist schon alle. vielleicht strick ich lieber erst die Mütze und dann den Schal aus der gesamten Restwolle...
  
Da ich mich noch nicht so recht entscheiden konnte, hab ich mit einer Wurmmütze angefangen. Wolle war meiner Meinung nach noch recht viel da. Laut Anleitung sollten es Nadeln Größe 3 und 4fach Sockenwolle sein, und 120 Maschen. Ich hab Nadelgröße 4 und 100 Maschen genommen, weil die Wolle dicker ist. Jetzt sieht die Mütze extrem riesig aus und die Wolle, als würde sie nicht reichen. Auch hier überlege ich, zu ribbeln, was mir aber sehr schwer fällt, weil ich schon sehr viele Stunden daran gestrickt habe. Muss ich nochmal drüber nachdenken.

Montag, 6. Mai 2013

Die Zeit rennt...

Schon wieder sind viele Tage vergangen, ohne hier etwas zu schreiben.
Und morgen wird Sohnemann schon drei. Also ist es schon drei Jahre her dass ich mich gefühlt nur noch rollend bewegt hab. Meine Lieblingsschwangerenlatzhose hatte mir ja schon zwei Monate eher nicht mehr gepasst und dank Ischias beidseitig hab ich mich nur beim Schwangerenschwimmen noch einigermaßen wohl gefühlt. Es wurde also Zeit, dass er sich am ausgerechneten Geburtstermin - 6. Mai - langsam auf den Weg gemacht hat, um am 7. kurz vor 9 Uhr zum ersten Mal zu schreien.

Tja, nun wird er also 3.  Der Geburtstagskuchen (ein Butterkekskuchen) ist gebacken und unter Folie versteckt und der Geburtstagstisch ist gerichtet. Der nächste Tag kann kommen.





Donnerstag, 18. April 2013

Kindermund

Am Sonntag waren wir zur Theaterprobe an der Bühne. Diesmal mit der ganzen Familie, also war auch Sohnemann dabei. Er hat das Geschehen mal mehr, mal weniger beobachtet. Irgendwann war der Papa auf der Bühne und Sohnemann stand sehr aufmerksam dem Geschen folgend im Zuschauerbereich.
Papa: "... Übrigens, ich heiße Bruder Tuck."
Sohnemann vorsichtig rufend: "Papa, du heißt doch... Papa!"

Auch andere Kinder waren mit an der Bühne und wuselten mal hier mal da dazwischen. Wenn irgendwer etwas zu Essen hat, wird das gerne auch geteilt. Ein 4jähriger wollte von unserer Regisseurin etwas ab haben und bekam auch was. Kurze Zeit später:
4jähriger: "Ich möchte noch was!"
Regisseurin noch kauend: "Es ist alle."
4jähriger: "Warum hast du so viel gegessen?"