Ein Geburtstag braucht einen Geburtstagskuchen. Also hab ich mich am Sonntag abend in die Küche begeben und gebacken. Ich geb zu, besonders einfallsreich war ich nicht, aber bei einer Freundin hatte ich Muffins gegessen, die oberlecker waren. Also hatte ich die entsprechende Backmischung gekauft. Sohnemann sollte einen kleinen Kuchen bekommen, aber eben keine Muffins. Deshalb goss ich den Teig in die gut gefettete kleine Gugelhupfform. Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen, denn schon bei normalen Teigen muss man die Form mit Sie ansprechen, dass sie den Inhalt wieder her gibt... Und erfahrene Bäckerinnen werden mir wahrscheinlich sagen, dass Muffinteig in Muffinförmchen gehört, nicht in Gugelhupfformen. Jaja, das weiß ich ja alles, aber manchmal muss man das eben wieder neu ausprobieren... Töchterchen probiert manche Dinge auch immer wieder, selbst wenn sie weiß, dass es so nicht geht.
Naja, was soll ich sagen, es sah ja erst ganz gut aus, allerdings... naja, schaut das Foto an, dann wisst ihr alles.
Kreativ bin ich ja ab und an, und Sohnemann sollte unbedingt einen Kuchen bekommen. Leider scheiterte mein Vorhaben zunächst am Zutatenmangel. Zucker, (weißes) Mehl und Kartoffelstärke hatte ich grad nicht da. Aber die Schwiegermutter! Ein Anruf genügte und wenige Minuten später gabs eine Zutatenlieferung per Fahrradkurier, genannt Opa, oder Schwiegervater.
Also hab ich den Backofen erneut angeschmissen und einen Biskuitt-Tortenboden gebacken. Laut Anleitung muss der vor der Weiterverarbeitung mindestens zwei Stunden ausruhen, doch wer will schon bis Mitternacht warten... Also kam er noch heiß raus aus der Form, drauf auf die Tortenplatte und wurde mit Pudding begossen, ebenfalls noch heiß. Darüber hab ich dann die Schokomuffin-Krümel gestreut. Dann noch ein paar Zuckerstreusel drüber, fertig.Übrigens, der Kuchen war sehr lecker. Am Ende sah er dann so aus, wie auf dem zweiten Bild.
Er hat sogar das Potential, neuer Lieblingskuchen zu werden *g*
Not macht eben doch erfinderisch.
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