Meine Leseliste anderer Blogs ist inzwischen recht lang. Und dementsprechend vielfältig sind die Einträge der anderen Bloggerinnen. Viele davon sind inspirierend, manche regen mich zum Nachdenken an, manche sind beeindruckend... eben so vielfältig wie die Menschen, die dahinter stehen. Und in einem dieser Blogs durfte ich eine typische Woche mitlesen. Das hat mich begeistert und nicht mehr los gelassen. Schnell war klar, dass ich das auch mal machen möchte... irgendwann mal. Erstmal war viel anderes wichtig, aber der Gedanke konnte reifen. Ich hab beschlossen, dass ich immer mal eine ganze Woche beschreiben möchte, den Anfang macht eine Ferienwoche. Und ich hab vorhin beim Abwaschen beschlossen, mit dem heutigen Tag zu beginnen.
Freitag
Der Radiowecker geht kurz vor halb 7, so früh wie an einem Schultag. Ich habe schlecht geschlafen, weil es so warm im Schlafzimmer ist. Nachdem wir die Nachrichten gehört haben (keine neuen Katastrophen), wecken wir zunächst Sohnemann. Seit Montag hat er Schwimmkurs, der Opa holt ihn täglich um 7 ab. Aber er ist noch müde, will nicht aufstehen. Es braucht dazu schon viele Worte und noch mehr, ihn zum anziehen zu bewegen. Er möchte lieber spielen.
Töchterchen taucht aus ihrem Zimmer auf, fertig angezogen.
Herr TAC macht Frühstück, während ich die Badesachen der Kinder wieder einpacke. Gestern haben wir die Sachen draußen auf der Leine vergessen, alles ist feucht. Zum Glück haben wir genug Handtücher und Badesachen.
Sohnemann frühstückt schnell ein paar Frühstücksflocken. Er wird später nach dem Schwimmkurs mit den Großeltern nochmal ausgiebig frühstücken. Dann wird er abgeholt.
Wir anderen frühstücken in Ruhe, dann fährt Herr TAC zur Arbeit. Während Töchterchen kreativ ist, mache ich mich im Bad fertig. Da noch Zeit ist, ziehe ich das Elternbett ab und stecke die erste Hälfte des Matratzenbezugs in die Waschmaschine. Das Wetter schreit gerade danach, schwer zu trocknende Dinge zu waschen...
Dann schicke ich Töchterchen ins Bad, wir sammeln alles zusammen, was sie brauchen wird und ich bringe sie zu meiner Freundin. Ihre Kinder sind so alt wie unsere. Sie nimmt Töchterchen zusammen mit ihrer eigenen Tochter mit zu den Ferienspielen ins Familienzentrum, in dem sie arbeitet. Bereits seit Montag ist Töchterchen dabei. Heute ist der letzte Tag und die Gruppe darf im Theater hinter die Kulissen schauen.
Wieder zu Hause widme ich mich unserem Schlafzimmer: Betten frisch beziehen, staubsaugen, aufräumen, staubwischen...
Der Wetterbericht hat Rekordtemperaturen von fast 40°C angekündigt, so schließe ich alle Fenster und Rolläden, um wenigstens etwas Kühle im Haus zu halten. Überhaupt lasse ich es langsam angehen.
Mittags schiebe ich mir schnell eine TK-Pizza in den Backofen und drehe eine Blogrunde. Nach dem Essen hänge ich Bettwäsche auf und bin erstaunt, dass der dicke Matratzenbezug bereits trocken ist. Schnell mache ich mich ein wenig frisch und schlüpfe in schwarze Kleidung. Heute ist die Beerdigung einer Nachbarin, die 92 Jahre alt werden durfte. Kaum bin ich fertig, kommen meine Mutter (die als Kind fast schon zu Hause war bei besagter Nachbarin) und Herr TAC. Gemeinsam fahren wir auf den Friedhof. Netterweise hält der Vertretungspfarrer (unserer hat Urlaub) die ganze Zeremonie kurz. Ihm ist in seiner Kutte sicher noch wärmer als uns.
Wir werden zum Kaffeetrinken in die Gaststätte eingeladen, wo die Bedienung erstmal kaltes Wasser an alle verteilt. Danach gibt es belegte Brote (Herr TAC´s Mittagessen), Kuchen und Kaffee.
Wieder zu Hause telefonieren wir mit meiner Freundin, bummeln ein wenig vor uns hin und fahren schließlich los, um Töchterchen abzuholen. Diese hat noch keine Lust, also schwatzen wir Erwachsenen ein wenig, während die Kinder im Pool oder Sandkasten spielen.
Als wir endlich doch zu Hause sind, verschwinden Herr TAC und Töchterchen direkt im Pool. Auch Sohnemann gesellt sich dazu, nachdem der Opa ihn gebracht hat. Dabei hat er vom Tag im örtlichen Sommerbad sogar noch nasse Haare. Ich beobachte die drei ein wenig, lege trockene Handtücher bereit und bereite schließlich das Abendessen.
Nun schauen die Kinder noch "Elefant, Tiger & Co" an, danach werden sie schlafen gehen. Die Woche war für beide zwar sehr schön, aber auch anstrengend, so dass sie dringend Schlaf brauchen.
Vermutlich muss ich im Garten noch ein wenig gießen, ehe Herr TAC und ich uns aufs Sofa kuscheln und den Abend ruhig ausklingen lassen.
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