Sonntag, 9. April 2017

Sonntagsfreuden: Kinderbande

Als ich Kind war, war ich eigentlich ständig unterwegs. Mal mit einer Freundin, mal mit mehreren. Die Gruppenzusammensetzung wechselte und ebenso die eigene Stellung in der Gruppe. Ich hab diese Zeiten ohne Erwachsenenaufsicht sehr genossen. Manchmal haben wir auch blöde Sachen ausprobiert, ist ja klar. Aber meist waren wir vernünftig und schätzten Risiken durchaus ordentlich ein.
Heute ist das alles leider nicht mehr so selbstverständlich. Die meisten Kinder sind lange im Hort und den Rest des Tages in der Obhut ihrer Eltern. Gerade für Töchterchen hab ich mir das immer gewünscht, aber nach einigen Fehlversuchen  hatte sie gar keine Lust mehr, nach irgendwelchen nachmittagsbekanntschaften Ausschau zu halten. Umso mehr hab ich mich in den letzten zwei Wochen für sie gefreut, dass sie nachmittags mit einigen Klassenkameraden im Park war. Was sie da gemacht haben? Keine Ahnung. Ein paar Kleinigkeiten hab ich erfahren, den rest will ich gar nicht wissen. Leider gab es wohl irgendwelche "Vorfälle" so dass sie die Bande schon wieder aufgelöst hat. Aber vielleicht bleibt ja noch irgendwer übrig...
Auch bei Sohnemann hat sich in Sachen Freundschaften was getan. In unserer Straße ist eine junge Familie eingezogen mit zwei Kindern, die weniger als ein und zwei Jahre jünger sind als er. Nicht weit weg wohnt noch ein Mädchen, ein halbes Jahr jünger als er.
Und auch nur zwei Straßen weiter wohnt eine Klassenkameradin. In den letzten Tagen hatten wir tatsächlich häufiger vier Kinder im Garten. Ich hab mich zurück gezogen und sie machen lassen. Und tatsächlich, sie regeln vieles ohne Erwachsene, wenn man sie nur lässt. Froh bin ich, dass die Eltern der anderen Kinder da ähnlich denken und nicht erwarten, dass ich dauerhaft daneben stehe.

Und weil ich mich darüber wirklich freue, dass meine Kinder schöne Stunden mit gleichaltrigen verbringen konnten und hoffentlich auch in Zukunft können, schicke ich diesen Eintrag zu Rita von "Mit Herz und Hand", die die Sonntagsfreuden aus der Bloggerwelt einsammelt.

In-Kindheitserinnerungen-schwelgende Grüße von TAC

3 Kommentare:

  1. Helikoptereltern wollen zwar das Beste für ihre Kinder, aber sie schaden ihnen. Unbeaufsichtigtes Spiel ist lebenswichtig für Kinder. Ich wünsche dir, dass du Gleichgesinnte findest. Liebe Grüsse von Regula

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  2. Das Dorfleben hat schon einige Nachteile. Ein großer Vorteil ist, dass die Kinder einfach rausgehen und Freunde treffen können - zumindestens war das bei meinen Söhnen (jetzt 20 und 24) so. In irgendeinem Garten war immer jemand zum Spielen zu finden, Spielplatz, Eisplatz, Schlittenhang - alles war alleine und schnell zu erreichen. Das sehe ich als Kindheitsglück, zu meiner Zeit gab's eh nix anderes :-)). Viel Kindheitsglück für deine Kinder wünscht Christine

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  3. Unter Gleichaltrigen frei Spielen zu dürfen fördert das Sozialverhalten und regt die Fantasie an. Beides kann nur im Kindesalter erlernt werden, aber ein Leben lang kann man davon profitieren.
    L G Pia

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