Sohnemann übt sich derzeit fleißig im Laufen. Mit Mama an der Hand - oder auch Oma, Opa oder wer sonst gerade anwesend ist, da ist er nicht ganz so wählerisch - geht es auf wackeligen Beinchen bald hierhin, bald dorthin. Hat gerade keiner Zeit, die Zeigefinger zur Verfügung zu stellen, tun es auch Sofas, Tische, Stühle, Wände oder sonstige Gegenstände.
Leider sind nicht alle als Geländer auserkorenen Dinge so standhaft. Der Kinderwagen beispielsweise erdreistete sich doch tatsächlich, einfach davon zu rollen, so dass Sohnemann auf dem Bauch landete. Fraglich, ob er vor Schreck oder Wut brüllte, denn weh getan hatte er sich nicht, war er doch im Zeitlupentempo gefallen.
Auch Katzen haben die Angewohnheit, einfach davon zu laufen, wenn Sohnemann sie streicheln oder als Balancierhilfe benutzen will.
Und heute vormittag ist doch tatsächlich das Tischbein mitten auf Sohnemanns Weg gesprungen. Der Rabatz hinterher war groß, obwohl der Sturz an sich gar nicht so spektakulär war. Immerhin hat der Windelpo das meiste abgefangen.
Im Alter von 15 Monaten mag das Fallen durchaus normal sein. Töchterchen steht Sohnemann allerdings in nichts nach. Gestern beim Kinderfest stolperte sie über ein Kabel, riss dabei ein Deko-Schaf um und schrammte mit dem Knie in die einzige auf der Wiese vorhandene Matschstelle. Vorteil derselbigen: Matsch ist weich - dem Knie hat es nichts getan.
Überhaupt fällt Töchterchen in letzter Zeit wieder häufiger. Möglich, dass Beine und Füße mal wieder einen Wachstumsschub hatten, und sie das Balance halten ebenso neu lernen muss, wie Sohnemann.
Montag, 15. August 2011
Von Prinzessinnen und Eulen
Prinzessinnen sind ja für kleine Mädchen das Größte. Die meisten träumen davon, selbst Prinzessin zu sein, schöne rosa Kleidchen zu tragen, eine Krone auf dem Kopf und viel Schmuck an Hals und Armen zu haben... Nur zu gerne lassen sie sich dann mit solchen fotografieren, sollten sie einer begegnen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
Gestern waren wir mit Oma in den Greifensteinen, zum Musical "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Andere Mädchen schmachteten Aschenbrödel an, die ja immerhin am Ende den Prinzen bekommt und dadurch selbst zur Prinzessin wird. Töchterchen ist da anders. Töchterchen war von Anfang an hingerissen von Eule Rosalie. Rosalie saß die ganze Zeit in ihrem Eulennest und beobachtete das Treiben, um ab und zu mit einem "Schuu-huuuu" die Täubchen herbei zu rufen oder Glitter zum Herbeizaubern der Kleider aus den Haselnüssen zu streuen. Irgendetwas an Rosalie verzauberte auch mein Töchterchen. Als das Stück vorbei war, gab es ein großes Kinderfest mit vielen Spielen. Töchterchen hatte nur Interesse daran, Rosalie zu finden, die zusammen mit dem Knecht das Kinderfest moderierte und dazu auf dem gesamten, recht großen Gelände unterwegs war. "Ich will zu Rosalie. Rosalie ist meine beste Freundin. Ich will Rosalie fragen, ob sie mit mir spielt." bekamen wir immer wieder zur Antwort, wenn wir Töchterchen fragten, was sie als nächstes machen wollte. Klar nahm sie gerne einen gasgefüllten Luftballon und tanzte mit den Darstellern den Zaubertanz. Aber nichts konnte sie so recht begeistern.
Schließlich, kurz vor Abfahrt unseres Sonderbusses entdeckten wir Rosalie zusammen mit einigen anderen Darstellern beim Autogramme schreiben. 50 Cent kostete die Autogrammkarte, die sie dann stolz unterschreiben ließ. 50 Cent hat es mich gekostet, meine todtraurige Tochter zum glücklichsten Mädchen auf dem Kinderfest zu machen. 50 Cent, die sich auf alle Fälle gelohnt haben. Manchmal kann man Glück eben doch kaufen.
Heute früh erzählte sie mir dann fröhlich von ihren Träumen in der Nacht: Sie hat mit Rosalie gespielt, ist mit ihr geflogen, hat ihr unser Haus und den Kindergarten gezeigt... Und die Autogrammkarte musste unbedingt einen besonderen Platz in ihrem Kinderzimmer bekommen.
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Montag, 8. August 2011
Maisfeldbegängnis
Alle Jahre wieder gehen wir im Maisfeld spazieren, suchen Stahlträger mit Stempeln oder Aufgaben.
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
Am Samstag war es mal wieder soweit. Mit Kind und Kegel gings los, zunächst etwa eine halbe Stunde mit dem Auto nach Benndorf. Am Ziel angekommen, schnallte sich Mama den Sohnemann auf den Rücken, während Oma Eintritt zahlte und Töchterchen ganz hibbelig war. Noch im vorigen Jahr hatte sie nicht genügend Ausdauer und ließ sich teilweise tragen. Diesmal blieb sie die ganze Zeit auf den eigenen Füßen und ging bald mit dem einen, bald mit dem anderen mit - sehr zum Missfallen der Oma, die befürchtete, Töchterchen könnte abhanden kommen. Allerdings sind die Maispflanzen nicht schalldicht und Töchterchen kommt im Notfall auf eine ganz beachtliche Lautstärke, so dass Mama diese Bedenken nicht teilte.
Sohnemann fand es auf dem Mamarücken nicht so toll, also wechselten wir die Tragehilfe - von MeiTei auf Sling, also von Rücken auf Hüfte - und liefen dann schon beachtliche Strecken auf den eigenen kurzen Beinchen - im Schneckentempo versteht sich.
Das Thema in diesem Jahr lautete "Erdbeeren". Dementsprechend bilden die Wege im Maisfeld von oben gesehen eine Erdbeerblüte, ein Erdbeermännlein und eine Erdbeerpflanze. Manchmal half das Wissen darum schon bei der Orientierung, diesmal gar nicht. Mama hatte pausenlos das Gefühl, im Kreis zu laufen und Papa meinte, er käme gar nicht vom Fleck. Aber anscheinend war es dann doch nicht so schlimm mit der Orientierungslosigkeit, denn zum Schluss hatten wir alle fünf Stempel, alle fünf Fragen und alle fünf Bilderrätsel gefunden.
Mehr Orientierungsschwierigkeiten hatte dann doch das Dreiergespann Oma-Opa-Tantchen als sie den Ausgang aus dem Maislabyrinth suchten, kamen sie doch ganz unnormal um das Maisfeld gelaufen, statt den dafür vorgesehenen Weg zu nutzen.
Es war wieder sehr schön, schade, dass die Erdbeerzeit schon vorbei ist. Naja, wenn schon keine Erdbeeren, dann wenigstens Gladiolen, selbst geschnitten auf dem riesigen Gladiolenfeld...
Freitag, 15. Juli 2011
Normalität der Norm
Hierzulande ist es üblich, dass alles irgendwie geregelt ist. Egal ob Frühstücksei, Konservendose oder Schreibpapier, alles entspricht irgendwelchen Normgrößen, die natürlich auch nachgelesen werden können.
Logisch nur, dass es auch für Menschen Normen gibt. Und damit meine ich nicht in erster Linie, wieviele Teile ein Bandarbeiter in der Stunde zu schaffen hat, sondern die Normen am Menschen selbst.
Da wäre zuallererst mal der BMI. Der gibt an, ob Größe und Gewicht des Menschen zusammen passen. Weicht man ab, ist man über- oder untergewichtig - und ggf. entsprechend zu therapieren. Natürlich ist das durchaus sinnvoll, da zu große Normabweichungen gewisse Krankheiten begünstigen, und wir wollen ja schließlich gesund bleiben.
Allerdings gibts das auch schon für Babys. Da heißen die Normen "Perzentillinien". Akribisch müssen die Sprechstundenhilfen die ermessenen Werte in die Kurven eintragen und wehe, das Kind liegt nicht innerhalb der Linien...
Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach, gestern auf dem Spielplatz traf ich eine frühere Klassenkameradin und Freundin wieder. Sie hat inzwischen auch zwei Kinder, der Kleine ist fünf Monate und wird mit Säuglingsnahrung ernährt. Irgendwann war es "Zeit für sein Fläschchen", obwohl ich keinerlei Anzeichen für "Hunger" bei ihm erkennen konnte. Also kam er zur Oma auf den Schoß, die ihm die Flasche in den Mund steckte. Kurze Zeit später schaute die Mutter zu ihrem Sohn und meinte: "Er muss austrinken." Etwas verwundert fragte ich nach, wieso er denn austrinken müsse. "Er hat sonst zu schnell wieder Hunger." Nach einer kurzen Pause, in der sie wohl meine Verwunderung bemerkte, fügte sie hinzu: "Er ist zu schwer, deshalb bekommt er nur noch 4mal am Tag."
Hm, das war für mich sehr schwer nachzuvollziehen. Der Kleine sah für mich aus, wie ein ganz normales Baby. Nach Angaben der Mutter war er für sein Alter schon recht groß, aber zu schwer für die Größe sah er wirklich nicht aus. Bei den ganzen Normen kommt es nicht auf die Einzelwerte an, sondern auf die richtigen Relationen. Mich würde interessieren, ob die Kinderärztin, die festgestellt hatte, dass der Kleine "zu schwer" ist, noch nichts davon gehört hat, dass man das Gewicht eben nicht zum Alter, sondern zur Größe in Relation sehen muss.
Mir ließ das ganze keine Ruhe, also fragte ich nach, was der Kleine denn bekommt. "Milchnahrung 1 und bald die 2" war die Antwort. Da ist Stärke drin, dass es länger sättigt, und leider kann eben diese Stärke auch Übergewicht verursachen, wenn das Kind zu viel bekommt. Aber auch dazu hatte sie sich alles passend gemacht: "Na ich mach manchmal weniger Milchpulver rein, als auf der Packung angegeben ist."
Die einfachste Variante wäre vermutlich, wieder auf "Pre" zu gehen und dem Baby zu überlassen, wann es wieviel essen möchte. Reguliert man das von außen nach der Uhrzeit, gewöhnt man dem Kind nur das angeborene Sättigungsgefühl ab, was wiederrum der beste Ausgangspunkt für späteres Übergewicht ist.
Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht versuchen konnte, ihr noch paar hilfreiche Tipps und Hinweise, natürlich auf sehr behutsame Art mitzugeben. Ich glaube nämlich, sie ist sehr bemüht, absolut nix falsch zu machen und alle Ratschläge der Kinderärztin umzusetzen, dass sie die Hinweise ihres Babys übersieht.
In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas ein:
Eine Mutter erzählte mal, der Kinderarzt habe gesagt, ihr Kind wäre für sein Alter zu groß. Ihre Antwort dazu: "Und was soll ich da machen? Meinem Kind jeden Tag einen Ziegelstein auf den Kopf hauen?"
Logisch nur, dass es auch für Menschen Normen gibt. Und damit meine ich nicht in erster Linie, wieviele Teile ein Bandarbeiter in der Stunde zu schaffen hat, sondern die Normen am Menschen selbst.
Da wäre zuallererst mal der BMI. Der gibt an, ob Größe und Gewicht des Menschen zusammen passen. Weicht man ab, ist man über- oder untergewichtig - und ggf. entsprechend zu therapieren. Natürlich ist das durchaus sinnvoll, da zu große Normabweichungen gewisse Krankheiten begünstigen, und wir wollen ja schließlich gesund bleiben.
Allerdings gibts das auch schon für Babys. Da heißen die Normen "Perzentillinien". Akribisch müssen die Sprechstundenhilfen die ermessenen Werte in die Kurven eintragen und wehe, das Kind liegt nicht innerhalb der Linien...
Warum ich das hier schreibe? Ganz einfach, gestern auf dem Spielplatz traf ich eine frühere Klassenkameradin und Freundin wieder. Sie hat inzwischen auch zwei Kinder, der Kleine ist fünf Monate und wird mit Säuglingsnahrung ernährt. Irgendwann war es "Zeit für sein Fläschchen", obwohl ich keinerlei Anzeichen für "Hunger" bei ihm erkennen konnte. Also kam er zur Oma auf den Schoß, die ihm die Flasche in den Mund steckte. Kurze Zeit später schaute die Mutter zu ihrem Sohn und meinte: "Er muss austrinken." Etwas verwundert fragte ich nach, wieso er denn austrinken müsse. "Er hat sonst zu schnell wieder Hunger." Nach einer kurzen Pause, in der sie wohl meine Verwunderung bemerkte, fügte sie hinzu: "Er ist zu schwer, deshalb bekommt er nur noch 4mal am Tag."
Hm, das war für mich sehr schwer nachzuvollziehen. Der Kleine sah für mich aus, wie ein ganz normales Baby. Nach Angaben der Mutter war er für sein Alter schon recht groß, aber zu schwer für die Größe sah er wirklich nicht aus. Bei den ganzen Normen kommt es nicht auf die Einzelwerte an, sondern auf die richtigen Relationen. Mich würde interessieren, ob die Kinderärztin, die festgestellt hatte, dass der Kleine "zu schwer" ist, noch nichts davon gehört hat, dass man das Gewicht eben nicht zum Alter, sondern zur Größe in Relation sehen muss.
Mir ließ das ganze keine Ruhe, also fragte ich nach, was der Kleine denn bekommt. "Milchnahrung 1 und bald die 2" war die Antwort. Da ist Stärke drin, dass es länger sättigt, und leider kann eben diese Stärke auch Übergewicht verursachen, wenn das Kind zu viel bekommt. Aber auch dazu hatte sie sich alles passend gemacht: "Na ich mach manchmal weniger Milchpulver rein, als auf der Packung angegeben ist."
Die einfachste Variante wäre vermutlich, wieder auf "Pre" zu gehen und dem Baby zu überlassen, wann es wieviel essen möchte. Reguliert man das von außen nach der Uhrzeit, gewöhnt man dem Kind nur das angeborene Sättigungsgefühl ab, was wiederrum der beste Ausgangspunkt für späteres Übergewicht ist.
Jetzt im Nachhinein ärgere ich mich ein wenig, dass ich nicht versuchen konnte, ihr noch paar hilfreiche Tipps und Hinweise, natürlich auf sehr behutsame Art mitzugeben. Ich glaube nämlich, sie ist sehr bemüht, absolut nix falsch zu machen und alle Ratschläge der Kinderärztin umzusetzen, dass sie die Hinweise ihres Babys übersieht.
In diesem Zusammenhang fällt mir noch etwas ein:
Eine Mutter erzählte mal, der Kinderarzt habe gesagt, ihr Kind wäre für sein Alter zu groß. Ihre Antwort dazu: "Und was soll ich da machen? Meinem Kind jeden Tag einen Ziegelstein auf den Kopf hauen?"
Mittwoch, 13. Juli 2011
Vergesslichkeit
Tja, was soll ich dazu schon groß sagen... mehr oder weniger hat wohl jeder damit zu tun.
Sicher kennt das jeder: Man geht irgendwohin, weil man was bestimmtes (tun) will. Kaum am Zielort angekommen, stutzt man und fragt sich, was man denn eigentlich hier wollte.
Jeder Schüler vergisst ab und an mal was, mal den Turnbeutel, mal die Hausaufgaben... Dann kommt es auf den Lehrer an, ob man trotzdem mitmachen darf oder Ärger bekommt.
Ist man erwachsen, wird es auch nicht unbedingt besser. Ist man dazu noch schwanger oder stillt man, vergisst man nachweislich noch mehr.
Gestern war ich beim Bäcker. Es gab keine normalen Brötchen mehr, also kaufte ich zwei "Handgemachte" fürs Abendbrot und ein Rosinenbrot fürs Frühstück. Gestern Abend sagte ich meinem Mann, dass er zum Frühstück das halbe Brötchen von gestern haben kann, die Kinder und ich essen Müsli.
Nein, er hats nicht vergessen, genau so war das Frühstück heute.
Nur, als ich später frische Brötchen in den Schrank legen wollte, fand ich plötzlich... ja, genau, das Rosinenbrot.
Liebe Vergesslichkeit, wie wäre es denn, wenn ich dich einfach mal vergessen könnte? So gerne würde ich mal an alles denken... ähm, was wollte ich eigentlich noch schreiben?
Sicher kennt das jeder: Man geht irgendwohin, weil man was bestimmtes (tun) will. Kaum am Zielort angekommen, stutzt man und fragt sich, was man denn eigentlich hier wollte.
Jeder Schüler vergisst ab und an mal was, mal den Turnbeutel, mal die Hausaufgaben... Dann kommt es auf den Lehrer an, ob man trotzdem mitmachen darf oder Ärger bekommt.
Ist man erwachsen, wird es auch nicht unbedingt besser. Ist man dazu noch schwanger oder stillt man, vergisst man nachweislich noch mehr.
Gestern war ich beim Bäcker. Es gab keine normalen Brötchen mehr, also kaufte ich zwei "Handgemachte" fürs Abendbrot und ein Rosinenbrot fürs Frühstück. Gestern Abend sagte ich meinem Mann, dass er zum Frühstück das halbe Brötchen von gestern haben kann, die Kinder und ich essen Müsli.
Nein, er hats nicht vergessen, genau so war das Frühstück heute.
Nur, als ich später frische Brötchen in den Schrank legen wollte, fand ich plötzlich... ja, genau, das Rosinenbrot.
Liebe Vergesslichkeit, wie wäre es denn, wenn ich dich einfach mal vergessen könnte? So gerne würde ich mal an alles denken... ähm, was wollte ich eigentlich noch schreiben?
Samstag, 9. Juli 2011
Premiere die zweite
Ach übrigens, meine Premiere vorigen Samstag lief fast glatt.
Bei meinem ersten Auftritt muss ich stolpern, gegen einen Pfosten schlagen und mich dann weg fangen (wurde kurzfristig nochmal geändert, schade, das Fallen lag mir mehr).
Soweit die Theorie.
In der Praxis hats auch irgendwie geklappt, nur dass nicht nur showkampfmäßig mein Kopf, sondern auch mein Fuß ganz unprofessionell frontal gegen den auserkohrenen Pfosten geprallt ist. Den Rest der Vorstellung bin ich möglichst unauffällig gehumpelt, schließlich ist eine andere "die mit dem Holzbein".
Am Sonntag haben wir einen Kurzbesuch im Krankenhaus gemacht. Vorsorglich. Aber ist zum Glück nix gebrochen, nur geprellt. Pünktlich vor Vorstellungsbeginn waren wir wie fast alle anderen Darsteller an der Bühne. Wegen Dauerregen kam diesmal (das erste Mal seitdem der Verein die Bühne bespielt, also seit 2004) nicht ein Zuschauer, so dass wir nass und durchgefrohren schnell wieder heim konnten.
Bei meinem ersten Auftritt muss ich stolpern, gegen einen Pfosten schlagen und mich dann weg fangen (wurde kurzfristig nochmal geändert, schade, das Fallen lag mir mehr).
Soweit die Theorie.
In der Praxis hats auch irgendwie geklappt, nur dass nicht nur showkampfmäßig mein Kopf, sondern auch mein Fuß ganz unprofessionell frontal gegen den auserkohrenen Pfosten geprallt ist. Den Rest der Vorstellung bin ich möglichst unauffällig gehumpelt, schließlich ist eine andere "die mit dem Holzbein".
Am Sonntag haben wir einen Kurzbesuch im Krankenhaus gemacht. Vorsorglich. Aber ist zum Glück nix gebrochen, nur geprellt. Pünktlich vor Vorstellungsbeginn waren wir wie fast alle anderen Darsteller an der Bühne. Wegen Dauerregen kam diesmal (das erste Mal seitdem der Verein die Bühne bespielt, also seit 2004) nicht ein Zuschauer, so dass wir nass und durchgefrohren schnell wieder heim konnten.
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Otto und Ulf...
... sind zwei unangenehme Gesellen. Gerne treten sie im Doppelpack auf, und dann ganz bestimmt zum ungünstigsten Zeitpunkt überhaupt. Und sie lieben es, bald dem einen, bald dem anderen zu folgen. Zum Glück halten sie sich nur ein paar Stunden bei der gleichen Person auf, allerdings ist diese hinterher sehr matt. Die beiden haben echt durchschlagende Argumente... blöd ist nur, dass man sie vorher nicht sieht, sondern erst, wenn sie einem hinterher laufen. Also kann man ihnen nicht unbedingt aus dem Weg gehen.
Töchterchen hatte sie diese Woche zuerst gesehen. Mama musste nachts dreimal das Bett frisch beziehen, während Papa Töchterchen gewaschen hat. Der Arzt am Mittwoch morgen meinte, dass die beiden Gestalten im Augenblick im Ort unterwegs wären.
Mama kam dann 24 Stunden später dran, wodurch dieses Jahr die Schulvorstellung im Theaterverein ohne sie statt fand.
Papa hatte nur Besuch von Otto, der aber recht schnell weiter gezogen ist.
Bei Sohnemann waren beide nur auf einen kurzen Abstecher, zum Glück. Mit 14 Monaten ist man den beiden recht hilflos ausgeliefert.
Bleibt nun zu hoffen, dass wir die beiden so schnell nicht wieder sehen.
Töchterchen hatte sie diese Woche zuerst gesehen. Mama musste nachts dreimal das Bett frisch beziehen, während Papa Töchterchen gewaschen hat. Der Arzt am Mittwoch morgen meinte, dass die beiden Gestalten im Augenblick im Ort unterwegs wären.
Mama kam dann 24 Stunden später dran, wodurch dieses Jahr die Schulvorstellung im Theaterverein ohne sie statt fand.
Papa hatte nur Besuch von Otto, der aber recht schnell weiter gezogen ist.
Bei Sohnemann waren beide nur auf einen kurzen Abstecher, zum Glück. Mit 14 Monaten ist man den beiden recht hilflos ausgeliefert.
Bleibt nun zu hoffen, dass wir die beiden so schnell nicht wieder sehen.
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