Der Mai geht zu Ende, so wird es Zeit für den 12tel Blick, der wie immer bei "verfuchst und zugenäht" gesammelt wird.
Beim Durchsehen meiner Mai-Fotos wundere ich mich, dass ich tatsächlich nur ein einziges Mal Fotos von meinem 12tel Blick gemacht habe. Aber immer noch besser als es ganz zu vergessen.
Das Haus ist ganz weg.
Fotos vom Abriss gibts ganz viele in verschiedenen Einträgen vom Monatsanfang zu sehen.
Freitag, 31. Mai 2019
Mittwoch, 29. Mai 2019
Warum?
Ein junger Mann, 16 Jahre alt, liebevoll umsorgt aufgewachsen, mit seiner Zwillingsschwester. Mit Pflegegeschwistern, Onkel, Oma, Urgroßeltern.
Nett und immer freundlich, so ist er im Dorf bekannt.
Engagiert, integriert.
Hilfsbereit, fleißig und selbst Pflegekind. Sehr liebevoll im Umgang mit seinen Pflegegeschwistern.
Ein netter junger Mann.
Heute morgen hat er sich getötet.
Und hat alle, die ebenfalls unter diesem Dach leben mit gefährdet.
Bleibt die Frage nach dem Warum?
Wir haben die Sirene gehört, heute morgen kurz nach viertel 7.
Wir haben Martinshorn gehört. Wieder. Und wieder. Nur wenige Minuten nach der Sirene.
Ich habe unsere weinende Jüngste getröstet und mir nichts dabei gedacht.
Beim Aufstehen ist das Blaulicht in Sichtweite.
Meine Mutter beantwortet meine Frage. Mir ist schlecht, meine Knie zittern. Ich muss funktionieren, die Kleine anziehen, mit den Kindern frühstücken.
Ich hab gefragt, ob ich helfen kann.
Ich habe Essen gekocht und ihnen gebracht.
Die Mutter funktioniert für die Kleinen. Sie sagt, es hat so lange gedauert, bis die Rettungsfahrzeuge kamen.
Der Zusammenhalt in der Familie ist groß. Sie können es alle nicht fassen.
Sie sind unter gekommen, denn das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.
Die Frage nach dem Warum? Vermutlich gibt es darauf nie eine Antwort.
Nett und immer freundlich, so ist er im Dorf bekannt.
Engagiert, integriert.
Hilfsbereit, fleißig und selbst Pflegekind. Sehr liebevoll im Umgang mit seinen Pflegegeschwistern.
Ein netter junger Mann.
Heute morgen hat er sich getötet.
Und hat alle, die ebenfalls unter diesem Dach leben mit gefährdet.
Bleibt die Frage nach dem Warum?
Wir haben die Sirene gehört, heute morgen kurz nach viertel 7.
Wir haben Martinshorn gehört. Wieder. Und wieder. Nur wenige Minuten nach der Sirene.
Ich habe unsere weinende Jüngste getröstet und mir nichts dabei gedacht.
Beim Aufstehen ist das Blaulicht in Sichtweite.
Meine Mutter beantwortet meine Frage. Mir ist schlecht, meine Knie zittern. Ich muss funktionieren, die Kleine anziehen, mit den Kindern frühstücken.
Ich hab gefragt, ob ich helfen kann.
Ich habe Essen gekocht und ihnen gebracht.
Die Mutter funktioniert für die Kleinen. Sie sagt, es hat so lange gedauert, bis die Rettungsfahrzeuge kamen.
Der Zusammenhalt in der Familie ist groß. Sie können es alle nicht fassen.
Sie sind unter gekommen, denn das Haus ist vorerst nicht bewohnbar.
Die Frage nach dem Warum? Vermutlich gibt es darauf nie eine Antwort.
Dienstag, 28. Mai 2019
Kindermund
Beim Spaziergang mit der Jüngsten:
Mitten auf dem Weg liegt ein Zapfen. Sie entdeckt den, läuft hin, hockt sich daneben um ihn eingehend zu betrachten: "Oh... Ein Igel! ... pieks pieks aua!"
(Dabei grinst sie mich schelmisch an.)
Mitten auf dem Weg liegt ein Zapfen. Sie entdeckt den, läuft hin, hockt sich daneben um ihn eingehend zu betrachten: "Oh... Ein Igel! ... pieks pieks aua!"
(Dabei grinst sie mich schelmisch an.)
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Montag, 27. Mai 2019
Wochenende in Bildern KW 21
Jede Woche sammeln Alu und Konsti von "Große Köpfe" fotografische Einblicke in Familienwochenenden.
Samstag:
Das Kleinkind ist wieder eher wach als wir, wir stellen uns schlafend. Hilft nix. Aufstehen, anziehen, frühstücken, das Übliche folgt. Dann fahren Herr TAC und Sohnemann zum Grundstück. Gras mähen, Zeugs vom Abriss aus der Wiese kratzen mit dem Rechen... Außerdem Konferenz mit dem Nachbarn über die Abrisswand und hier und da ein Schwatz mit den Nachbarn...
Mal fix das Gedicht aus dem Deutschbuch für Sohnemann kopieren, das er lernen muss. So eine Kopie passt nämlich viel besser in die Hosentasche.
Während die Kleine bei meiner Mutter ist, dusche ich ausgiebig.
Samstag:
Das Kleinkind ist wieder eher wach als wir, wir stellen uns schlafend. Hilft nix. Aufstehen, anziehen, frühstücken, das Übliche folgt. Dann fahren Herr TAC und Sohnemann zum Grundstück. Gras mähen, Zeugs vom Abriss aus der Wiese kratzen mit dem Rechen... Außerdem Konferenz mit dem Nachbarn über die Abrisswand und hier und da ein Schwatz mit den Nachbarn...
Mal fix das Gedicht aus dem Deutschbuch für Sohnemann kopieren, das er lernen muss. So eine Kopie passt nämlich viel besser in die Hosentasche.
Während die Kleine bei meiner Mutter ist, dusche ich ausgiebig.
Donnerstag, 23. Mai 2019
Vom Vergessen und Erinnern - Gespräche mit der Jüngsten
Bei den beiden älteren Kindern hab ich es etwas versäumt, mitzuschreiben. Also Kindermund nicht, da steht auch so einiges hier im Blog, oder in meinem alten Kalendern. Ich hab eher vergessen, die bemerkenswerten Fortschritte in der Sprachentwicklung meiner Kinder mitzuschreiben.
Wir reden in der Familie sehr viel. Und bereits in meiner Abizeitung steht, dass ich unendlich quasseln konnte. So wundert es mich nicht, dass unsere Kinder alle drei früh gesprochen haben und schon bald einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige hatten.
Nur die Einzelheiten fehlen mir.
Wir reden in der Familie sehr viel. Und bereits in meiner Abizeitung steht, dass ich unendlich quasseln konnte. So wundert es mich nicht, dass unsere Kinder alle drei früh gesprochen haben und schon bald einen größeren Wortschatz als Gleichaltrige hatten.
Nur die Einzelheiten fehlen mir.
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Montag, 20. Mai 2019
Wochenende in Bildern KW 20
Auch im Mai sammeln Alu und Konsti von "Große Köpfe" wieder fotografische Einblicke in Familienwochenenden.
Samstag:
Herr TAC steht kurz vor 7 auf, er fährt mit Sohnemann nach Most zum Rennen.
Ich bleibe mit einer unruhigen Kleinen im Bett und bekomme sogar noch etwas Schlsf, ehe wir gegen kurz nach 8 aufstehen und mit den Großeltern frühstücken.
Ein Brötchenfund in der Küche verwirrt mich (hat mein Bruder uns hin gelegt).
Von der großen Tochter ist nix zu sehen. Erst gegen Mittag taucht sie auf und beschert sich direkt, man hätte sie zum Frühstück wecken sollen. Davon wusste ich nix.
Samstag:
Herr TAC steht kurz vor 7 auf, er fährt mit Sohnemann nach Most zum Rennen.
Ich bleibe mit einer unruhigen Kleinen im Bett und bekomme sogar noch etwas Schlsf, ehe wir gegen kurz nach 8 aufstehen und mit den Großeltern frühstücken.
Ein Brötchenfund in der Küche verwirrt mich (hat mein Bruder uns hin gelegt).
Von der großen Tochter ist nix zu sehen. Erst gegen Mittag taucht sie auf und beschert sich direkt, man hätte sie zum Frühstück wecken sollen. Davon wusste ich nix.
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Freitag, 17. Mai 2019
Alltagsschnipsel - Vom Verschwinden, Können und Anfangen
Am Montag der letzten Woche kam die Große aus der Schule und erzählte, sie habe wohl ihr Handy verloren. Der Akku war leer, und das Handy aus, somit war orten nicht möglich.
Taschen wurden ausgepackt (Ranzen, Sportbeutel, Flötentasche, Umhängetasche) und nochmal vom Herrn TAC ausgekippt. Er selbst hatte in alle Taschen des Ranzens gefasst.
Ich habe Telefonnummern raus gesucht und angerufen: Das Fundbüro der Schulstadt, das Fundbüro des Verkehrsverbandes und das Pflegeheim, das direkt an der Bushaltestelle ist.
Die Große war im Schulsekretariat.
Nix.
Ein paar Tage später hat der Herr TAC eine neue Handykarte angefordert. Mit Aktivierung derselben wurde die alte wertlos. Über die Familienfunktion des Handys hat er dem Tochterhandy gesagt, es möge sich melden, sobald es eingeschaltet wird.
Mit einem alten Handy und der neuen Karte war die Große wenigstens wieder für den Notfall gerüstet. Die 15 Euro für die neue Karte gehen zu ihren Lasten.
Fast zwei Wochen später, am heutigen Freitag Morgen zieht die Große plötzlich ihr Handy aus dem Ranzen.
Sie ist selbst vollkommen überrascht.
Taschen wurden ausgepackt (Ranzen, Sportbeutel, Flötentasche, Umhängetasche) und nochmal vom Herrn TAC ausgekippt. Er selbst hatte in alle Taschen des Ranzens gefasst.
Ich habe Telefonnummern raus gesucht und angerufen: Das Fundbüro der Schulstadt, das Fundbüro des Verkehrsverbandes und das Pflegeheim, das direkt an der Bushaltestelle ist.
Die Große war im Schulsekretariat.
Nix.
Ein paar Tage später hat der Herr TAC eine neue Handykarte angefordert. Mit Aktivierung derselben wurde die alte wertlos. Über die Familienfunktion des Handys hat er dem Tochterhandy gesagt, es möge sich melden, sobald es eingeschaltet wird.
Mit einem alten Handy und der neuen Karte war die Große wenigstens wieder für den Notfall gerüstet. Die 15 Euro für die neue Karte gehen zu ihren Lasten.
Fast zwei Wochen später, am heutigen Freitag Morgen zieht die Große plötzlich ihr Handy aus dem Ranzen.
Sie ist selbst vollkommen überrascht.
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