Gestern war der Monatsfünfte, traditionell fragt an diesem Tag Frau Brüllen:
"Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Darauf möchte ich gerne wieder antworten.
Unser Tag beginnt halb 6, viel zu früh. Die Große sitzt schon auf der Bettkante, als ich zum Wecken reinkomme. Sie murmelt irgendwas, klingt wie "... beeilen, gestern vergessen..." Ich denke an ihr Schwimmzeug, das sie noch nicht gepackt hat. Sie haben in der Schule grad Schwimmunterricht statt Sport, das liebt sie sehr.
Sohnemann will lieber weiter schlafen, geht natürlich nicht.
Die Große kommt mit mir runter und setzt sich an den Laptop. Ich bin irritiert, sage aber nix. Sohnemann gesellt sich dazu und Herr TAC muss helfen. Tja, bleibt es an mit, den Tisch zu decken.
Die Große braucht ein deutschsprachiges Lied für den Deutschunterricht, dass sie am Ende wie ein Gedicht vortragen sollen. Das hatte sie gestern vergessen, neben Ranzen und Schwimmtasche packen.
Irgendwann sind die drei unterwegs. Ich füttere die Katze, die die offene Tür wie immer zum reinschlüpfen genutzt hat u d gehe duschen.
Zum Trocknen setze ich mich mit Tablet aufs Sofa. Die Katze liegt schnurrend auf meinen Füßen, während ich den Mittwoch-Blogeintrag schreibe.
Bereits dreiviertel 7 höre ich die Jüngste durchs Babyfon, für etwa 10 Minuten. Dann ist nochmal für 1,5 Stunden absolute Stille, da ist wohl jemand nochmal eingeschlafen. Das passiert nur noch sehr selten.
Gegen halb 9 hole ich sie schließlich aus dem Bett, ziehe sie an (bzw. lasse sie selbst üben). Wir frühstücken. Dann ein wenig Hausarbeit. Meine Mutter kommt rein, als ich Wäsche zusammen lege. Wir quatschen über dies und das, landen bei Möbelauswahl und Kinderzimmerideen. Ich will ihr was zeigen, muss es aber erst suchen. Der Katalog des großen schwedischen Möbelhauses hilft mir nicht, erst online finde ich es. Meine Mutter ist direkt begeistert und möchte es der Jüngsten gerne zum Geburtstag schenken. Als sie mitsamt hinterhersausendem Kleinkind weg ist, stöbere ich online weiter und fülle den Merkzettel. Man muss ja nicht alles kaufen, aber gute Ideen kann man ruhig sammeln.