Freitag, 25. September 2015

Eine Alltagswoche im Herbst 2015

Donnerstag
Der Start in den Tag verläuft wie immer: träge und ein bischen chaotisch. Aber Töchterchen und Herr TAC schaffen es pünktlich aus dem Haus. Ich drehe meine erste Morgenrunde durchs Haus und mache mich selbst fertig. In der Zeit beschäftigt sich Sohnemann alleine und weiß dann ganz schnell, welche Geschichte wir in welchem Buch lesen wollen, als ich zur Lesezeit komme. Danach putzen wir seine Zähne und es geht in den Kindergarten. Er ist fieberfrei und will unbedingt, deshalb haben wir so entschieden. Seine Erzieherin ist krank, so wie auch viele andere Kinder. Dadurch sind die Gruppen kleiner, was ihm sicher gut tut. Mit der Erzieherin, die ihn heute betreuen wird, mache ich aus, dass sie gleich anruft, wenn etwas ist.
Zu Hause gehe ich auf die Suche nach abgezippten Kaputzen für die zu verkaufenden Winterjacken und werde tatsächlich auf unserem Dachboden fündig. Nebenher "finde" ich gleich noch ein paar andere Dinge. Wir haben eindeutig zu viel Platz auf dem Dachboden.
Dann gehts an die zweite Liste.
Konzentriert dran bleiben funktioniert heute irgendwie nicht: das Telefon klingelt mehrfach, dann die Türglocke, weil ein Päckchen ankommt. Das Chaos im Wohnzimmer mögen die Katzen, sie hüpfen von Karton zu Karton und spielen Fangen.

Irgendwann bin ich doch weitestgehend fertig mit der zweiten Liste. Noch drei Dinge können drauf. Eines davon wird Sohnemanns Autogarage sein. Vor einigen Wochen hatte er von sich aus gesagt, dass er die nicht mehr braucht. Wir hatten ausgemacht, dass ich sie verkaufen werde und er das Geld für sein Sparschweinchen bekommt.
Zum Mittagessen schiebe ich mir schnell eine Pizza in den Ofen und verbrenne mir beim Essen den Mund.
Kurz nach 12 Uhr hole ich Sohnemann aus dem Kindergarten. Es geht ihm gut, er strahlt mich an. Sie haben die Beete im Garten abgeerntet und mit dem Umgraben begonnen.
Zu Hause hänge ich Wäsche auf, danach schicke ich Sohnemann ins Bett. Ich höre nichts und nehme an, er schläft tatsächlich, was er aber nicht tut. Ich lasse ihn aufstehen und er spielt in seinem Zimmer.
Töchterchen kommt aus der Schule. Sie hatten heute Sporttag und die Ganztagsangebote haben in dieser Woche begonnen. Deshalb war sie noch im Leseclub und in der Theatergruppe. Ich schicke sie zum Umziehen in ihr Zimmer (Sportsachen ausziehen).
Dann fahren wir zu meinen Eltern. Sie waren im Urlaub und wir haben bei Kaffee und Kuchen viel zu erzählen. Später gehen wir in den Garten. Der Opa mäht Gras und Sohnemann hilft ihm beim Zusammen rechen. Töchterchen, Oma und ich holen inzwischen den Apfelpflücker.
Das Ernten der roten Boskop-Äpfel macht allen viel Spaß. Und natürlich wird gleich gekostet.
Viel zu schnell ist der Nachmittag um und wir fahren nach Hause, wo wir Äpfel und Haselnüsse (die die Oma aufgesammelt hat) gleich dem Schwieger-Opa übergeben, der gerade bei uns ist, denn auch der Papa ist schon zu Hause.
Es folgt das Abendprogramm mit Essen und bettfertig machen. Während ich den Abwasch erledige, lausche ich nach unten, aber alles bleibt ruhig. Halb acht gehe ich nachschauen und werde von zwei "Gespenstern" empfangen. Sohnemann kann unter der Last seiner Bettdecke kaum laufen. Aber beide Kinder sind komplett bettfertig. Töchterchen darf nochmal kurz hoch, ich lese Sohnemann etwas vor, ehe er schläft. Pünktlich um Acht ist auch Töchterchen im Bett und ich häkle auf dem Sofa. Später kommt Herr TAC dazu und schaut Reportagen über Rennfahrer an.
Obwohl ich müde bin, brauche ich lange, bis ich schließlich einschlafe, zu viele Dinge gehen mir durch den Kopf.

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