Montag, 28. September 2015

Eine Alltagswoche im Herbst 2015 und Sonntagsfreude

Sonntag
Dreiviertel Acht schleicht sich Herr TAC aus dem Schlafzimmer, weil er Rennen anschauen will. Im Nebenzimmer höre ich ihn mit Sohnemann flüstern. Sie wollen mich nicht wecken. Ich bleibe im Bett und döse noch etwas, aber erholsam ist es nicht mehr.
Später frühstücken wir gemeinsam, danach macht jeder, wozu er Lust hat. Ich tippe den Blogeintrag zu Samstag.
Mittagessen gibt es bei den Onkels vom Herrn TAC. Während ich ein wenig vor mich hin stricke, spielen die Kinder mal mehr oder weniger, und alle anderen schauen schon wieder irgendwelchen Motorsport an.
Meine Mutter hat heute Geburtstag. Zum Kaffee sind wir bei ihr eingeladen. Auch mein Onkel und meine Tante sind da. Sie haben Fotos von meiner Cousine und ihrem Baby dabei, dass sie stolz allen zeigen.
Nach dem Kaffee gehen wir raus. Herr TAC hat den Quadrokopter dabei und lässt ihn fliegen. Es dauert nicht lange und er hat Zuschauer, diesmal eine Frau, die dem "seltsammen Summen" auf den Grund gehen wollte. Bisher reagieren die Menschen durchweg positiv, sind interessiert am Gerät selbst und den Bildern, die es liefert.
Der Quadrokopter gehört der Firma und Herr TAC wurde zum Piloten bestimmt vom Chef, da er schon viel Erfahrung mit seinem Modellauto hat. Ziel ist es, damit Unfallstellen nach dem Räumen von oben zu fotografieren, um Bremsspuren und ähnliches besser einmessen zu können. Dazu ist eine Genehmigung nötig, für die man aber eine gewisse Anzahl Flugstunden braucht, die man privat sammeln darf. Die Schulung vor einigen Wochen in Essen drehte sich rund um rechtliche Fragen und die Bestimmungen der einzelnen Bundesländer und hilft ebenfalls dabei, die Aufstiegsgenehmigung zu bekommen. Herr TAC´s Geduld, den interessierten Menschen sowohl das Fluggerät selbst, als auch die rechtliche Seite (wo darf er aufsteigen, was darf er filmen, was nicht... ) zu erklären hilft, die Akzeptanz zu fördern. Und die meisten Menschen wünschen sich dann ein Bild von oben von ihrem eigenen Haus ;)
Ich gehe zusammen mit meinem Onkel, meiner Tante und meiner Schwiegermutter auf den Friedhof.
Der Grabstein für das Grab meiner Großeltern wurde vor kurzem aufgestellt, den wir uns ansehen wollen.
Zum Abendessen fahren wir in eine Gaststätte.
Wunderbar restauriert und gestaltet ist der ehemalige Bauernhof innen und außen, so dass man sich gleich wohl fühlt. Das Essen ist deftig, aber sehr lecker und wir werden zuvorkommend und freundlich bedient.
Erst nach acht Uhr sind wir wieder zu Hause, wo die Kinder schnell ins Bett gehen. Ich stricke noch, bis mir die Augen zufallen.

Damit schließt sich der Kreis, die Woche ist voll. Es war eine terminreiche Woche, aber auch sehr schön mit vielen kleinen Momenten. Ich freue mich, dass ich trotz dem Stress, den viele Termine mit sich bringen auch so viel Schönes dabei ist. Wir haben viele liebe Menschen um uns herum, die uns unterstützen und uns mögen. Das ist nicht selbstverständlich, deshalb sind das meine (verspäteten)  Sonntagsfreuden, die leider nicht mehr bei Barbara von 60°Nord gesammelt werden.
Es hat mir wieder Spaß gemacht, einen Einblick in unser Leben zu geben und ich werde es sicher mal wiederholen.

Liebe Grüße von TAC

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