Heute ist der 5. Januar, ein Freitag und Frau Brüllen will wieder wissen: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" Wie so oft möchte ich gerne antworten.
Meine Nacht war nicht so besonders. Das Babymädchen hat oft geweint und sich nur durch Stillen beruhigen lassen. So habe ich viele Stunden im Gitterbett verbracht. Auch als Herr TAC aufsteht, liege ich stillend bei der Kleinen. Trotzdem schlafe ich nochmal ein, sogar bis mein Wecker los geht. Leise schleiche ich mich raus, die Kleine regt sich, aber es bleibt ruhig.
Dann Sohnemann wecken, kuscheln, anziehen, Frrühstück machen... Als wir essen meldet sich das Baby. Ich hole sie aus dem Bett. Sohnemann ist inzwischen fertig mit seinem Müsli und sitzt lesend auf dem Sofa. Ich wickle das Baby, ziehe sie an und lege sie zu ihren Spielsachen auf den Wohnzimmerfußboden. Dann frühstücke ich zu Ende und räume den Tiach ab.
Weiter gehts im Morgenprogramm: Sohnemann Zähne putzen schicken, eincremen (Neurodermitisschub), in die Schule schicken, mich selbst fertig machen, Hausarbeit. Das Babymädchen sitzt in der Babyschale (rausfallsicher angegurtet) und schaut mir zu, mal brabbelnd, mal spielend. Ich trage sie von Raum zu Raum, während ich Kinderbetten beziehe und staubsauge. Außerdem bringe ich die Schmutzwäschesammler aufs Freitagstief, fülle aber dank des Bettwäschewechsels gleich wieder auf.
Gegen dreiviertel 9 wird das Mädchen quengelig. Zeit zum Stillen, kuscheln, spielen...
Ich hatte sie auf den Rücken gelegt und kurz danach lag sie auf dem Bauch. Hat sie das Umdrehen endlich verstanden? Ich mache den Test: Baby auf den Rücken - zack -liegt sie auf dem Bauch. Juchuuu. Die Kinderärztin hätte das gerne schon bei der U5 Ende Oktober sehen wollen, aber was solls, Entwicklung ist nunmal individuell. Und so eilig hatten es auch die beiden Großen nicht mit der motorischen Entwicklung. Dafür haben sie zeitig gesprochen und so wie es aussieht, wird es das Babymädchen ebenso machen. Sie schaut den Papa an und macht "bababa". Und seit zwei Tagen sagt sie "Gaa", bevorzugt dann, wenn die Katze in der Nähe ist.
Während die Kleine spielt, belebe ich mein Handy wieder (wenn ich vergessen habe, es zu laden, lässt es sich oft nicht mehr einschalten. Herr TAC nimmt dann meist den Akku raus, dann gehts wieder. Diesmal reicht: anderes Ladegerät, warten, ausprobieren - geht), sichte schnell "mein" Internet und stelle die Wäsche von gestern zum Legen bereit. Dann Baby daneben, diesen Eintrag beginnen - Baby schläft. Na super... Könnte also sein, dass meine Mittagspause heute eher kurz ausfällt.
Ich nutze die Schlafenszeit und erledige einige Dinge ruhig am Schreibtisch. Bezüglich der Bücherstube müssen noch Termine geklärt und ans Kirchenblatt gemeldet werden.
Dann ist die Kleine wieder wach und verlangt nach Kuscheln und Anregung. Ich nehme sie mit zur Waschmaschine, die inzwischen fertig ist. Leeren, neu starten... Zurück im Wohnzimmer lege ich die Wäsche zusammen, das Mädchen brabbelt zufrieden vor sich hin und beobachtet mich.
Schon ist Mittagszeit und eigentlich Babys Schlafenszeit. Sie spielt auf dem Fußboden und ich bereite mein Mittagessen vor: Ofenkartoffen und marinierter Hering.
Dann probiere ich einfach aus, ob sie schläft... Klappt. Obwohl ich aus dem Schlafzimmer gehe, als sie noch wach ist, höre ich in den nächsten 2,5 Stunden nur einmal kurz was aus dem Babyfon.
Ich esse und verliere mich in den Tiefen des Internets. Eigentlich wollte ich nur mal schnell nach Wolle schauen... (Ich will unbedingt gestrickte Lappen ausprobieren und dafür braucht man Baumwolle.)
Inzwischen ist es nach 15 Uhr, die großen Kinder sind aus der Schule zurück. Töchterchen liest auf den Sofa, Sohnemann spielt auf dem Boden mit dem Babymädchen und ich mach jetzt den Rechner aus.
Im Kühlschrank ist noch eine Packung Fertig-Plätzchenteig, die weg muss. So schneide ich Teigscheiben und lege sie aufs Backblech. Da stehen die Großen in der Küche und wollen "verzieren". In meiner Krabbelgruppe mache ich das immer so, dass auf den fertigen Teig (wegen der Hygiene) verschiedene Zuckerstreusel kommen und gleich mit gebacken werden. Deshalb hole ich die Streusel aus dem Schrank und die Kinder verteilen sie auf Teig und eigenen Magen. Das Babymädchen ist im Wohnzimmer nicht mehr zufrieden, so setze ich sie ins Stühlchen. Mit Pinzettengriff erwischt sie ein Zuckerkrümel und lutscht es genüsslich. Ihr Minenspiel ist zu herrlich, wenn sie neue Sachen kostet, eine Mischung aus Skepsis und Überraschung...
Als der Papa nach Hause kommt, sind die Kekse fertig und wir versammeln uns alle am Kaffeetisch. Wir essen Kekse (das Babymädchen isst Hirsekringel) und plaudern über unseren Tag.
Danach kruscheln wir vor uns hin, die Kinder lesen, ich sortiere unsere Sammlung an lustigen Taschenbüchern und aktualisiere meine Liste. Die werde ich für den Opa kopieren. Er braucht eine aktuelle, weil er manchmal auf Flohmärkten unterwegs ist und Freude am Handeln hat. So hat er uns beim letzten Mal fast 30 LTB´s für 20 Euro mitgebracht. Ich hab noch nie eins für unter 1 Euro erwischt.
Das Babymädchen wandert von einem zum anderen, stillt zwischendurch, spielt auf dem Wohnzimmerfußboden.
Zum Abendessen kommen wir wieder alle zusammen an den Tisch. Töchterchen wird gesprächig und erzählt Details aus der Schule, das ist sehr selten. Darüber vergisst sie allerdings das Essen und sitzt noch kauend am Tisch, als alle anderen schon fertig sind.
Die großen Kinder machen sich bettfertig, Herr TAC badet das Baby und ich erledige den Abwasch. Dann geht die Jüngste ins Bett und die Großen schauen "Elefant, Tiger & Co". Später kommen wir Eltern dazu und schauen mit den Kindern zusammen "Nesthäkchen Teil 2". Die DVD-Box habe ich zu Weihnachten bekommen. Sohnemann will erst nicht mitschauen, tut es dann doch.
Das Babymädchen schreit, wir unterbrechen und ich stille sie. Seit einigen Tagen wacht sie abends in kurzen Abständen auf, schreit und lässt sich nur mit Stillen beruhigen. Ich bin gelassen, denn ich weiß, es ist nur eine Phase.
Nach einer Folge schicken wir die Großen ins Bett und wenig später schreit das Baby wieder, diesmal bleibe ich im Bett und lese noch ein wenig.
Tagebuchgrüße von TAC
Rückblick:
5. Januar 2017
Freitag, 5. Januar 2018
4 Kommentare:
Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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Liebe Tac,
AntwortenLöschendas erinnert mich an die Zeit, als meine Mädels klein waren. Schöne Erinnerungen! Und zu deiner Frage: ich nehme immer die "weiche" Baumwolle für die Spültücher. Die dünne. Topflappenwolle ist zu dick - die werden dann unheimlich schwer und unhandlich, wenn sie sich mit Wasser vollsaugen. Ich weiß gar nicht, wie die weiche Baumwolle heißt...hat bestimmt einen Namen...ich schau nachher mal und wenn ich noch ein Etikett finde, dann schreib ich noch einmal:)
Viele liebe Grüße, Anke
Ich hab nun grade gezielt nach dickerer Baumwolle gesucht, weil sich viele Anleitungen auf dickere beziehen. Gut das ich gefagt habe. Bin gespannt, ob du was findest.
AntwortenLöschenLiebe Tac,
AntwortenLöschenich nochmal:) Auf meiner Wolle steht 100% Baumwolle - konditioniert. Aber du findest die bestimmt. Bei Rödel zum Beispiel. Die fasst sich weicher an als die merc. Baumwolle...merkst du sofort. Ist quasi Topflappenwolle, nur dünner:)
Viele liebe Grüße, Anke
Dankeschön. Ich werd mal schauen. "konditioniert" kenn ich noch gar nicht in Bezug auf Wolle.
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