In Sachsen war gestern Reformationstag, also ein Feiertag. Traditionell gehe ich da immer zum sächsischen Gemeindebibeltag, aber diesmal nicht. Wir haben schließlich ein Haus auszuräumen.
So starteten wir zunächst mit ausschlafen (bis etwa halb 7, die Jüngste ist noch nicht auf Winterzeit), Frühstück und spielen.
Die Kleinste blieb bei meiner Mutter. Mit Sohnemann fuhren wir zum Haus, wo es genug zu tun gab.
Weitere Kartons packen und schließen, beschriften nicht vergessen, Müll in die Tonnen sortieren, ...
Die anderen Helfer kamen gegen 10.
Irgendwann stand ich in Sohnemanns Zimmer auf dem Stuhl und puhlte Deckenplatten ab.
Schweißtreibend... Die klebten seit etwa 20 Jahren und hätten sicher nochmal so lange durchgehalten. In unserem Wohnzimmer dagegen fielen die immer mal alleine ab.
Herr TAC und sein Onkel (vor der Rente Elektriker) kümmerten sich derweil um Kabeleien.
Gegen Mittag kam Töchterchen dazu, sie hatte mit den anderen Pfadis im Pfadigarten übernachtet. Voller Hingabe bemalte sie die Wände mit einem schwarzen Stift und Straßenmalkreide. Wann darf man das schonmal...
Am Nachmittag war das erste Zimmer endlich "leer". Wenn wir nur überall schon so weit wären.
Hier werden wir ab sofort den Sperrmüll sammeln, der derzeit noch über alle Zimmer verteilt ist.
Draußen ging es auch vorwärts. Die Wabenplatten von meinem Autostellplatz sind ausgegraben und bei meinen Eltern, wo sie als Zufahrt zum Hängerstellplatz verlegt werden.
Auch die Weg-Platten ums Haus rum sind fast komplett ausgegraben. Die müssen in den nächsten Tagen auf eine bereit gestellte Palette neben dem Spielhaus gestapelt werden.
Der Schwiegervater hat die Him- und Brombeeren ausgegraben und ins Beet gepflanzt, wo sie hoffentlich überleben. Sohnemann hat fleißig geholfen.
Das Bad ist ebenfalls so gut wie leer. Der Schrankblock mit Waschbecken ist eingelagert und wird im neuen Haus wieder einziehen, ins Kinderbad. Die Dusche wandert auf den Sperrmüll.
Feierabend. Wir haben echt viel geschafft und danken allen Helfern herzlich.
Der nächste Einsatz wird bereits am Samstag sein. Schaun wir mal, wie weit wir dann kommen.
Ausräumwütige Grüße von TAC
PS: Erstmals zog gestern eine Gruppe Jugendliche halloween-artig durch die Straße. Sehr phantasievoll waren sie nicht gewesen, nur zwei von fünf hatten eine einfache Gummimaske übergezogen, die ihnen viel zu groß war. Ich tat ihnen den Gefallen und öffnete die Tür, hab aber eh nichts mehr im Haus. Da beschwerte sich das Mädel, dass ihnen keiner öffnen würde. Klar, das eine Haus in der Straße ist nicht mehr bewohnt, die Bewohner anderen beiden, wo sie geklingelt hatten, waren ausgeflogen. Und abgesehen davon ist Halloween in unserer Gegend eigentlich kein so großes Thema (außer in den Geschäften).
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