Freitag, 23. August 2019

Eingeschalt an Bautag 24

Derzeit gehts gut vorwärts am neuen Haus.
Und dass auch gestern gearbeitet worden war, sehe ich sofort beim Näherkommen.
Das metallene Dickicht des Vortages neben dem Haus hat sich gelichtet. Ich kann also wieder den gewohnten Weg aufs Gerüst nehmen.
Ich schaue ins Schlafzimmer.
Auf den Stützen liegen jetzt die Platten auf. Es wirkt jetzt gedeckelt, ganz anders als mit dem Himmel drüber.
Ich steige höher, schon etwas sicherer als gestern. Da ist viel Metall, schön gleichmäßig verteilt.
An den Rändern sind Schalungsbretter angebracht. Sehr fein, da wird hoffentlich am Freitag Beton gegossen.
Auf dem Gerüst stehen mehrere Packungen Steine.
Beim Runtersteigen werfe ich noch einen Blick zum Küchenfenster rein. Da wächst eine "Metallsäule". An der Stelle fehlte bisher die Wand. Jetzt siehts fast so aus als wird an der Stelle ebenfalls Beton gegossen. Ich bin gespannt.
In Richtung Wohnzimmer siehts recht unspektakulär aus.
Ich hab nicht viel Zeit und steige schnell wieder runter. Schnell ein 12tel Blick:
Eher beiläufig werfe ich noch einen Blick in die untere Etage. Huch, da hat sich ja auch was getan. Die Wand zwischen Hobbyraum und dem Raum mit Hintertür will wachsen.
Und auch das "Gartenklo" bekommt Wände.
Irgendwann war wohl noch etwas Zeit übrig. Das könnte auch an Bautag 22 gewesen sein, da hab ich unten nicht geschaut.
Und noch was entdecke ich: Im Haus gibts jetzt eine Aufstiegsmöglichkeit, eine erste "Innentreppe" sozusagen.

Und da das hier mein "Bautagebuch" ist will ich auch ein paar Gedanken dazu schreiben, die mich derzeit bewegen: 
Ich freue mich gerade sehr über jeden Fortschritt. In den Vorbereitungen fühlte sich alles so richtig an, nah dran am Traumhaus. Jetzt, wo ich das Entstehen sehe, zweifle ich gerade sehr viel. Haben wir an alles gedacht? Hätten wir die Treppe doch nicht zentral planen sollen? Ist das Schlafzimmer zu klein? Und das Bad zu groß? Hätten wir uns vielleicht doch nicht am alten Haus orientieren sollen und lieber ganz frei planen sollen? Hätten wir vielleicht doch lieber auf ein Standarthaus zurück greifen sollen? Haben wir genug Fenster geplant, wird es hell genug sein? 
Einige dieser Fragen treiben auch den Herrn TAC um. 
Der allererste Hausentwurf war von der Grundfläche her noch ein bischen größer. Wir mussten es etwas zusammen schieben, weil das Geld sonst nicht gereicht hätte. Da wären Schlafzimmer und Wohnzimmer etwas breiter gewesen. 
Und ich merke, dass ich schon wieder anfange zu erklären... So wie im alten Haus, wo das Treppenhaus einfach furchtbar war... 
Im Grunde weiß ich, dass ich nichts erklären brauche. Wir werden mit unseren Kindern da wohnen. Es muss uns gefallen und für uns passen. Und ich bin sicher, dass wir uns wohlfühlen werden. 
Aber die Zweifel bleiben. Zumindest im Augenblick. 

Vorbereitungsgrüße von TAC 

2 Kommentare:

  1. Das ist, glaube ich, ganz normal, so geht es den meisten. Wir haben auch gezweifelt, ist eine Wohnung richtig, nicht lieber Erdgeschoss mit Garten, statt Balkon, oder doch ein Haus? Vielleicht nur 3 Zimmer oder ein anderer Stadtteil, dafür kleiner? Im Nachhinein ist alles richtig, wir leben gern hier und was nicht passt, wird eben passend gemacht. Freu dich auf euer neues Heim.....

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  2. Ja, das mach ich auf alle Fälle.
    Dankeschön für den Zuspruch.

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