Dienstag, 29. Juni 2021

Wochenende in Bildern KW 25 - Konfirmation

Was für ein Wochenende... stressig, aber trotzdem wunderschön. Die Große hatte am Sonntag Konfirmation, das heißt, sie hat ihre Taufe, die sie als Baby empfangen hat, bestätigt. Und ganz nebenher ist das auch so ein Meilenstein, der Kindheit und Erwachsenenleben miteinander verbindet und doch auch irgendwie die Trennung markiert.
Alle Fotos von Familienwochenenden gibts bei Alu und Konsti von "Große Köpfe".

Freitag:
Bereits die ganze Woche steht im Zeichen der Konfirmationsvorbereitung.
Am Nachmittag verborgen wir die beiden jüngeren Kinder an die Großeltern, Sohnemann radelt selbst zu den SchwiegerGroßeltern, die Jüngste bringen wir zu meinen Eltern. Bei der Gelegenheit lässt sich der Lieblingsehemann von meiner Mutter Haare schneiden und ich sause nach nebenan in den Laden und kaufe Schneckenkorn. Sorry, hab alles versucht, aber die Schnecken ernten schneller, als alles wachsen kann. Es bleibt nur dieser Weg. 
Am Abend geht die Große zum Jugendgottesdienst mit anschließendem Grillen. Es schüttet, aber im Pfarrgarten wurde ein Zelt aufgebaut.
Herr TAC und ich bereiten ein "Spiel" vor. Von allen Gästen hab ich mir Konfirmations- oder Taufsprüche und Fotos geben lassen. Die Sprüche werden geteilt, im Laufe der Feier sollen die Gäste die Sprüche zusammen bauen und den Personen auf den Bildern zuordnen. Dafür gehen wir auch auf den Dachboden, Fotos suchen. Die Katze folgt uns und inspiziert den Dachboden. Wir beachten sie nicht weiter.
Plötzlich fehlt ein Katzenbaby und die Katze trägt das zweite weg. Mist, wo ist das fehlende? Wir suchen und finden es in der Dämmwolle auf dem Dachboden. Wir tragen es zurück, die Katze versucht immer wieder, ein Baby weg zu tragen. Wir sperren sie erstmal aus. 
Katzen ziehen mit ihren Babys um aus 2 möglichen Gründen:
1. Schutz vor Feinden
2. Platz zu unruhig
Ich tippe auf eine Kombination beider Gründe. Für die Nacht stelle ich die Wurfkiste hinters Sofa und lege eine Decke drüber. Damit ist Tiffany erstmal zufrieden.


Samstag:
Die Katze ist sehr unruhig. Immer wieder versucht sie, ein Baby weg zu tragen. So überlegen wir, wo es - auch im Hinblick auf die morgige Konfirmationsfeier - angemessen ist. Vor der Geburt hat die Katze ständig alle Schränke inspiziert. Ich habe einen Eck-Kleiderschrank. Wenn die Tür offen bleibt, ist da ein schmaler Einstieg und viel Platz in der "Ecke". Ich lege ein Handtuch rein und eine Wickelunterlage darauf. Herr TAC macht vorn ein Brett fest, so dass die Kleinen nicht versehentlich raus krabbeln können. Das zeigen wir der Katze, dann warten wir.
Passt. Ein Baby nach dem anderen wandert von der Wurfkiste in den Kleiderschrank, mit kurzen Pausen, wo sie sich mal hier oder da dazu legt. 
Herr TAC liegt auf der Lauer für das Foto. 
Es gibt viel zu tun. Viel zu schnell ist Mittag. Wir haben noch ein paar Kartoffeln, die weg müssen. Die gibts gebacken, mit Kräuterquark, den die Große gemacht hat. Sehr lecker. 
Saugen, sortieren, putzen, wischen, umtopfen, einpflanzen, bestellte Leckereien beim Bäcker abholen, Sofadecken waschen, zwischendurch kurze Mittagspause, später Kaffee, die Große bäckt einen Tortenboden, ich ergänze später den Belag... 
Plötzlich ist es Abend. Ich bin noch nicht fertig. 
Die beiden jüngeren Kinder kommen heim, frisch gebadet. Die Große lackiert ihre Nägel, auch die Geschwister bekommen ausnahmsweise je einen farbigen Fingernagel. Dann ist Schlafenszeit für die beiden, Sohnemann darf noch etwas lesen. 
Ich mache Feierabend und lackiere kurzerhand meine Fingernägel. Das mach ich sonst nie, da es eh nicht lange hält. 



Sonntag:
Gegen halb 8 werden wir wach. Das passt ganz gut. Herr TAC und ich haben nicht gut geschlafen, weil die Katze im Kleiderschrank ihren Kindern viel zu erzählen hatte und weil es drückend warm ist im Schlafzimmer. 
Ab dem Aufstehen ist Hektik. Ich dusche, Herr TAC macht Frühstück. Die Kinder dürfen im Schlafzeug frühstücken. 
Die Oma kommt, wir machen der Tochter ihre Frisur, die Oma zaubert ihr große Wellen mit dem Lockenstab. 
Ich wusle hier und da, Tisch dekorieren, Kinder anziehen, mich selbst fertig machen, Betten machen, aufräumen... 
Dreiviertel 10 sollte die Große eigentlich schon im Gemeindehaus sein mit den anderen Konfirmanden. Kurz vor knapp fällt mir der freiwillige Selbsttest ein für die Chorsänger. Schnell das Stäbchen in die Nase, den Rest übernimmt der Herr TAC. Negativ. Passt. 
Wir wollen gerade das Haus verlassen, da wird ihre Freundin gebracht. Große Wiedersehensfreude, sie haben sich längere Zeit nur virtuell getroffen. Wir sausen zu zweit los, die Große zum Gemeindehaus, ich in die Kirche auf die Empore zum Chor. Auf meinem Stuhl liegen erste Geschenke. Mist, ich hab Beutel vergessen. Herr TAC geht nicht ans Telefon, er ist bereits unten in der Kirche angekommen. So sause ich nochmal heim, Sohnemann kommt mir entgegen, er hatte die Maske vergessen. Mein Vater und mein Bruder kommen. Ich sag ihnen nur kurz hallo und sause zurück in die Kirche. Ich hab vergessen, Karten für die anderen Konfirmanden zu schreiben, wo wir "was geben". Das sind in diesem Jahr 3. Das werde ich nachholen. 
Hinsetzen, durchatmen. Noch was trinken. Der Gottesdienst beginnt. 
Es ist ein wirklich schöner Gottesdienst und trotz 10 Konfirmanden dauert er nichtmal 1,5 Stunden. 
Danach ist Gratulieren vor der Kirche. Ich stehe mit Beuteln in Großtöchterchens Nähe und sammle die Geschenke und Karten ein, die sie bekommt. Dann werden alle Konfirmanden nochmal zusammen geholt für Gruppenfotos im Altarraum. 
Wir haben noch Zeit bis wir zur Gaststätte fahren. So gibts bei uns etwas zu trinken und wir zeigen dem Patenonkel und dessen Frau unser neues Haus. 
Die Große packt Geschenke aus. 
Zeit für die Gaststätte. Wir haben einen Raum für uns und eine Bedienung, die schon bei unserer Hochzeit für uns gesorgt hat. Sie hat Herz und Mund am rechten Fleck, wir lachen herzhaft. Auch der Patenonkel hat noch immer seinen wunderbaren Humor. 
Das Essen ist sehr lecker. 
Gegen 15 Uhr sind wir wieder bei uns. Wir reden, manche Gäste stehen an der Wand mit den Konfirmationssprüchen. Die Katzen werden angeschaut. Es sind 2 Mädchen und 3 Jungs. In der letzten Woche hatten wir mehrere Anfragen. Meine Eltern werden das dunklere Mädchen nehmen. 
Zur Beschäftigung zwischendurch hatte ich ein Perlenengelset bestellt. Das kommt sehr gut an. 
Die Festgesellschaft geht raus in den Garten, so kann ich mich ums späte Kaffeetrinken bzw. frühe Abendessen kümmern. Meine Mutter hilft mir. 
Wir haben eine Konfirmationstorte bestellt, die stell ich auf den Tisch, unangeschnitten. Das darf die Große dann selbst machen. 
Da 16 Personen doch eine lange Tafel erfordern, haben wir alles andere als Buffet aufgebaut. 
Es gibt Baguette mit herzhaften Belägen, 
eine Nugattorte
und eine Erdbeertorte. 
Ich würde gerne berichten, dass alles alle geworden ist... War aber tatsächlich noch viel übrig. Wir hatten wirklich üppiges Mittagessen, dazu die Wärme, da hielt sich der Hunger in Grenzen. 
Im Garten haben wir Fotos von der Festgesellschaft gemacht, später auch noch welche von der Konfirmandin alleine, mit uns Eltern, mit der Freundin oder mit dem Bruder. Die Jüngste ist nämlich einfach eingeschlafen. Zu dem Zeitpunkt schieben wir es auf den aufregenden Tag ohne Mittagsruhe. Später am Abend werde ich feststellen, dass sie mal wieder Fieber hat. (Heute, wo ich das schreibe, weiß ich, dass es eine Erkältung ist, die gerade im Kindergarten um geht). 
Das ist noch ein Foto von der Wand mit den Sprüchen und Bildern im sortierten Zustand. 
Ein weiteres Spiel hatte ich noch. Ich nenne Umschreibungen und alle müssen raten. Wer richtig liegt, bekommt es. Beispiel: "Sportliche Betätigung für Königskinder" = Prinzenrolle. Das wünscht sich die Große gleich für ihre nächste Geburtstagsfeier, wo ja bei den Teenies Spiele eher nicht mehr angenommen werden. 
Am Ende des Tages bleibt ein wohlig warmes Gefühl für ein gelungenes Fest und ein bischen Chaos. 
Die Große hat ihren Tag glaub ich sehr genießen können, auch wenn sie im Vorfeld immer wieder genervt war von meinen Anforderungen an sie ("Zimmer aufräumen"). 
Neben den Rechten und Pflichten, die sie in der Kirchgemeinde mit der Konfirmation erlangt (z. B. Patenschaft übernehmen, Teilnahme am Abendmahl...), gibt es auch innerhalb der Familie einige Dinge, die sich ändern. So darf sie nun immer selbst entscheiden, ob sie Kaffee, Cola oder mal ein Glas Wein trinken will. Andererseits wird sie nun auch mehr als Erwachsene behandelt, das bedeutet, sie muss mehr Verantwortung übernehmen, in erster Linie für sich selbst. 
Ich bin gespannt, wohin sie ihr Lebensweg führt und freue mich, dass ich sie auch weiterhin begleiten darf, allerdings von nun an immer mehr in den Hintergrund tretend. 

Konfirmationsgrüße von TAC 


Rückblick: 

11 Kommentare:

  1. Guten Morgen! Das klingt nach einer richtig gelungenen Feier! Die Spielidee und die Fotosache gefällt mir sehr gut. So ist es etwas aufgelockert und nicht nur essen und quatschen. :-) Geht's der Kleinen wieder besser?
    Alles Gute noch mal der Großen! Schön hast du den Wechsel und Einschnitt mit der Konfirmation beschrieben.
    Eine gute Woche und liebe Grüße von Maike

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    1. Ja, der Kleinen gehts wieder gut, ist halt noch Schnupfen.
      Die Spielideen waren aus dem Netz.
      Und die Wünsche geb ich gerne weiter, vielen Dank.

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  2. Guten Morgen,
    da hattet ihr ja ein richtig volles Feierwochenende. Alles Gute der Großen zu diesem Schritt.
    Die Spielidee mit den Sprüchen ist toll, die muss ich mir merken.
    Hier geht die Fieberwelle auch gerade in der Kita um. Da unsere letzte Woche schon daheim war, genießt sie jetzt die kleine Gruppe.
    Liebe Grüße und dann ein ruhigeres Wochenende
    Anne

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    1. Danke für die Wünsche, die geb ich gerne weiter.
      Das mit den Sprüchen kam gut an. Schon das Erkennen der Fotos war nicht ganz einfach in manchen Fällen. Und es ist ein Spiel, wo keiner gezwungen wird, mitzumachen.
      Kleintöchterchen war eine Woche zu Hause, eine Woche im KiGa und jetzt wieder eine Woche zu Hause. Das ist halt manchmal so. Aktuell geht sie gar nicht gerne, nur ist sie zu Hause eben nicht ausgelastet.

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  3. Was für eine schöne Feier ihr hattet. Herzliche Glückwünsche zur Konfirmation und Gottes Segen deiner großen für ihren weiterem Weg!
    Deine liebevollen, leicht chaotischen Beschreibungen klingen immer so richtig aus dem vollen Leben gegriffen. Ich mag das sehr.
    Die Nougattorte sieht toll aus. Hast du ein Rezept dafür?
    Und die Miez mit dem Baby in der Schnute - ich schmelze!!!
    Claudiagruß

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    1. Auch deine Wünsche geb ich gerne weiter.
      Ich schreibe auch mitten aus dem Leben, anders kann ich gar nicht ;)
      Die Torte ist ganz leicht. Boden backen oder kaufen, Schokopudding ohne Zucker nach Packungsanleitung kochen, 3 Nugatstangen und 1/2 Würfel Kokosfett im heißen Pudding schmelzen, glatt rühren und über den Boden gießen. Abkühlen lassen, kalt stellen. Schmeckt gut durchgezogen noch besser als frisch. Das Rezept könnte ich eigentlich mal verbloggen.

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  4. Ein toller Bericht! Ich kann mich sehr mit eurem Weg zur Kirche identifizieren - jeder hat noch was vergessen und muss nochmal zurück - genau wie bei uns! doch wir wohnen zum Glück direkt neben der Kirche (mein Mann ist der Pfarrer 😉) aber auch er rennt öfter mal während eines Liedes heim und holt noch was 😁
    Wir hatten gestern Konfirmation von Kind 2 und heute sind auch alle etwas angeschlagen...
    Deiner Jüngsten gute Besserung und der Konfirmierten herzliche Glück- und Segenswünsche,
    liebe Grüße
    Nanni

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    1. Hallo Nanni, schön dich kennen zu lernen.
      Die Kirche ist hier auch höchstens 100m weg. Sonst würde heim sausen nicht gehen.
      Vielen Dank für die lieben Wünsche.
      Der Jüngsten gehts wieder gut, sie hat jetzt erfolgreich die Oma und die große Schwester angesteckt. Im Grunde ist es ja auch mal wieder schön, eine ganz "normale" Erkältung zu haben. Das ging im Kindergarten rum und hat letzte Woche wohl viele Kinder erwischt.
      Deinem Kind 2 nachträglich noch alles Gute zur Konfirmation, das ist schon ein wirklicher Meilenstein.

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    2. Hallo TAC, ich freu mich auch, Dich hier gefunden zu haben!
      Vielen Dank für die Wünsche!
      Die Kirchennähe ist bei solchen Gelegenheiten sehr praktisch.
      Bei uns schieben wir auch gerade einen Schnupfen vom einen zum anderen... War ja auch echt komisch, dass 18 Monate lang keiner irgendwas hatte.
      Liebe Grüße
      Nanni

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    3. Die Jüngste hat fast in jeder Kindergartenwoche irgendwas aufgesammelt. So viele Wochen war sie allerdings nicht dort. Aber so hatten wir doch immer mal eine Erkältung.

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    4. ja, im Kindergarten ist der Keimaustausch immer größer.
      Aber so lange es nur eine Erkältung ist...

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Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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