Donnerstag, 18. Dezember 2014

Fussel - 18. Dezember



Fussel schläft auf dem Bett von Timo als die Mutter herein kommt: "Timo, guten Morgen, raus aus dem Bett, es hat geschneit" Timo und Fussel gähnen. Kurz danach steht Timo am Fenster. "Och, das reicht nicht zum Schlitten fahren" sagt er traurig und öffnet das Türchen am Adventskalender.
Nachdem die Kinder in der Schule sind widmet sich Fussel ausgiebig der Morgentoilette und der Morgengymnastik. Danach legt er sich im Wohnzimmer auf den Fensterstock und schaut raus. Es liegt nur ganz wenig Schnee, überall schauen die Grashalme noch heraus. Aber es hat wieder angefangen zu schneien.
Nachmittags kommen die Kinder zusammen mit der Mutter nach hause. "Mami, dürfen wir Schlitten fahren gehen?" betteln sie.
Fussel hebt den Kopf und schaut nach draußen. Inzwischen liegt soviel Schnee, dass man nicht einen einzigen Grashalm mehr sieht und die Latten des Gartenzauns haben hohe, weiße Mützchen.
"Ja geht nur, " lacht die Mutter, "aber seid um fünf wenn es dunkel wird wieder da."

Die Kinder lassen ihre Schultaschen in den Gang plumpsen, ziehen sich schnell die dicken Schneeanzüge an und rennen nach draußen. Fussel springt vom Fensterstock, streckt sich kurz und läuft ihnen dann hinterher. "Schlitten fahren" kennt er noch nicht, also muss er unbedingt herausfinden, was das ist.
Die Kinder holen zwei Dinger aus Holz aus dem Schuppen, die sie als "Schlitten" bezeichnen. Dann laufen sie zum Feld. Dort geht es steil bergauf, und andere Kinder auf  genau solchen Schlitten kommen ihnen entgegen. Fussel wundert sich. Plötzlich entdeckt er Mia, die einem Schneeball hinterher flitzt.
"Hallo Mia" ruft Fussel und läuft zu ihr. "Hallo Fussel" ruft sie zurück und schlägt den Schneeball mit der Pfote so sehr, dass er zerfällt. "Komm mit, das macht Spaß" sagt sie dann zu Fussel und saust den Berg wieder hoch. Die Kinder aus Fussels Familie sind auch eben oben angekommen. Fünf Kinder haben ihre Schlitten nebeneinander gestellt und setzen sich jetzt darauf. Eines der Kinder macht einen Schneeball und kullert ihn den Berg hinunter. Fussel und Mia laufen los, dem Schneeball hinterher. Das ist das Startzeichen für die Kinder, die alle auf einmal nebeneinander den Berg hinunter rodeln.
Lange dringt vergnügtes Kinderlachen vom Berg zu den Häusern, bis alle kurz vor fünf Uhr ein letztes Mal den Berg hinunterrodeln oder einem Schneeball hinterher flitzen.

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