Unser Wohnort liegt im Tal und am Hang eines Flusses. Wir wohnen im Tal auf der einen Flussseite, Sohnemanns Kindergarten liegt auf dem Berg auf der anderen. Die Straße dahin führt am häuserumstandenen Marktplatz vorbei, der ebenfalls am Hang liegt und deshalb einen unteren und einen oberen Bereich hat, es geht also bergauf. Und während eine geteerte Straße am unteren Bereich entlang geht, ist der Bereich um den Marktplatz gepflastert (und bei entsprechenden Witterungsverhältnissen recht glatt). Soviel zur Vorrede.
Heute Morgen hab ich Sohnemann also mit dem Auto in den KiGa gebracht. Dieser liegt auf der linken Seite der Straße, auf der man auch parken kann. Deshalb fahre ich zunächst am KiGa vorbei, lenke an der Einfahrt dahinter um und parke dann parallel zur Straße vorm KiGa. In den letzten Jahren ist im KiGa-Gebäude viel gebaut worden, unter anderem gibt es nun ein Alarmsystem und eine Feuertreppe, die wir beim Umlenken sehen können. Bereits da stellte Sohnemann verwundert fest, dass seine Gruppe auf der Feuertreppe stand.
Beim Einparken bemerkte ich aus dem Augenwinkel das Blinken des Feuerlichtes und beim Aussteigen hörten wir den Alarmton aus dem Kindergarten. Da auch andere Eltern ihre Kinder brachten gingen wir trotzdem Richtung Eingang, als ein Vater mit seinem Kind wieder heraus kam und uns anderen erklärte, wir müssten im Hof bleiben. Kurz danach kamen die Erzieher mit den angezogenen Kindern aus dem Gebäude.
Sie erklärten uns, dass ein Toaster wohl etwas seltsam gerochen hätte und daraufhin der Feueralarm los gegangen sei. Die derzeitige Leiterin hatte sofort bei der Feuerwehr angerufen, um zu sagen, dass nichts Erstes sei, aber ihr wurde gesagt, dass alles wie ein Ernstfall zu behandeln wäre. Die Erzieher hatten daraufhin beschlossen, die Kinder wenigstens anzuziehen. Und wir mussten auch nicht zum Sammelplatz im hinteren Bereich des Gartens, weit weg vom Gebäude, sondern durften im Hof vorm Haupteingang bleiben.
Für die Kinder wurde es nun richtig spannend, da die Feuerwehr mit Blaulicht und Martinshorn anrückte, mit drei Fahrzeugen. Gespannt beobachteten sie, wie zwei Feuerwehrleute in voller Schutzkleidung kamen, zunächst versuchten den Alarm auszuschalten (der aber immer wieder an ging) und schließlich den Kindergarten von oben bis unten inspizierten. Mit Hilfe eines Lüfters wurde die Luft dann so weit ausgetauscht, dass die Brandmelder Ruhe gaben. Nach ca. 25 min durften wir wieder ins Gebäude.
Für die Kinder gibt es heute sicher jede Menge Gesprächsstoff. Und ich nehme an, dass das richtige Verhalten bei Feueralarm heute nochmal Thema sein wird in den Gruppen.
Als ich dann schließlich wieder nach Hause fahren wollte, kam ich bis zum Markt. Da stand ein LKW mit großem Container auf dem Anhänger mitten auf der Straße. Rückstau in alle Richtungen. Die Feuerwehr war hierhin weiter gefahren und auch die Polizei war schon da. Ich nehme an, der LKW ist irgendwie ins Rutschen gekommen und rückwärts gegen das Haus geprallt. Schließlich wurde er vom Materialwagen der Feuerwehr abgeschleppt.
Beim Vorbeifahren konnte ich sehen, dass "nur" der Fenstersims des Schaufensters beschädigt war.
So war das heute zum Glück nur viel Aufregung ohne ersthafte Schäden.
Da soll nochmal jemand behaupten, in einer Kleinstadt wäre nichts los...
Donnerstag, 18. Dezember 2014
2 Kommentare:
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Liebe Tac,
AntwortenLöschendu meine Güte - da war ja richtig was los! Kann mir gut vorstellen, das die Feuerwehraktion im Kindergarten ziemlich aufregend für alle Kinder war. Zum Glück ist alles glimpflich ausgegangen...
Liebe Grüße, Anke
Ja, alles gut. War ein bischen wie eine Übung. Ich gleibe, die Kinder fanden es toll *kicher* Zumindest die meisten.
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