Sonntag, 21. Dezember 2014

Fussel - 21. Dezember



Heute ist ein besonderer Tag. Fussel spürt das. Die ganze Dosenöffnerfamilie läuft aufgeregt und hektisch durchs Haus. Beim Frühstück brannten am Weihnachtskranz alle vier Kerzen. "Ob heute Weihnachten ist?" überlegt Fussel und beschließt, nachzuschauen.
Er geht in Timos Zimmer und setzt sich vor den Adventskalender. "Hm, da sind noch drei Türchen zu, also ist heute noch nicht Weihnachten." denkt er.
Wenig später sitzt er im Wohnzimmer auf seiner Decke. Von hier aus hat er alles im Blick. Die Dosenöffnermama steht am großen Tisch, der heute noch größer ist als sonst. "Aha, es kommt Besuch" denkt Fussel. "Hoffentlich nicht wieder die mit dem Hund." überlegt er und schüttelt sich. Das war kein schöner Nachmittag für ihn gewesen. Die Zweibeiner hatten sich an den großen Tisch gesetzt, gegessen und getrunken und geredet und gelacht und dabei den Hund ganz vergessen. Der war die ganze Zeit Fussel hinterher gerannt, obwohl Fussel schlafen wollte. Schließlich konnte sich Fussel auf das Schuppendach retten. Der Hund saß dann zwei Stunden unten und bellte. "Mrrrrrrrrr." entfährt es Fussel, als er daran denkt.
Die Türklingel reißt ihn aus seinen Gedanken. Er hört Kinderstimmen und lachende erwachsene Zweibeiner. Fussel fängt an zu schnurren als er die Stimmen erkennt, springt vom Fensterstock und geht die Zweibeiner begrüßen.

Es ist die Schwester des Dosenöffnerpapas mit ihrem Mann und den drei Kindern Florian, Julian und Sarah. Alle tätscheln Fussel einmal den Kopf und Fussel reibt seine Wange an den Beinen. Er muss ziemlich sehr aufpassen, dass er nicht aus Versehen getreten wird.
Nach dem Kaffeetrinken sausen die Kinder nach oben, während die Erwachsenen noch sitzen bleiben. Fussel entscheidet sich, mit den Kindern nach oben zu gehen.
Die Kinder spielen Verstecken. Timo liegt unter seinem Bett. Fussel will zu ihm, und Timo schimpft flüsternd "Fussel, geh weg!" Da ertönt schon Florians Stimme "Timo ab, unter dem Bett!"
Fussel schleicht beleidigt davon. Emily steht hinter einem Vorhang. Fussel geht schnurrend auf sie zu. "Nein Fussel, du verrätst mich doch!" flüstert sie aufgeregt. "Emily ab, hinter dem Vorhang. Danke Fussel!" lacht Florian. Die Kinder spielen noch eine Weile weiter, Fussel findet alle. Schließlich geben sie genervt auf. "Wenn Fussel mit uns spielen will, spielen wir eben etwas, was er auch kann." schlägt Sarah vor. "Ja, und was kann er?" fragt Julian. "Mäuschen jagen." antworten Timo und Emily und holen die Plüschmäuschen.

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