Heute
ist ein besonderer Tag. Fussel spürt das. Die ganze Dosenöffnerfamilie läuft
aufgeregt und hektisch durchs Haus. Beim Frühstück brannten am Weihnachtskranz
alle vier Kerzen. "Ob heute Weihnachten ist?" überlegt Fussel und
beschließt, nachzuschauen.
Er
geht in Timos Zimmer und setzt sich vor den Adventskalender. "Hm, da sind
noch drei Türchen zu, also ist heute noch nicht Weihnachten." denkt er.
Wenig
später sitzt er im Wohnzimmer auf seiner Decke. Von hier aus hat er alles im
Blick. Die Dosenöffnermama steht am großen Tisch, der heute noch größer ist als
sonst. "Aha, es kommt Besuch" denkt Fussel. "Hoffentlich nicht
wieder die mit dem Hund." überlegt er und schüttelt sich. Das war kein
schöner Nachmittag für ihn gewesen. Die Zweibeiner hatten sich an den großen
Tisch gesetzt, gegessen und getrunken und geredet und gelacht und dabei den
Hund ganz vergessen. Der war die ganze Zeit Fussel hinterher gerannt, obwohl
Fussel schlafen wollte. Schließlich konnte sich Fussel auf das Schuppendach
retten. Der Hund saß dann zwei Stunden unten und bellte.
"Mrrrrrrrrr." entfährt es Fussel, als er daran denkt.
Die
Türklingel reißt ihn aus seinen Gedanken. Er hört Kinderstimmen und lachende
erwachsene Zweibeiner. Fussel fängt an zu schnurren als er die Stimmen erkennt,
springt vom Fensterstock und geht die Zweibeiner begrüßen.
Es
ist die Schwester des Dosenöffnerpapas mit ihrem Mann und den drei Kindern
Florian, Julian und Sarah. Alle tätscheln Fussel einmal den Kopf und Fussel
reibt seine Wange an den Beinen. Er muss ziemlich sehr aufpassen, dass er nicht
aus Versehen getreten wird.
Nach
dem Kaffeetrinken sausen die Kinder nach oben, während die Erwachsenen noch
sitzen bleiben. Fussel entscheidet sich, mit den Kindern nach oben zu gehen.
Die
Kinder spielen Verstecken. Timo liegt unter seinem Bett. Fussel will zu ihm,
und Timo schimpft flüsternd "Fussel, geh weg!" Da ertönt schon
Florians Stimme "Timo ab, unter dem Bett!"
Fussel
schleicht beleidigt davon. Emily steht hinter einem Vorhang. Fussel geht
schnurrend auf sie zu. "Nein Fussel, du verrätst mich doch!" flüstert
sie aufgeregt. "Emily ab, hinter dem Vorhang. Danke Fussel!" lacht
Florian. Die Kinder spielen noch eine Weile weiter, Fussel findet alle.
Schließlich geben sie genervt auf. "Wenn Fussel mit uns spielen will, spielen
wir eben etwas, was er auch kann." schlägt Sarah vor. "Ja, und was
kann er?" fragt Julian. "Mäuschen jagen." antworten Timo und
Emily und holen die Plüschmäuschen.
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