Mittwoch
Der Start in den Tag beginnt sehr träge. Trotzdem schaffen wir es einigermaßen pünktlich an den Frühstückstisch und aus dem Haus. Sohnemann will unbedingt wieder in den Kindergarten, aber das Thermometer zeigt immer noch leicht erhöhte Temperatur. Also muss er zu Hause bleiben und sich weitestgehend selbst beschäftigen, denn die Zeit drängt, am Wochenende ist die Kinderkleiderbörse und ich habe noch nichts fertig. Lediglich zusammen gesucht sind die Sachen, die diesmal hin sollen.
Das ist dann auch meine Vormittagsbeschäftigung: Listen drucken, Etiketten schneiden, beschriften, sortieren, zusammen legen... Nebenher versuche ich, Sohnemann zu beschäftigen, der vor lauter Langeweile Unordnung macht, mich ärgert und unerlaubterweise meine Korrekturmaus "testet".
Gegen Mittag hab ich die erste Liste fertig und weil es schon spät ist, koche ich schnell Grießbrei, das ist eines von Sohnemanns Lieblingsessen.
Relativ bereitwillig verschwindet er ins Bett, natürlich ohne zu schlafen. Aber zumindest ruht er sich aus.
In meiner Mittagspause stöbere ich eine Runde im Netz und stolpere über den neuesten Eintrag bei einer Petition "Geburt darf keine Privatleistung werden - gegen die wirtschaftlich optimierte Geburt!", die ich vor längerem unterschrieben habe und frage mich zim x-ten Mal, wo das noch hinführen soll und wie wohl unsere Kinder mal ihre Kinder bekommen werden.
Als Töchterchen aus der Schule kommt, zeigt sie mir stolz ihre Kartoffeln. Sie waren heute auf dem Kartoffelfeld zum "stoppeln" und bekamen nebenher Interessantes zur Kartoffel erklärt. Demnächst folgt noch eine Projektwoche zur Kartoffel.
Schnell erledigt sie ihre Hausaufgaben und geht dann zur Christenlehre. Da auch die Bücherstube heute offen hat, erlaube ich ihr, nach der Christenlehre noch in der Bücherstube zu bleiben.
Sohnemann und ich gönnen uns eine kleine Kaffeepause, danach gehn wir raus. Sohnemann fährt eine Runde Fahrrad. Ich trage inzwischen die vorsortierten Dinge für die zweite Liste vom Zweithaus (wo mein "Lager" ist weil ich da mehr Platz zum Ausbreiten der Sachen habe) ins Wohnhaus.
Außerdem habe ich schon eine "Spende" von Dingen bekommen, die für "Kinder helfen Kindern" gedacht sich. Ich räume die Säcke aus und sortiere. Die wenigsten Dinge dürfen tatsächlich in die Päckchen (ein paar gute Buntstifte, Puzzles und süße Stofftiere sind dabei). Ich werde bei der Spenderin nachfragen, ob ich die Sachen auch anderen gemeinnützigen Stellen geben darf. Beispielsweise können einige Bücher in die Bücherstube, ein Lernspiel für die Vorschule ist im Kindergarten besser aufgehoben. Und einige Dinge, die kaputt, verdreckt oder unvollständig sind, kann ich nur wegwerfen.
Töchterchen kommt dazu und liest sich in einem Lustigen Taschenbuch fest, das ebenfalls aus einem der Säcke kam. Ich erlaube ihr, es mit ins Wohnhaus zu nehmen und nach einer kurzen Tobezeit im Garten darin weiter zu lesen. Bis zum Ende des Tages ist sie damit durch.
Inzwischen ist auch Herr TAC von Arbeit zurück. Wir besprechen einiges und dann ist auch schon Zeit fürs Abendessen und das Abendprogramm. Die Kinder liegen pünktlich und müde im Bett.
Den Abend verbringe ich strickend und häkelnd, nebenher läuft eine Dokumentation über Tiere im Elbsandsteingebirge, bis mir die Augen zufallen und ich ins Bett verschwinde.
Donnerstag, 24. September 2015
Eine Alltagswoche im Herbst 2015
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4 Kommentare:
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Oh ja, diese spezielle Sorte Korrekturmäuse kenne ich... Kommt bei uns im Klassenzimmer häufig vor ;-)
AntwortenLöschenKartoffelprojekt ist toll! Das hatte meine Kollegin mit der Klasse auch mal gemacht, die Kartoffeln wurden sogar von den Schülern selber auf dem Acker gesetzt. Ich war echt platt, dass mehr als ein Schüler nicht sicher war, ob Kartoffelbrei nicht doch eigentlich aus Pulver gemacht wird...
Liebe Grüße aus Ostthüringen,
Karen
Die mäuse sind super, sofern man weiß, wie sie benutzt werden. Ist wie mit den klebepads, die eigentlich für Fotos gedacht sind. Ich benutz die immer in der Krabbelgruppe, weil die Finger sauber bleiben und man sie notfalls wieder abziehen kann. ist immer wieder interessant, was die Mamas so mit den Packungen veranstalten.
AntwortenLöschenJaja, und Kühe sind lila *g* Wir haben uns bewusst dazu entschieden, unsere Kinder ländlich aufwachsen zu lassen (Alternative wäre Drsden gewesen)
Wir wohnen in Westsachsen *g*
Und Westsachsen liegt naturgemäß nicht weit weg von Ostthüringen :-) Zumal für uns der nächste Ikea in Chemnitz ist und unsere beiden Kleinen im Sommer erst zu einer Freizeit in Zwönitz waren!
AntwortenLöschenDas Erlebnis mit den Klebepads hatte ich kurz vor den Sommerferien... Ich habe mit der Klasse meiner Jüngsten ein Abschiedsalbum für Grundschullehrerin gestaltet. Von der Kreativität der Kinder war ich total begeistert, sie haben wunderschöne Seiten mit Wunderlochern und Masking Tape gestaltet, tolle Texte geschrieben, aber das Festkleben der Fotos mit den Klebepads war die Herausforderung schlechthin...
Ich bin auch sehr froh, dass unsere Kinder nicht in einer Großstadt aufwachsen (so toll ich Dresden ja für einen Besuch finde :-)). Jedes Mal, wenn wir bei unseren Eltern im Rhein-Main-Gebiet sind, weiß ich, dass ich da nie wieder hin will.
Kühe sind entweder lila oder geben einfach so Milch, weil sie nette Milchkühe sind ;-) Wer weiß heute schon, dass da erst ein Kälbchen geboren werden muss. Ein Hoch auf die Patentante mit dem Bauernhof - meine Kinder lieben es, dort zu sein!
Liebe Grüße,
Karen
Ja, darüber könnten wir uns ewig austauschen. Mit meiner Krabbelgruppe fahre ich jedes Jahr einmal auf den Bauernhof.
AntwortenLöschenMeine Kinder wissen, dass Tiere geschlachtet werden müssen, wenn wir Fleisch essen wollen und es nicht einfach so in den Einkaufsmarkt kommt. Sie wissen, dass man arbeiten muss, wenn man etwas ernten will und wissen wie Bäume aussehen. Das war und ist uns sehr wichtig. Aber ländliches Leben hat auch Nachteile: Freunde wohnen weiter weg, öffentliche Verkehrsmittel können kaum genutzt werden, weil sie zu selten fahren...
Großstädte zu besuchen ist für uns immer ein Erlebnis. Aber auf Dauer möchten wir alle nicht da wohnen wollen.
Töchterchen war im Sommer eine Woche lang täglich in Altenburg im Familienzentrum zu Ferienspielen.
Na vielleicht ergibt es sich irgendwann mal und wir treffen uns ;)