Ich habe beschlossen, mal wieder eine ganze Woche lang etwas ausführlicher unseren Tagesablauf zu schreiben. Das habe ich schon mehrmals gemacht, unter anderem auch im letzten Jahr um die gleiche Zeit. Es ist schön, auf die Art vergleichen zu können.
Unser Tag beginnt mit dem Wecker um 8 Uhr. Das Babymädchen ist direkt gut gelaunt und lacht mich an. Die großen Kinder sind noch müde, als ich sie wecke. Sohnemann kuschelt kurz auf meinem Schoß, dann schicke ich ihn anziehen und mache mich selbst tagfertig. Als ich das Babymädchen aus dem Schlafzimmer hole, erkläre ich bestimmt, dass es 8.15 Uhr Frühstück gibt.
Dann wickle ich die Kleine, ziehe sie an und lege sie in den Kinderwageneinsatz. So kann ich sie überall im Haus herum tragen und sie kann zuschauen oder schlafen.
Noch bevor ich beginne, das Frühstück auf den Tisch zu stellen, rufe ich die Kinder zum Frühstück. Dann decke ich den Tisch und Töchterchen erscheint verschlafen. Ich gehe Sohnemann holen, der wie so oft halb angezogen im Kinderzimmer spielt.
Endlich sind alle da und wir können essen. Für Sohnemann packe ich ein kleines Mittagessen in die Brotdose, da er in den Hort geht. Es war sein Wunsch, auch in den Ferien in den Hort zu gehen, so haben wir ihn für die letzten drei Ferientage angemeldet. Dann wird es hektisch. Um 9 müssen beide Kinder in der Schule sein. Sohnemann, weil da das Tagesprogramm beginnt und Töchterchen, weil sie Probe für die Schulanfangsfeier hat. Da sind auch ehemalige Viertklässler involviert, sofern sie in Chor oder Theatergruppe waren.
Als die Kinder aus dem Haus sind, setze ich mich erstmal mit dem meckernden Baby aufs Sofa zum Stillen. Wir nehmen uns viel Zeit miteinander, kuscheln und machen Spaß. Irgendwann schläft sie ein und ich häkle ihre Mütze fertig.
Kurz nach 11 kommt Töchterchen wieder. Die Generalprobe war durchwachsen, es wird morgen gut klappen. Sie schaut kurz nach Nachrichten auf ihrem Handy, dann packen wir zusammen ihre Schultasche. Sie hat nun einen Satch, den wir uns erstmal bis ins Detail anschauen. Was ist wo am besten unter gebracht? Außerdem packen wir die Federmäppchen, eines mit Füller und Buntstiften und ein zweites mit "Material" wie Leimstift, Spitzerdöschen und Schere. Für den ersten Schultag kommen nur noch je ein Kästchen- und ein Zeilenblock in die Tasche. Sie werden die Schulbücher bekommen, da ist der Rucksack auf dem Heimweg sicher voll.
Töchterchen hat Lust auf "Malen nach Zahlen" und setzt sich damit hin, während ich das Mittagessen koche. Wir essen zu zweit und unterhalten uns. Auch das Babymädchen ist wieder dabei, sie hat nur kurz geschlafen. Nach dem Abwasch stille ich die Kleine, dann setze ich mich ein wenig an den Rechner, während Töchterchen weiter malt.
Kurz nach 14 Uhr kommt Sohnemann aus dem Hort. Einige Zeit sind wir alle im Wohnzimmer. Dann zeigt das Babymädchen an, dass sie müde ist. Die Großen verschwinden in ihre Kinderzimmer, ich stille das Babymädchen. Sie schläft auch ein, aber ist bereits kurze Zeit später wieder wach.
So beschließe ich, gleich raus zu gehen in der Hoffnung, sie schläft im Kinderwagen. Sohnemann packt seine Sachen, denn er will beim Opa übernachten. Töchterchen mault erst, kommt aber doch mit. So sind wir bereits gegen 15 Uhr beim Opa im Garten. Kaum angekommen, gibts einen Regenschauer, den wir in der Laube abwarten. Sohnemann bleibt beim Opa, ich ziehe mit meinen beiden Töchtern weiter. Wir kaufen beim Bäcker Brötchen und Töchterchen sucht sich ein Eis aus. Wenn ich mit ihr alleine unterwegs bin, wird sie gesprächig und so unterhalten wir uns über dies und das. Als sie ihr Eis aufgegessen hat, nehmen wir beide die Handys raus und fangen ein paar Pokemons. Zufällig sehen wir zwei Freundinnen von ihr, mit denen sie gerne spielen würde. Also lasse ich sie gehen und laufe mit dem Kinderwagen nach Hause. Die Kleine ist gut gelaunt, wie schon die ganze Zeit und erzählt mit mir.
Zu Hause stille ich sie und endlich findet sie ein wenig Schlaf.
Töchterchen kommt wenig später ebenfalls nach Hause, ihre Freundinnen mussten heim. So kruscheln wir beide leise ein wenig vor uns hin, bis die Kleine wieder wach wird und es Zeit fürs Abendbrot wird. Wir beschließen, selbst einen Smoothie zu machen. Ich weiß gar nicht, ob mein Pürierstab dafür genug Kraft hat. Hat er, das Ergebnis ist allerdings... sagen wir mal "gewöhnungsbedürftig". Ich hätte die Gurke weglassen sollen.
Egal, schön sieht er aus und tapfer leeren wir unsere Gläser... fast.
Nach dem Abendbrot sind alle weiblichen Familienmitglieder (einschließlich Katze) auf dem Sofa versammelt. Wir schauen "Elefant, Tiger & Co" und ich bespaße nebenher die Kleine. Dann wird sie müde, ich ziehe sie aus und lege mich mit ihr zum Stillen ins Bett. Sie schläft schnell ein.
Bis zum Schlafengehen lassen wir uns vom seichten Fernsehprogramm berieseln und schreiben nebenher über WhatsApp. Töchterchen mit dem Opa und ihren Freundinnen, ich mit meiner Freundin. Auch der Papa sendet einen Gruß, er ist derzeit in Brünn zum Motorradrennen.
Freitagsgrüße von TAC
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