Wir haben eine Mücke im Schlafzimmer. Beim Stillen gegen 3 Uhr nachts summt sie mir um den Kopf. Ich wedle mit der Hand. Als das Babymädchen fertig ist und ich fast wieder schlafe, summt es wieder und ich schalte Licht an. Meist setzen sich die Mücken dann sofort hin und wenn man Glück hat, kann man sie gleich in der Nähe finden. Herr TAC brummt im Halbschlaf. Ich entdecke tatsächlich die Mücke. Sie sitzt am Bettgestell. Blöder Ort zum Erschlagen, was auch nicht klappt. Wir haben nicht gesehen, wohin sie geflogen ist. Das Babymädchen wird wach und freut sich. Wir gehen erstmal aufs Klo. Dann machen wir das Licht wieder aus, das Baby schläft schnell wieder ein. Einige Zeit später ist es der Herr TAC, der das Licht anmacht und ich diejenige, die brummt. Blöde Mücke. Licht wieder aus. Das nächste Mal schrecke ich beim Wecker hoch. Herr TAC steht auf, ich schlafe wieder ein und wache durch das Geräusch der Tür auf. Es ist schon 6.17 Uhr. Zu spät, um Töchterchens Haare zu binden. Trotzdem stehe ich auf. Die Große versucht grade selbst einen Zopf, der einigermaßen passabel aussieht. Für mehr ist keine Zeit, sie muss los.
Ich wünsche dem Herrn TAC einen schönen Tag und gehe nochmal ins Bett. Sohnemann beginnt nebenan zu kruscheln und als auch das Baby wach ist, rufe ich ihn zum Kuscheln. 6.40 Uhr stehen wir auf. Es braucht auch heute einiges an Motivation, dass Sohnemann sich anzieht. Trotzdem sind wir pünktlich oben. Gleiches Spiel wie gestern: Während ich die Kleine tagfein mache, räumt Sohnemann Müsli auf den Tisch. Bei mir gibts heute Toastbrot, sind noch ein paar Scheiben vom Grillen am Montag übrig.
Als Sohnemann pünktlich in die Schule verschwunden ist, nehme ich mir erstmal Zeit fürs Baby. Wir machen Spaß und erzählen miteinander. Dann räume ich das Wohnzimmer auf und lege Wäsche zusammen, bis das Baby Hunger meldet. Wir stillen, wickeln und dann schläft sie ein. Ich lege die Wäsche fertig, trage dir Körbe runter, räume sie aus und sortiere Töchterchens Kleiderschrank. Das hatten wir erst vor einigen Wochen gemacht. Manchmal frage ich mich echt, wie die Kinder es schaffen, schneller Unrdnung zu machen, als ich aufräumen kann... Ich miste gleich mit aus. Im letzten Herbst hatte sie noch Kleidergröße 134, jetzt braucht sie 146/152. In Manchen Sachen kaufen wir auch schon die 158, je nachdem, wie die Sachen ausfallen. Ärmel und Hosenbeine kann man ja auch umkrempeln. Wo ich schonmal dabei bin, räume ich gleich in ihrem Zimmer weiter und frage mich erneut, wie ein Kind in nur 3 Wochen (Anfang der Sommerferien hatten wir erst aufgeräumt) so viel Durcheinander anrichten kann...
Zwischendurch schaue ich immer wieder nach dem Baby, als sie wach ist, nehme ich sie mit runter. Dann wird sie quengelig und ich bekomme auch Hunger. So lasse ich Töchterchens Zimmer erstmal und stille das Mädchen. Dann schiebe ich mir schnell eine Pizza in den Ofen und setze mich an den Rechner. Das Baby spiel erst vor sich hin, dann schläft sie mal wieder ein. Ich kann in Ruhe meine Pizza essen und den Text von gestern und heute bis hierher tippen.
Töchterchen kommt aus der Schule, setzt sich aufs Sofa und beschäftigt sich mit ihrem Handy. Es gibt jetzt einen Klassenchat und sie schicken Nachrichten hin und her. Einige Zeit lasse ich sie, dann finde ich, dass es zu viel wird und schicke sie an den Schreibtisch, weil sie noch was für die Schule fertig schreiben muss. Aber so recht kann sie sich nicht drauf einlassen und wandert ständig zwischen Schreibtisch und Wohnzimmer hin und her. Das wird auch nicht besser, als Sohnemann aus der Schule kommt. Dann wuseln zwei hier rum bis es mir zu viel wird und ich alle raus schmeiße. Sollen sie sich an der frischen, regenfeuchten Luft austoben. Wir gehen zusammen in den Park. Die großen fangen Pokemon. Mein Handy-Strom reicht dafür heute nicht, so laufe ich ganz gemütlich den Kinderwagen schiebend, und die Großen sind mal vor, mal hinter mir.
Dann kommen wir am Spielplatz an. Eine Mutter mit Sohn ist da, die ich schonmal getroffen habe, als ich noch schwanger war. Wir hatten uns damals ganz nett unterhalten, übers Stillen und so. Nun schaut sie neugierig in den Kinderwagen und wir unterhalten uns wieder ganz nett, beispielsweise auch über die Hebammensituation.
Meine Kinder sind inzwischen ebenfalls auf dem Spielplatz angekommen.
Dann schaue ich auf die Uhr und bin überrascht, dass es schon 17 Uhr ist. Wir müssen nach Hause. Sohnemann will nicht, nach mehrmaliger Aufforderung laufe ich mit Töchterchen los. Beim Umdrehen sehe ich, dass Sohnemann uns folgt. Er kennt den Weg, so mache ich mir keine Gedanken. Unterwegs kaufen wir noch Brötchen und da der Grillhähnchenstand da ist, überredet mich Töchterchen zu Hähnchen fürs Abendessen.
Der Herr TAC ist schon zu Hause, als wir kommen, aber Sohnemann nicht. Da das Baby schreit, stille ich sie, als wir an der Hintertür "Hallo?" hören. Herr TAC geht nachschauen. Es sind Nachbarn seiner Eltern, die Sohnemann weinend am Teich aufgesammelt und nach Hause gebracht haben. Wir sind darüber sehr verwundert, denn Sohnemann kennt den Weg und wusste, dass wir heim wollen.
Später frage ich ihn, wieso er nicht weiter hinterher gelaufen ist, er meint, er wollte die Enten anschauen und dann waren wir weg. Hm...
Der Rest des Tages verläuft wie immer. Abendessen, Kinder ins Bett, Sofazeit.
Und damit ist die Woche voll. Wir sind wieder mitten drin im Alltag.
Oben im Blog gibt es jetzt einen Reiter für die "Eine Woche" - Einträge. Es war bereits das fünfte Mal und es wird sicher nicht das letzte Mal sein.
Donnerstagsgrüße von TAC
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