Montag, 7. August 2017

Eine Woche: Von Ferien zum Alltag - Montag

Die Große schläft lange nicht, weil sie hustet (und vermutlich auch aufgeregt ist). Die Kleine hustet mehrfach in der Nacht so, dass ich sie hoch nehme. Zwischendurch stehe ich auf, schneide eine Zwiebel auf, um sie ins Schlafzimmer zu legen und koche Thymiantee, für die Große zum Trinken, für die Kleine als Aufguss, den ich ebenfalls ins Schlafzimmer stelle. Dazu kommen die üblichen Stillmahlzeiten. Irgendwann schlafen endlich alle, nur ich nicht. Als ich am Morgen mit der Großen aufstehe, bin ich hundmüde. Geschätzt habe ich vielleicht 3 Stunden geschlafen, aber nicht am Stück.
Nützt nix, da muss ich durch.
Die halbe Stunde mit der Großen verläuft ganz ruhig: Anziehen, Haare machen, Zähne putzen, frühstücken, Schulfrühstück einpacken, (nochmal umziehen, weil ich das Sommerkleid doch zu dünn finde) und los.
Dann gönne ich mir paar Minuten für mich selbst, ehe ich Sohnemann wecke. Auch die Zeit mit ihm ist ganz ruhig. Logisch, es fehlt ja das andere Kind zum Streiten.Die Kleine ist ebenfalls wach und gut gelaunt, so dass ich sie mit hoch nehme und schnell anziehe. Dann frühstücke ich mit Sohnemann und trinke Kaffee in der Hoffnung, dadurch wach zu werden. Hilft aber nicht.
Sohnemann hat noch Zeit ein Buch anzuschauen (Geschichte des Traktors) und mit mir zu kuscheln, ehe er pünktlich und gut gelaunt das Haus verlässt.
Ich sammle die Schmutzwäsche ein und starte eine Maschine. Dann kuschle ich mich mit der Kleinen aufs Sofa, wir erzählen ein wenig, dann stillen wir und sie schläft ein. Kurzerhand lege ich mich dazu und nicke weg, aber nur ein paar Minuten. Dann klingelt das Telefon. Das Gespräch ist kurz, doch die Kleine dadurch wieder wach. Versuchshalber lege ich mich dazu, aber sie will brabbeln und zappeln. So stehen wir auf, ich lege sie in den Kinderwageneinsatz, wo sie vergnügt spielt und schalte den Rechner ein, rufe Mails ab, hole am Casa die Haushaltsaufgaben ab und verbummle mich, bis meine Mutter anruft. Sie sind spontan gestern für ein paar Tage weg gefahren.
Die Waschmaschine ist fertig. Ich nehme die Kleine mit runter und lege sie in den Kinderwagen, während ich die Wäsche aufhänge. In der Zeit schläft sie ein, so beschließe ich, gleich einkaufen zu gehen. Ist sowieso nötig.
Im nahen Netto treffe ich eine Mutter, deren Sohn nur wenig jünger als Sohnemann ist, der aber erst in diesem Jahr in die Schule gekommen ist. Wir reden ein wenig. In der Zeit ist das Baby wieder wach und lacht alle bereitwillig an, die zu ihr in den Kinderwagen schauen. Ich kaufe Obst, Gemüse und Brot. Dabei entdecke ich "neue" Einhornartikel. Käse und Joghurt lasse ich da, aber da ich so ein einhornverrücktes Mädchen habe, kaufe ich Einhorn-Limonade, Einhorn-Kringel und Einhorn-Klopapier.
Wäre nicht nötig, macht meiner Tochter aber sicher viel Freude. Und "Geschmack" zu den Haferflocken fürs Frühstück brauchten wir ohnehin mal wieder.
Zu Hause verstaue ich die Einkäufe und mache Mittagessen für mich: Ein Rest Nudeln mit Paprika und Ei angebraten, Käse drüber - fertig.Während ich esse, schläft das Baby wieder ein und ich schreibe den Text bis hierher.
Dann ist es auch schon 13 Uhr und Sohnemann kommt nach Hause. Stolz berichtet er, dass es nur "Elternhausaufgaben" gibt, d.h. wir müssel Zettel ausfüllen: Fotoerlaubnis, Kontaktmöglichkeiten, Bücherzettel... Seine vier Lehrbücher hat er im Ranzen, ich schaue sie gleich durch auf Mängel. Da drei davon ganz neu sind, hab ich nicht viel zu bemängeln, einzig 2 stark geknickte Seiten schreibe ich auf den Zettel. Außerdem schreibe ich gleich selbst seinen Namen in die Liste in den Büchern. Dann lasse ich mir noch ein bischen vom ersten Schultag erzählen und schon muss Sohnemann wieder los, zur Ergo. Hin läuft er alleine und ich widme mich dem Abwasch. Da kommt auch schon Töchterchen nach Hause, mit eigenem Schlüssel durch die Haustür.
Töchterchen von unten: "Mama, warum hast du hinten die Tür auf gemacht?"
Ich von oben: "Weil dein Bruder vorhin heim kam und schon wieder los ist."
Töchterchen: Ach so... puh... Mama, kannst du den Rucksack hoch tragen, der ist so schwer?"
Ich: "Ja, stell ihn auf die Treppe!"
Töchterchen: "Hab ich schon. Und mich gleich mit. Hab nämlich vergessen, mich los zu schnallen."
Kurz danach taucht sie dann doch ohne Ranzen in der Küche auf und erzählt von ihrem Tag. Sie ist begeistert. Nach dem Abwasch hole ich den Ranzen hoch, der wirklich extrem schwer ist (alle Bücher und Arbeitshefte drinnen). Hausaufgaben hat sie nur indirekt, sie sollen den Planer weiter ausfüllen, Bücher einschlagen und beschriften und solche Kleinigkeiten erledigen. Damit beginnt sie dann auch direkt. Und das Allerwichtigste in ihren Augen: Das Ausfüllen des Büchereiausweises. Denn es gibt eine Schulbibliothek, in der sie schonmal stöbern durften und sie hat schon "ihre" Buchreihe wieder gefunden mit Büchern, die sie noch nicht kennt... Leseverrücktes Mädel...
Ich packe das Baby in den Kinderwagen und gehe, Sohnemann von der Ergo abholen. Auf dem Rückweg ist auch er sehr gesprächig und erzählt mir noch einiges vom ersten Schultag. Sein Klassenzimmer ist jetzt das, in dem Töchterchen die letzten beiden Jahre gelernt hat und er sitzt ganz vorne, ohne Banknachbar. Ich glaube, das ist sehr gut, so kann er nicht so sehr abgelenkt werden.
Wieder zu Hause liegt Töchterchen lesend auf dem Sofa.
Das Babymädchen will stillen. Ich lege mich mit ihr aufs Sofa und bin selbst so müde, dass ich gerne schlafen würde, aber Sohnemann kruschelt die ganze Zeit und als er endlich in sein Zimmer verschwindet, ist das Baby wieder wach. Ich entdecke auf meinem Handy eine Nachricht von der Oma, sie werden vermutlich gegen 16.30 Uhr zu Hause sein. Ach wie schön, endlich kommt der Papa wieder. Ich lege das Baby sicher im Kinderwageneinsatz auf dem Boden ab und bringe den Müll raus. Da höre ich auch schon das Auto. Hach ich freu mich, endlich wieder komplett.
Der Herr TAC begrüßt erst mich, dann die Kinder und ich koche Kaffee. Es ist richtig gute Stimmung, als wir alle am Kaffeetisch sitzen. Töchterchen hat die Einhornlimonade im Kühlschrank schon gefunden, aber die Kringel und das Klopapier noch nicht. Kaum fertig mit Essen sausen die Kindern nun runter, um am Klopapier zu schnuppern, das nach Zuckerwatte duftet.
Danach packen wir alle Schulbücher in einen Korb. Sohnemann und Babymädchen bleiben beim Papa, Töchterchen und ich fahren zu meinen Eltern. Neben deren Haus in der BHG werden Schulbücher eingebunden. Wir haben Glück und sind direkt dran. Fast 20 Euro kostet der Spaß, trotz "Familienkundenkarte" und daraus resultierendem Rabatt. Während des Einbindens spreche ich mit den Verkäuferinnen. Früher musste man nur neue Bücher einbinden, denn in der Regel blieben die Umschläge dran am Buch. So hatte jeder mal Glück und brauchte nicht einbinden, bzw. gab es eben auch immer ein paar wenige neue Bücher, wo man dann eben den Umschlag drum machte. Heute müssen alle Umschläge am Schuljahresende abgemacht werden. Was das an Plastikmüll produziert...
Meine Eltern sind ja paar Tage im Urlaub, aber mein Bruder ist da. Wir wechseln kurz ein paar Worte und ich nehme mir 4 Gurken mit, 2 davon ernten wir direkt im Gewächshaus.
Wieder zu Hause beschrifte ich noch die Buchumschläge für Sohnemann und Töchterchen setzt sich bereitwillig an ihren Schreibtisch, Planer weiter ausfüllen.
Als ich wieder in den Garten komme, sind die anderen da (Oma, Opa, Onkel und Schwester vom Herrn TAC). Wir wollen nämlich grillen. Das Babymädchen hat Hunger, so stille ich sie und gehe sie dann wickeln.
Der Rest des Tages verläuft unspektakulär. Wir reden und essen, dann verabschieden sich die Gäste, wir räumen auf und bringen die Kinder ins Bett. Gegen halb 9 setze ich mich aufs Sofa und fülle Sohnemanns Zettel aus. Danach bin ich zu nix Produktiven mehr in der Lage, so stöbere ich noch durch einige Blogs bis zum Schlafengehen.

Montagsgrüße von TAC

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