Der Tag beginnt wie gestern: Herr TAC und Töchterchen stehen dreiviertel 6 auf, ich kurz vor viertel 7 um Töchterchen die Haare zu flechten, lege mich nochmal hin. Kurz vor dreiviertel 7 wecke ich Sohnemann, wir kuscheln, stehen auf, ziehen uns an, gehen hoch. Ich ziehe das Babymädchen an, Sohnemann räumt sich derweil Müsli auf den Tisch. Ich frühstücke lieber wieder Brötchen. Vom Tisch aus kann ich raus sehen. Meist beobachte ich die Vögel, die auf den verschiedenen Dächern sitzen, sich putzen oder umher fliegen. Heute entdecke ich tatsächlich den Storch auf einem der Schornsteine.
Noch sind sie da. Wenn wir im Park spazieren gehen, stolzieren die beiden meist über die große Wiese auf der Suche nach Futter. Aber bald werden sie in den Süden fliegen. Bis dahin freuen wir uns immer, wenn wir "unsere" Störche sehen.
Nach dem Frühstück putzt Sohnemann Zähne und geht in die Schule. Ich starte erstmal die Waschmaschine und überlege dann, was ich mache. Die Kleine spielt im Kinderwageneinsatz. So setze ich mich erstmal an den Rechner, schreibe den gestrigen Eintrag zu Ende, beginne diesen hier und tippe die Liste für Töchterchen ab.
Es ist kurz nach 9 und ich beschließe, doch zum Frauenfrühstück zu gehen. Ich muss ohnehin was in die Bücherstube bringen. Da fällt mir ein, dass ich gleich Dankkarten (für die Geschenke zu Geburt und Taufe) mitnehmen könnte. Dazu muss ich aber erst noch die Namen auf die Umschläge schreiben und die Karten hinein stecken... Schnell packe ich alles zusammen, einschließlich Babymädchen und laufe zur Bücherstube. Obwohl es schon nach halb 10 ist, stehen draußen noch zwei Frauen und reden. Ich parke den Kinderwagen, zwei weitere Frauen kommen an. Gemeinsam gehen wir rein. Es wird eine wunderbare Zeit mit leckerem Frühstück und dem Thema "Gnade". Heute sind richtig viele da, 10 Kinder und 11 Frauen. Wir passen geradeso an den langen Tisch.
Das Babymädchen habe ich einige Zeit auf dem Arm, dann stillen wir und sie schläft einige Zeit im Kinderwagen, den mir netterweise zwei Frauen die Stufen hoch getragen haben.
Hinterher rede ich noch mit einigen anderen Frauen, so bin ich erst gegen 12 Uhr wieder zu Hause. Ich bin müde und auch das Baby ist schläfrig. So legen wir uns zum Stillen aufs Sofa und schlafen beide ein, bis gegen 1 das Telefon klingelt. Unsere Flötenlehrerin ist dran, wir suchen passende Zeiten für den Unterricht der beiden Großen. Töchterchen wird in Zukunft direkt von der Schule aus montags mit dem Bus bis zu ihr fahren. Sohnemann hat dienstags recht spät Flötenunterricht, was ich eigentlich gut finde. So ist der Nachmittag nicht zerstückelt.
Nochmal schlafen lohnt sich nicht, so gönne ich mir einfach so noch ein bischen Auszeit und stöbere mit dem Tablet durch einige Blogs, bis Töchterchen nach Hause kommt. Wir sprechen über ihren Tag, ich unterschreibe Infoblätter, sie packt den Rucksack neu...
Das Baby wird wach und wir stillen. Dann habe ich Hunger und esse eine Portion Müsli. Kurz darauf kommt Sohnemann nach Hause. Ich frage ihn nach seinem Tag, nach Hausaufgaben und Einträgen. Er erzählt mir bereitwillig, will mir aber partout sein Hausaufgabenheft nicht zeigen. Also hole ich es selbst aus dem Ranze und schaue nach. Da steht nix drinnen, was er nicht schon erzählt hätte, also kein Grund. Er ist sichtlich erleichtert, weiß aber selbst nicht, warum er es mir nicht zeigen wollte.
Töchterchen schneidet derweil Trennblätter für den Englischhefter zurecht.
Inzwischen ist es 16 Uhr und wir wollen nochmal los. Aber bis alle 3 Kinder im Auto sitzen dauert es nochmal. Dann fahren wir zum Bergfest, wo heute Familientag ist. der eigentliche Parkplatz ist komplett voll, wir parken auf dem Ersatzparkplatz, wo die Helfer selbst keinen wirklichen Plan haben, wie die Autos am besten einzuweisen sind. Macht nix. Herr TAC, der direkt von Arbeit auch her gekommen ist, taucht auf und hebt den Kinderwagen aus dem Kofferraum. Die großen Kinder sind hibbelig und aufgeregt. Sohnemann hüpft wie ein Flummi auf und ab. Endlich können wir los laufen.
Als wir auf dem Festgelände ankommen, wollen die Großen am liebsten sofort überall mitfahren, das Baby dagegen schreit erstmal los. Ich nehme sie auf den Arm, wo sie sich beruhigt und das bunte Treiben anschaut und wir beschließen, erstmal in den ruhigeren Teil zu gehen. Dort beruhigt sich das Baby vollends und ich kann sie wieder in den Wagen legen. Töchterchen fährt einmal Kettenkarussell, Sohnemann mit Papa Autoscooter. Bei den sehr rasanten Fuhrgeschäften schauen wir nur zu. Dann entdecken die Kinder was neues: Eine Angry-Birds-Bude. Man muss mit grünen Vögeln mittels einer Wurfvorrichtung rote Vögel vom Gestell schießen. Wir schauen einem Jungen zu. Es knallt, das Baby erschrickt und schreit. Ich gehe mit der Kleinen ein Stück weg und der Papa lässt die Großen einmal spielen. Unser Sohnemann-Flummi hat sichtlich Spaß. Sie gewinnen einen Trostpreis und suchen sich eine Wasserspritzupistole aus.
Am Entenangeln ist immer noch viel los, trotzdem ist das unser nächster Punkt. Die Bude gehört einer Klassenkameradin meines Bruders, wir besuchen sie immer, lassen die Kinder reichlich angeln und halten einen netten Schwatz. So auch heute. Sie ist überrascht über unser Babymädchen, weil mein Bruder gar nichts davon erzählt hat beim letzten Treffen. Töchterchen angelt heute eine grüne Ente, das sind 500 Punkte auf einmal. Erstmal lassen wir uns die Punkte geben und gehen zur Bühne. Da hüpft grade die Maus aus der Sendung mit der Maus herum. Die großen Kinder stellen sich zu den anderen vor die Bühne, wir Eltern suchen uns einen Sitzplatz am Rande. Das Babymädchen möchte stillen, hat dann aber keine rechte Ruhe dazu. Als die Show vorbei ist, holen wir uns etwas zu essen. Trotz Familientag sind die Preise heftig. Zum Glück haben wir Wasserflaschen dabei, so brauchen wir keine Getränke kaufen. Dann gehen wir nochmal Entenangeln. Es ist weniger Betrieb und wir können noch einige Worte mit der Besitzerin wechseln. Derweil angelt Sohnemann eine grüne Ente... der Flummi hüpft vor Freude auf und ab. Beide Kinder haben nun weit mehr als 1000 Punkte. Töchterchen wählt eine Eule als Kuscheltier und ein kleines Notizheft mit Eule drauf. Sohnemann kann sich lange nicht entscheiden. Schließlich nehmen wir ein Set mit Flugzeug und Autos und Zubehör.
Da es inzwischen schon halb 8 ist, verlassen wir das Festgelände, aber ich kaufe vorher noch ein Tütchen gebrannte Cashewkerne, die wir uns auf dem Weg zum Auto teilen.
Zu Hause gehts für die Kinder zügig ins Bett und wir Eltern lassen den Tag ruhig auf dem Sofa ausklingen.
Mittwochsgrüße von TAC
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