Ein Wochenende liegt hinter uns und Susanne von "Geborgen wachsen" sammelt wieder Familieneindrücke.
Samstag:
Der Lieblingsehemann ist Helfer bei der SachsenClassics und steht bereits 6 Uhr auf. Kurz nach 7 wird die Kleine wach, eines der großen Kinder hat herein geschaut und sie damit geweckt. Ich hab viel zu wenig geschlafen, die Kleine war nachts mehrfach wach und bin dementsprechend noch sehr müde. Leider nimmt die Kleine darauf keine Rücksicht, keine Chance auf Weiterschlafen.
Kurz nach 8 kommt Sohnemann in mein Bett und die beiden Kleinen machen Quatsch miteinander. Ich bin gerade aus dem Bett gestiegen, als die Große ins Schlafzimmer kommt und verkündet, dass der Frühstückstisch gedeckt ist.
Wie schön. Leider frühstücke ich dann doch mit der Kleinen alleine...
Dann steht Hausarbeit an. Wäsche waschen in der Frontladerwaschmaschine meiner Mutter findet die Kleine sehr spannend. Außerdem staubsaugen, Wäsche legen, kehren... Das Übliche halt...
Die Mädchen schauen ein Buch an. Die Kleine hat das inzwischen abgeschaut, holt sich ein Buch - bevorzugt ein lustiges Taschenbuch der Großen - setzt sich in den "Leo" und "schaut" es an. Manchmal erzählt sie dabei, manchmal reißt sie allerdings auch genüsslich Seiten heraus, was alle anderen natrürlich nicht so gut finden.
Die Jüngste hat mein Handy erwischt, es entsteht auch ein süßes Selfie. Das sind übrigens Stuhl mit Papas T-Shirt und Tisch aus Kleinkindperspektive.
Der Herr TAC schickt uns Grüße von der SachsenClassics.
Sie sind Helfer der Zeitnahme und haben in diesem Jahr nur wenig zu tun.
Die Großen sollen Schulzeug machen, also Hausaufgaben, Hausaufgabenheft vortragen, Ranzen packen... Stattdessen sitzen sie einträchtig im Wohnzimmer meiner Eltern und bauen ein Lego-duplo-Haus.
Die Große hat ihr Mäppchen liegen lassen, die Kleine fand das spannend und hat Stifte verteilt und diverse Kappen abgezogen. Später entdecke ich einen großen Tintenfleck auf ihrem Po. Hach ja...
Am Nachmittag gehen wir zum Teichfest hier im Dorf. Es ist eine private Veranstaltung, die bereits zum 14. Mal stattfindet. Die Kleine findet die Hüpfburg super, will gar nicht mehr heraus.
Im Teich ist wegen des trockenen Sommers kaum Wasser, so wurde diesmal
das Thema "Schottland" gewählt und statt Fischerstechen oder
Bootsrennen gabs diesmal Highland-Games.
Nach dem üppigen Abendessen (viele verschiedene Salate, Roster, Steak, Fischbrötchen, ...) gibts das Abendprogramm. Wir erfahren, was Schotten unter dem Rock tragen, es gibt Tanzeinlagen, der Nachwuchs darf zeigen, was er kann ("Opaaa, heiraten auch Kamele?" "Nur Kamele heiraten, mein Kind!"), Gesang, ... Ein sehr gelungens, bunt gemischtes Programm.
Die Kleine schläft irgendwann im Tragetuch ein und als das Programm zu Ende ist, liegt auch Sohnemann hundemüde auf der Bank. So gehen wir recht schnell nach Hause und liegen gegen 23.15 Uhr in den Betten.
Sonntag:
So gerne wir auch ausschlafen würden, gegen halb 9 müssen wir raus, denn um 10 Uhr ist
- Familiengottesdienst zum Schaulanfang
- Pfadi-Gruppenzeit
- Abgabe des Autos (SachsenClassics)
Es ist alles sehr hektisch. Eigentlich wollten wir nur mit einem Auto los, das schaffen wir nicht. So fährt der Herr TAC als erstes zur Autoabgabe. Ich lade die 3 Kinder ein. Sohnemann hat das Mindestalter für die Pfadis erreicht und will mit dahin. Eigentlich hatten wir beim Frühstück entschieden, dass er erst das nächste Mal mitgehen soll, weil es etwas kurzfristig ist. Doch die Große hält Fürsprache für ihren Bruder, was sie sonst nie tut, dass ich ihn doch mit lasse. So lade ich die beiden am Waldweg Richtung Pfadi-Garten raus und fahre mit der Kleinen alleine zum Gottesdienst. Wir kommen beim ersten Lied in die Kirche.
Es ist ein sehr schöner Gottesdienst. Wir haben 8 Schulanfänger, so viele waren es in den letzten Jahren nie. Wie schön. Sie bekommen einen besonderen Schulanfangs-Segen zugesprochen.
Gegen Ende des Gottesdienstes meldet sich der Herr TAC, er wäre wieder da. Als ich aus der Kirche komme, ist er im Gespräch. Wir sprechen mit einigen anderen, die meisten wollen wissen, was der Stand des Hausbaus ist, ob wir in der Übergangswohnung angekommen sind und wie es derzeit mit Sohnemann geht. Es ist schön zu wissen, dass sich Menschen füreinander interessieren. Ich bin sehr dankbar für unsere Gemeinde.
Mittagessen gibts bei der Oma. Es ist sehr ruhig, wenn sich keine Kinder streiten *g*
Wir fahren zum Haus und räumen wieder etwas. Die Himbeeren bringen ein zweites Mal Früchte in diesem Jahr und werden von der Kleinen ganz schnell weg genascht.
Von den Johannisbeertomaten ist in diesem Jahr ein ganzer Wald aufgegangen. Obwohl ich einige Pflanzen ausgegraben und verschenkt habe, sind es noch sehr viele. So kann ein eine halbe Teekanne voll ernten. Ich habe einige Küchengefäße noch im Haus, die fülle ich immer mit dem, was zu ernten ist und nehme sie mit in die Wohnung. Auf die Art wandert der restliche Hausrat mit. Voll wird die Kanne übrigens mit den geernteten Buschbohnen. Es sind genug für ein Mittagessen für mich und die Kleine, so werden wir morgen wohl Bohnen essen.
Zeit, die Pfadi-Kinder abzuholen.
Die Kleine schläft im Auto ein, ich lasse sie weiter schlafen.
Bei den Pfadis gab es heute nur Reste vom Himmelfahrtslager. Da der Milchreis wohl schlecht war (war frisch gekocht, aber die Milch hatte wohl gelitten), war es zu wenig für die hungrigen Mäuler. So wärme ich schnell die restlichen Nudeln von gestern auf.
Im Auto wird die Kleine wach, sie hat etwa 25 Minuten geschlafen. Zu wenig, sie wird den Rest des Tages knietschig sein. Aber erstmal will sie zu den "(H)aas".
Ich habe auch Möhren geerntet. Es sind in diesem Jahr nur wenige Pflanzen auf gegangen. Und die wenigen sind nicht so toll: Kurz, dick, aufgeplatzt, verwachsen, voller Wurmlöcher. Aber die Hasen mögen sie. Die Große war gemein, die Hasen können das Futter riechen, kommen aber nicht ran.
Das ändern wir und fröhlich schnurpsen sie vor sich hin.
Auch die Katze hat sich eingelebt.
Nun aber: Hausaufgaben, Ranzen packen...
Alle Kinder baden, Sohnemann mit Knisterbad, es klingt, als wird er gekocht. Die Große hat sich ein Farbwechselbad ausgesucht. Im Haus hatten wir keine Wanne, aber es gab immer mal irgendwoher Badezusätze. Nun haben sie die Auswahl.
Kurz nach 8 sind alle Kinder in den Betten. Wir schauen Tatort, ich stricke endlich mal wieder etwas.
Gegen 11 - viel zu spät - gehe ich ins Bett.
Wochenend-Grüße von TAC
(Eintrag enthällt unbezahlte Werbung, da Produktnennung und Produkte auf Fotos erkennbar)
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