Freitag, 7. September 2018

Eine Woche - Donnerstag

Halb 6 flüstert mein Lieblingsehemann leise: "Alles Gute zum Geburtstag!" "Danke." sage ich, da meint er: "Oh, wir haben ja noch 5 Minuten bis zum Wecker." Lächelnd kuschle ich mich an ihn, bis der Wecker ihn zum aufstehen zwingt. Kurz nach ihm schleiche ich ebenfalls aus dem Zimmer, die Kleine ist heute nicht wach geworden.
Dafür sind die Großen total aufgedreht. Es ist nicht so leicht, erstmal die Morgenroutinen wie anziehen, Klo und sowas durchzusetzen.
Dann endlich dürfen sie mir in der Küche gratulieren.
Die Große bringt stolz den Kuchen, an dem sie mit Oma zwei Tage gebacken hat.
"Er ist nicht ganz so gut geworden" urteilt sie selbst. Beim Aufschneiden läuft die Füllung weg, außen ist er klebrig. "Kuchen mit Schokosoße" lachen wir. Töchterchen isst zwei Stücke zum Frühstück, Sohnemann kostet nur, er schmeckt ihm nicht. Er mault rum, ich bin genervt, weil es nichtmal an meinem Geburtstag harmonisch sein kann. Irgendwie schaffen wir es doch, die Kurve zu kriegen, so dass alle drei pünktlich im Auto sitzen.
Ich nehme die Zeitung mit rein, lege sie bei meinen Eltern auf den Tisch, suche eine Schüssel, stülpe sie über den Kuchen und stelle ihn wieder bei meiner Mutter in den Kühlschrank. Unser Kühlschrank ist viel zu klein für 5 Personen und voll bis obenhin. Keine Chance, da noch einen Kuchen extra unter zu bekommen.
Dann gehe ich duschen. Trocknend tippe ich den gestrigen Eintrag, kurze Blogrunde. Es klopft. Meine Mutter kommt zum Gratulieren. Kurz danach meldet sich auch die Kleine. Während ich sie tagfein mache, kommt der Opa mit frischen Brötchen, so dass wir gemütlich frühstücken können.
Auch am Geburtstag hat frau Hausarbeit zu erledigen. Ich starte die Waschmaschine, räume die Küche auf, mache im Wohnzimmer ein Regalfach in der Schrankwand frei für meinen Geburtstagstisch. Als die Kleine mit der Oma zum Hasen füttern geht, sauge ich das Wohnzimmer.
So vergeht der Vormittag. Mittagessen, Schlafenszeit für die Kleine, Mittagspause auf dem Sofa für mich.
Nach nur 1,5 Stunden ist sie bereits wieder wach. Hm... Weit weg von den sonstigen 3 Stunden.
Wir erledigen noch einige Handgriffe. Ich fülle das Abwaschbecken mit Wasser und bringe Geschirr zu meiner Mutter in den Geschirrspüler. Als ich zurück komme, hat die Kleine den Hocker ans Spülbecken gerückt und patscht fröhlich im Wasser herum. Ich stelle mich lächelnd neben sie und versuche abzuwaschen. Sie angelt nach dem Abwaschlappen, es gelingt ihr mehrmals. Einmal hält sie ihn triefnass neben das Becken... Überschwemmung... Ich wische auf, die Kleine schaut mir zu und versucht das Ganze noch einmal. Doch ich bin schneller und lasse das Wasser ab.
Ich räume das Spielzeug ein, die Kleine wieder aus. Für sie ist es ein Spiel, einige Zeit spiele ich mit. Dann gehen wir raus. Ich muss sowieso Kompost und Müll raus bringen. Draußen halten wir einen Schwatz, die Kleine spielt im Sand. Meine Mutter trägt weiteren Sperrmüll raus, trotzdem wird der Haufen nicht viel größer. Es stimmt mal wieder, was unsere Kantorin immer sagt: "Was einer nicht mehr braucht und aussortiert, kann ein anderer bestimmt noch gebrauchen."
Die Kaffeezeit kommt heran. Ich gehe mit der Kleinen in die Küche und bereite einen bunten Süßigkeitenteller. Schwupps - da fehlt ein Mini-Schokokuss.
Der Herr TAC kommt von Arbeit und muss erstmal erzählen. Er war heute als Sachverständiger bei Gericht. Ich höre ihm zu, nebenher decke ich den Kaffeetisch. Er wickelt die Kleine, die das nach der Mittagsruhe strikt verweigert hat.
Der SchwiegerOpa kommt mit den Kindern.
Wir  trinken Kaffee, essen Kuchen. Ich probiere nun ebenfalls. Er schmeckt sehr schokoladig und gut. Kuchen mit Soße *g* Mein Vater isst sogar zwei Stücke.
Später kommen noch die Onkels des Herrn TAC, die Schwiegermutter und die Schwägerin. Sie bringen ein riesiges Paket mit. Ich gehe in Gedanken meine Liste mit "Geburtstagswunschideen" durch, da standen nur kleine Dinge drauf. "Sowas Großes stand aber nicht auf meiner Liste" sage ich. "Das stand ja auch auf meiner Liste", sagt der Herr TAC. "Aber die Idee kam von dir selbst."
Mir fällt nix ein, was dazu passt und bin gespannt. Heraus kommt eine Nudelmaschine. Ich bin platt. In meinem Internet haben zwei Familien diese Maschine und immer wieder lese ich, wie begeistert sie davon sind. Vor einigen Tagen hab ich die dem Herrn TAC gezeigt und gesagt, dass wir uns die im neuen Haus vielleicht anschaffen können, weil wir ja oft Nudeln essen. Damit hatte sich das für mich erledigt. Und nun steht sie vor mir. Wir packen sie aus und haben Lust, direkt Nudeln zu machen.
Aber fürs Abendessen haben wir schon Pizza bestellt.
Kurz gehe ich mit in den Garten, Sohnemann traut sich tatsächlich in den Pool, das Wasser hat 21°C. Töchterchen ist erkältet, sie darf nicht rein. Will sie auch gar nicht, sie sitzt mit Handy auf dem Sofa. Die Kleine beschäftigt die Omas, will mit ihnen mal hierhin, bald dahin und immer mal wieder zu den Hasen.
Ich gehe in die Küche und schnipple Gemüse. Foto schaffe ich nicht mehr, da wird bereits die Pizza geliefert. 20 Minuten eher als geplant. gar nicht so leicht, alle schnell genug um den Tisch zu versammeln, ehe die Pizza kalt wird.
Nach dem Essen macht sich Sohnemann ganz schnell bettfertig, weil er unbedingt noch eine Runde Rennen fahren will auf Papas Computer. Die Kleine macht Blödsinn und beklatscht sich dafür auf eine so niedliche Art, dass alle begeistert mitklatschen. Mal wieder macht sie auch einige Schritte frei und beklatscht sich auch dafür. Sie genießt es total, im Mittelpunkt zu stehen. Doch dann kommt für sie die Schlafenszeit. Sie ist müde und geht bereitwillig ins Bett, wo ich mich noch ein paar Minuten dazu lege.
Als ich aus dem Schlafzimmer komme, finde ich, dass es seltsam riecht. Ich suche erst selbst nach der Ursache, dann hole ich den Herrn TAC dazu. Wir finden nix und gehen schließlich wieder zu den Gästen, die sich dann auch bald verabschieden.
Dann räumen wir noch auf und tragen die Matratzen zum Sperrmüll, die die Kinder in den letzten Tagen zum Hüpfen im Garten hatten. Meine Mutter stellt fest, dass zwei Hocker aus DDR-Zeiten fehlen und ist sichtlich durcheinander darüber. Ich lächle nur und sage: "Ist doch immer so, wenn jemand Sperrmüll raus stellt: Manches verschwindet, und manches kommt dazu."
Sofazeit. Herr TAC dreht Fußball ein, mein Bruder kommt noch auf einen Schwatz vorbei. Gegen halb 11 gehe ich schlafen.
Es war ein schöner Tag, aber ich fühle mich kein bischen anders als gestern. Dabei habe jetzt eine 4 davor.

Geburtstagsgrüße von TAC


(Enthält vemutlich unbezahlte Werbung, da Markennamen erkennbar sind.)

1 Kommentar:

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