Der Wecker meldet sich 5.35 Uhr. Viel zu früh, aber nützt ja nix. Die Kleine schläft noch tief, wird nicht wach, als der Papa das Fenster schließt. Das müssen wir morgens zu machen, weil die Glocken der nahen Kirche sehr laut sind und um 7 läuten. So schleiche ich kurz nach dem Lieblingsehemann aus dem Schlafzimmer.
Erstmal Treppe runter - aufs Klo. Dann wieder Treppe rauf, bei der Großen rein schauen, angegrummelt werden, zu Sohnemann setzen, Decke weg ziehen, ihn auf meinen Schoß nehmen, kurz kuscheln. Zum Anziehen auffordern, Mücke entdecken, erschlagen, Blutfleck an der Wand, Taschentücher suchen und finden, Blutfleck weg wischen, Mücke von den Fingern wischen, mich selbst anziehen. Sohnemann runter schicken, mit Erinnerung ans Klo. Bei der Großen rein schauen, angegiftet werden, selbst runter gehen, Sohnemann aus der Küche zum Klo schicken (später, wenn er selbst dran denkt, ist Aufbruch und keine Zeit mehr), ihn ermahnen, die Tür zu schließen.
Herr TAC steht in der Küche und rasiert sich. Ich beginne, Frühstück hin zu räumen.
Dann Frühstücken, sogar die Große ist einigermaßen pünktlich am Tisch. Mit Sohnemann die allmorgendliche Diskussion ums "Müsli" führen. Ich will, dass sie hauptsächlich Haferflocken nehmen und Flakes oder sowas als Geschmack dazu. Die Kinder wollen lieber "Geschmack" pur.
Brotdosen packen. Dann Zähne putzen, Haare kämmen (angegrummelt werden), Anziehen und los. Ich gehe mit raus, nehme die Zeitrung aus dem Briefkasten und winke dem Auto hinterher.
Dann gehe ich wieder rein und setze mich an den Rechner, den Sonntags-Eintrag schreiben, Blogs lesen...
Darüber vergesse ich die Zeit. Die Kleine meldet sich erst gegen dreiviertel 9. Ich hole sie aus dem Bett, ziehe sie an und schaue zu meinen Eltern, die aber heute schon mit dem Frühstück fertig sind. Mein Vater arbeitet in einem Paket-Depot. Wenn er nach 8 heim kommt, bringt er Brötchen mit.
So setze ich mich mit der Kleinen in unsere Küche, gebe ihr Frühstück (heute Müsli für Kleinkinder, ist gerade nichts anderes da) und esse selbst noch eine Kleinigkeit.
Dann gehts an die Hausarbeit. Wäsche einsammeln und sortieren, Waschmaschine starten. Die Kleine steht vor der Waschmaschine, betatscht das Fenster (der Frontlader meiner Mutter steht in unserer Küche), freut sich über das Drehen der Wäsche und brabbelt immer wieder "heiß-heiß", weil das Fenster warm ist (nicht heiß, ich hab es selbst angefasst).
Dann bleibt sie kurz bei meiner Mutter und ich hole die trockene Wäsche vom Dachboden. Ich setze mich an den Wohnzimmertisch zum Zusammen legen, da klingelt das Telefon. Die Schwiegermutter ist dran und will wissen, wie es heute mit den großen Kindern wird, die ja in unserem Heimatort ankommen. Die Kleine hat eine Wasserflasche gefunden und will trinken. Einhändig gebe ich ihr, natürlich geht was daneben. Wir telefonieren fertig, als ich auflege, zeigt die Kleine auf sich "Daaaa". Sie hat sich ein bischen voll gespuckt. Also einmal komplett umziehen, die Hose kann direkt noch mit in die Waschmaschine.
Meine Mutter kommt rüber, wir unterhalten uns. Nebenher räume ich den Wickeltisch auf und fische die im letzten Herbst gehäkelte Mütze hervor. Ich setze sie der Kleinen auf um zu probieren, ob die noch passt: wie angegossen. Kaum hat sie die Mütze auf dem Kopf, will die Kleine raus. "Has-Has" sagt sie. Die Oma geht mit ihr kurz raus zu den Hasen.
Ich nutze den Moment und räume hier uns da ein paar Handgriffe und setze mich wieder an die Wäsche. Die Kleine spielt auf dem Fußboden.
Als ich Stimmen höre, nehme ich meine Tochter hoch und wir gehen ins Treppenhaus. Mein Onkel und meine Tante sind da. Sie schauen, wie wir uns eingerichtet haben. Meine Tante bleibt bei mir im Wohnzimmer. Während ich weiter Wäsche zusammen lege, unterhalten wir uns über meine Cousine und deren Sohn, über Sohnemann und Töchterchen und die Fahrerei.
Inzwischen ist Mittag. Mein Onkel und meine Tante sind bei meinen Eltern zum Mittagessen eingeladen. Ich wärme für die Kleine und mich Nudeln vom Samstag auf. Sie isst und geht schlafen.
Mein Onkel und meine Tante verabschieden sich, meine Mutter geht arbeiten. Mittagspause.
Später ruft die Schwiegermutter nochmal an, weil Sohnemann Hausaufgaben hat, aber nicht dazu steht, was genau er machen soll. Da die Aufgabe bis Mittwoch ist, kann er morgen in der Schule fragen.
Das Mädchen ist wieder wach. Zeit für eine weitere Haushaltsrunde mit tatkräftiger Kleinkindunterstützung... Ich siebe das Katzenklo und kehre die Küche. Nebenher schwatze ich mit meiner Mutter. Da erwischt die Kleine die Katzenkloschaufel und siebt eine Runde in die Küche, also nochmahl kehren.
Ich stelle eine weitere Waschmaschine an.
Da der Herr TAC heute erst später kommt, weil er einkaufen geht und die Kinder mitbringt, trinke ich mit meiner Mutter Kaffee. Die Kleine futtert Kekse. Dann gehen wir raus und spielen im Sandkasten.
Meine Mutter hat Sperrmüll angemeldet, am Freitag wird der geholt. So beschließen wir, den Kindern die alten Matratzen zum Hüpfen in den Garten zu legen. Drei Stück holen wir heraus und legen sie auf die Wiese. Die Kleine hüpft freudig, ich probiere ebenfalls. Nicht ganz wie auf dem Trampolin, aber passt schon.
Ich trage unsere Katze die Treppe runter und überlasse ihr die Entscheidung, ob sie raus will, oder zurück in die Wohnung, alle Türen sind offen. Sie entscheidet sich für raus gehen und dreht eine kleine Runde in unserer Nähe. Als das Auto des Lieblingsehemannes auf den Hof fährt, ist die Katze bereits wieder drinnen und die Kleine von den Matratzen gekrabbelt. Zwischendurch stand sie am Hasenstall und hat versucht, Heu durchs Gitter zu schieben.
Die großen Kinder sind für den ersten Moment von den Matratzen begeistert. Doch schon wenig später sitzt einsam die Katze meiner Eltern drauf.
Sohnemann fährt mit "Sprinti", einem Kleinkind-Elektroauto, die Große liegt lesend auf dem Sofa.
Die Kleine hat draußen eine Pfütze gefunden und freudig darin gespielt. Ich ziehe den nassen Dreckspatz mal wieder komplett um.
Der Herr TAC baut mit meiner Mutter ein uraltes Sofa auseinander, das mit zum Sperrmüll soll.
So vergeht auch der Rest des Nachmittages. Zeit, ans Abendbrot zu denken. Wir haben noch viele Brötchen vom Samstag, ich überbacke sie mit Wurst und Käse. Dazu gibts Melone und Johannisbeertomaten aus unserem Garten.
Nach dem allabendlichen Gewusel und "Ich will aber noch nicht ins Bett" und Flöte üben und ... sind alle Kinder einigermaßen pünktlich in ihren Betten. Herr TAC dreht einen Film ein mit hervorsehbarer Handlung, da kann man sich berieseln lassen und muss nicht mitdenken. Ich stricke an meinem Bolero weiter. Als mein Bettzipfel mich ruft, fehlen nur noch 3 Reihen am Rückenteil.
Montagsgrüße von TAC
Dienstag, 4. September 2018
Eine Woche - Montag
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2 Kommentare:
Zunächst einmal lese, freue und bedanke ich mich herzlich über jeden Kommentar.
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Klingt nach einem Alltag, der sich langsam einspielt, Dir einen schönen Wochenstart
AntwortenLöschenHallo Du Liebe,
AntwortenLöschenich würde zu gerne mit auf den Matratzen hüpfen, was für eine nette Idee, die wurde bestimmt begeistert aufgenommen.
Konntest Du schlafen ohne die drei Reihen zu stricken? Früher konnte ich das nicht, da musste das Ding fertig werden und wenn ich fast nicht mehr aus den Augen gesehen habe, das hat sich in der Zwischenzeit geändert. *g*
LG zu Dir und eine gute Woche
Manu