Donnerstag, 6. September 2018

Eine Woche - Mittwoch und WMDEDGT? im September 2018

Wie immer beginnt unser Tag mit dem Wecker viel zu früh. Wir schleichen uns nacheinander aus dem Bett. Als ich zu Sohnemann ins Zimmer komme, ist er schon halb angezogen. Super. Ich werfe mich ebenfalls in Tageskleidung, als wir beide fertig sind, holen wir die erste Kuschelrunde des Tages nach.
Sohnemann geht nach unten (Klo!! Klotür schließen!!!). Ich schaue zur Großen ins Zimmer und werde angegrummelt. Hach ja.
Runter in die Küche, Frühstück machen, essen, Brotdosen füllen, Zähne putzen, Haare kämmen, anziehen und los.
Puh. Wenn die drei morgens los gefahren sind, fühlt es sich manchmal an, als hab ich schon einen Marathon hinter mir. Ich nehm die Zeitung mit rein, lege sie zu meinen Eltern auf den Tisch und setze mich an den Dienstags-Eintrag. Kurz nachdem ich fertig bin, meldet sich die Kleine. Sie übt fleißig sprechen: "Auuu, auaaa". Es klingt fröhlich, ist also wirklich nur Übung. Meine Mutter sagt, ich hab auch immer im Bett die neuen Wörter geübt.
Dann Kind aus dem Bett holen, anziehen. Es ist kurz nach 8, mein Vater ist noch nicht da. Trotzdem gehen wir rüber zur Oma, die Zeitung liest. Ich stelle schnell eine Waschmaschinenladung an. Mein Vater kommt erst kurz nach halb 9, bringt frische Brötchen mit. Wir frühstücken zusammen und unterhalten uns. Ich sehe zufällig die Flasche Fensterreiniger, die wir bestellt hatten, weil das Mittel, das zu meinem Fensterreiniger dazu war nach 2,5 Jahren aufgebraucht ist und ich es hier in den Läden bisher nicht gefunden habe. "Huch, wo kommt die denn her?" frage ich. "Ein Kollege kam und meinte, das ist doch deine Frau, kannst du mitnehmen." erklärt er und fügt hinzu: "Und da hab ich gesagt, ja, ist meine Frau, keine Ahnung, was die wieder bestellt hat." Tja, dabei war sie es gar nicht, sondern wir.
Nach dem Frühstück kümmere ich mich um den Haushalt, hier was aufräumen, da ein Handgriff. Die Kleine ist bei mir, zwischendurch bei meiner Mutter, dann nehme ich sie mit ins Schlafzimmer, wo ich zunächst den Spiegel und den Schrank putze, dann die Betten beziehe. Und weils grad so schön flutscht, kommen die Kinderbetten auch gleich dran. Ich überziehe schon kuschelige Bettwäsche, es war in den letzten Nächten schon recht kühl.
Als wir fertig sind, will die Kleine raus. Es ist schon richtig warm geworden. Wir gehen die Oma suchen, sie ist mit meinem Bruder dabei, weitere Sperrmüll-Dinge an die Straße zu stellen. Zusammen mit der Oma kümmern wir uns um die Hasen, frisches Wasser, frisches Heu, Kartoffelschalen, Schrot...
Dann will die Kleine spielen. Einige Zeit buddelt sie im Sand, dann legen wir eine Matratze auf die Wiese und sie hüpft begeistert. Ich halte einen Schwatz mit meiner Mutter.
Es ist bereits Mittag. Für die Kleine wärme ich ein Gläschen Babybrei an. Meist koche ich selbst, sie isst derzeit noch alles und ist beim Essen generell sehr neugierig. Aber manchmal mach ich es mir einfach und es gibt ein Gläschen (davon mag sie nur 2 Sorten: Kartoffelsuppe und Gemüsesuppe). Als die Kleine im Bett ist, rühre ich für mich Eierkuchenteig, in den ich den restlichen Brei gebe. Nach dem Ausbacken kommt noch Käse drauf - sehr lecker und geht schnell.
Mittagspause. Ich häkle mal wieder an der Decke für Sohnemann. Als mir die Augen zu fallen, mache ich ein Nickerchen. "Mamma. Maama. Mamaa? Papa. Papa? Papa? Papaaa?" weckt mich das Babyfon. Sie hat heute also nur zwei Stunden geschlafen, meist sind es drei. Ich nehme mir Zeit, erstmal selbst wieder wach zu werden, sie klingt zufrieden. Dann aus dem Bett holen, kuscheln, wickeln... Wir spielen im Wohnzimmer. Gegen halb 3 koche ich Kaffee, fülle ihn in die Thermoskanne, packe zwei Tassen ein. Meine Mutter kommt von Arbeit und kurz danach übergebe ich die Kleine in ihre Obhut. Gerade als ich gehen will, steigt mir etwas in die Nase... ups, mal schnell nochmal wickeln...
Im Haus öffne ich erstmal die Fenster. Erstaunlich, wie schnell ein unbewohntes Haus zu müffeln beginnt. Dann laufe ich eine Runde durch alle Räume und überlege, was ich jetzt zuerst tun sollte. Ich entscheide mich, die aussortierte Kleidung durch zu sehen. Ich fülle zwei Säcke für den guten Zweck mit wirklich gut erhaltenen Sachen, der Rest kommt in die Mülltonne. Dann packe ich eine Klappbox voll Dinge, die mit in die Übergangswohnung sollen und nehme endlich den Kühlschrank außer Betrieb. In Sohnemanns Zimmer liegt Lego verteilt. Eigentlich wollten wir seine Möbel so wie sie sind einlagern und die Kästen mit dem Spielzeug nur zum besseren Transport raus nehmen. In seinen Schubästen ist derzeit nur das bespielte Zeug, alles andere haben wir erst vor einiger Zeit ausgeräumt. Ich entscheide, sein Lego in einen großen Karton zu packen und doch mit zu nehmen, so können wir es an Langeweile-Regentagen raus holen.
Unsere Bilderwand packe ich in einen weiteren großen Karton, als der Lieblingsehemann von Arbeit kommt. So gibts eine Kaffeepause. Im Haus ist noch ein Glas mit Süßigkeiten, so haben wir eine Kleinigkeit zum Kaffee dazu.
Inzwischen ist es 17 Uhr. Christenlehre und Bücherstube sind zu Ende, die Kinder müssten gleich kommen. Sohnemann war nach der Schule bei der Oma, die auch mit ihm Hausaufgaben gemacht hat. Töchterchen geht mittwochs direkt nach der Schule in die Bücherstube.Sie ist eher da als ihr Bruder und erzählt mir von ihrem Tag, an dem einiges nicht optimal gelaufen ist. Ich pflücke nebenher Johannisbeertomaten, sie ebenfalls, isst sie aber direkt auf.
Zeit, die Autos zu packen. Als mein Kofferraum voll ist, fahre ich mit der Großen einkaufen, dann nach Hause. Es ist bereits 18.15 Uhr und die Oma steht mit der Kleinen auf dem Arm an der Straße. Sie will direkt zu mir, wir kuscheln kurz, dann nimmt die Große die Kleine, dass ich ausräumen kann.
Wenig später kommt auch der Papa an, der Sohnemann mitbringt. Es ist dringend Zeit fürs Abendbrot.
Danach verschwindet die Große zur Oma, Kuchen verzieren. Sohnemann soll sich ausziehen, die Kleine macht der Papa bettfertig.
Sohnemann ist ebenfalls zur Oma abgebogen, statt sich auszuziehen. Wir scheuchen ihn in seinen Schlafraum, er braucht sehr viel mehr Schlaf als die Große. Dann lege ich mich zur Kleinen. Etwas piekt mich in die Hand, reflexartig reibe ich über die Stelle, sie beginnt zu jucken. Kurz danach summt es. Mist, eine Mücke. Licht wieder an, den Herrn TAC holen und dann Mücke suchen. Wir finden zwei, Herr TAC erledigt sie elektrisch. Nochmal zur Kleinen legen, dann raus schleichen. Die Sache mit der Mücke hat sie verunsichert, sie brüllt los. Der Papa legt sich zu ihr, so kann ich zu Sohnemann und ihm Gute Nacht sagen. Die beiden Männer haben auch in seinem Zimmer zwei Mücken erwischt. Da frag ich mich mal wieder, wozu wir in der ersten Woche hier an allen Fenstern Mückennetz angebracht haben...
Dann kehrt Ruhe ein. Der Lieblingsehemann setzt sich an den Rechner und fährt ein Rennen übers Internet gegen einen Kumpel. Ich häkle.
Die Große taucht auf, sie sind endlich mit dem Kuchen fertig. Sie geht schlafen.
Meine Mutter kommt rüber, sie haben kein Fernsehbild. Wir schon, allerdings haben wir auch eine eigene kleine Schüssel am Fenster hängen. Über Kabel kommt nix.
Wo der Fernseher nun schonmal an ist, lasse ich ihn an, schaue den Rest einer Ratesendung und Nachrichten. Dann gehe ich schlafen und werde nur nochmal kurz wach, als der Lieblingsehemann sich neben mich legt.

Mittwochs-Tagebuch-Grüße von TAC

Immer am 5. des Monats fragt Frau Brüllen: "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" und bereits seit über 2 Jahren antworte ich darauf. Und da mein Eintrag perfekt passt, verlinke ich ihn natürlich bei ihr.



Rückblick:
5. September 2016
5. September 2017

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