Wir beginnen mit Ausschlafen. Das war dringend nötig nach der Woche, die Kleine gönnt uns das bis fast 8. Dann weckt sie uns fröhlich mit Gebrabbel. Wir bleiben noch einige Zeit im Bett, gegen halb 9 stehen wir auf.
Wir frühstücken ohne Sohnemann, der schläft noch.
Herr TAC muss los. Er bringt heute vormittag seine Eltern und seine Schwester zum Zug, die in den Urlaub fliegen wollen.
So ist es an mir, den sich inzwischen schlafend stellenden Sohnemann zum Aufstehen zu bewegen. Gegen 10 will ich los, die Großen wollen/sollen mit. Es braucht einiges an Kraft, doch schließlich sitzen wir kurz nach 10 im Auto und parken an unserem Haus. Wir haben noch etwas Zeit, bis um 11 die neue Bücher-Telefonzelle an der Bücherstube eröffnet wird. Töchterchen will schon zum Fahnenfest, darf sie. Sie kennt ja die Uhrzeit. Sohnemann will auch, aber nachdem er gestern unzuverlässig war, muss er heute bei mir bleiben. Er geht ein Stück, aber nur bis zu den Nachbarn. Ich hole meine Tasche ab, Sohnemann will da bleiben. Ich gebe ihm 20 Minuten bis ich ihn abhole.
In der Zwischenzeit packe ich meine Tasche um, hole den Kinderwagen aus dem Haus, lasse die Kleine schaukeln...
Dann wieder bei den Nachbarn klingeln, Sohnemann will nicht mit, er will lieber bei den Nachbarskindern bleiben. Ich schlage vor, dass die beiden mitkommen können, das wollen sie gerne. Der Herr TAC ist inzwischen auch wieder da und begleitet uns.
Als wir zur Bücherstube kommen, ist Großtöchterchen schon da. Und ganz viele andere aus unserer Gemeinde. Sogar einige aus den Schwesterngemeinden. Viele Kinder wuseln umher, einige haben Luftballons, die sollen später aufsteigen. Leider sind sie wohl nicht gut verknotet, sie lassen Luft/Gas.
Der Pfarrer hält eine kurze Andacht. 1,5 Jahre hat es vom Gedanken bis zum heutigen Tag gedauert. Keine 100m weiter, bei der Taschendesignerin steht ebenfalls eine Bücher-Zelle. Dort hat es vom Gedanken bis zur Eröffnung nur 2 Wochen gedauert. Das ist der Unterschied zwischen privat und öffentlich.
Dann endlich dürfen die Ballons steigen. Manche schaffen es nur bis zum nächsten Baum. Wenige Minuten später steht der Pfarrer mit Kindern an einem der Bäume vor der Kirche und angelt nach einem hängen gebliebenen Ballon. Ich finde es gar nicht schlimm, dass sie wohl nicht weit fliegen, denn es hängen Flyer der Bücherstube dran. In 200 oder 300km Entfernung kann damit keiner was anfangen, in 2 oder 3km Entfernung schon.
Es gibt noch viele Gespräche, die Kinder leeren den Süßigkeitenteller, dann verlaufen sich die Menschen.
Herr TAC und Sohnemann gehen zurück zum Auto, sie wollen zum Sachsenring. Die beiden Nachbarskinder gehen mit ihnen zurück nach Hause.
Töchterchen und ich gehen weiter zum Fahnenfest.
Wir schauen zunächst bei den Ständen vorbei, ich zahle den Rest der Tasche. Direkt daneben ist ein Stand mit Kindersachen, Loops und ähnlichem. Die großen Kinder haben von dieser Hobby-Näherin bereits Mütze und Halssocke, für die Kleine hatte sie mir schonmal ein Kleid genäht. Wir schwatzen kurz, ich möchte gerne Mütze und Halssocke für die Jüngste, werde die Stoffe aber direkt bei ihr zu Hause aussuchen. Die Große würde am liebsten sämtliche Loops mitnehmen. Wenn sie möchte, darf sie mich zum Stoffe aussuchen begleiten und sich einen Loop zum Geburtstag wünschen.
Zwei Stände weiter gibts Ohrringe. Töchterchen hat noch die Gesundheitsstecker drinnen und will dringend andere. Ich mag ihr aber nicht einfach so welche kaufen, weil sie unbedingt will, schauen wir mal. Letzen Endes kauft sie sich selbst kleine silberne Katzen-Stecker für 8 Euro vom Taschengeld.
Die Kleine sitzt derweil sehr geduldig im Kinderwagen. So nehme ich sie raus und setze sie auf die Strohburg. Das findet sie toll, wirft Stroh in die Luft, krabbelt mal hierhin, mal dahin. Dann toben die größeren Kinder zu sehr, so dass ich die Kleine unter Protest auf den Arm nehme. Am Sand ist derzeit niemand, so setze ich sie auf ein Buddel-Fahrzeug. Das gefällt ihr. Mit Hilfe eines Hebels kann sie die Ladefläche kippen.
So langsam wird es Zeit, etwas zu essen. Wir schauen, was es so gibt und entscheiden uns für Pizza aus dem Steinofen mit Zutaten nach Wahl. Für die Kleine hatte ich schon eine Laugenbrezel gekauft (Salz abgemacht). So essen wir in Gesellschaft von Wespen, die aber durchaus friedlich sind.
Nun wird es Zeit, zurück zu gehen. Die Große hatte überlegt, länger zu bleiben, will nun aber doch mit. So sind wir gegen halb 2 wieder zu Hause in der Wohnung, wo ich direkt die Kleine ins Bett bringe. Sie schläft fast augenblicklich. Mittagspause für mich.
Nach etwa 2 Stunden ist sie wieder wach. Ich trinke eine Tasse Kaffee, wir essen nur ein bischen Schokolade, denn später wollen wir noch griechisch essen gehen (Geburtstagsfeier im kleinen Rahmen).
Wir kruscheln vor uns hin, Herr TAC und Sohnemann kommen nach Hause. Die Große macht endlich ihre Hausaufgaben.
Ich möchte gerne zum Restaurant laufen, meine Mutter schließt sich an. Sohnemann will nicht, muss aber mit laufen. Die Große darf später mit meinem Vater im Auto mitfahren.
Wir laufen etwa eine halbe Stunde, sehen unterwegs Kühe, Schafe, Katzen. Das freut die Kleine. Herr TAC und Sohnemann spielen Apfel-Fußball, Sohnemann findet im Straßengraben einen 10-Euro-Schein. Kurz bevor wir an der Gaststätte sind, holt Töchterchen uns ein. Sie muss einen Großteil der Strecke gerannt sein.
Das Essen ist sehr lecker. Wir werden zuvorkommend bedient. Hinterher sind wir sehr satt. Trotzdem laufen Herr TAC und ich, Sohnemann begleitet uns diesmal freiwillig. Wir haben viel Spaß auf dem Rückweg, machen Wettrennen mit Buggy und bringen Schafe zum Blöken (und die Kleine erschrocken zum Weinen). Es ist nur schon sehr frisch, es wäre besser gewesen, wir hätten die Jacken angezogen, die wir vorsorglich ins Auto gepackt hatten.
Zu Hause bringen wir die Kleine ins Bett. Eigentlich hab ich keine Lust mehr, aber die Kinder wollen sehr gerne zum Feuerwerk beim Fahnenfest. Na gut. Da ich fahren muss (Herr TAC hat meinen Ouzo mit getrinken, weil ich den so scheußlich finde), hab ich keine Wahl. Wir stellen das Auto zu unserem Haus und laufen zwischen abenteuerlich geparkten Autos zum Festgelände. Da wir noch Zeit haben, verschwinden die Kinder in der Dunkelheit und auch wir zwei schlendern nochmal übers Gelände, halten hier und da einen kurzen Schwatz.
Pünktlich zum Beginn des Feuerwerks sind auch die Kinder wieder bei uns, so genießen wir das musikalisch untermalte Farbenspiel am Himmel.
Dann heißts, schnell zurück zum Auto, ab in die Wohnung und für die Kinder flink ins Bett.
Es ist schon spät, als endlich Ruhe einkehrt. Herr TAC sägt auf dem Sofa schonmal ein paar Bäume, da gehe ich lieber ins Bett.
Gute Nacht.
LG von TAC
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