Mittwoch, 5. September 2018

Eine Woche - Dienstag

Kurz nach halb 6 schaltet der Herr TAC den Wecker aus. Die Kleine wird beim Fenster schließen wach, also ist stillen dran. Der Papa weckt inzwischen die Kinder.
Dann folgt das Morgenprogramm. Am Frühstückstisch erzählt die Große, dass sie die letzte Stunde vorm Wecker nicht mehr schlafen konnte, denn es war so komisch hell im Zimmer. Mal rot, mal grün, dann von Schatten unterbrochen... Sie hat sich nicht getraut, aus dem Bett zu steigen und nachzusehen, sonst hätte sie die Ursache gefunden: Gestern wurde eine Baustellenampel direkt beim Haus eingerichtet.
Als alle aus dem Haus sind, kümmere ich mich erstmal um den gestrigen Eintrag hier und stelle dann die Waschmaschine an. Die Kleine wird spät wach, da haben meine Eltern ihr Frühstück beendet. So frühstücken wir nur zu zweit.
Dann will sie die Welt entdecken, die Oma in deren Wohnung besuchen, zu den Hasen gehen... Das Übliche. Mal kruschelt sie bei mir, mal ist sie bei der Oma, die sich immer augenzwinkernd beschwert, dass sie gar nix mehr schafft. In Wirklichkeit genießt sie das Zusammensein mit der Kleinen sehr.
So nebenher wird die Wäsche fertig, sowohl die bereits trockene (zusammen legen), als auch die in der Maschine (aufhängen/ Wäschetrockner).
Mein Bruder leistet mir einige Zeit Gesellschaft und erzählt von seinem Wochenende. Er war beim Werner-Rennen.
Später füttern wir die Hasen, die Kleine will im Sandkasten spielen.
So vergeht der Vormittag im Flug. Mittags essen wir Kartoffeln, Rührei und Gurkensalat. Dann Mittagsschlaf für die Kleine und Mittagspause für mich. Der Ehrgeiz hat mich gepackt, ich will unbedingt das Rückenteil des Boleros fertig bekommen. So stricke ich die wenigen Reihen noch, obwohl mir die Augen zu fallen.
Dann kurzes Nickerchen.
Ich hole mir die angefangene Decke für Sohnemann hervor und versuche mich zu erinnern, wie das Muster ging. Mein Handy meldet sich, die Große schreibt, sie wäre am Markt und ob ich sie abhole? Hä? Das war doch anders abgesprochen. Schnell schreibe ich ihr, dass sie doch zu dieser Zeit weiter fahren kann, weil es ein Bus ist, der bis hierher ins Dorf fährt. Macht sie dann auch. Allerdings steigt sie da aus, wo ich sie letzte Woche mal abgeholt habe, wegen Baustelle und Busumleitung. Seit der Ampeleinrichtung kann der Bus aber wieder durchs Dorf. Zum Glück hat der Busfahrer eine Raucherpause eingelegt und sie kann wieder einsteigen.
Meine Mutter kommt wieder, sie hat nach der Arbeit gleich Sohnemann geholt. Die Kleine ist wach, ich hole sie aus dem Bett. Als sie auf dem Töpfchen sitzt, kommt Töchterchens Bus vorbei gefahren. Meine Mutter übernimmt das Anziehen der Kleinen und ich gehe der Großen entgegen.
Alles gut, sie ist an der Ersatzhaltestelle ausgestiegen und kommt mir entgegen gelaufen.
Die Große verschwindet geheimnisvoll mit der Oma zum Kuchen backen.
Ich diskutiere mit Sohnemann über die Hausaufgaben, übergebe ihn in die Obhut meines Bruders und gehe mit der Kleinen eine Runde spazieren. Es ist warm. Sehr warm. Meine Hose ist zu dick, aber im Haus kann ich die durchaus brauchen. Im Haus brauche ich derzeit auch eine Jacke. Die hab ich zum Glück zu Hause gelassen. Ich schaue mit der Kleinen Kühe an, eine Katze, zwei Pferde, mehrere Hühner. Außerdem schauen wir nach Kastanienigeln. Die Bäume sind brechend voll, die Stachelkugeln prall. Wird nicht mehr lange dauern, bis es Kastanien regnet.
Wieder zu Hause lasse ich die Kleine auf der Matratze im Garten hüpfen, Sohnemann kommt dazu. Er hat mit meinem Bruder den Pool sauber gemacht.
Der Lieblingsehemann kommt nach Hause. Zeit fürs Kaffeetrinken. Zu sechst sitzen wir am Tisch meiner Mutter, es herrscht gute Stimmung. Töchterchen erzählt Details vom Kuchen, die ich gar nicht wissen will. Dann backen die beiden weiter. Lieblingsehemann und Bruder tragen schonmal Sofateile raus, die zum Sperrmüll sollen und am Freitag geholt werden. Ich beaufsichtige Sohnemann und Kleintöchterchen, die schon wieder zu den Hasen will.
Gegen 6 übernimmt der Papa die Aufsicht und ich räume schonmal das Abendbrot auf den Tisch. Sohnemann kommt rein, eigentlich wollte er lesen, aber so muss er jetzt doch erstmal seine Englischhausaufgaben machen. Nach anfänglicher Diskussion geht das dann doch gut.
Abendbrot. Dann Abendprogramm.
Als die Kleine im Bett ist, fahre ich zunächst kurz zum Haus (Briefkasten leeren, was holen, Gelbe Tonne an die Straße), dann zur Chorprobe. Hinterher schwatze ich noch mit der Kantorin. Erst gehts um die diesjährigen Engelproben, doch dann kommen wir auf die aktuelle Situation im Land zu sprechen, auf Chemnitz und die Verallgemeinerung, Berichterstattung in der Presse, Datenschutz und Bücherstuben-Telefonzellen-Eröffnung am Samstag.
Erst dreiviertel 10 bin ich wieder zu Hause, setze mich noch ein paar Minuten aufs Sofa und gegen viertel 11 gehen wir ins Bett. Die Kleine ist unruhig, setzt sich ständig hin, so kann ich auch lange nicht schlafen...

Dienstagsgrüße von TAC

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