Eigentlich schreibe ich keine Rezepte aufs Blog. Ich koche meist nur das, was eh alle kennen, nix Spektakuläres oder sonst Erwähnenswertes. Heute mach ich mal eine Ausnahme.
Ich mag Rezepte mit wenigen Zutaten, am liebsten mit welchen, die ich ohnehin da habe, und die nicht ewig dauern. Gerne hole ich mir irgendwo Anregungen, sei es auf den "Tüten" im Supermarkt, auf Blogs oder in Büchern und probiere dann aus, meist mit weniger Zutaten als angegeben. Kochen findet hier häufig spontan statt, extra einkaufen is nich...
So auch vor ein paar Tagen. Seit einiger Zeit wartet eine Tüte rote Linsen im Schrank. Aber wie zubereiten? Kurze Recherche im Netz. Wie immer hatte ich die meisten der genannten Zutaten nicht da. Also ausprobieren...
Raus kam das Folgende, das war sooo lecker, dass die Kleine zweimal Nachschlag verlangt hat.
Zutaten für ca. 2 Portionen:
ca. 130g rote Linsen
2 mittelgroße Kartoffeln (vorwiegend mehlig kochend waren meine)
1 Möhre
1 kleine Zwiebel
etwas Butter
500ml Wasser
1-2 TL Gemüsebrühe
4 kleine (Party-) Tomaten
Zum Abschmecken: Zucker, Salz, Pfeffer, Petersilie, Orangensaft
Und so hab ich es gemacht:
- Linsen abspülen und abtropfen lassen
- Kartoffeln schälen, würfeln, abspülen
- Möhre schaben, würfeln
- Zwiebel putzen, fein würfeln
- Butter und Zwiebelwürfel in einen Topf geben und glasig dünsten
- Wasser dazu, Brühe einrühren
- Linsen, Kartoffeln, Möhre dazu, zum Kochen bringen
- Tomaten waschen, vierteln, dazu geben (Schalen kann man später raus fischen, wenn die zu hart sind)
- auf kleiner Hitze ohne Deckel köcheln lassen, immer mal umrühren
- wenn sich die Kartoffelwürfel im Topf zerdrücken lassen und die Linsen nicht mehr als solche zu erkennen sind, ist die Suppe fertig
Dann haben wir gekostet und abgeschmeckt. Salz war genug, etwas Pfeffer, eine Prise Zucker (wär auch ohne gut gewesen), etwa 1 TL TK-Petersilie und das Highlight: Orangensaft. Es war der Saft von etwa 1/4 Orange. Im Rezept, das ich zur Orientierung genommen habe, stand Zitronensaft. Zitronen hatte ich nicht, aber Orangen. Erst hab ich gezögert, es dann aber einfach ausprobiert. und ich sage euch, das war sososo lecker.
Die Suppe hat von der Idee bis auf den Teller etwa 1 Stunde gedauert. Die Menge war reichlich für mich und mein Kleinkind.
Genießerische Grüße von TAC


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